Frage zu Anlage HG und ausfüllen? Falls ja wie ist es korrekt? Zudem Einlagerungskosten , übernahme vom Amt?

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Matze288

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Guten Morgen,

Nach Trennung und gemeinsamen Auszug mit meiner Ex-Partnerin, bin ich aus meiner alten Stadt vorerst zu meiner Mutter gezogen. Der Grund lag einfach dadrin das ich bald noch eine anstehende Therapie angehe und eine Wohnung zu nehmen für mich momentan keinen Sinn ergibt, zumindest vorerst bis ich Gesundheitlich wieder fit bin.

Bei meiner Mutter wohne ich Ü25, neben ihr noch mit meinen Bruder zusammen. Weder er noch meine Mutter beziehen Leistungen.

Ich kann hier soweit Mietfrei wohnen bis auf einen Anteil von 1/3 der Nebenkosten an denen ich mich beteiligen soll.

Meine nötigsten Möbel und Elektrogeräte habe ich eingelagert, um diese nicht neu kaufen zu müssen wofür auch kein Geld da wäre. Eine Frage dazu weiter unten..

Nun habe ich in der Leistungsabteilung auch soweit alle Notwendigen Unterlagen eingereicht.

Bis auf Anlage HG. Hier habe ich gelesen das man aufpassen sollte.

Nach Sichtung aller Unterlagen, sagte man mir dann aber das HG abzugeben sei.

Ich erwähnte bereits dort das wir nicht gemeinsam wirtschaften. Alles läuft getrennt. Vom Girokonto bis zum Einkauf.

Dies würde von beiden Parteien auch gerne schriftlich dargestellt werden.

Darauf kam die Antwort, das eine Prüfung der Einkommen durchaus möglich wäre, mit einem aufgesetzten Schreiben wie ich es beschrieb wäre die Sache aber hinfällig. Leider glaube ich dem ganzen nicht so ganz..

Nun ist die Frage für mich wie reagiere ich auf die Aufforderung die Anlage HG auszufüllen?

Ausfüllen ja oder nein?

Ja: Wie genau? Nein: Wie begründe ich die Verweigerung zur Abgabe am besten?

Im Hauptantrag füllte ich die Zeile für die Anzahl der Personen die zu meiner BG gehören mit " 0 " aus.

In der Zeile für Personen die nicht zur BG aber zur HG gehören setzte ich ebenfalls eine " 0 " ein.

In der Anlage " KDU " Punkt 4. habe ich als Anzahl " 2 " Personen angeben, die hier neben mir noch wohnhaft sind.

Ein andere Frage ist die Sache mit der Einlagerung..die Dame wusste selbst nicht ob und inwieweit sowas übernommen wird..ich habe einfach die Kosten der Einlagerung, in Anlage KDU Punkt 2.2 unter sonstige Wohnkosten eingetragen. Zudem den Mietvertrag der Einlagerung eingereicht.

Inwieweit übernimmt das Amt dies? Und inwieweit habe ich die Übernahme richtig beantragt? Falls vollkommen falsch bin ich dankbar für Hilfe zur richtigen Beantragung.

Ich danke vorab für jede Antwort.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Matze288 und :welcome:


Meine nötigsten Möbel und Elektrogeräte habe ich eingelagert, um diese nicht neu kaufen zu müssen wofür auch kein Geld da wäre. Eine Frage dazu weiter unten..

und

Zudem den Mietvertrag der Einlagerung eingereicht.

Dazu stelle ich dir mal dieses Urteil rein:

BSG Urteil vom 16.12.2008 , - B 4 AS 1/08 R -

Gemäß § 22 Abs 1 SGB II werden Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit sie angemessen sind. Ist der Wohnzwecken dienende Raum des Hilfebedürftigen derart klein und beengt, dass die auch für ein Leben und Wohnen in bescheidenen Verhältnissen erforderlichen Möbel (zB Bett, Schrank, Regal, kleine Küche oder Kochgelegenheit) und persönlichen Gegenstände (Kleidung, Wäsche, Geschirr, sonstige Bedarfsgegenstände des täglichen Lebens) darin nicht vollständig untergebracht werden können, umfasst der Anspruch auf Grundsicherungsleistungen auch die angemessenen Kosten für die vorübergehende Unterbringung oder Einlagerung dieser persönlichen Habe. Das gilt vor allem, wenn die Notlage nur vorübergehend ist. Ein Auto, Antiquitäten oder die Ergebnisse einer Sammelleidenschaft sind kein "geschütztes Vermögen", sondern können verkauft werden, bevor Steuergelder in Anspruch genommen werden.

