Frage zu Fahrtkostenübernahme und Datenschutz ZAF (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

nico2111

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Kurze Vorgeschichte:
Ich habe zurzeit keine EGV oder VA.

Ich hatte mich schriftlich auf einen VV beworben, dann nach 3 Monaten einen Brief erhalten zwecks telefonischer Terminvereinbarung zum Vorstellungsgespräch. Habe dann schriftlich um Terminvorschläge gebeten, daraufhin habe ich das erste Schreiben mit bitte um telefonischen Rückruf nochmal erhalten. Selbiges habe ich dann gemacht und nochmals um Terminvorschläge gebeten. Dann kam ein Schreiben mit einem festen Termin, den ich dann verschoben habe, weil die Fahrtkosten nicht übernommen wurden. Daraufhin kam recht kurzfristig eine Einladung von meinem SB.

Bei dem beim Termin habe ich erfahren, dass sich die ZAF beim JC erkundigt hat, ob das mit der Fahrtkostenübernahme (das diese zuvor beim JC beantragt werden muss) so stimmt.

Auf den Tisch des SB, lag der ganze Schriftverkehr(Bewerbung, Terminverschiebung usw.) zwischen der ZAF und mir, ist das so zulässig?

SB meinte auch, eine Fahrtkostenübernahme ohne EGV sei nicht möglich, dass System lässt dass nicht zu, finde ich recht merkwürdig. Wie ist da die Rechtslage?

Bekam dann eine mündliche Zusage vom SB, dass die Fahrtkosten übernommen werden, aber ich soll in Vorleistung gehen. Stimmt das so?

Dann hat der SB telefonisch in meiner Anwesenheit kurzfristig einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vereinbart, da die Zeitarbeitsfirma um Rückruf während des Termins geben hat. Termin ist jetzt nächste Woche.

Die ZAF hat am Telefon noch erwähnt, dass es nichts Verpflichtendes ist und nichts unterschrieben werden muss, nur gemütlich Kaffee trinken.

Am meisten ärgert es mich, dass die ZAF meinen ganzen Schriftverkehr ohne zu Fragen an das JC geschickt hat.

Muss ich beim Vorstellungsgespräch, wenn die Stelle bereits vergeben ist, eine andere Stelle annehmen?
 

DonOs

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:welcome: im Forum, Nico2111


SB meinte auch, eine Fahrtkostenübernahme ohne EGV sei nicht möglich, dass System lässt dass nicht zu, finde ich recht merkwürdig. Wie ist da die Rechtslage?
Die Rechtsgrundlage hat dir der SB, gemäß der Beratungs- und Auskunftspflicht, §§ 13 - 15 SGB I, selbst mitzuteilen.

Das ist nicht korrekt. Mit dem System hat das ganze gar nichts zu tun. Erhält man einen VV, dann hat das Jobcenter auch die Fahrtkosten dafür zu tragen, sofern die ZAF dies ausschließt. Vielleicht hilft dir der Fahrtkostenantrag im Anhang weiter, diesen ausgefüllt vor Fahrtantritt nachweislich beim Amt einreichen und auf den Bescheid warten. Sollte es sich um ein paar Einzelfahrscheine halten, so gehen die Gerichte davon aus, daß dies aus dem Regelsatz ausgelegt werden kann. Sind das aber Kosten jenseits der 50,-€, würde ich mir das vorab überweisen lassen, anderenfalls ist die Fahrt aus finanziellen Gründen nicht möglich, da dies im Regelsatz nachweislich nicht vorgesehen ist.

Bei Punkt 3 könnte rein: § 309 Abs. 4 SGB III i.V.m. § 59 SGB II
Bei Punkt 5 Kreuzchen bei nein machen, man verzichtet nicht auf einen schriftlichen Bescheid.

