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ofra

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#1
"Verhandlungssicheres Englisch"
"Perfekt in Wort und Schrift"

Kann mir jemand von euch mal erklären, was das konkret bedeutet?
In unserem herkömmlichen Schulsystem hat man bis zum Abitur 8 oder 9 Jahre lang Englischunterricht. Meist durch Lehrer, die selbst keine Native speaker sind.
Nach diesen langen Jahren glaube ich nicht, dass man obige Anforderungen, wie man sie oft in Stellenanzeigen liest, ausreichend erfüllen kann.

Ebenso die folgende Anforderung:
"Routinierter Umgang mit dem kompletten Office-Paket"

Welcher Normalsterbliche ist in sämtlichen Windows-Bereichen sattelfest? Ich habe einen Bekannten, der ist Diplom-Informatiker und hat dafür 4 Jahre lang studiert. Selbst der weiß nicht alles!

ebenso folgende Anforderung:
"Hohe körperliche Belastbarkeit" (für eine Büro-Tätigkeit)
Was bedeutet das konkret? Kaffee kochen bis zum Umfallen?! Und dadurch Tennisarm bekommen?

:icon_eek:

Manche Stellenanzeigen lesen sich wie die Ausschreibung für Hochleistungs-Sportler oder Spitzen-Akademiker - obwohl es sich oftmals nur um kleine bis mittlere Schreibtischtätigkeiten handelt.
Ich finde, dass dies abschreckend wirkt und den Bewerber entmutigt, sich überhaupt zu bewerben.

Da frage ich mich oft: Was suchen die Arbeitgeber überhaupt? Suchen sie ganz normale Bürokaufleute oder Bewerber mit abgeschlossenem Sprachenstudium, möglichst noch an einer renommierten Londoner Universität?

Wenn ich mir dann die Leute ansehe, die so in den Büros arbeiten, machen die auf mich nicht den Eindruck, als ob sie über "übermenschliche Kräfte" verfügen würden. Wo sind also all diese überirdischen Wesen, unfehlbar und makellos? Jung, attraktiv, dynamisch, ohne jegliche Ermüdung, multi-talentiert ...?
 
E

ExitUser

Gast
#2
...Manche Stellenanzeigen lesen sich wie die Ausschreibung für Hochleistungs-Sportler oder Spitzen-Akademiker..
Das suchen die Arbeitgeber ja auch.
Haben sich genügend beworben, wird ausgesiebt, wer von den Hochleistungs-Sportlern und Spitzen-Akademikern bereit ist, für 2,50 €/h zu arbeiten.:icon_twisted::icon_lol:
 

pinguin

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#3
Welcher Normalsterbliche ist in sämtlichen Windows-Bereichen sattelfest?
Du hast diesbezügliche Defizite bei Deinen potentiellen Vorgesetzten mit auszugleichen, die können es nämlich nicht.

"Hohe körperliche Belastbarkeit" (für eine Büro-Tätigkeit)
Was bedeutet das konkret? Kaffee kochen bis zum Umfallen?! Und dadurch Tennisarm bekommen?
Ja, Du machst einen Teil der Arbeit Deiner Vorgesetzten mit; Kaffee kochen, Brötchen schmieren, Briefe zur Post schaffen etc.

Suchen sie ganz normale Bürokaufleute oder Bewerber mit abgeschlossenem Sprachenstudium, möglichst noch an einer renommierten Londoner Universität?
Wird nicht ganz reichen, müssen schon mindestens in Kombination zu Harvard zusammen sein, mit angeschlossenen Sportstudium und natürlich mit den Muttersprachen Deutsch, Französisch, Englisch, Russisch und Chinesisch, vielleicht noch Spanisch dazu.

Wenn ich mir dann die Leute ansehe, die so in den Büros arbeiten, machen die auf mich nicht den Eindruck, als ob sie über "übermenschliche Kräfte" verfügen würden.
Den Part sollst Du ja übernehmen.

ciao
pinguin
 
E

ExitUser

Gast
#4
Ich glaube, die meisten, die so etwas in Stellenanzeigen formulieren, haben das einfach nur von woanders abgeschrieben und sich selbst keine Gedanken darüber gemacht, was sie eigentlich wollen.

