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Frage zu folgender EGV

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Katty

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Guten Tag,

ich habe zwei Fragen zu meiner EGV welche mir vorgelegt wurde; vielleicht wäre es Ihnen möglich , einen Blick darauf zu werfen (aus technischen Gründen musste ich die EGV beim Scannen aufteilen, aber sie ist dennoch überschaubar, da relativ wenig Text.)

Inhaltlich würde ich gerne wissen ob diese EGV (abgesehen von der OrtsAbwesenheit) Bestimmungen enthält die evtl nachteilig sein könnten? Insbesondere interessiert mich:

1)Muss man dem Einrichten bzw der Veröffentlichung des Bewerberprofils auf der homepage der arbeitsagentur zustimmen (Datenschutz)?
2)Müsste man [evtl.aufgrund der Rechtsfolgebelehrung (dort Punkt 1 "Eine Verletzung der grundpflichten...")] eine nachträgllich angeordnete maßnahme oder einen1 Euro Job antreten, auch wenn darüber in dieser EGV noch nichts zu lesen ist?

Falls die ARGE bzgl der Inhalte nicht mit sich reden lassen sollte (z.B Höhe der Bewerbungen; diese ist derzeit aus versch Gründen für mich derzeit voraussichtlich nicht erreichbar- was ich der ARGE auch bereits schriftlich begründet habe; bislang ohne Reaktion)- soll ich dann diese EGV dennoch unterschreiben oder sie mir lieber als VA zustellen lassen? Was würden Sie für besser halten?

Herzlichen Dank im Voraus.
MfG
Katty
 
E

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Gast
#2
Hi Katty,

Die 10 Bewerbungen pro Monat finde ich etwas übertrieben.
Bei 260€ Bewerbungskostenübernahme wären das knapp 2,17€/Bewerbung.

Was hast Du gelernt bzw. auf welche Stellen sollst Du Dich bewerben?


Gruß
 

Katty

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#3
hallo sancho,

ich komme aus dem Gesundheitsbereich und Du hast recht daß 10 etwas zu hoch gegriffen ist für die derzeitige Stellenlage und meine Qualifikation (auf welche Stellen konkret ich mich bewerben soll, geht aus der EGV nicht hervor.)
Daher habe ich als Gegenvorschlag auch fünf Bewerbungen genannt. Allerdings habe ich versäumt das Ganze per Einschreiben zu verschicken, fällt mir gerade auf...sollte ich evtl also nochmal wiederholen.

Das eigentliche Prob sind aber die beiden anderen Fragen (v.a. Nr 2) und der Umgang mit der EGV an sich...ich lese immer wieder daß es besser sei sich einen VA zustellen zu lassen, aber verstehe nicht so ganz warum, denn:
mal angenommen, in den ersten beiden Monaten finde ich noch 10 bewerbungen, aber danach nicht mehr- dann kann ich da DANN keinen Widerspruch mehr schreiben, denn der muss ja innerhalb von 4 Wochen erfolgen. Richtig?

Und da mein SA bislang recht freundlich und kooperativ war bin ich mir nun nicht sicher wie mit der Sache umgehen soll, sofern er auf 10 Bewerbungen beharrt.
Wenn ich unterzeichne und sie nicht erbringen kann, komme ich um sanktionen wohl nicht herum, wenn ich das richtig sehe.
Ich habe aber keine Ahnung welche Sanktionen er erlassen kann wenn das ganze als VA erlassen ist?

MfG
Katty
 
E

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Gast
#4
Die EGV ist sicher nicht OK, richtig stören tut aber nur die hohe Bewerbungsforderung.

Daher habe ich als Gegenvorschlag auch fünf Bewerbungen genannt.
Du hast doch schon einen Gegenvorschlag geschickt. Was wolltest du denn noch wissen?
 

Katty

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#5
Die EGV ist sicher nicht OK, richtig stören tut aber nur die hohe Bewerbungsforderung.


Du hast doch schon einen Gegenvorschlag geschickt. Was wolltest du denn noch wissen?
Nun, v.a. mein Frage Nr2 im ersten Post und auch wie ich mich verhalten soll wenn meine Änderungsvorschläge abgelehnt werden?
Dann trotzdem diese EGV unterzeichnen oder auf einen VA warten?

Was konkret ist denn an der EGV nicht okay, Mobydick?
 
E

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Gast
#6
Nun, v.a. mein Frage Nr2 im ersten Post und auch wie ich mich verhalten soll wenn meine Änderungsvorschläge abgelehnt werden?
Dann trotzdem diese EGV unterzeichnen oder auf einen VA warten?
So eine EGV sollte "Individuell" sein.

