Frage zu außergerichtlichen Kosten bei gewonnenem Prozess (1 Betrachter)

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ExTachelesler

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Hallo Ihr Lieben,

folgende Frage: In den letzten Monaten führte ich eine Klage gegen mein Grusiamt. PKH war gewährt worden, ein RA beigeordnet, alles lief ganz gut.

Die Sache hatte durchaus auch Erfolg bzw. der Vertreter des beklagten Grusiamtes gab in der Verhandlung ein Anerkenntnis ab, erklärte außerdem, dass meine außergerichtlichen Kosten voll übernommen werden. Genau diese möchte ich jetzt geltend machen bzw. deren Erstattung verlangen. (Meistes beantrage ich bei Gericht dazu einen Kostenfestsetzungsbeschluss; meistens schreitet dann hier das Grusiamt ein, indem es dem Gericht mitteilt, dass die Kosten übernommen werden bzw. überwiesen wurden, somit kein entsprechender Gerichtsbeschluss notwendig ist.)

Zu den außergerichtlichen Kosten hätte ich folgende Detailfrage: Dass dazu Porto, Papier, Umschläge etc. etc. gehören, ist mir bekannt; aber wie steht es eigentlich um den Schriftverkehr mit meinem Prozessbevollmächtigten bzw. Anwalt? Auch dem schickte ich im Zuge des Verfahrens diverse Briefe, wo dementsprechend natürlich auch Portokosten etc. angefallen waren.

Gehören diese Kosten auch zu den erstattungsfähigen Kosten? Ich nehme mal an, ja?

Würde mich aber dennoch ggf. um weitere Einschätzungen bzw. Infos freuen. :)
 

Aquedukta

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Hallo Ex Tachelesler (wieso btw. Ex)?

ich kann dir bei deiner Frage leider nicht direkt weiterhelfen, wollte dich aber kurz fragen, wie du denn deine Ausdrucke und Briefumschläge abrechnest?

Bei Bewerbungskostenübernahme ist es bei meinem JC so, dass die eine Auflistung von Papier und Umschlägen mit Kassenzettel haben wollen. Das ist natürlich nicht wirklich machbar, wenn das Papier schon älter ist und auch der Toner ist nicht mit drin (und darauf wird wohl auch gesetzt).
Gibt es eine Chance das pauschal zu machen, also z.B. 0,10€ pro Ausdruck oder so?
Und wo genau gibst du deine Forderung der Kostenübernahme hin, zum JC, oder zum Gericht, damit die das dem JC auferlegen?
 

ExTachelesler

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Hallo Ex Tachelesler (wieso btw. Ex)?
Hi, na ja, spielt eigtl. keine Rolle mehr, und ich wollte den Nick eigentlich wechseln, aber mittlerweile ist es ganz OK so, hehe. ;)
In einem anderen, heute meines Wissens zudem nicht mehr bestehenden Forum, wurden permanent, ohne jede Nachvollziehbarkeit, Beiträge gelöscht ... Noch dazu in einem Hilfe(!)-Forum, wo die Leute also auch schon mal in großer Not sind ...
Irgendwann reichte es mir einfach und ich verließ jenes Forum ... Ähnlich wie mir erging es auch anderen, auch die beklagten sich oft über nicht nachvollziehbarerweise gelöschte Beiträge ...
Spielt aber eigtl. keine Rolle mehr, weil das besagte Forum meines Wissens ohnehin nicht mehr existiert, bestimmt nicht ohne Grund ... ;)

Seitdem bin ich hier und absolut zufrieden. Man wird hier zudem nicht nur in puncto Soziales toll beraten, sondern auch in anderen Gebieten, bspw. Mietrecht usw. :)


ich kann dir bei deiner Frage leider nicht direkt weiterhelfen, wollte dich aber kurz fragen, wie du denn deine Ausdrucke und Briefumschläge abrechnest?

Bei Bewerbungskostenübernahme ist es bei meinem JC so, dass die eine Auflistung von Papier und Umschlägen mit Kassenzettel haben wollen. Das ist natürlich nicht wirklich machbar, wenn das Papier schon älter ist und auch der Toner ist nicht mit drin (und darauf wird wohl auch gesetzt).
Gibt es eine Chance das pauschal zu machen, also z.B. 0,10€ pro Ausdruck oder so?
Und wo genau gibst du deine Forderung der Kostenübernahme hin, zum JC, oder zum Gericht, damit die das dem JC auferlegen?
Das mit der Abrechnung von Papier- und Briefumschlagskosten habe ich von hier! Bzw. von diesem Forum, man müsste die entsprechenden alten Threads nochmal heraussuchen. (Vorher hatte ich immer nur die Portokosten abgerechnet, mittlerweile jedoch auch die Papier- bzw. Kopier- sowie Umschlagskosten.)
Wenn man die Kosten vernünftig und nicht allzu überzogen ansetzt, geht es sicherlich durch, so auch bei mir einige Male.
10 Cent pro Blatt, 5 Cent pro Briefumschlag bspw. ist sicherlich OK. Höhere Kosten werden wohl eines Nachweises bedürfen.
Und selbst solch zunächst niedrige Beträge können sich ja durchaus summieren, also wenn bspw. einer viele Seiten, Kopien etc. ans Gericht etc. abgeschickt hatte etc.
Man fische aber am besten die entsprechenden älteren Threads wieder hervor.

Ach so, wo am besten einreichen: Normalerweise ist eigtl. der erste Schritt zum Jobcenter bzw. dem entsprechenden Amt ... Aber das habe ich noch nie gemacht, sondern ich schreibe stets direkt das Gericht an ... Ist sicherlich besser so. Weil so geraten die sicherlich mehr unter Druck und übernehmen die Kosten sicherlich eher; duckmäuserisch beim Amt darum betteln - darauf hatte ich noch nie Bock ... Deswegen wende ich mich diesbezüglich stets ans Gericht.
Zahlt das Amt evtl. nicht, ist die richtige Stelle somit längst auf dem Laufenden; dann bedarf es nur noch des entsprechenden Gerichtsbeschlusses, und wenn das Amt weiterhin nervt, geht's eben zum Gerichtsvollzieher zwecks Zwangsvollstreckung. Habe ich tatsächlich schon mal so gemacht. Ich habe mir eine gesamte Monatsleistung zwangsvollstrecken lassen, als das Amt trotz EA des Gerichts nicht gezahlt hatte ...
 
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