"Perfekt" heißt, daß jemand das Lernen abgeschlossen hat und alles Entsprechende weiß und kann. Ich würde mich mal ernsthaft fragen, wer in diesem Sinne behaupten kann, in seiner eigenen Muttersprache "perfekt" zu sein. Vielleicht angenähert einige wenige Leute, die täglich mit dem Forumulieren von Schriftlichem befaßt sind (Schriftsteller, Journalisten, Sprachwissenschaftler etc.), aber doch nicht der normale Berufstätige. Wer soll denn dann in einer Fremdsprache "perfekt" sein? Das ist blanker Unsinn.

Bei der "hohen körperlichen Belastbarkeit" würde ich eher mal an eine Tätigkeit als Möbelpacker oder ähnliches denken und nachfragen, wieviel Kilogramm als Last denn gemeint sind.

Alles nicht so ernst nehmen. Den Wunschkandidaten, der alle Anforderungen zu 150 % erfüllt, gibt es meist sowieso nicht.
 

ofra

Elo-User/in

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18 Jul 2006
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#5
Seit einiger Zeit befasse ich mich in meiner Freizeit mit dem Übersetzen von literarisch anspruchsvollen englischen Texten ins Deutsche.
Dabei wurde mir folgendes bewusst: wenn man nicht weiß, wie es auf Deutsch korrekt heißt bzw. lauten soll, kann man auch den fremdsprachigen Text nicht korrekt erfassen, geschweige denn so sinngetreu wie möglich übersetzen.
Leute, die also eine Fremdsprache "perfekt" beherrschen und diese nicht als Muttersprachler, sondern in der Schule gelernt haben, brauchen als Basis zwingend sehr gute Fähigkeiten in der eigenen Muttersprache, hinzu kommt noch ein gewisses Maß an Sprachgefühl, und intuitivem Erfassen von Zusammenhängen.

Viele Leute, die im kaufmännischen Bereich tätig sind, haben einen Realschulabschluss o. ä. Ich glaube nicht, dass das übersteigerte Niveau,welches von den Bewerbern gefordert wird, von diesen auch erreicht werden kann.
Ganz offensichtlich geht der Trend dahin, dass man Harvard-Absolventen als Straßenfeger einstellt :icon_neutral:
Hinzu kommt noch der Druck zum "lebenslangen Lernen".
 

Rounddancer

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#6
Realistische Personalentscheider und -berater raten zur Bewerbung, auch wenn man nur ca. 80 Prozent der Vorgaben erfüllt.

Die wissen nämlich, daß, wenn die wirklich den gesuchten Supertyp meinen gefunden zu haben, dann ist der in der Praxis dann entweder ein Blender, ein Fake, - und schnell ist die Luft raus, oder er ist menschlich so ein Ekel, daß niemand mit ihm zusammenarbeiten kann oder gar will.

Das ist wie mit den Frauen. Ein schwäbischer Spruch rät ja dazu, wenn man die Wahl habe zwischen einer schönen, und einer häßlichen Frau,- dann solle man die schöne nehmen,- den diese "fräße" auch nicht mehr als die häßliche.

Doch auch da zeigt sich, daß das Zusammenleben im Alltag nicht nur aus der Nahrungsaufnahme und der Schönheit besteht,- sondern viel, viel mehr dazugehört. Und da ist sehr häufig die nicht so schöne Frau lieber, warmherziger, zuverlässiger, - als eine, die nur dauernd im Schönheitssalon sitzt und den eigenen Heiligenschein polieren läßt. (Wobei es natürlich auch schöne Frauen gibt, die auch sonst einfach toll sind, - und häßliche, die nichts taugen,- und dann noch die vielen zwischendrin...)

Einer der Vorschreiber hat es schon erwähnt, und das ist auch meine Erfahrung: Die Liste der Anforderungen für eine Stelle umschreibt nicht selten das, was der künftige Vorgesetzte auf der Stelle eigentlich können müßte,- aber nicht (oder eben nicht perfekt) kann.
Nur: Kommt dann wirklich jemand, der das alles kann,-
dann ist er, wie oben erwähnt, entweder ein Blender, ein Ekel,-

er wird gar nicht erst eingestellt, oder übersteht die Probezeit nicht, weil der Vorgesetzte Angst hat, daß der am Stuhl des Vorgesetzten zu sägen begänne.

