Frage: ü. 50 J. hat befristeten Vertrag (immer wieder)- würde wieder eingestellt werden. Ablehnen und Ausbildung machen- Berufsbegleitend und Aufstocken? Eure Meinung ;-)

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Badener

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Hallöchen,

ich mal wieder ....

Also, momentan besteht nach längerer Aloszeit ein befristeter Arbeitsvertrag ("Sachgrund" daher wird immer und immer wieder befristet) ... die Firma hat bereits signalisiert den Vertrag verlängern zu wollen (glaubhaft). Nun steht eine Praktikumsstelle für eine Berufsbegleitende Ausbildung im Raum (sozialber Bereich große Nachfrage nach AN). Nach dieser Ausbildung "könnte" der AN (mündlich gesagt aber meiner Meinung nach nicht sicher, da sich in 3 Jahren viel ändern kann) eine feste und absolute "Wunschstelle" bekommen (perfekter geht nicht). Da das Geld wärend dieser 3 Jahre aber nicht reicht müsste der AN als Aufstocker ALGII/ Harz4 bekommen (der bisherige (vor ende Harz4) Sachbearbeiter war begeistert von der Ausbildungsidee, was aber nix heißt wenn es wirklich dazu kommt).

Was denkt Ihr ... gibt es Probleme wenn das Jobcenter mitbekommt das der Vertrag verlängert werden würde und man trotzdem die Ausbildung machen will und Aufstocken will???

Wenn ja, wie denkt Ihr kann man dem entgegenwirken ???

Hoffe ich habe verständlich geschrieben ;-)

Danke schon mal für Eure Ideen, Hinweise und Anregungen.

LG
 

Helga40

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Hat er nach dem Job Alg1 Anspruch, der vorrangig vor Alg 2 ist? Wenn ja, wird das Jobcenter da nicht so einfach mitspielen.

Wieso macht er die Ausbildung nicht über eine (Einzel)Umschulung? Hat er mit über 50 tatsächlich noch keinen Berufsabschluss?
 

Badener

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Hat er nach dem Job Alg1 Anspruch, der vorrangig vor Alg 2 ist? Wenn ja, wird das Jobcenter da nicht so einfach mitspielen.

Wieso macht er die Ausbildung nicht über eine (Einzel)Umschulung? Hat er mit über 50 tatsächlich noch keinen Berufsabschluss?

Hallo,

hm ... ALG1 ... gute Frage ... dürfte wenn dann gaaanz wenig sein ... der Vertrag läuft nur 10,5 Monate ... und selbst wenn ... müsste zusätzlich Harz4 beantragt werden.

Doch allerdings eine Ausbildung "regulär" (seit 20 Jahren aus dem Beruf, keine Rückkehrmöglichkeit).
Was ist eine (Einzel) Umschulung???

Danke.
 

Helga40

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Eine Umschulung direkt in dem Betrieb, der einen später einstellt. Also wie Ausbildung, nur halt mit Bildungsgutschein.

Einfach so seelenruhig einem ü50jährigen Alg 2 für eine Zweitausbildung bezahlen, das wird das JC jedenfalls nicht mitmachen.
 

Badener

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Eine Umschulung direkt in dem Betrieb, der einen später einstellt. Also wie Ausbildung, nur halt mit Bildungsgutschein.

Einfach so seelenruhig einem ü50jährigen Alg 2 für eine Zweitausbildung bezahlen, das wird das JC jedenfalls nicht mitmachen.

Hallo,

ah ... ok ... weiß nicht ob das in diesem Fall geht ... ist Berufsbegleitend ... der Betrieb gilt als Praktikumsbetrieb ... nicht direkt als Ausbildungsbetrieb.
Die "Wunschstelle" ist nicht im Praktikumsbetrieb !

Wie gesagt ... das geht nur eine relativ kleine Aufstockung ... mündlich war der SB positiv dazu eingestellt ... wie das natürlich aussieht wenn es dann definitiv dazu kommt muss wohl abgewartet werden

... die Frage ist ...
was kann passieren ... wenn man den Ausbildungsvertrag unterschreibt (den befristeten Arbeitsvertrag also nicht annimmt) und danach zum Amt geht ... und Aufstocken will ...
alternativ könnte man ja auch nach ende des befristeten Vertrages ALG2 geantragen und dann die Ausbildung anfangen ....

Ob es erstrebenswert ist für die, geschätzten nächsten 17 - 20 Jahre, sich von Jahr zu Jahr mit befristeten Verträgen "durchzuhangeln" in einem relativ schlecht bezahlten Job ... ist unter Umständen durchaus ein Argument.

LG
 
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Helga40

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Es könnte sein, dass wegen Zweitausbildung abgelehnt wird. Ob das nach Neufassung des § 7 Abs. 5 SGB II noch rechtlich Bestand hätte, müsste er ggf. gerichtlich prüfen lassen. Ich kann mich aber erinnern, dass es den Fall, dass auch ein Gericht trotz Neufassung einen Ausschluß bei Zweitausbildung gesehen hat, hier schon gab.

