Frage zu Unterhalt bei U25 -Kindern

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NinaS

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Hallo und guten Abend,

ich habe mal eine Frage zum Thema Unterhalt bei U25-Kindern.

Es ist doch richtig, dass Eltern gegenüber den U25-Kindern unterhaltspfichtig sind !?
Trifft das nur zu, wenn Kinder noch zu Hause, bei den Eltern, wohnen...oder auch, wenn die Kinder schon in einer eigenen Wohnung wohnen ?

Mein Sohn (22 J.) hat eine eigenen Wohnung muss nun ALG II beantragen beim Jobcenter. Er ist/war nicht in einer Ausbildung.

Seine SB fragte ihn nun, ob ich, seine Mutter, Unterhalt zahlen könnte !
Nein, kann ich nicht, da ich selbst Hartz4 dazubeziehen, neben meinem Mini-Job.

Mein Mann ist auch nicht der leibliche Vater und hat meinen Sohn auch nicht adoptiert, so dass er nicht unterhaltspflichtig ist.

Aber, wie sieht das bei meinem Ex-Mann aus...dem leiblichen Vater von meinem Sohn ?
Er hat reichlich Geld...dickes Auto, Eigentumswohnung und gut bezahlten Job !

lieben Gruß NinaS
 

Hartzeola

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ich habe mal eine Frage zum Thema Unterhalt bei U25-Kindern.

Es ist doch richtig, dass Eltern gegenüber den U25-Kindern unterhaltspfichtig sind !?
Trifft das nur zu, wenn Kinder noch zu Hause, bei den Eltern, wohnen...oder auch, wenn die Kinder schon in einer eigenen Wohnung wohnen ?

Du hast ein paar unterschiedliche Sachen in einen Topf geworfen.

Kinder sind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres unterhaltsberechtigt, danach nur, wenn sie sich in einer (erst)Ausbildung befinden.

Beim H-IV Bezug gehört ein Kind bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres zur Bedarfsgemeinschaft der Eltern oder Personen, mit den es in einer Wohnung lebt.

Diesbezüglich können einige Probleme auftreten, weil dein Sohn alleine wohnt.
 

NinaS

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Beim H-IV Bezug gehört ein Kind bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres zur Bedarfsgemeinschaft der Eltern oder Personen, mit den es in einer Wohnung lebt.

Diesbezüglich können einige Probleme auftreten, weil dein Sohn alleine wohnt.
Mein Sohn wohnt bereits seit seinem 14 Lebensjahr nicht mehr bei mir...jetzt ist er 22 Jahre (wir hatten aber immer ein sehr gutes Verhältnis miteinander).
Er hat auch seit seinem 19 Lebensjahr eine eigene Wohnung (bei mir um die Ecke) und kommt soweit prima alleine klar.
Warum sollte er, wo er jetzt ALG II beantragen muss, wieder bei mir einziehen ? *
* wenn dies so sein müsste, müssten wir auch alle umziehen (größere Wohnung) !
Wieso sollten da nun Probleme auftreten ?
Und für wen eigentlich ? Für meinen Sohn ? Für mich ?
 

Hartzeola

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Mein Sohn wohnt bereits seit seinem 14 Lebensjahr nicht mehr bei mir...jetzt ist er 22 Jahre (wir hatten aber immer ein sehr gutes Verhältnis miteinander).
Er hat auch seit seinem 19 Lebensjahr eine eigene Wohnung (bei mir um die Ecke) und kommt soweit prima alleine klar.
Warum sollte er, wo er jetzt ALG II beantragen muss, wieder bei mir einziehen ? *

Ich habe gar nichts davon geschrieben, dass Dein Sohn bei Dir einziehen soll.

Wieso sollten da nun Probleme auftreten ?

Deshalb:

§7 SGB II

(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören

1. die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten,

2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und die im Haushalt lebende Partnerin oder der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,
 

NinaS

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Deshalb:

§7 SGB II

Verstehe ich immer noch nicht, warum es da Probleme geben soll und für wen !?

1.mein Sohn wohnt seit Jahren alleine...sein Mietvertrag läuft auf seinem Namen.
Er bildet seine eigene BG. Und muss nun, nach seiner Kündigung, auch Hartz4 beantragen.

2.Wir (mein Mann, unser kleiner Sohn und ich) wohnen zusammen und bilden auch eine BG und beziehen aufstockend Hartz4 zu unserem Löhnen.

Das Jobcenter kann uns nicht zwingen zusammen zu ziehen, da wir schon ewig (Jahre) nicht zusammen gewohnt haben.
 

