Frage nach Umzug in eine andere Stadt wegen drohender Obdachlosigkeit! Frage in Not

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Frauke1

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Hallo Guten Tag:
Habe nach Info gesucht und das Internet hat mich hierher geleitet.

Wenn man von Obdachlosigkeit bedroht ist und keine Wohnung finden kann, wäre das dann ein notwendiger Umzug? Gäbe es finanzielle Hilfen vom Jobcenter? Ist das eine Notlage, wenn Obdachlosigkeit droht?

Wie ist das mit Doppelmieten? Wenn man am Anfang des kommenden Monats umziehen würde, würden dann 2 Mieten übernommen? Eine vom alten Jobcenter und das andere vom neuen?

Könnte hier jemand einfach erklären wie ein solcher Umzug in Not ablaufen würde?

Ich habe auch andere Fragen, die mir gerade nicht einfallen, vielleicht kommen sie später.

Erstmal vielen Dank.
Frauke
 

Nena

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Hallo.
Fürs erste:
Gäbe es finanzielle Hilfen vom Jobcenter?
Ja. Bist Du schon ALG2-LB?

Warum bist Du von Obdachlosigkeit bedroht? Wurde Dir Deine Wohnung/Schlafstatt gekündigt?

Die wichtigste Voraussetzung für einen Umzug ist eine neue Wohnung. Hast Du schon eine in Aussicht?

Edit:
Hast Du eine Sanktion/Kürzung/Sperre?
 

Frauke1

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Guten Tag: Was ist ALG2-LB?

eine neue Wohnung ist wahrscheinlich.
Sanktion von 10 Prozent gibt es, vielleicht werden sie das aufheben, die Unterlagen sind eingereicht.
Die Gründe für Obdachlosigkeit sind 2:
1. Ich hatte die Mieten nicht an den Vermieter weitergeleitet und einbehalten und wollte damit eine neue Wohnung mieten. Bei Besichtigungen mit leeren Händen ist nicht gut. Alle diese Mieten sind überwiesen worden. Trotzdem möchte die Vermieterin ihre Wohnung haben.
2. Das Jobcenter hat die Nebenkostenabrechnung für 2016 und 2017 nicht übernommen und auch nicht die Erhöhung der Miete deswegen wurde nicht übernommen. Diese Schulden sind offen, immer noch.
 

Nena

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ALG2-LB: Leistungsberechtigte/-bezieherin

Deine Wohnung wurde Dir gekündigt? Wann zu wann?
Hast Du die Kündigung überprüfen lassen (Mieterverein o.ä.)?
Weiß das JC von der Kündigung?

Das Jobcenter hat die Nebenkostenabrechnung für 2016 und 2017 nicht übernommen
Hast Du die Nebenkostenabrechnungen mit Bitte um Übernahme nachweislich eingereicht? Und auch die Erhöhung der NK-Abschlagszahlungen? Wann? Wurde die (Kalt-)Miete auch erhöht?

Bei Besichtigungen mit leeren Händen ist nicht gut.
Willst Du bestechen? Hat das schon mal funktioniert? Ich hatte noch nie Geld bei einer Wohnungsbesichtigung dabei...

eine neue Wohnung ist wahrscheinlich.
Lass Dir den von der Vermieterin ausgefüllten Mietvertrag mitgeben und lege ihn dem JC vor (ggf. mit der Kündigung der alten Wohnung, wenn noch nicht passiert). Das JC muss das sofort bearbeiten. Ist die Wohnung angemessen?
 

Frauke1

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bei einer Wohnungsbesichtigung ist das alles schlecht:

Einkommensnachweise.

SCHUFA-Auskunft.

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung.

Da ist es gut, wenn man Geld für Kaution und 1. Miete hat.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Es ist eine Räumungsklage da und eine 1. Räumungsfrist ist abgelaufenen. Die Räumung droht.
 

Paula Panter

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Einkommensnachweise.
Da zeigst du deinen Jobcenter Bescheid.

Verlangt nicht jeder Vermieter und wenn kann man, falls man dort Einträge hat sagen, dass kam durch die Arbeitslosigkeit . Anbieten dass das JC die Miete an den Vermieter überweist und nicht an dich (könntest du nach Vertragsschluss ggf. rückgängig machen.

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung.
Besteht kein Rechtsanspruch darauf, dass dir der aktuelle Vermieter das ausstellt. Du könntest das die Kontoauszüge vorlegen, das andere kannst du ja schwärzen, es zählt nur das was du an dem Vermieter überwiesen hast.

Da ist es gut, wenn man Geld für Kaution und 1. Miete hat.
Du stresst dich vollkommen unnötig damit, das übernimmt doch das JC.

Wie weit ist denn alles schon vorrangeschritten, hast du eine Räumungsklage mit Titel schon?

Du könntest auch auf den Umzug ein Darlehn stellen.
 