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Onkel Tom

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Das Problem bleibt, das der Betroffene bereits über 50 Jahre alt ist, damit beim JC/AfA
nicht mehr als "Marktkunde" sondern als "Betreuungskunde" verwaltet wird..

Bei "Betreuungskunden" will das JC/AfA keinen Cent mehr darin investieren, das es sich
für den Betroffenen beruflich etwas verbessern würde..
Selbst wenn gesundheitliche Gründe vorliegen würden, eine Ausbildung zu machen, tut
sich das JC/AfA schwer damit, Knete aus zu geben..
Dieses ätzende Thema ewige Befristungsserie oder Leiharbeit, immer Leiharbeit, geht der
Arbeitsmarktpolitik am Hintern vorbei und verhält sich anbei a la "Ist nicht unser Problem,
hauptsache Arbeit und wer sich daraus mogeln will, bekommt mit uns Ärger"..

Es gibt jedoch wenige Ausnahmen, wo ein Arbeitgeber ordendlich beihelfen muss, das
JC/AfA zu überzeugen, eine Ausnahme zu machen.. Da hängt zu sehr der § 10 SGB II
im Nacken.

:sorry:
 

Badener

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Bei "Betreuungskunden" will das JC/AfA keinen Cent mehr darin investieren, das es sich
für den Betroffenen beruflich etwas verbessern würde..
Selbst wenn gesundheitliche Gründe vorliegen würden, eine Ausbildung zu machen, tut
sich das JC/AfA schwer damit, Knete aus zu geben..
:sorry:

Hallo,
hm ... auch wenn JC "wenig" dazu zahlen muss ... wie gesagt es würde dann auf´s Aufstocken rauslaufen ... da die Arbeit ja vergütet wird, allerdings ist es absolut nicht möglich, mit dem doch recht geringen Gehalt alles zu stemmen, insbesondere da durch die Ausbildung ja auch kosten entstehen :-( Lehrmaterial, Prüfungsgebühr, Fahrkosten).
Die Jobchancen insbesondere eine unbefristete Stelle zu bekommen sind (man glaubt es kaum, ist aber so) mega gut, ob es hilft wenn man eine Einstellungszusage für danach hätte?

Um noch mal auf meine Frage zurückzukommen ... wie könnte man vorgehen ???
Vor oder nach Beginn der Ausbildung zum JC ???
Wie ich das höre, besser erst nach Beginn??? Oder???
Kann das JC ein Aufstocken komplett verweigern?
Das wäre mal eine wichtige Frage!!!
Kann es "zwingen" die Ausbildung abzubrechen und sich woanders zu bewerben?
LG

@Helga40
Danke für den Hinweis zu dem Urteil ... wenn ich das richtig verstehe geht es da aber um eine Schulische Ausbildung. Hier wäre es "nur" eine Berufsbgeleitende Ausbildung. Eine direkte Umschulung ist nicht möglich! Es wäre ein quereinstieg in einen komplett neuen Beruf, was nur Möglich ist da die Vorraussetzungen für den Zugang (zum Glück) vorliegen.

Ich hoffe mal auf weitere Ideen/Hinweise. :icon_daumen:
LG
 

Helga40

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Es geht um eine duale Ausbildung und du siehst ja, dass der Fragesteller im verlinkten Thread auch nichts vom Jobcenter bekommt.
 

Onkel Tom

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Dein AG oder der AG, der dir schon vorab schriftlich "garantieren" müsste, dich
nach der Fortschulung unbefristet ein zu stellen, muss wohl genau so ins Portmonaie
greifen, wie es von der AfA / JC erwartet wird.. (Einigung zwichen AG und JC)

Ohne schriftlicher Zusage eines AG sowie mögliche Vermeidung von vorübergehenden
verschechterungen des Einkommen, rennt man meines Erachten vor geschlossener Tür.

Um welche Beträge geht es denn, die weniger durch eine Fortschulung in Haus kommen ?
Villeicht könnte mann anbei auf die Komplikationen des JC verzichten und die Schulung
trotzdem wuppen..
 

Badener

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Um welche Beträge geht es denn, die weniger durch eine Fortschulung in Haus kommen ?
Villeicht könnte mann anbei auf die Komplikationen des JC verzichten und die Schulung
trotzdem wuppen..

Hallo,
danke ....
hm ... das dürften so um die 200 - 300 Euro im Monat sein, was natürlich dazukommt sind die Fahrkosten (recht weit zur Schule) und eventuelle Prüfungsgebühren (sind wohl auch 200- 300 Euro)
Erschwerend kommt hinzu das ein Nebenjob zeitlich absolut nicht geht. Die Ausbildung ist eh schon grenzwertig ... ein Sprung von 20 h Teilzeit auf 36 - 40 h.
Eventuelle extra Kosten für die kurzen (Schullandheim o.ä.) da echt nimmer geht.
Grübel ...
Hoffe das es noch Ideen gibt ...
LG
 
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