"Verhandlungssicheres Englisch" , darauf bewerben kannst Du Dich, wenn Du, wenn Dich wer auf Englisch anspricht, keine Angst hast, ihm spätestens nach der üblichen Schrecksekunde auf Englisch zu antworten,- und sei es nur, daß Du ihn bittest, das Gesagte nochmals zu wiederholen,-
was Dir Zeit gibt, nach einer Antwort auf Englisch zu suchen. Und, wenn Du wen auf Englisch ansprichst, dann solltest Du fähig sein, das, was der dann antwortet, zu verstehen.

Alles andere, sprich, die zu Branche/Fachjargon gehörenden Dinge, die hast Du ja so schon drauf, und das dann in Englisch einzubauen,- dazu hast Du die Einarbeitungszeit, die Dir jeder vernünftige Betrieb zubilligt.

Helfen kann da Konversationsübung,- z.B. gibts eine Menge Chats in Englisch im Internet,- und zwar als Text-, aber auch als Voice-, und auch als Videochats, ohne Geld, und es gibt Englischschulen wie http://www.englishtown.com. Vor Ort gibts Konversationsgruppen der Volkshochschulen,-
und Privatinitiativen.
Natürlich könnten sich auch in Erwerbsloseninitiativen Gruppen bilden, die so eine Konversationsgruppe und/oder einen Chat organisieren,- ohne Geld.

Nicht ganz ohne Geld, aber eine gute Übungsmöglichkeit für Reden, Vorträge, Präsentationen sind die Toastmasters Village Toastmasters Newsletter. Lokale Gruppen gibts da weltweit,-
immer in Englisch,- da ist dann auch die Konversation den ganzen Abend in Englisch,- und oft gibts auch Gruppen in der lokalen Sprache, hier also in Deutsch,- auch das ist ein gutes Rhetorik-Training.
So gibts hier in Stuttgart eine deutsche TM-Gruppe, als Teil von ver.di,
und nebenan in Sindelfingen die englischsprachige Gruppe.

Sowas hilft auch, wenn das steht: "...sicher in Wort und Schrift".
Da hat in der Praxis jeder ein Wörterbuch aufm Tisch oder in der Schublade,- wichtig ist da weniger der genaue Wortlaut, als das Verständnis eines Sachverhalts in der fremden Sprache. Selbst Profi-Übersetzer lassen mittlerweile einen zu übersetzenden Text über eine Übersetzungssoftware laufen,- um dann oft nur noch zu edieren.

Wie gesagt: Auf eine Stelle sollte man zu mind. 80 Prozent passen,- man sollte die Arbeit da gerne tun wollen, am Besten, um mit Prof. Frithjof Bergmann zu reden, "wirklich, wirklich" gerne tun. Und dann aus der Sicht des Unternehmens begründen, warum sie Dich nehmen sollen.
Kurz, so klar wie möglich,- positiv.

Toi, toi, toi!
 

ela1953

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#7
"Verhandlungssicheres Englisch"
"Perfekt in Wort und Schrift"

Kann mir jemand von euch mal erklären, was das konkret bedeutet?
In unserem herkömmlichen Schulsystem hat man bis zum Abitur 8 oder 9 Jahre lang Englischunterricht. Meist durch Lehrer, die selbst keine Native speaker sind.
Nach diesen langen Jahren glaube ich nicht, dass man obige Anforderungen, wie man sie oft in Stellenanzeigen liest, ausreichend erfüllen kann.

Ebenso die folgende Anforderung:
"Routinierter Umgang mit dem kompletten Office-Paket"

Welcher Normalsterbliche ist in sämtlichen Windows-Bereichen sattelfest? Ich habe einen Bekannten, der ist Diplom-Informatiker und hat dafür 4 Jahre lang studiert. Selbst der weiß nicht alles!

ebenso folgende Anforderung:
"Hohe körperliche Belastbarkeit" (für eine Büro-Tätigkeit)
Was bedeutet das konkret? Kaffee kochen bis zum Umfallen?! Und dadurch Tennisarm bekommen?