Erolena

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Unter 25 Jährige erhalten das volle ALG 2 in "eigener Wohnung" erst nach strenger Prüfung.
Seine SB fragte ihn nun, ob ich, seine Mutter, Unterhalt zahlen könnte !
Dein Sohn wurde nur 'gefragt'. Der SB hat ausgelotet, wie die Aussichten sind, von Vater/Mutter Geld zu erhalten. Sprich, ob es sich fürs Jobcenter lohnen könnte, eine Unterhaltsanfrage loszutreten.

Du wirst sehen, wie sich der Sachbearbeiter nun entscheidet. Entweder das Jobcenter unternimmt nichts bezüglich Unterhalt.

Oder das Jobccenter schreibt die leiblichen Elternteile an. Erst dann müsstest du eine Antwort geben. Mach dich nicht unnötig verrückt.

Um den gut verdienenden Vater würde ich mir keine großen Gedanken machen. Er könnte sich eine Beratung beim Anwalt leisten, um eine (Unterhalts-)Anfrage zu beantworten.
 

Hartzeola

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Unter 25 Jährige erhalten das volle ALG 2 in "eigener Wohnung" erst nach strenger Prüfung.

Danke, Du hast es besser erklären können.

Die verstehen oft nicht, wieso ein U25 alleine lebt.

Hinsichtlich Unterhaltspflich werden die kaum zu weit gehen, da Mutter ALG II bezieht sowie ohne Ausbildung keine Berechtigung besteht.
 
S

silka

Gast
Das Jobcenter kann uns nicht zwingen zusammen zu ziehen, da wir schon ewig (Jahre) nicht zusammen gewohnt haben.
Stimmt, das wird das JC auch gar nicht verlangen.

Hat der leibliche Vater denn früher Unterhalt gezahlt?
Der wäre der einzige, der in Frage kommen würde.
Ansonsten wird dein Sohn sicher regulär Alg2 bekommen.
 

Erolena

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Geht es in deinen beiden Threads ums selbe Kind? Also um den 22 jährigen Sohn ohne Berufsausbildung?

Vielleicht kann sich dein Sohn in eine baldige Ausbildung flüchten.

Einige Ausbildungen fangen im März an. Nachfragen bei könnte sich auch jetzt noch lohnen, manchmal wird plötzlich ein Platz frei. Mein Sohn hat damals eine gute Lehrstelle bekommen, weil der eigentliche Bewerber wenige Wochen vor Ausbildungsbeginn abgesprungen war.
 

NinaS

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Die verstehen oft nicht, wieso ein U25 alleine lebt.
mein Sohn war als Kind/Teenager sehr lange und sehr, sehr krank, so dass er lange Zeit gar nicht in der Schule war und sehr viel in Kliniken lag und in Dauer-Therapien war. Mit 15 J. wäre er beinahe daran verstorben. Ich hatte ja noch ein Kleinkind zu Hause, das teilbehindert ist und niemanden in der Familie (Großeltern, Paten), der mich unterstützt hätte, bei der Pflege der Kinder (außer meinem jetzigen Mann, der nicht der leibliche Vater meines 22 j . Sohnes ist, um den es hier geht).
Da ich selbst auch krank wurde (auch durch den psychischen Stress) war es mir einfach nicht möglich meinen Sohn damals zu pflegen und mit ihm immer in den Therapien (auch Ausland z.B. Delphinschwimmen) zu fahren.
So bekam ich Hilfe vom Jugendamt/Jugendhilfe und einen Betreuer für meinen Sohn, der ihn überall hin begleitete und mit ihm die Therapien mitmachte.
Der Kindesvater sowie die ganze Familie meines Ex-Mannes haben meinen Sohn abgeschoben. Wollten ihn nicht unterstützen...haben ihn nicht einmal gratuliert zum Geburtstag usw. ! Mit so kranken Kindern will man halt nichts zu tun haben.
Später kam er wieder nach hause zurück, aber in eine bestimmte betreute Wohngruppe, die von der örtlichen Jugendhilfe betreut wird.
Als 19 j. war er soweit eine eigene Wohnung zu bekommen und wurde noch ambulant betreut. Seinen Hauptschulabschluss hat er mit einem Fernstudium gemacht, da er jahrelang kaum in einer Schule war, sondern nur Unterricht in den Kliniken...am Therapieort...bekam.
Inzwischen ist er 22 j und wohnt seit fast 2 J. in meiner Nähe und wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und besuchen uns oft.
Mein Sohn ist sehr selbstständig geworden und kann putzen, kochen, waschen, einkaufen und ist selbstständiger als so manches Kind, dass "normal" aufgewachsen ist und in einer wohlbehütenden Familie aufgewachsen ist.

Nun könnt ihr mich als Rabenmutter steinigen...bin ich schon gewohnt :icon_mued:
 
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