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Frage zu kontra gegen Willkür und realem Geschehen

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bert62

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
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11 Jan 2007
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#1
Hallo

Ich möchte diese Zeilen nicht falsch verstanden wissen.
Aber hier wird oft geschrieben, das man „dies und jenes“ nicht unterschreiben soll, z.B. Eingliederungsvereinbarungen, ärztliche Schweigepflichtentbindungen und und und….
Oder das man keine Kontoauszüge vorlegen soll, weil das gesetzwidrig ist. Vieles steht aber in keinem Paragraphen, den man auf den Tisch legen kann und konkret sagen kann:
„Aber hier steht….“
Und wenn man etwas findet sind es "Kann"-"Beschlüsse" oder "Kann"-"Regelungen".
So wie vieles zum Thema ALG 2-SGB „ nicht mit Paragraphen belegt ist, sonst gäbe es ja die ganze Willkür bzw. das „ALG 2-Chaos“ in Deutschland nicht.
Was nutzt mir das aber alles, wenn ich unverschuldet ohne Geld da stehe, einen bekloppten SB vor mir habe, der da steht und sagt:“….sonst keine Kohle….“.
Ich habe das selber erlebt und als ich noch das Geld hatte für eine Rechtschutzversicherung, hatte ich GUTE Anwälte meiner Wahl und die konnten an Hand der Gesetze auch nur sagen:… wenn wir großes Glück haben, bekommen wir in ca. 2,5 Jahren eine Entscheidung, aber Hoffnung mache ich ihnen auch dann nicht….
Bei mir hat sich der versuchte Rechtsstreit übrigens während eine Krankheit in Verb. mit einer OP an der Wirbelsäule abgespielt
Was mache ich dann in dieser Zeit, wenn ich in der ARGE den "Kämpfer oder Märtyrer" gespielt habe, um meine Miete bezahlen zu können und nicht zu verhungern und danch trotzdem nur "geblockt" werde ?

Gibt es denn einen PARAGRAPHEN, der sinngemäß.sagt, wenn ich z.B. eine EGV oder Arbeitsstelle abgelehnt habe, oder mich im Rechtsstreit in Sachen Sozialrecht befinde, das ich TROTZDEM Anspruch auf Wohnung und Essen habe?
Denn wenn mir die ALG 2 Leistung aus oben genannten Gründen versagt wird, dann stehe ich vor diesem Problem.

Entschuldigt die etwas zynischen Zeilen, die nicht gerade optimistisch klingen.
Aber wie die sachliche Realität wirklich aussieht, wissen ja die, die wirklich damit zu tun haben hier ganz genau.

mfG
 

wolliohne

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#2
Bert

die Antwort ist relativ einfach,das sind Erfahrungswerte bzw.eindeutige Rechtsprechungen der zuständigen Gerichte !

ganz aktuell,siehe EGV Rubrik
 

Donauwelle

VIP Nutzer/in
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#3
@bert62

Ich glaube, da hilft einem nur die Einstellung, die man sich auch im Berufsleben irgendwann zueigen machen sollte...

Kämpfen sollte man nur gegen die Sachen, die einem wirklich wichtig sind - dann aber mit voller Energie. Bei allem anderen sollte man sich überlegen, wie groß der Aufwand ist gegen das, was man als Vorteil erzielen kann bzw. als Nachteil bekommt.

Ansonsten reibt man sich einfach nur auf... (bemerken sollte man es aber trotzdem...)

--------------------

Nun ja, ich halte mich da auch nicht immer daran - mein Leben wäre bisher viel leichter verlaufen, wenn ich das gemacht hätte...
 

Satriale

Elo-User/in

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#4
Dinge von großer Bedeutung soll man mit Leichtigkeit angehen.
Dinge von geringer Bedeutung gehe man mit Ernsthaftigkeit an.


Nabeshima Naoshige
 
E

ExitUser

Gast
#5
Was nutzt mir das aber alles, wenn ich unverschuldet ohne Geld da stehe, einen bekloppten SB vor mir habe, der da steht und sagt:“….sonst keine Kohle….“.

und danch trotzdem nur "geblockt" werde ?

Gibt es denn einen PARAGRAPHEN, der sinngemäß.sagt, wenn ich z.B. eine EGV oder Arbeitsstelle abgelehnt habe, oder mich im Rechtsstreit in Sachen Sozialrecht befinde, das ich TROTZDEM Anspruch auf Wohnung und Essen habe?
Denn wenn mir die ALG 2 Leistung aus oben genannten Gründen versagt wird, dann stehe ich vor diesem Problem.
Jeder muß sich selbst überlegen, wie er handelt - oder eben nicht!

Das ist ja das Problem, daß man sich auf kein Urteil verlassen kann, wenn es kein Höchstrichterliches ist...und auch eine EA unter Umständen zu lange bis zur Entscheidung braucht, man in der Zwischenzeit vielleicht schon seine Wohnung verloren hat..

Ein Recht auf Unterkunft gibt es, ja - Obdachlosigkeit ist schließlich eine Ordnungswidrigkeit...aber das ist dann - vor allem bei Alleinstehenden - meist nur eine Notunterkunft.

Und verhungern darf in Deutschland niemand... und trotzdem passierts.
Fakt ist, daß man nie voraussagen kann, was passiert... aber deswegen sich alles gefallen lassen?

Das muß man sich überlegen: ich hätte kéinen Spaß mehr am Leben, würde ich mich mit der Drohung des Leistungsentzug erpressen lassen, wenn ich etwas nicht einsehen kann.

Und wenn jeder sich dem Druck beugen würde, wäre es ein leichtes, mit uns zu machen, was immer beliebt.
Dann könnte es schnell noch viel schlimmer kommen...
 
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