:icon_eek:

Manche Stellenanzeigen lesen sich wie die Ausschreibung für Hochleistungs-Sportler oder Spitzen-Akademiker - obwohl es sich oftmals nur um kleine bis mittlere Schreibtischtätigkeiten handelt.
Ich finde, dass dies abschreckend wirkt und den Bewerber entmutigt, sich überhaupt zu bewerben.

Da frage ich mich oft: Was suchen die Arbeitgeber überhaupt? Suchen sie ganz normale Bürokaufleute oder Bewerber mit abgeschlossenem Sprachenstudium, möglichst noch an einer renommierten Londoner Universität?

Wenn ich mir dann die Leute ansehe, die so in den Büros arbeiten, machen die auf mich nicht den Eindruck, als ob sie über "übermenschliche Kräfte" verfügen würden. Wo sind also all diese überirdischen Wesen, unfehlbar und makellos? Jung, attraktiv, dynamisch, ohne jegliche Ermüdung, multi-talentiert ...?

ich las mal eine Anzeige, in der neben Deutsch, verhandlungssicherem Englisch und Französisch, auch noch Russisch und Chinesisch in Wort und Schrift erforderlich war.
Daneben selbstverständlich alle Officeprogramme und SAP. Flexibel, mit Bereitschaft zu Mehrarbeit.

Ich meine, das waren ca 30 Stunden. Bezahlung: Auf 400 Euro Basis
 

ofra

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#8
ich las mal eine Anzeige, in der neben Deutsch, verhandlungssicherem Englisch und Französisch, auch noch Russisch und Chinesisch in Wort und Schrift erforderlich war.
Daneben selbstverständlich alle Officeprogramme und SAP. Flexibel, mit Bereitschaft zu Mehrarbeit.

Ich meine, das waren ca 30 Stunden. Bezahlung: Auf 400 Euro Basis
Da tust einfach einen Stinkefinger in einen Umschlag, klebst ihn mit Spucke zu und sendest ihn dorthin als Bewerbung :icon_party:

PS: Wie soll man so viele Sprachen gleichzeitig beherrschen, wenn man doch nur ein Unterkiefer hat? Oder darf man da auch brabbeln? :icon_razz:
 

ofra

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#9
Realistische Personalentscheider und -berater raten zur Bewerbung, auch wenn man nur ca. 80 Prozent der Vorgaben erfüllt.

Die wissen nämlich, daß, wenn die wirklich den gesuchten Supertyp meinen gefunden zu haben, dann ist der in der Praxis dann entweder ein Blender, ein Fake, - und schnell ist die Luft raus, oder er ist menschlich so ein Ekel, daß niemand mit ihm zusammenarbeiten kann oder gar will.

Das ist wie mit den Frauen. Ein schwäbischer Spruch rät ja dazu, wenn man die Wahl habe zwischen einer schönen, und einer häßlichen Frau,- dann solle man die schöne nehmen,- den diese "fräße" auch nicht mehr als die häßliche.

Doch auch da zeigt sich, daß das Zusammenleben im Alltag nicht nur aus der Nahrungsaufnahme und der Schönheit besteht,- sondern viel, viel mehr dazugehört. Und da ist sehr häufig die nicht so schöne Frau lieber, warmherziger, zuverlässiger, - als eine, die nur dauernd im Schönheitssalon sitzt und den eigenen Heiligenschein polieren läßt. (Wobei es natürlich auch schöne Frauen gibt, die auch sonst einfach toll sind, - und häßliche, die nichts taugen,- und dann noch die vielen zwischendrin...)

Einer der Vorschreiber hat es schon erwähnt, und das ist auch meine Erfahrung: Die Liste der Anforderungen für eine Stelle umschreibt nicht selten das, was der künftige Vorgesetzte auf der Stelle eigentlich können müßte,- aber nicht (oder eben nicht perfekt) kann.
Nur: Kommt dann wirklich jemand, der das alles kann,-
dann ist er, wie oben erwähnt, entweder ein Blender, ein Ekel,-

er wird gar nicht erst eingestellt, oder übersteht die Probezeit nicht, weil der Vorgesetzte Angst hat, daß der am Stuhl des Vorgesetzten zu sägen begänne.