Nena

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Ist irrelevant, ich weiß - aber zum Verständnis:
Weil Deine Nebenkostennachzahlungen nicht vom JC übernommen wurden, wurde Dir die Wohnung gekündigt. Daraufhin hast Du monatliche KdU-Leistungen des JC nicht an die Vermieterin weitergeleitet, Deine Mietschulden damit erhöht, weil Du Dir damit bessere Chancen bei einer neuen Wohnung erhofft hast. Die Mietschulden sind jetzt beglichen (bis auf die Nebenkostennachzahlungen?)? Und die neue Wohnung hast Du auch ohne die erste Monatsmiete und 3 Kaltmieten Kaution in Aussicht?

Hast Du was getan, um die Kündigung "aufzuhalten"? Wann hast Du das JC informiert?

Wie ist das mit Doppelmieten?
Wenn der erste Räumungstermion schon durch ist, wirst Du ja nicht mehr sooo viele Monate Miete zahlen müssen.
 

Frauke1

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Ist irrelevant, ich weiß - aber zum Verständnis:
Weil Deine Nebenkostennachzahlungen nicht vom JC übernommen wurden, wurde Dir die Wohnung gekündigt. Daraufhin hast Du monatliche KdU-Leistungen des JC nicht an die Vermieterin weitergeleitet, Deine Mietschulden damit erhöht, weil Du Dir damit bessere Chancen bei einer neuen Wohnung erhofft hast. Die Mietschulden sind jetzt beglichen (bis auf die Nebenkostennachzahlungen?)? Und die neue Wohnung hast Du auch ohne die erste Monatsmiete und 3 Kaltmieten Kaution in Aussicht?

Hast Du was getan, um die Kündigung "aufzuhalten"? Wann hast Du das JC informiert?


Wenn der erste Räumungstermion schon durch ist, wirst Du ja nicht mehr sooo viele Monate Miete zahlen müssen.

Das Jobcenter wurde glaube ich vom Sozialamt oder Wohnungsamt informiert, sie waren schneller als ich.
Danach hat das Jobcenter Informationen verlangt und ich habe dann alles dargelegt inklusive Nachweise.

Aufhalten der Kündigung: Ja, die Mietschulden gezahlt.

Die Mietschulden gezahlt, alle.
Nebenkostenabrechnungen sind NICHT gezahlt. Es spielt keine Rolle, ob das gezahlt wird oder nicht, der Vermieter möchte seine Wohnung.
 

gila

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Die ganze Angelegenheit ist viel zu vielschichtig, brisant und komplex um sie in so einem Forum mit vorwiegend Laien scheibchenweise zu diskutieren und klären.
Es können allenfalls ein paar allgemeine Tipps gegeben werden.

Ehrlicherweise muss man hier raten, eine Erwerbslosen Beratungsstelle oder gar einen Anwalt aufzusuchen. Ebenso ggf. Schuldnerberatung.

Das Einbehalten der KdU und nicht weitergeben an den Vermieter ist ebenso eine prekäre Sache!

Weitere Schwierigkeiten sind dadurch in Sicht...
 

Frauke1

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Die ganze Angelegenheit ist viel zu vielschichtig, brisant und komplex um sie in so einem Forum mit vorwiegend Laien scheibchenweise zu diskutieren und klären.
Es können allenfalls ein paar allgemeine Tipps gegeben werden.

Ehrlicherweise muss man hier raten, eine Erwerbslosen Beratungsstelle oder gar einen Anwalt aufzusuchen. Ebenso ggf. Schuldnerberatung.

Das Einbehalten der KdU und nicht weitergeben an den Vermieter ist ebenso eine prekäre Sache!

Weitere Schwierigkeiten sind dadurch in Sicht...
Danke.

Die Frage Einbehalten der KdU ist geklärt. Das Jobcenter hat Konsequenzen gezogen und überweist die Miete direkt an den Vermieter.

Die Mieten waren zu jeder Zeit komplett und vollständig vorhanden. Diese Frage können wir als erledigt sehen. Das ist schon lange her.

Hier wurde vorhin nach den Gründen gefragt.
 

gila

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Die Gründe für Obdachlosigkeit sind 2:
1. Ich hatte die Mieten nicht an den Vermieter weitergeleitet und einbehalten und wollte damit eine neue Wohnung mieten

Hoffentlich ist das wirklich mit dem Jobcenter geklärt worden, denn sonst könnten sie dir auch noch unterstellen du hast durch dieses Verhalten deine Situation selbst herbeigeführt. Das wäre eine gefährliche Angelegenheit und gehört eigentlich dann umgehend in Hände von einem Anwalt

2. Das Jobcenter hat die Nebenkostenabrechnung für 2016 und 2017 nicht übernommen und auch nicht die Erhöhung der Miete deswegen wurde nicht übernommen. Diese Schulden sind offen, immer noch.

Auch das gehört unbedingt in die Hände von einem Anwalt, selbst wenn da Widerspruchsfristen und so weiter versäumt worden könnte dieser einen Überprüfungsantrag stellen und das klären lassen

Lass Dir den von der Vermieterin ausgefüllten Mietvertrag mitgeben und lege ihn dem JC vor (ggf. mit der Kündigung der alten Wohnung, wenn noch nicht passiert). Das JC muss das sofort bearbeiten. Ist die Wohnung angemessen?