Die Anzahl der Bewerbungen sollten auch mit den Erfolgsaussichten vereinbar sein.

Im Gesundheitsbereich wird zwar gesucht, aber falls man irgendwelche "Vermittlungshemmnisse" hat (Alter, Mobilität, wie lange aus dem Berufs usw.), verringern sich auch wieder die Erfolgsaussichten.

Was den SB angeht, einfach mal nachfragen, ob Dein Brief angekommen ist, wenn (angeblich) nicht, dann nochmals schicken (mit Einschreiben) oder persönlich gegen Empfangsbestätigung bei der ARGE abgeben.

:icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
#7
Was konkret ist denn an der EGV nicht okay, Mobydick?
Kleinigkeiten, über die man sich nicht aufregt, und nur mitbemängelt, wenn etwas Grobes in der EGV steht. Es ist die nicht verbindliche Zusage von Bewerbungskosten und die Standardsätze.



Nun, v.a. mein Frage Nr2 im ersten Post und auch wie ich mich verhalten soll wenn meine Änderungsvorschläge abgelehnt werden?
Dann trotzdem diese EGV unterzeichnen oder auf einen VA warten?
Wenn die trotzdem auf 10 Bewerbungen im Monat pochen, werden sie dir vermutlich einen VA schicken. Gegen diesen würde ich Widerspruch einreichen. Evtl. auch Antrag auf aufschiebende Wirkung, damit du der Pflicht der 10 Bewerbungen nicht sofort nachkommen musst. Man müsste sehen, was noch so kommt, bevor man hier die Lösung dafür bringt.

Den Widerspruch würde ich im Fall eines Durchfallen deines Gegenvorschlages begründen, dass dir die Mittel fehlen, um10 Bewerbungen monatlich zu schreiben, zumal die Kosten von denen nicht einmal verbindlich zugesagt wurden und das im Regelsatz nicht vorgesehen ist.

Evtl. kannst du ihn noch so begründen, dass es in deiner Gegend keine Gelegenheit gibt, um sich so oft sinnvoll zu bewerben.
 

Katty

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#8
Danke für die Hinweise!

Den Widerspruch würde ich im Fall eines Durchfallen deines Gegenvorschlages begründen, dass dir die Mittel fehlen, um10 Bewerbungen monatlich zu schreiben, zumal die Kosten von denen nicht einmal verbindlich zugesagt wurden und das im Regelsatz nicht vorgesehen ist.
Übernehmen kann ich diese Kosten in der Tat nicht.
Aber: einen Antrag auf Kostenerstattung für Bewerbungen ("Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem vermttlungsbudget nach § 16 abs 1 SGB II i.V.m. § 45 sgb III") haben sie mir zugesandt, ich weiß nicht ob das relevant ist zu deiner o.G. begründung?

Allerdings stellt die Formulierung in der EGV ja (glaube ich) keine wirkliche Zusage auf Übernahme der Kosten dar, weil das soweit ich weiß eine Kann-Leistung ist? Richtig?
 
E

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Gast
#9
In diesem Antrag reichst du die Kosten ein. Sobald die Kosten aber 260 Euros übersteigen, zahlen die sie nicht mehr. Wenn du 260 Euros auf 12 Monate umverteilst und die Kosten für eine Bewerbung mit 5 Euros bewertest, kannst du pro Monate ca. 4 1/2 Bewerbungen auf Kosten der ARGE schreiben.

Du hast ansonsten noch die Möglichkeit, alle Bewerbungen per mail zu schreiben. Dann kosten sie dich keine 5 Euros.
 

Katty

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#10
In diesem Antrag reichst du die Kosten ein. Sobald die Kosten aber 260 Euros übersteigen, zahlen die sie nicht mehr. Wenn du 260 Euros auf 12 Monate umverteilst und die Kosten für eine Bewerbung mit 5 Euros bewertest, kannst du pro Monate ca. 4 1/2 Bewerbungen auf Kosten der ARGE schreiben.

Du hast ansonsten noch die Möglichkeit, alle Bewerbungen per mail zu schreiben. Dann kosten sie dich keine 5 Euros.
Danke, das hilft mir schonmal weiter! mir ist nochetwas anderes aufgefallen:
Ich habe mir nochmal die rechtsfolgebelehrung genauer durchgelesen.
wie ist das denn eigentlich falls mein SB der meinung wäre ich solle einen ein eurojob machen falls ich in absehbarer Zeit keine Stelle finde- müsste ich das tun (weil davon nichts in der EGv festgelegt ist)?
Ich denke da v.a. an Punkt 1 der Rechtsfolgebelehrung.


