Frage zu Fahrtkosten bei Probearbeit Mehraufwand

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Otto

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Die Stelle wurde von der Arge vermittelt und der Betrieb verlangt zunächst Arbeit zur Probe für 3 Tage.

Muß die Arge für die Fahrten zur Probearbeit Fahrgeld und eventuell auch für Mehrverpflegung zahlen?

Wo gibt es diesbezüglich Anträge, wo wird das konkret geregelt?

Gibt es Zuschüsse für Arbeitsbekleidung sofern es dann doch mit dem Job für den Betroffenen etwas werden sollte ?

Das mit der Probearbeit kommt mir irgendwie nicht ganz geheuer vor und eigentlich würde ich meiner Bekannten lieber davon abraten, aber sie will es unbedingt da sie schon sechs Jahre arbeitslos ist.
 
E

ExitUser

Gast
Otto, wenn der Vermittlungsvorschlag nicht gerade von der ARGE gekommen wäre, würde ich glatt sagen, eine Probearbeit von 3 Tagen ist gar nicht so schlecht, denn dann kannst du vielleicht ja ein wenig in den Betrieb reinriechen.

Meines Wissens ist die komplette Zahlungsangelegenheit nicht mehr Sache der ARGE sondern dieses ARbeitsgebers. Wenn er dich für 3 Tage beschäftigen will, kann er ja von dir nicht verlangen, dass du das umsonst machst. Eigentlich regelt ein Arbeitgeber so etwas mit dem Bewerber vorab in einem Bewerbungsgespräch. Hat das denn stattgefunden?

Falls der ARbeitgeber es Dir überlässt, einen Vorschlag für die Bezahlung dieser 3 Tage zu machen, dann würde ich persönlich ihm vorschlagen, er soll dir doch für diese 3 Tage eine Gehaltsabrechnung für eine geringfügige Beschäftigung für einen Stundenlohn von X Euro machen (nicht zu hoch, denn du musst ja diesen Hinzuverdienst der ARGE melden und nur 100 Euro sind anrechnungsfrei). Du würdest dich sehr freuen, wenn er dir zusätzlich noch die Fahrtkosten, Verpflegung und alle sonstigen Unkosten erstattet, denn die rechnet die ARGE dir nicht an. Mach mit denen ausschließlich für die 3 Probetage einen niedrigen Stundenlohn aus, von dem du sowieso nicht viel haben wirst, und handle dir lieber die Unkosten aus. Und lass die Unkosten bitte nicht auf die Gehaltsabrechnung setzen, denn sonst kommt die ARGE ganz durcheinander wenn du denen das vorlegst.
 

harzallerliebst

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Allerdings könnte der Arbeitgeber vesuchen diesen niedrigen Stundenlohn von der Probearbeit als Basis für die Weiterbeschäftigung herzunehmen/durchzudrücken. Was macht man dann?

....und die Arge denkt sich:
Ja wenn der bereit ist fur SO WENIG Geld zu arbeiten, ja dann hätten wir ja noch ein paar entsprechende Sachen für den. Das werden dann allerdings vermutlich keine Traumjobs sein.

Grüße Hartzallerliebst
 

harzallerliebst

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Am besten, wenn du Vom Arbeitgeber VORAB da was schriftliches bekommst über das Geld für die Probearbeit.
Es sind da Fälle bekannt, wo miese Arbeitgeber sich einen Probearbeiter nach dem anderen von der Arge beziehen OHNE denen was zu zahlen.
(Meine sogar, daß ich das hier im Forum gelesen habe.)
Die Arbeit und der Umgang waren so übel, das die Leute nach der Probearbeit nicht weitermachen wollten und sollten. Der Arge wurde aber wohl gemeldet, den Betreffenden hätte man gerne behalten und NACH der Probezeit auch gut bezahlt, wenn er den nur hätte weitermachen wollen!
Oder der betreffende hätte gar nicht arbeiten wollen, keine Einstellung zur Arbeit etc.

Die Rechnung ist dabei seitens des Arbeitgebers einfach. 7 Probearbeiter für 3 Tage ergeben eine gesparten Monatslohn eines regulären Beschäftigten.
...So einfach kann man sich den nächsten Urlaub verdienen!

Dazu spart der noch jede Menge Papierkram was Rentenversicherung etc. angeht.

Die Arge denkt sich "naja schadet nix, wenn der mal paar Tage auf Vordermann gebracht worden ist."

Aber gut - will mal nicht zu schwarz malen...