"Verhandlungssicheres Englisch" , darauf bewerben kannst Du Dich, wenn Du, wenn Dich wer auf Englisch anspricht, keine Angst hast, ihm spätestens nach der üblichen Schrecksekunde auf Englisch zu antworten,- und sei es nur, daß Du ihn bittest, das Gesagte nochmals zu wiederholen,-
was Dir Zeit gibt, nach einer Antwort auf Englisch zu suchen. Und, wenn Du wen auf Englisch ansprichst, dann solltest Du fähig sein, das, was der dann antwortet, zu verstehen.

Alles andere, sprich, die zu Branche/Fachjargon gehörenden Dinge, die hast Du ja so schon drauf, und das dann in Englisch einzubauen,- dazu hast Du die Einarbeitungszeit, die Dir jeder vernünftige Betrieb zubilligt.

Helfen kann da Konversationsübung,- z.B. gibts eine Menge Chats in Englisch im Internet,- und zwar als Text-, aber auch als Voice-, und auch als Videochats, ohne Geld, und es gibt Englischschulen wie http://www.englishtown.com. Vor Ort gibts Konversationsgruppen der Volkshochschulen,-
und Privatinitiativen.
Natürlich könnten sich auch in Erwerbsloseninitiativen Gruppen bilden, die so eine Konversationsgruppe und/oder einen Chat organisieren,- ohne Geld.

Nicht ganz ohne Geld, aber eine gute Übungsmöglichkeit für Reden, Vorträge, Präsentationen sind die Toastmasters Village Toastmasters Newsletter. Lokale Gruppen gibts da weltweit,-
immer in Englisch,- da ist dann auch die Konversation den ganzen Abend in Englisch,- und oft gibts auch Gruppen in der lokalen Sprache, hier also in Deutsch,- auch das ist ein gutes Rhetorik-Training.
So gibts hier in Stuttgart eine deutsche TM-Gruppe, als Teil von ver.di,
und nebenan in Sindelfingen die englischsprachige Gruppe.

Sowas hilft auch, wenn das steht: "...sicher in Wort und Schrift".
Da hat in der Praxis jeder ein Wörterbuch aufm Tisch oder in der Schublade,- wichtig ist da weniger der genaue Wortlaut, als das Verständnis eines Sachverhalts in der fremden Sprache. Selbst Profi-Übersetzer lassen mittlerweile einen zu übersetzenden Text über eine Übersetzungssoftware laufen,- um dann oft nur noch zu edieren.

Wie gesagt: Auf eine Stelle sollte man zu mind. 80 Prozent passen,- man sollte die Arbeit da gerne tun wollen, am Besten, um mit Prof. Frithjof Bergmann zu reden, "wirklich, wirklich" gerne tun. Und dann aus der Sicht des Unternehmens begründen, warum sie Dich nehmen sollen.
Kurz, so klar wie möglich,- positiv.

Toi, toi, toi!
Kurze Zusammenfassung des oben Zitierten:
Heinz gibt - wie immer - interessante Einblicke in seine privaten Vorlieben:
Du magst also Frauen, die einen gesunden Appetit aufweisen, jedoch müssen sie menschlich in Ordnung sein. Und die Optik ist nicht so wichtig (nachts ist eh das Licht aus :icon_mrgreen:), dafür ist sie mündlich bestimmt verhandlungssicher ... :icon_redface:)
 

ofra

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#10
PS: Dass man, wenn man sehr viele Qualifikationen vorweisen kann, manchmal auch als "Ekel" hingestellt wird, ist mir auch schon mal passiert.
Ich hatte eine ganz tolle Bewerbungsmappe vorgelegt, an der formell wirklich nichts auszusetzen war. Der Vorgesetzte meinte dann, dass ich vielleicht ein unkollegialer Typ sei. - Sprach´s und nahm einen anderen Bewerber.