Quelle:
Rechtsprechungsticker von Tacheles 52 KW / 2008

Gut du hast den Mietvertrag für die Lagerung hoffendlich in Kopie eingereicht und zu deinem Antrag auf ALG II ein kurzes Anschreiben
geschrieben?

Zu deinen anderen Fragen kommen bestimmt noch weitere Antworten
 

Matze288

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Gut du hast den Mietvertrag für die Lagerung hoffendlich in Kopie eingereicht und zu deinem Antrag auf ALG II ein kurzes Anschreiben
geschrieben?

Hallo und vielen Dank dir Seepferdchen :)

Ja Mietvertrag in Kopie eingereicht. Original bei meinen Unterlagen.

Nun ein Anschreiben ehr weniger.

Ich bekam nach Vorsprache die Unterlagen, welche nach Ansicht des Jobcenters einzureichen wären und überraschend zügig 1 Woche später den Termin in der Leistungsabteilung.
Dort mit Beistand vorgesprochen, wobei die junge Dame relativ freundlich war und nicht direkt meine Anliegen abschmetterte,wie beispielhaft die Einlagerung. Gibt's deutlich schlimmere Sachbearbeiter. Dennoch will ich vorbeugen.

Ich werde aber noch ein Anschreiben aufsetzen und zu den nachzureichenden Unterlagen legen, mit Verweis auf das von dir genannte Urteil.

Nun hoffe ich noch jemand zu finden der mir in Sachen " HG " aushelfen kann. :)

Beste Grüße
 

Seepferdchen 2010

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ch werde aber noch ein Anschreiben aufsetzen und zu den nachzureichenden Unterlagen legen, mit Verweis auf das von dir genannte Urteil.

Das mit dem Urteil würde ich jetzt noch nicht erwähnen, das kann ggf. bei einem Widerspruch von dir angegeben werde,
falls für die Einlagerung ein negativer Bescheid erfolgt aber davon gehe ich jetzt nicht aus wenn die Kosten angemessen sind.
 

Matze288

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Das mit dem Urteil würde ich jetzt noch nicht erwähnen, das kann ggf. bei einem Widerspruch von dir angegeben werde,
falls für die Einlagerung ein negativer Bescheid erfolgt aber davon gehe ich jetzt nicht aus wenn die Kosten angemessen sind.


Okay dann bleibst es erstmal im Hinterkopf, für den Fall der Fälle

Die Kosten liegen bei 65€ für 5 m³. Ich habe also nach ausmessen der Möbel und das daraus resultierende benötigte Volumen, nicht nach Bauchgefühl gewählt sondern schon geschaut das es nicht mehr und weniger ist als benötigt. Ist auch kein Platz mehr vorhanden.

Daher denke ich habe ich zumindest das beste getan um unnötige Kosten zu vermeiden. Bin aber auch zuversichtlich mittlerweile das es übernommen wird.

Wäre eine Auflistung aller eingelagerten Elektrogeräte und Möbel sinnvoll? Um vorzubeugen das dies nachgefordert wird noch.



Anlage HG immer noch etwas ratlos. :(

Keiner der mir damit aushelfen kann?

LG
 

Seepferdchen 2010

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Guten Morgen Matze288


Wäre eine Auflistung aller eingelagerten Elektrogeräte und Möbel sinnvoll? Um vorzubeugen das dies nachgefordert wird noch.

Hmm mal eine Frage, wurde hier bei Anmietung der Einlagerung keine Aufstellung zu den Sachen gemacht?

Anlage HG immer noch etwas ratlos

Die Anlage HG bitte ausfüllen und was nicht zutreffend ist bitte streichen, dann beim JC einreichen, dazu aus dem Forum mal ein Faden wo du Hinweise findest.


Gruß Seepferdchen
 

axellino

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Die Anlage HG kann auch dazu genutzt werden, eine Wirtschaftsgemeinschaft zu widerlegen und darum könnte man die dann auch, ohne nachteilige Folgen, einfach ausfüllen. Dazu mal in den folgenden Thread geschaut,


Das man sich hier mit ein Drittel an den Nebenkosten zu beteiligen hat, sollte anhand einer einfachen Kostenbeteiligungsvereinbarung ersichtlich sein, gibt es keine, dann sollte eine aufgesetzt werden, ein moegliches Beispiel findet man auch den eingestellten Thread.
 

Matze288

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Hmm mal eine Frage, wurde hier bei Anmietung der Einlagerung keine Aufstellung zu den Sachen gemacht?

