Frage zu möglicher Sanktion im ALG II wegen Sperre im ALG I

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Lindenbaum

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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zum möglichen Zusammenspiel zwischen Agentur für Arbeit und Jobcenter.

Folgendes ist der Fall:
Ich bin vom 12.-27.11.2018 arbeitslos gewesen. Heute morgen habe ich meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und dann auch direkt meinen ersten Tag gehabt. Der Vertrag ist drei Monate bis zum 23.02.2019 befristet.
Da mein Kontakt mit dem Arbeitsamt bisher eher unschön und nervtötend war, würde ich mich gerne von dort abmelden um mich bewerben zu können ohne das Amt zufrieden stellen zu müssen. (Arbeitgeberseitig ist eine Verlängerung nach drei Monaten um weitere drei Monate sogut wie sicher, solange ich ordentlich arbeite. Es ist also nicht sooo wahrscheinlich, dass ich nach drei Monaten wieder arbeitslos bin.) Das würde bedeuten, dass ich dem AA nur mitteile, dass ich einen Vertrag habe und, dass ich die Befristung verschweige. Ich weiß, dass sollte ich in drei Monaten wieder ALGI beantragen, eine Sperre von einer Woche wegen Meldeversäumnis eintritt und bin gerne bereit die inkauf zu nehmen.
Jetzt wird es etwas komplizierter. Mein Ehegatte und ich würden gerne/ müssten eigentlich Hartz4 als Aufstockung beantragen. Er hat ab 1.1. einen Minijob (und ist aus gesundheitlichen Gründen arbeitsttechnisch eingeschränkt weshalb er nur unter sehr speziellen Bedingungen länger arbeiten kann), ich habe eine Teilzeitstelle (Die ich gerne mittelfristig in eine besser bezahlte Teilzeit- oder eine passende Vollzeitstelle tauschen möchte).

Nun zu den Fragen:
Ein Meldefristversäumnis liegt natürlich vor, aber ist die Nicht-Meldung der Befristung ein Versäumnis was separat geahndet wird?
Wirkt sich das Meldefristversäumnis des ALGI (falls ich doch nicht verlängert werde) in irgendeiner Form auf das ALG II aus? Das heißt wird dann zusätzlich eine 10% Sanktion eintreten?
(Eine dreimonatige Arbeitssuchendmeldefrist gibt es ja im Hartz4 nicht)

Vielen Dank fürs Lesen bis hierher und ich wäre sehr dankbar wenn ihr Infos und Tipps hättet.
Liebe Grüße
Lindenbaum
 

Lindenbaum

Elo-User*in
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Danke für die Antwort, nur zur Sicherheit nochmal nachgefragt:

Das heißt wenn ich wegen des Meldeversäumnisses eine Woche im ALG I gesperrt würde, würde ich eine zusätzliche Sperre von 30% im ALG II bekommen?
 
E

ExUser 2606

Gast
Genau, wobei ich beim ALG II nicht genau weiss, wie das gerechnet wird mit der einen Woche, weil ALG II ja nicht taggenau, sondern immer monatlich gezahlt wird.
 

Lindenbaum

Elo-User*in
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Vielen Dank für die Klarstellung.

Kann denn unabhängig von diesem "Sperrenübertrag" noch etwas anderes verhängt werden wie z.B. ein Bußgeld wegen Falschaussage oder ein komplettes Streichen von ALG I und/oder II?

Momentan gehts bei uns nämlich drunter und drüber 2 neue Jobs, von denen der Hauptjob zügig gewechselt werden muss. Dazu noch die AfA, die einen mit allem was sie kann maltretiert, das mag ich eigentlich vermeiden. Eine 10-30% Sperre ist ok, etwas härteres würde uns aber in die Knie zwingen.

Danke vorab für eure Antworten.
Liebe Grüße
Lindenbaum
 

Nena

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Die Befristung online zu melden ist nicht viel Aufwand. Und etwaige Einladungen kannst Du sicherlich verschieben (gerade mit einer Beschäftigung), bis der Vertrag verlängert ist. Nur als Absicherung...
 

Nena

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Es geht nicht um ein Meldeversäumnis, sondern um die verspätete Arbeitssuchend-Meldung vor Ablauf einer Befristung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, haben sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu melden. Zur Wahrung der Frist nach den Sätzen 1 und 2 reicht eine Anzeige unter Angabe der persönlichen Daten und des Beendigungszeitpunktes aus, wenn die persönliche Meldung nach terminlicher Vereinbarung nachgeholt wird.
Wichtig ist
innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes
 

Makale

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Einfach zu beantwortene Frage:

Bei durch die Agentur für Arbeit festgestellten Sperrzeiten nach § 159 Abs. 1 Nr. 7 SGB III (verspätete Arbeitsuchendmeldung) ist keine Minderung nach § 31 Abs. 2 Nr. 3 vorzunehmen.

Fachliche Weisung zu §§ 31ff. SGB II Rz. 31.26
 
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