Ein wichtiger Punkt ist es, die neue Wohnung im Rahmen der Angemessenheit vom Jobcenter genehmigen zu lassen, damit dir auch weitere Kosten zu stehen wie Umzugskosten, Helfer, Transporte, Mietkaution, eventuelle Veränderungen in den Möbeln oder Erstausstattung was da gerade so noch nötig wäre. Hierzu bräuchtest du die Umzugsgenehmigung vom Jobcenter

Es ist eine Räumungsklage da und eine 1. Räumungsfrist ist abgelaufenen. Die Räumung droht.

Da bleibt zu hoffen, dass die neue Wohnung in trockenen Tüchern ist, so wie eben auch die vorherige Genehmigung zum Umzug durch das Jobcenter! Ansonsten müsstest du dich bei drohender Räumung vielleicht auch mal an die Caritas oder eine sonstige Organisation in dieser Art wenden.
Auch müsstest du ja Hilfe organisieren denn du kannst da mit deinem Kleiderschrank unterm Arm nicht selbst umziehen.

Ein Anwalt kostet dich nichts, du müsstest zum Amtsgericht gehen und einen Beratungshilfeschein beantragen, Kontoauszüge vorlegen Situation schildern, alle möglichen Beweise und Bescheide Mitnehmen vom Jobcenter wie du in diese Situation gelangt bist.
Mit diesem Beratungshilfeschein kannst du dir einen Anwalt für Sozialrecht aussuchen und ihm die ganze Sache einfach mal erst vorlegen. Nach einer Erstberatung wird er dir dann sagen was nach seiner Meinung zu tun ist. Sollte es zu weiteren Verfahren kommen bekommst du auch Prozesskostenhilfe, das heißt ein Verfahren vor dem Sozialgericht ist für dich dann auch weiterhin kostenlos.

Ich würde das jetzt unbedingt einfach mal parallel angehen, damit du nicht vor lauter Baustellen stehst und Fristen versäumt sind und man vielleicht doch noch etwas für die vergangenen Schulden tun kann.

Es ist ja nicht immer unbedingt auch richtig, wenn das Jobcenter eine Zahlung von Nebenkosten ablehnt.
Im übrigen gebe es selbst für solch eine Situation unter Umständen auch die Möglichkeit eines Darlehens.
 

Frauke1

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Hoffentlich ist das wirklich mit dem Jobcenter geklärt worden, denn sonst könnten sie dir auch noch unterstellen du hast durch dieses Verhalten deine Situation selbst herbeigeführt. Das wäre eine gefährliche Angelegenheit und gehört eigentlich dann umgehend in Hände von einem Anwalt



Auch das gehört unbedingt in die Hände von einem Anwalt, selbst wenn da Widerspruchsfristen und so weiter versäumt worden könnte dieser einen Überprüfungsantrag stellen und das klären lassen



Ein wichtiger Punkt ist es, die neue Wohnung im Rahmen der Angemessenheit vom Jobcenter genehmigen zu lassen, damit dir auch weitere Kosten zu stehen wie Umzugskosten, Helfer, Transporte, Mietkaution, eventuelle Veränderungen in den Möbeln oder Erstausstattung was da gerade so noch nötig wäre. Hierzu bräuchtest du die Umzugsgenehmigung vom Jobcenter



Da bleibt zu hoffen, dass die neue Wohnung in trockenen Tüchern ist, so wie eben auch die vorherige Genehmigung zum Umzug durch das Jobcenter! Ansonsten müsstest du dich bei drohender Räumung vielleicht auch mal an die Caritas oder eine sonstige Organisation in dieser Art wenden.
Auch müsstest du ja Hilfe organisieren denn du kannst da mit deinem Kleiderschrank unterm Arm nicht selbst umziehen.

Ein Anwalt kostet dich nichts, du müsstest zum Amtsgericht gehen und einen Beratungshilfeschein beantragen, Kontoauszüge vorlegen Situation schildern, alle möglichen Beweise und Bescheide Mitnehmen vom Jobcenter wie du in diese Situation gelangt bist.
Mit diesem Beratungshilfeschein kannst du dir einen Anwalt für Sozialrecht aussuchen und ihm die ganze Sache einfach mal erst vorlegen. Nach einer Erstberatung wird er dir dann sagen was nach seiner Meinung zu tun ist. Sollte es zu weiteren Verfahren kommen bekommst du auch Prozesskostenhilfe, das heißt ein Verfahren vor dem Sozialgericht ist für dich dann auch weiterhin kostenlos.

Ich würde das jetzt unbedingt einfach mal parallel angehen, damit du nicht vor lauter Baustellen stehst und Fristen versäumt sind und man vielleicht doch noch etwas für die vergangenen Schulden tun kann.

Es ist ja nicht immer unbedingt auch richtig, wenn das Jobcenter eine Zahlung von Nebenkosten ablehnt.
Im übrigen gebe es selbst für solch eine Situation unter Umständen auch die Möglichkeit eines Darlehens.
Danke Gila für die gute und wichtige Antwort. Ich gehe nächste Woche zum Amtsgericht wegen Beratungsschein.
 
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