Frage zu Schulden bei der Krankenkasse (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Redstar

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Hallo,

ich war mal freiberuflich tätig und habe aus der Zeit noch Schulden bei der Krankenkasse und musste deswegen die Vermögensauskunft abgeben. Meine Frage wäre: Wenn ich eine neue Stelle gefunden habe, kann ich mit denen eine Ratenzahlungsvereinbarung abschließen um Gehaltspfändungen zu verhindern ? Denke das sowas gerade in der Probezeit nicht so gut ankommt.
 

axellino

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Hallo Redstar,

die rückständigen Beiträge sind grds. in einer Summe zu bezahlen. Ratenzahlung ist immer ein Kompromiss zwischen Krankenkasse und Versichertem und niemand ist verpflichtet, einen Kompromiss einzugehen.
Wenn es keine Ratenzahlungsvereinbarung gibt, fallen jeden Monat Säumniszuschläge an. Eine schnelle Lösung wäre daher sowieso sinnvoll.
Eine absolute Garantie,das es nicht zu Vollstreckungsmassnahmen seitens der Krankenkasse kommt,auch mit einer Ratenzahlungsvereinbarung,wirst Du aber sicherlich nicht bekommen.Darum solltest Du der Kasse immer einen Schritt vorraus sein.Unterschreibst Du einen Arbeitsvertrag und könntest von dessen Lohn,der Krankenkasse eine Ratenzahlung anbieten,suche sofort das Gespäch mit der Kasse und nicht abwartend reagieren.Wer dein evtl. neuer Arbeitgeber ist,erfahren sie ja auch sofort und aufgrund des bestehenden Titels gegen dich,können sie sofort Pfändungsversuche starten.Das wäre,wie Du ja auch selber schreibst,bei einen neuen Arbeitgeber und dann noch in Probezeit,evtl. fatal.
 

Inkasso

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Wenn Du den Job sicher bekommst würde ich ein Ratzahlungsangebot machen
Da Du noch bei der KK bist wird diese logischerweise zeitnah über die Gehaltszahlungen in Kenntnis gesetzt

Alles über den Pfändungsfreibetrag würde gepfändet werden
 

Redstar

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Könnte es da sinnvoll sein, die Krankenkasse zu wechseln ?
 

axellino

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Du kannst zwar wechseln,eine neue gesetzliche Kasse muss Dich auch aufnehmen (trotz Schulden bei einer anderen GKV).
Die neue Kasse darf Dich aber erst versichern, wenn die Kündigungsbestätigung der alten Kasse vorliegt, wo dann drauf steht, zu wann Du dort gekündigt hast und ab wann Deine neue Kasse beginnen dürfte. Die neue Kasse teilt dann Deiner alten Kasse mit, dass sie Folgekasse ist (denn nur so ist der lückenlose Versicherungsschutz kontrollierbar), erst wenn diese Bestätigung bei der alten Kasse da ist, wird Deine Mitgliedschaft dort beendet. Somit kennt Deine alte Kasse die neue Kasse und teilt denen dann mit, dass dort Beitragsschulden bestehen und ob ggfls. eine Leistungssperre vorliegt, die dann übernommen werden müsste. Denn nur so könnte beispielsweise ein theoretischer Krankengeldanspruch der neuen Kasse mit den Beitragsschulden der alten Kasse ausgeglichen werden.

Im ganzen ist ein Kassenwechsel immer dann möglich, wenn Du die Bindungsfrist bei Deiner jetzigen Kasse erfüllt hast. Diese beträgt grundsätzlich 18 Monate. Soviel zur Grundlage.
Bedenken solltest Du aber zusätzlich: Verhandlungen über die Schuldentilgung. Soll noch eine Ratenzahlung vereinbart werden.Dann würde das Vorliegen einer Kündigung Deine Verhandlungsposition wahrscheinlich verschlechtern. Auch Kulanz und Gesprächsbereitschaft bei z.B. einem Ratenzahlungsaussetzer kannst Du dann wohl vergessen. Berücksichtige das auch bei Deinen Überlegungen.
 

Inkasso

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Liegst Du dann gehaltstechnisch über dem freibetrag ?
 

Redstar

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Ja, ich würde dann über dem Freibetrag liegen. Mein Plan ist es der Kasse einen etwas höheren Betrag als den pfändbaren Betrag anzubieten, um dadurch weitere Unanehmlichkeiten zu vermeiden.
 

axellino

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Dann probier es:wink:
Aus Erfahrungen kann ich sagen, das Krankenkassen durchaus mit sich handeln lassen und wird eine getroffene Vereinbarung eingehalten, dann wird auch auf Vollstreckungsmassnahmen meistens verzichtet , was ja auch in deinen Intresse waere.
 
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