Muss ich beim Vorstellungsgespräch, wenn die Stelle bereits vergeben ist, eine andere Stelle annehmen?
Das wird gerne versucht, meist gibt es auch den Job nicht mehr. Im VV steht eine Referenznummer und nur auf die hin wird sich beworben. Eine andere Stelle tangiert dich nicht. Leider können sich die ZAF und Ämter untereinander ein wenig austauschen. Erhält man einen VV für eine ZAF zum Beispiel, dann erhält die ZAF auch eine Information, daß du ein VV erhalten hast. Auch müssen die ZAF dort ankreuzen, was daraus geworden ist, zum Beispiel, nicht beworben oder ähnliches.

Das du die ZAF nicht angerufen hast, war ebenso richtig, immer alles schriftlich machen. Telephonnummer und E/Mail gibt es nicht, daß erspart viel Streß.
 

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noillusions

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Erhält man einen VV für eine ZAF zum Beispiel, dann erhält die ZAF auch eine Information, daß du ein VV erhalten hast. Auch müssen die ZAF dort ankreuzen, was daraus geworden ist, zum Beispiel, nicht beworben oder ähnliches.
Das müssen die mit Sicherheit nicht! Habe so ein "Verpetz-Formular" mal gesehen, da stand drauf "Wir bitten Sie herzlich..." und dan so Ankreuznöglichkeiten wie "Keine Übereinstimmung beim Lohn" usw. Leider schicken sie es so ziemlich alle ausgefüllt zurück, weil sie dann auch vom JC bevorzugt werden.
 

qwertz123

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Das müssen die mit Sicherheit nicht! Habe so ein "Verpetz-Formular" mal gesehen, da stand drauf "Wir bitten Sie herzlich..." und dan so Ankreuznöglichkeiten wie "Keine Übereinstimmung beim Lohn" usw. Leider schicken sie es so ziemlich alle ausgefüllt zurück, weil sie dann auch vom JC bevorzugt werden.
Meinst du das das wirklich die meisten zurückschicken, bei der ganzen Flut an Zwangsbewerbungen bei ZAF wegen VV, habe ich bis jetzt alles abgeschmettert und jede Taktik + Verzögerungstaktik angewendet und ich wurde deswegen nur ein einziges mal vom SB angesprochen weil sich wohl eine ZAF über meine Datenschutzklausel beschwerte, aber das gab auch keine Probleme der hat es mir eben einfach nur gesagt fertig aus. Wenn die wirklich alle Rückmeldung machen würden, dann würde mich der SB doch zumindenst öfters ansprechen oder nicht?
 

nico2111

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Vielen Dank für die Willkommensgrüße DonOs.

Ich hatte bereits einen formlosen Fahrtkostenantrag nach § 44 SGB III gestellt, daraufhin bekam ich einen Fahrtkostenantrag aus dem Vermittlungsbudget vom SB zugeschickt.

Die Fahrtkosten für Hin- und Rückweg betragen ca. 10 €.

Der SB gab mir eine Bescheinigung zur Vorlage bei der ZAF, erst wenn ich von denen einen Stempel bekomme, wird der Fahrtkostenantrag bearbeitet.

Ich bin davon ausgegangen, dass die Fahrtkosten vor dem Vorstellungsgespräch ausgezahlt werden und nicht im Nachhinein. Es ist somit ungewiss, wann ich die Fahrtkosten erhalte.
 

noillusions

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Meinst du das das wirklich die meisten zurückschicken, bei der ganzen Flut an Zwangsbewerbungen bei ZAF wegen VV
Leute die bei ZAF und JC hinter die Kulissen schauen konnten berichten das. Als ich mal wegen einer Vorladung in einer ZAF-Niederlassung war, wollte ich eine Bestätigung für die Termin-Wahrnahme haben, und da kriegte ich zu hören dass ich das ja nicht bräuchte da die das eh zurückschicken an da JC. Habe natürlich trotzdem darauf bestanden, da ich da ja keine Kontrolle drüber habe ob die das wirklich tun.