Grüße Hartzallerliebst
 
E

ExitUser

Gast
Wir wissen ja nicht einmal, ob ein Bewerbungsgespräch mit dem Arbeitgeber bereits stattgefunden hat. Ich gehe davon aus, dass Otto nur den Vermittlungsvorschlag erhalten hat und nun ein Termin für ein Bewerbungsgespräch vereinbaren soll. Bei dem Bewerbungsgespräch würde ich differenzieren:

1. Die 3 Tage Probezeit
2. Die mögliche Festeinstellung.

und würde hier verschiedene Bedingungen aushandeln, da du bei den 3 Tagen Probezeit ja weiterhin bei der ARGE gemeldet bist, und bei einer Festeinstellung von der ARGE unabhängig bist. Wenn du dem das richtig verklickerst, versteht der das und macht mit, weil es sich auf für ihn lohnt.

Ich weiss ja nicht um welche ARbeit es sich handelt, aber im ersten Monat verursacht dir ein Arbeitnehmer mehr Kosten als Einnahmen, es sei denn, es handelt sich um eine Fließbandarbeit, oder eine Arbeit, in der keine großen Vorkenntnisse erforderlich sind. In 3 Tagen kann man aber in einer Person den Typ und die "Wellenlänge" erkennen. D.h., man sieht, ob der mich versteht oder nicht, ob er aufmerksam, dumm, introvertiert, unsicher, ängstlich, freundlich etc. ist.

Eine Probeeinstellung von 3 Tagen würde ich nicht unbedingt als negativ bewerten, solange sie zufriedenstellend bezahlt wird.
 

Double

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Würde ich NICHT machen.

Eine Probearbeit über drei Tage? Warum? Dafür gibt es das Probehalbjahr. Wenn dem Arbeitgeber oder Arbeitnehmer die Nase seines Gegenüber nicht gefällt, kann er ohne Angabe von Gründen sofort kündigen. Besonders bei Handwerksbetrieben wäre ich extrem vorsichtig. Ich würde vorher mit dem Sachbearbeiter bei der ARGE über die Risikoabsicherung für DICH sprechen. Vor allem die Aufwendungen müssen müssen erstattet werden. Dennoch würde ich versuchen, mir die drei Tage bezahlen zu lassen (normaler Tarif, auch wenns abgezogen wird, aber danm kommt der Arbeitgeber nicht auf dumme Gedanken, den Lohn bei Einstellung zu drücken) Wer arbeitet denn für uns umsonst? Wir können ja mal probehalber nen Handwerker bestellen und dem dann sagen, können se mir mal drei Tage zur Probe das Dach decken???? Mal sehen, was der dazu zu sagen hat.....

Was mich interessieren würde: Wenn man diese lange und unübliche Probearbeit ablehnt, kann es zu Sanktionen kommen? Hat jemand das schon mal erlebt?



LG double
 

burki

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Hi,
ja, das Probearbeiten...
Habe das auch einmal "durchgemacht" und natürlich gab es da (Begründung des AGs: "Beim Praktikum gibts ja auch nichts...") keinerlei Entlohnung.
In meinem Fall waren es sogar 2 Probearbeiter parallel, die dem AG sicher etwa 4000 EUR einsparen liesen.
Aber zur Frage:
Probearbeit muss vor Antritt der ARGE gemeldet werden.
Die Fahrkosten können (!) erstattet werden; Essensgeld o.ä. gibt es nur (und dann auch nur sehr wenig), bei auswärtiger Unterbringung.

Zu beachten ist auch: In dieser Zeit stehst man ja weiteren Vermittlungsangeboten ja nicht zur Verfügung, so dass bei einer Nichtanmeldung die ARGE sogar kürzen kann.
Gibt es Zuschüsse für Arbeitsbekleidung sofern es dann doch mit dem Job für den Betroffenen etwas werden sollte ?
auch hier eine der üblichen "Kann-Vorschriften"...

Das mit der Probearbeit kommt mir irgendwie nicht ganz geheuer vor und eigentlich würde ich meiner Bekannten lieber davon abraten, aber sie will es unbedingt da sie schon sechs Jahre arbeitslos ist.
das muss wohl jeder selbst wissen, wobei ich das Ganze natürlich auch für ein Unding halte, aber dennoch (als Hartz-IVler wird man halt schon ziemlich weichgeklopft) mitgemacht habe.
Achte aber darauf, dass ein Vertrag abgeschlossen wird, wo z.B. versicherungstechnische Dinge festgehalten werden.
Gruss
burki
 
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