Hierzu würde sich aber auch die Probezeit eignen, um herauszufinden, ob der vermeintliche Blender vielleicht doch kein Fake, sondern ein ganz netter Kerl ist!
 

ofra

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#11
Du hast diesbezügliche Defizite bei Deinen potentiellen Vorgesetzten mit auszugleichen, die können es nämlich nicht.

Ja, Du machst einen Teil der Arbeit Deiner Vorgesetzten mit; Kaffee kochen, Brötchen schmieren, Briefe zur Post schaffen etc.

Wird nicht ganz reichen, müssen schon mindestens in Kombination zu Harvard zusammen sein, mit angeschlossenen Sportstudium und natürlich mit den Muttersprachen Deutsch, Französisch, Englisch, Russisch und Chinesisch, vielleicht noch Spanisch dazu.

Den Part sollst Du ja übernehmen.

ciao
pinguin
Mille grazie! :icon_lol:
 

ofra

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#12
Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass in ein Stellenangebot Anforderungen gepackt werden, die für drei Mitarbeiter ausreichen würden.
Insbesondere auch die 400-E-Jobber scheinen eine Art "Mädchen für alles" zu sein.
 

Donauwelle

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#13
Man hat auch nach dem Abitur kein verhandlungssicheres Englisch... - das passt dann eher in Grundkenntnisse

Ich habe da auch Schwierigkeiten, mich einzustufen. Ich habe das normale Abiturenglisch, einen Fremdsprachenkorrespondenten in Englisch nach meiner Ausbildung gemacht, beruflich konnte ich das aber bisher fast nicht nutzen. Privat habe ich gut 2 Jahre meines Lebens eigentlich nur Englisch gesprochen, lese englische Bücher fast so schnell und häufig wie deutsche, höre häufig AFN oder schaue CNN (und hasse die deutschen Dolmetscher, die einem reinplappern), spreche nach dem obligatorischen Eingewöhnungstag, wenn ich mal in den USA bin (was ich ja mir jetzt nicht mehr leisten kann) Englisch flüssig.

Aber verhandlungssicher oder perfekt - davon bin ich m.E. weit weg. Mir fehlt der spezielle Wortschatz meines Arbeitsgebietes, da ich diesen bisher nicht nutzen musste. Vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen, ist zumindest bei Geschäftskorrespondenz und Sachtexten noch recht einfach - umgekehrt hat die englische Sprache soviele Nuancen, dass es fast unmöglich ist, als Nichtmuttersprachler immer treffend etwas zu formulieren. Es mag einfach sein, als Einsteiger irgendetwas in Englisch zu formulieren - aber auf anderer Ebene wird Englisch richtig schwierig.
 

ofra

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#14
Man hat auch nach dem Abitur kein verhandlungssicheres Englisch... - das passt dann eher in Grundkenntnisse

Ich habe da auch Schwierigkeiten, mich einzustufen. Ich habe das normale Abiturenglisch, einen Fremdsprachenkorrespondenten in Englisch nach meiner Ausbildung gemacht, beruflich konnte ich das aber bisher fast nicht nutzen. Privat habe ich gut 2 Jahre meines Lebens eigentlich nur Englisch gesprochen, lese englische Bücher fast so schnell und häufig wie deutsche, höre häufig AFN oder schaue CNN (und hasse die deutschen Dolmetscher, die einem reinplappern), spreche nach dem obligatorischen Eingewöhnungstag, wenn ich mal in den USA bin (was ich ja mir jetzt nicht mehr leisten kann) Englisch flüssig.

Aber verhandlungssicher oder perfekt - davon bin ich m.E. weit weg. Mir fehlt der spezielle Wortschatz meines Arbeitsgebietes, da ich diesen bisher nicht nutzen musste. Vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen, ist zumindest bei Geschäftskorrespondenz und Sachtexten noch recht einfach - umgekehrt hat die englische Sprache soviele Nuancen, dass es fast unmöglich ist, als Nichtmuttersprachler immer treffend etwas zu formulieren. Es mag einfach sein, als Einsteiger irgendetwas in Englisch zu formulieren - aber auf anderer Ebene wird Englisch richtig schwierig.
Ja, die lieben Dolmetscher! Die übersetzen oft so frei, dass das keinesfalls mehr mit dem ursprünglich Gesagten übereinstimmt. Ich empfinde das schon als Verfälschung und Betrug. Da wird nach Belieben herum gebastelt, dass die Aussage eine völlig neue Bedeutung erhält. Insbesondere bei Interviews (auch im Radio, wo man noch das ursprüngliche Wort recht gut im Hintergrund hören kann) hab ich das schon oft festgestellt.