Zum Thema Ortsabwesenheit: ich habe gelesen daß in falle unerlaubter ortsabwesenheit lediglich mit (ich glaube) 10 % sanktioniert werden darf? die formulierung hier verstehe ich als 100% Kürzung ("entfällt der Anspruch auf ALG2")?
Daher: wäre die EGV- Formulierung trotz (!) unterschrift hier überhaupt gültig oder gilt immer noch das sgb vorrangig? Bin der Meinung das das SGB immer noch über der EGV steht auch wenn sie unterschrieben ist?
 
E

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Gast
#11
Ich habe mir nochmal die rechtsfolgebelehrung genauer durchgelesen.
wie ist das denn eigentlich falls mein SB der meinung wäre ich solle einen ein eurojob machen falls ich in absehbarer Zeit keine Stelle finde- müsste ich das tun (weil davon nichts in der EGv festgelegt ist)?
Ich denke da v.a. an Punkt 1 der Rechtsfolgebelehrung.
Sollte die SB dir während der Laufzeit dieser eGV eine neue vorlegen (z.B. mit einem Ein-Euro-Job), dann lehnst du sie ab, mit der Begründung, dass § 15 SGB II keine weitere EGV weder ergänzend oder ersetzend vorsieht und du keine unterschreiben möchtest. kannst dich noch ein wenig lustig machen und sagen, dass sie dir das doch per Verwaltungsakt schicken soll (bitte nur sagen, nicht schreiben!).

Sie kann dir aber während dieser Zeit einen Ein-Euro-Job zuweisen (oder per "Angebot" mit einer Rechtsfolgebelehrung schicken). Dagegen kann man sich sehr leicht wehren. Meist ist der Job nicht in Ordnung und durch eine Gesetzeslücke kann der Nicht-Antritt eines Ein-Euro-Jobobs ohne vorherige EGV sowieso nicht sanktioniert werden.

Falls du jetzt noch wissen willst, wo die gesetzeslücke ist, dann bitte ich dich, hier ein wenig unter Ein-Euro-Jobs zu suchen. Mir ist das etws zu aufwendig hier nochmal einen Fall zu erklären, der vermutlich gar nicht eintreten wird. Sollte das wirklich eintreten, dann melde dich doch bitte nochmal im Forum.

Zum Thema Ortsabwesenheit: ich habe gelesen daß in falle unerlaubter ortsabwesenheit lediglich mit (ich glaube) 10 % sanktioniert werden darf? die formulierung hier verstehe ich als 100% Kürzung ("entfällt der Anspruch auf ALG2")?
Daher: wäre die EGV- Formulierung trotz (!) unterschrift hier überhaupt gültig oder gilt immer noch das sgb vorrangig? Bin der Meinung das das SGB immer noch über der EGV steht auch wenn sie unterschrieben ist?
Gem. § 7 Abs. 4a SGB II entfällt die Leistung, wenn du dich nicht ortsabwesend meldest. D.h. wenn du für eine Woche mal unerlaubt verschwindest, entfällt für die Werktage (an den Tagen, wo man dich hätte vermitteln können) die Leistung (= Kürzung 100%), weil du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung gestanden hast. Meist wird denen das durch die Kontoauszüge bekannt, wenn du deine Kreditkarte in einem fremden Ort benutzt hast.

Nun steht das aber nochmal in der Eingliederungsvereinbarung drin (und obendrein als ob es "immer" (d.h. auch am Wochenende) gemeldet werden müsste. Es steht da einfach so lose in der EGV, und man kann es als EGV-Pflicht verstehen. Ein Verstoß gegen eine EGV-pflicht wird mit 30% Kürzung über 3 Monate sanktioniert. D.h. hier wird das GEsetz in Konflikt gebracht.

Die ARGE betrachtet die Ortsabwesenheit in der EGV als "ein Hinweis". Sie weigert sich aber, das als "Hinweis" zu titulieren. Im Prinzip gehören in einen Vertrag auch nur Vereinbarungen, und keine Hinweise rein (für Hinweise gibt es Merkblätter).

D.h. der Punkt ist absolut offen. Sollte man dich wegen Verstoß bei Ortsabwesenheit einmal zu hoch sankionieren, dann gehst du am besten zum Anwalt. Der klagt das ein. Es darf per Vertrag nicht höher sanktioniert werden, als das Gesetz es vorgibt. Das beste wäre aber gewesen, wenn das da überhaupt nicht in der EGV gestanden hätte.
 