Ist ja nun kein großer Aufwand das bisschen Angekreuze da und dann ab in die Postablage.
Klar, sind alles keine Beweise, nur Indizien. Wenn ich aber so lese was in punkto ZAF alles abgeht bin ich geneigt das zu glauben.
 

karuso

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Auf den Tisch des SB, lag der ganze Schriftverkehr(Bewerbung, Terminverschiebung usw.) zwischen der ZAF und mir, ist das so zulässig?

SB meinte auch, eine Fahrtkostenübernahme ohne EGV sei nicht möglich, dass System lässt dass nicht zu, finde ich recht merkwürdig. Wie ist da die Rechtslage?
Das mit dem Schriftverkehr(Bewerbung, Terminverschiebung usw.) zuschicken zum JC ist nicht erlaubt würde ich sagen unterliegt dem Datenschutz hier würde ich den Landesdatenschutzbeauftragten mal schriftich fragen und um eine Antwort bitten.Natürlich gleich mit Angabe der ZAF und das zuständige JC.Damit sie gleich über ihr Fehlverhalten informiert werden.

Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch muß das JC übernehmen und gerade dann wenn du eine VV erhalten hast und dann eingeladen wirst.Da kommen die nicht drum herum.:wink:
 

Regensburg

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Hu Hu nico :)
Bei dem beim Termin habe ich erfahren, dass sich die ZAF beim JC erkundigt hat, ob das mit der Fahrtkostenübernahme (das diese zuvor beim JC beantragt werden muss) so stimmt.
Schon das halte ich für Grenzwertig....
Auf den Tisch des SB, lag der ganze Schriftverkehr(Bewerbung, Terminverschiebung usw.) zwischen der ZAF und mir, ist das so zulässig?
Ich meine nicht - ein Fall für Datenschutz
Das müssen die mit Sicherheit nicht! Habe so ein "Verpetz-Formular" mal gesehen, da stand drauf "Wir bitten Sie herzlich..." und dan so Ankreuznöglichkeiten wie "Keine Übereinstimmung beim Lohn" usw. Leider schicken sie es so ziemlich alle ausgefüllt zurück, weil sie dann auch vom JC bevorzugt werden.
"Verpetz-Formular" im Anhang
Das mit dem Schriftverkehr(Bewerbung, Terminverschiebung usw.) zuschicken zum JC ist nicht erlaubt würde ich sagen unterliegt dem Datenschutz hier würde ich den Landesdatenschutzbeauftragten mal schriftich fragen und um eine Antwort bitten.Natürlich gleich mit Angabe der ZAF und das zuständige JC.Damit sie gleich über ihr Fehlverhalten informiert werden.
auch meine Meinung :icon_daumen:

LG aus der Ostfront
 

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nico2111

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Das mit dem Schriftverkehr(Bewerbung, Terminverschiebung usw.) zuschicken zum JC ist nicht erlaubt würde ich sagen unterliegt dem Datenschutz hier würde ich den Landesdatenschutzbeauftragten mal schriftich fragen und um eine Antwort bitten.Natürlich gleich mit Angabe der ZAF und das zuständige JC.Damit sie gleich über ihr Fehlverhalten informiert werden.
Wäre besser, wenn ich den Datenschutzbeauftragten erst nach dem Vorstellungsgespräch kontaktiere?

Würde es Sinn machen, bei der ZAF ein Antrag auf Auskunft nach § 34 BDSG zu stellen, um zu sehen wo meine Daten gelandet sind?
 

noillusions

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Wäre besser, wenn ich den Datenschutzbeauftragten erst nach dem Vorstellungsgespräch kontaktiere?

Würde es Sinn machen, bei der ZAF ein Antrag auf Auskunft nach § 34 BDSG zu stellen, um zu sehen wo meine Daten gelandet sind?
Wenn du das eh vorhast brauchst du damit nicht zu warten, das ist schließlich dein Recht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

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Meinst du das das wirklich die meisten zurückschicken, bei der ganzen Flut an Zwangsbewerbungen bei ZAF wegen VV,
Gerade ZAF petzen gerne beim JC, weil die auf die Schützenhilfe von dort angewiesen sind, um überhaupt noch Personal zu finden.
 
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