Natürlich kann man nicht alles wörtlich übersetzen, aber den "Freestyle", den sich manche Journalisten erlauben, finde ich einfach verantwortungslos!
 

vidow

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#15
Ich schätze mal mit Office umgehen ist nichts unrealistisches. Das mit der Körperlichen Belastung verstehe ich auch nicht- vielleciht musst du lange arbeiten ?!
 

Donauwelle

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#16
Ich schätze mal mit Office umgehen ist nichts unrealistisches. Das mit der Körperlichen Belastung verstehe ich auch nicht- vielleciht musst du lange arbeiten ?!
Nun ja - die Kenntnisse, die es zu den Officeprodukten gibt, sind da wohl sehr unterschiedlich. Bei Excel gibt es auch welche, die nur Zellen ausfüllen können, die das schon "Beherrschen" nennen. Ich frage mich auch, ob derjenige, der diesen routinierten Umgang fordert, selbst über den Ausmaß der Dinge weiß, die man mit Excel & Co. machen kann.

Versteht man unter routiniertem Umgang, dass man bei Word alle Serienbrieffunktionen kennt und Formulare mit Formularfeldern erstellen kann - oder reicht es, wenn man standardmäßig normale Briefe erstellen kann. Oder bei Excel - ob man fähig ist, eine normale Tabelle mit Rechenwerten zu erstellen - oder muss man alle Matrixfunktionen beherrschen und VBS einbauen können. Bei Powerpoint würde man fragen, ob es ausreicht, einen Text auch als Diashow darzustellen mit einigen Effekten - oder ob man alle möglichen Arten von Verknüpfungen einschließlich des Einbindens diverser Hintergrunddateien können muss.
 

Kerstin_K

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#17
Mit Office ist das auch so eine Sache. Erstmal gibt es verschiedene Pakete. Ich habe z. B. noch nie mit Access gearbeitet. Habe ich noch nie auf nem Rechner gehabt und nie gebraucht.

Dann sind die Heutigen Office-Programme so mächtig, dass ich einfach mal behaupte, dass niemand alles Programmfunktionen beherrscht. Kommt halt immer darauf an, was man so mit den Programmen macht. Jemand, der umfangreiche Berichte mit Word schriebt, braucht vielleicht Tabellen, Inhaltsverzeichnis, Gliederungsfunktion, Fußnoten....Jeman der viele Briefe schreibt eher die Serienbrieffunktionen.

Mir hat mal ein KOlleger gesagt, der normale Anwender nutze so ca 10 % der Programmfunktionen. Ich arbeiet mit Word seit der Version 4.0 noch unter MS DOS. Da gab es teilweise noch keine Maus und diese Horizontalen Menüs am unteren Bildschirmrand. Seit 1986 habe ich mit jeder Worversion gearbeitet, die auf den Markt kam. Trotzdem gibt es sicher Eckken im Programm, die ich noch nie benutzt habe. In der Praxis ist das aber kein Problem, denn wenn man eine gewisse Erfahrung hat, kann man sich in die neuen Funktionen recht schnell einarbeiten.
 

vidow

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#18
Nun ja - die Kenntnisse, die es zu den Officeprodukten gibt, sind da wohl sehr unterschiedlich. Bei Excel gibt es auch welche, die nur Zellen ausfüllen können, die das schon "Beherrschen" nennen. Ich frage mich auch, ob derjenige, der diesen routinierten Umgang fordert, selbst über den Ausmaß der Dinge weiß, die man mit Excel & Co. machen kann.
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Da hast du schon recht, es gibt vieles was man als Routine bezeichnen kann. Aber ich schätze mal, man kann auch einfach nachfragen was damit gemeint wird, bzw es aus dem Jobtitel erfassen:confused:
 
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