Katty

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#12
Danke.
Ist ja nett was die Arge sich alles einfallen lässt um zu sanktionieren, z.B. mit der Ortsabwesenheit.
ich nehme mal an daß es klug ist, sich eine Ortsabweesenheit (bzw die Erlaubnis dafür) schriftlich geben zu lassen. Jedenfalls werde ich sowas sicherheitshalber nicht telefonisch machen.

Was die Sache mit der gesetzeslücke betrifft, werde ich wenn ich demnächst mehr zeit habe nach suchen. Ist aber beruhigend zu wissen welche Möglichkeiten man hat und daß man nicht alles so akzeotieren muss.

Vielelicht kann noch jemand was zu Nr1 aus dem Eingangspost sagen:
Wie kann ich meine Zustimmung zur Anlegung/ Veröffentlichung eines Bewerberprofils ablehnen?
Die wollen das zwar anonymisieren (damit Unternehmen darauf zugreifen können) aber lieber wäre mir wenn meine Daten GAR nicht im Netz stehen würden.
 
E

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Gast
#13
Vielelicht kann noch jemand was zu Nr1 aus dem Eingangspost sagen:
Wie kann ich meine Zustimmung zur Anlegung/ Veröffentlichung eines Bewerberprofils ablehnen?
Die wollen das zwar anonymisieren (damit Unternehmen darauf zugreifen können) aber lieber wäre mir wenn meine Daten GAR nicht im Netz stehen würden.
Diese Zustimmung mußt du erteilen, bzw. die Arbeitsagentur braucht dazu vom Grundsatz her gar nicht deine Zustimmung.

§ 41 SGB III Allgemeine Unterrichtung
(3) Die Agentur für Arbeit darf in die Selbstinformationseinrichtungen Daten über
Ausbildungsuchende, Arbeitsuchende und Arbeitgeber nur aufnehmen, soweit sie für die
Vermittlung erforderlich sind und von Dritten keiner bestimmten oder bestimmbaren
Person zugeordnet werden können. Daten, die von Dritten einer bestimmten oder
bestimmbaren Person zugeordnet werden können, dürfen nur mit Einwilligung der
Betroffenen aufgenommen werden. Dem Betroffenen ist auf Verlangen ein Ausdruck der
aufgenommenen Daten zuzusenden. Die Agentur für Arbeit kann von der Aufnahme von Daten
über Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die dafür nicht geeignet sind, absehen.
Wie du siehst, muß dieses Bewerberangebot aber nicht nur anonym sein (also keine Namensnennung), sondern darf auch sonst keine Daten enthalten, die man mit dir in Zusammenhang bringen könnte. Darunter fallen beispielsweise allzusehr ins Detail gehende Angaben zu bisherigen Arbeitgebern samt genauen Eintritts- und Austrittdatum, aus denen man Rückschlüsse auf die Person des Bewerbers ziehen kann.

Ebenso kannst du es untersagen, daß Arbeitgebern eine direkte telefonische Kontaktaufnahme ermöglicht wird.
 

Dora

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#14
Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, gibt es auch hier im Elo-Forum unterschiedliche Meinunungen zum Thema EGV und auch bei den Inis eine unterschiedliche Handhabung. Etliche - und dazu gehöre ich und die unabhängigen Inis, denen ich angehöre- lehnen Hartz IV als verfassungs- und rechtswidrig ab und lehnen das Annehmen, also den Abschluss einer EGV auf der Basis von Sanktionen etc. ab. Dazu kannst du dich im Internet z. B. im Forum der "Arbeitslosenhilfe online e. V." Widerspruch gegen die Eingliederungsvereinbarung - Arbeitslosenhilfe Online e.V. - Hartz IV 4, SGB II 2, Sozialhilfe, Bedarfsgemeinschaft, Mietzuschuss, ARGE, Arbeitsamt, Nebenkosten, Mietspiegel
und auch hier z. B. im Thread http://www.elo-forum.org/einglieder...hi-hab-mal-frage-thema-gegenvorschl%E4ge.html
näher informieren.

