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frage zu minijob und alg2

keinefee

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#1
Jemand, nennen wir ihn A , hat einen Minjob und arbeitet laut Arbeitsvertrag höchstens 30 Stunden im Monat je nach Bedarf, eine Mindeststundenzahl je Monat ist nicht vereinbart.

Bei 5 euro/std kämen dann 150 euro im Monat als höchstmöglicher Lohn raus. Davon wären ja 100 euro bei einem alg2 Empfänger anrechungsfrei, die restlichen 50 euro würden verrechnet werden. Eine Weile ging das auch gut so und es wurden immer 30 std/Monat abgerechnet.

Beim Verlängerungsbescheid kürzt jetzt die Arge daraufhin den Grundbedarf um 40 euro, es gibt also nur 319 euro.

Soweit so gut. Die letzten Monate hat dieser AG die Person A aber nicht mehr eingesetzt, hat ihm auch nicht gekündigt. Die arge zieht trotzdem fleißig die 40 euro vom Grundbedarf ab, obwohl A garkeinen Lohn erhalten hat.

Eine Einkommensbescheinigung hat A beim Weiterbewilligungsantrag nicht ausgefüllt, weil er ja kein Einkommen hatte. Trotzdem werden weiter 40 euro von der Arge abgezogen. Jetzt möchte die Arge eine Eeinkommensbescheinigung haben oder eine eventuelle Kündigung des AG.

Kann A jetzt dem AG offiziell kündigen oder wären dann irgendwelche Sanktionen zu befürchten? Wo bekommt A jetzt eine Einkommensbescheinigung her, wenn der AG ihn garnicht mehr einsetzt und ihm auch nicht kündigen will????


Klar , A hätte dem AG viel eher und kräftiger auf die Füße treten müssen, aber A glaubte immer den Beteuerungen, dass im nächsten Monat wieder mehr Arbeit anfalle und dass er Aussicht auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung habe. So hat sich A eben Monate hinhalten lassen.

Wer weiß Rat? Wie soll man der arge dieses kuddelmuddel erklären?

Vor allem möchte A ja auch die angerechneten 40 Euro von der Arge wiederhaben bzw den Verlängerungsbescheid geändert haben.
 

Seepferdchen

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#2
Hallo Keinefee,

ja,das eine hat was mit dem Zuflussprinzip zu tun und das andere er muss Widerspruch
einlegen gegen den Verlängerungsbescheid!

"A" kann doch den AG bitten ihm zu bestätigen das er für diesen Monat keine
Tätigkeit ausgeübt hat und somit auch kein Geld erhalten.

Versicherungsschutz im Minijob


Auf keinen Fall selber kündigen!!!!!!!!


Das Bundessozialgericht (BSG) hat am Mittwoch das sogenannte Zuflussprinzip bei der Berechnung von «Hartz-IV»-Leistungen bestätigt. Danach müssen Einkünfte grundsätzlich in dem Monat auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werden, in dem sie auf dem Konto des Erwerbslosen eingehen. Das gelte für nachträglich ausgezahltes Arbeitslosengeld I ebenso wie für Lohn, der eigentlich noch vor dem «Hartz-IV»-Antrag verdient, aber erst danach überwiesen worden sei, stellten die Kasseler Richter klar (Az.: B 14 AS 26/07 R und B 14 AS 43/07 R).

Gruss:icon_pause:
 

keinefee

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#3
so , mal ein rücklauf. das job-center hat jetzt von sich aus die bescheide überprüft, weil A keine kündigung vorlegen konnte.
wahrscheinlich lief das alles über die mini-jobzentrale .

auch ohne überprüfungsantrag kommt es jetzt zu einer erheblichen nachzahlung.

wer nun kündigte interessierte auch nicht mehr.

also so bürgerfern arbeiten die job-center nun auch nicht.
 

Seepferdchen

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#4
Das ist die zweite gute Nachricht!! Danke für den Rücklauf!

Es geschehen noch Wunder!

Lieben Gruss Seepferdchen:icon_klatsch::icon_klatsch:
 

keinefee

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#5
der weiterbewilligungsbescheid und 2 zurückliegende bescheide wurden berichtigt. jetzt gibt es erstmal wieder das volle alg2 und rückwirkend je monat 50 euro. das ist schon eine stolze summe.

und das ohne überprüfungsantrag , gegen den letzten weiterbewilligungsbescheid wurde allerdings fristgerecht widerspruch eingelegt, der damit ja hinfällig ist.

es geschehen noch wunder. man sollte eben nicht nur über die mitarbeiter der job-center meckern, manchmal machen die ihre arbeit auch ordentlich.

danke für die unterstützung und die ratschläge.
 

Seepferdchen

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#6
gut und wenn wieder ein Problem ist schreiben, hier sind viele gute Geister!

Gruss
 
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