Nabend Seepferdchen,

Danke erst einmal für deine weitere Hilfestellung. :)

Zu deiner Rückfrage:

Nein diese Aufstellung fand nicht statt. Ich nehme an gemeint ist, ob eine Aufstellung sämtlicher Sachen zur Einlagerung mit dem Vertragspartner also Vermieter und mir als Mieter statt fand?

Falls ja, siehst du hier einen Nachteil zwecks Übernahme der Kosten? Oder falsch verstanden?

Danke vorab.

Die Anlage HG kann auch dazu genutzt werden, eine Wirtschaftsgemeinschaft zu widerlegen und darum könnte man die dann auch, ohne nachteilige Folgen, einfach ausfüllen. Dazu mal in den folgenden Thread geschaut,

An axellino , auch dir danke für deine Hilfe

Bin es mal durchgegangen:

Anlage HG habe ich nun so ausgefüllt:

Punkte:
Zu 1.2.1 = Meine Daten

Zu1.2.2 = Kreuz bei " Person erhält keine Leistungen von... "

Zu 2. = Daten der Mutter als auch Bruder eingetragen.

Zu 4.= Kreuz gesetzt bei " Ist Eigentümer/ Mieter der Wohnung in der die BG lebt..."
dann ein weiteres Kreuz darunter gesetzt für meine Kostenbeteiligung.

Höhe der Beteilung= 1/3 Drittel von den gesamten Kosten, welche in der Anlage KDU, Punkt 2.2 angegeben wurden.​


Ich bitte um kurze Rückmeldung, ob soweit alles korrekt ausgefüllt wurde?


Kostenbeteiligungsvereinbarung habe ich auch gefunden und wird als Nachweis beigefügt.


Vielen lieben Dank.
 

axellino

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Ich bitte um kurze Rückmeldung, ob soweit alles korrekt ausgefüllt wurde?

So denn die gemachten Angaben auch wahrheitsgemäß sind, wovon ich ausgehe, dann sollte diesbezüglich auch alles in Butter sein ;)

Reiche die Anlage HG dann hier im Thread auch mal nach, damit ebend auch für alle nachvollziehbar ist, ueber was wir beide hier überhaupt detailliert kommunizieren :)

 

Markli88

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Guten Abend,

ich wollte mal Rückmeldung geben und eventuell ein Tipp einholen zum weiteren Vorgehen.

Mein Bescheid kam an. Soweit so gut.

Vor dem Bescheid war Tags zuvor bereits auf meinem Konto der Eingang der Bezüge mit Fragezeichen, wo was nicht anerkannt wurde vernommen worden.

Am nächsten Tag brachte der Bescheid dann die Antwort. Regelbedarf 432€ korrekt. Nebenkosten korrekt.

Nun bei den Heizkosten wäre mein Anteil 114/3=38€ gewesen. Mir kam nur eine Idee wie das Amt auf sagenhafte 3,16€ kam..wobei ich mir solch ein Fehler nicht vorstellen konnte..wo doch Anlage KDU sogar von "monatlichen Heizkosten" Angaben verlangt. Nun hat das Amt den Wert dort statt ihn als Abschlagszahlung monatlich zu werten zur Jahressumme ernannt. 114/12= 9,5€ davon trage ich ein Drittel und siehe da 3,16 € ist der Bedarf...

Zweite Sache ist meine Einlagerung. Trotz Nachweis der monatlichen Kosten und auch Schilderung wieso weshalb warum, und der Info man würde sich schlau machen.. wird nirgends etwas davon erwähnt.

Weder ein Grund, der seitens Amt zur Nichtzahlung führte oder sonst etwas. Kein Wort. Keine Zahlen, getrost ignoriert. Zumindest gefühlt.

Meine Frage nun:

Widerruf anfertigen ist denke ich logisch.

Die Heizkosten werde ich so begründen, wie es sich wohl zugetragen haben muss. Ich gehe schlicht von einem Fehler aus. Den die Formulare habe ich nochmal gesichtet und meinerseits ist nirgends eine falsche Summe eingetragen worden.

Zur Einlagerung würde ich dann schreiben, das ich diese unter " sonstige Wohnkosten" beziffert habe. Nachweise über Kosten wurden bei Antragsabgabe hinterlegt. Zudem mit Verweis auf das von Seepferdchen genannten Urteil, welches bekräftigen sollte das das Amt in meinen Fall die Kosten dafür als Bedarf anerkennen müsste.

Sollte das so reichen? Oder wie kann ich es am besten angehen?

Danke. :)
 
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