Meiner Erfahrung und Auffassung nach haben EGV das Ziel den Erwerbsuchenden die schriftliche Einwilligung zum Unrechtsgesetz "Hartz IV" abzuringen und über die EGV ein wirksames Instrument zu haben den Widerstand von Erwerbslosen gegen dieses Unrechtsgesetz, gegen unsinnige Maßnahmen zur Statistikverschönerung und aneres mehr weiter zu brechen und Geld durch Leistungskürzungen einzusparen. Es ist offensichtlich, dass die Kürzung eines ohnehin der Höhe nach zu geringen und vom LSG Hessen mit dem Beschluss vom 29.10.2008 bezüglich der Leistungen deshalb als Verfassungswidrig eingestuften Gesetzes das Sozialstaatsprinzip verletzt. Die Schlüsselrolle des Unrechtsgesetzes besteht also darin, die Zustimmung zu diesem Unrechtsgesetz von jedem einzelnen Elo zu erwirken. Hierzu dient üblicherweise die "Unterwerfungsklausel" im letzten Absatz, der im hier eingestellten "Gegenvorschlag" und den EGVen wie folgt oder ähnlich formuliert ist:
Die Eingliederungsvereinbarung wurde mit mir besprochen. Unklare Punkte und die möglichen Rechtsfolgen wurden erläutert. Ich bin mit den Inhalten der Eingliederungsvereinbarung einverstanden und habe ein Exemplar erhalten. Ich verpflichte mich, die vereinbarten Aktivitäten einzuhalten und beim nächsten Termin über die Ergebnisse zu berichten.
Damit soll sich den fragwürdigen und Verfassungs- und Rechtswidrigen Inhalten des "Vertrags" und des SGB II per Unterschrift unterworfen werden und der ARGE die Möglichkeit gegeben werden, sich insofern "abzusichern", als ja die Einwilligung nach "Erläuterung" der (Un-)Rechtsfolgen per Unterschrift gegeben worden sei.

Ich und die Mitglieder unserer Ini nehmen schon seit Jahren keine EGV an. Vermittlungsgutscheine, Erstattung von Bewerbungskosten und Maßnahmen zur Fortbildung, Qualifizierung sind auch ohne diese EGV und ihre Unterwerfungsklausel möglich und Maßnahmen zur Fortbildung, Qualifizierung und selbst MAE sind , sofern du diese machen willst, wie auch sonst im Leben üblich, frei vertraglich regelbar.
.
 

Katty

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#15
Wie du siehst, muß dieses Bewerberangebot aber nicht nur anonym sein (also keine Namensnennung), sondern darf auch sonst keine Daten enthalten, die man mit dir in Zusammenhang bringen könnte. Darunter fallen beispielsweise allzusehr ins Detail gehende Angaben zu bisherigen Arbeitgebern samt genauen Eintritts- und Austrittdatum, aus denen man Rückschlüsse auf die Person des Bewerbers ziehen kann.

Als ich meinen SB darauf hin angesprochen habe meinte der, daß das genaue Eintritts- und Austrittsdatum für die Vermittlung nötig seien???

Zusätzlich hat er mir ein sog "Arbeitspaket " (bestehend aus zwei Teilen: Persönliche Daten und Vorbereitung Vermittlungsgespräch mitgegeben), daß ich ausfüllen soll, darin werden noch weitere Daten abgefragt, z.B: ob ich Internetzugang habe, ob Behinderung vorliegt, wo ich mich bislang beworben habe , Mobilitätsbereitschaft, und und und.
Außerdem soll ich denen meine vollständigen Bewerbungsunterlagen inclusive aller Arbeitszeugnisse zusenden. Insgesamt ist mir das sowie das Internetportal aus datenschutzgründen nicht so ganz geheuer.

Meine Fragen:
1) Muss ich das Arbeitspaket ausfüllen und vor allem denen meine vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Arbeitszeugnis) usw wirklich zuschicken?

2) ich will nicht daß meine Daten (wenn auch anonymisiert) im Internet veröffentlicht werden auf irgendeinem Profil. Außerdem ist m.M der Datenschutz bei einem solchen Internetprofil nicht gewährt, wenn mein Nickname meinen Nachnamen beinhaltet, was der Fall ist oder eben genaue Eintritts-und Austrittsdaten drin stehen.

Ich möchte daß das geändert wird oder wenn nicht daß das Internetprofil gelöscht wird. Kann ich das erreichen ,wenn ja wie (Paragraphen, Klage vor Sozialgericht?)

Vielen Dank.
P.s: Falls das jetzt nicht mehr in diesen thread passt kann es auch gerne verschoben werden.

Wäre bitte jemand so freundlich , die im Eingangpost angefügte EGV zu löschen? ich habe darauf offenbar keinen Zugriff.
 
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