Frage nach Mitteilung von Krankheiten an Jobcenter

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G

Gelöschtes Mitglied 66956

Gast
Hallo:
Ich hätte eine Frage, vielleicht ist das eine komische Frage, vielleicht versteht sie jemand:
Eine Freundin von mir konnte seit dem letzten erlittenen Schicksalsschlag nicht zum Arzt gehen, sie wird aber zum Arzt gehen, wenn sie die Kraft findet.
Das ist eine neue Krankheit, sie kann nicht zum Arzt, zu ihrem Arzt und das seit mehreren Monaten.
Anderseits ha sie Einladungen bekommen und ihr drohen Sanktionen.
Was wir gerne wissen würden, kann man den Grund dem Jobcenter mitteilen? Es ist so wir haben Angst das Jobcenter könnte uns nicht verstehen wie kann es sein dass sie nicht zu ihrem eigenen Arzt gehen kann. Anderseits wollen wir den wahren Grund mitteilen.
Kann man vorerst dorthin schreiben, was los ist und auch schreiben, dass die medizinischen Unterlagen kommen werden?

Gruß
Heidi
 

Schmerzgrenze

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Kann man schon jetzt nicht dem Jobcenter (der Sachbearbeiterin) den Grund jetzt schon mitteilen, bis es soweit ist?
Schon aus Höflichkeit und um Mitwirkung zu zeigen sollte zumindest mitgeteilt werden,
daß der Termin aus wichtigem Grund (Arztbesuch) nicht wahrgenommen werden kann.
Der Arzttermin müßte dann aber dem Meldetermin entsprechen.
Gesundheitliche Detaills unterliegen aber dem Persönlichkeitsrecht.
Mitunter kommt es auf den SB an, wie sensibel er mit Menschen umgeht.
 

gila

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KÖNNEN und DÜRFEN könnt Ihr das - es ist Eure Entscheidung WIEVIEL das JC hiervon wissen SOLL.
Natürlich könntest du dir von deiner Freundin auch eine Vollmacht ausstellen lassen, in der sie dich bevollmächtigt "vorübergehend" deine Angelegenheiten in Behördendingen zu erledigen und mit den entsprechenden Sachbearbeitern zu kontakten.

Und du schreibst dann dem JC im Auftrag, dass aufgrund "Eintreten einer Erkrankung nach einem Schicksalsschlag" derzeit eine persönliche Vorsprache nicht möglich ist, aber man bemüht ist, sobald wie möglich hier eine ärztliche Bescheinigung zu erlangen und wird diese dann "unaufgefordert" einreichen. Inzwischen solle man doch DIR mitteilen, falls es dringliche Angelegenheiten gäbe. Die Dauer wäre derzeit nicht abzusehen, aber Ihr haltet das JC auf dem Laufenden ;-)

So hab ich es derzeit auch mit einer Bekannten gemacht - und das JC gibt hier erstmal Ruhe und wird weiter mit Infos dann "nachgefüttert".

Eine Sanktion angreifen müssen, weil man sich nicht rührt, wäre kontraproduktiv.

Grundsätzlich gilt ja auch der "Zeugenbeweis" - und den könntest du ja liefern, dass es eben so ist wie es ist.
Dennoch kommt sie um einen Arztbesuch nicht herum - wieso "kann" sie nicht zum Arzt, wenn sie doch krank ist?
Leider werdet Ihr hier Möglichkeiten finden müssen, um nicht unnötigen REchtsstreit zu entfachen!
 
G

Gelöschtes Mitglied 66956

Gast
Schon aus Höflichkeit und um Mitwirkung zu zeigen sollte zumindest mitgeteilt werden,
daß der Termin aus wichtigem Grund (Arztbesuch) nicht wahrgenommen werden kann.
Der Arzttermin müßte aber dem Meldetermin entsprechen.
Vielen Dank für Antwort.
Es geht hier nicht um einen Termin, sondern um mehrere.
In der letzten Vorladung hat die Sachbearbeiterin geschrieben, dass sie mit ihr sprechen möchte, wieso sie die letzten Termine nicht kommen konnte.
Da dachten wir, dass wir hier fragen, ob wir wenigstens vorsorglich den Grund mitteilen können.

KÖNNEN und DÜRFEN könnt Ihr das - es ist Eure Entscheidung WIEVIEL das JC hiervon wissen SOLL.
Natürlich könntest du dir von deiner Freundin auch eine Vollmacht ausstellen lassen, in der sie dich bevollmächtigt "vorübergehend" deine Angelegenheiten in Behördendingen zu erledigen und mit den entsprechenden Sachbearbeitern zu kontakten.

Und du schreibst dann dem JC im Auftrag, dass aufgrund "Eintreten einer Erkrankung nach einem Schicksalsschlag" derzeit eine persönliche Vorsprache nicht möglich ist, aber man bemüht ist, sobald wie möglich hier eine ärztliche Bescheinigung zu erlangen und wird diese dann "unaufgefordert" einreichen. Inzwischen solle man doch DIR mitteilen, falls es dringliche Angelegenheiten gäbe. Die Dauer wäre derzeit nicht abzusehen, aber Ihr haltet das JC auf dem Laufenden ;-)

So hab ich es derzeit auch mit einer Bekannten gemacht - und das JC gibt hier erstmal Ruhe und wird weiter mit Infos dann "nachgefüttert".

Eine Sanktion angreifen müssen, weil man sich nicht rührt, wäre kontraproduktiv.

Grundsätzlich gilt ja auch der "Zeugenbeweis" - und den könntest du ja liefern, dass es eben so ist wie es ist.
Dennoch kommt sie um einen Arztbesuch nicht herum - wieso "kann" sie nicht zum Arzt, wenn sie doch krank ist?
Leider werdet Ihr hier Möglichkeiten finden müssen, um nicht unnötigen REchtsstreit zu entfachen!

Hallo Gila:
Vielen Dank für die Forumulierung des Briefs, darüber werden wir uns Gedanken machen.

Ja, wieso kann sie nicht zum Arzt? Das ist eben die Frage.
Es gibt viele Leute, die nicht zum Arzt können. Das ist eine Krankheit.


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gila

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Ja eine Freundin hat eine "Weisskittelphobie", sehr ausgeprägt.
Das ist immer ein Problem. Aber wenn sie den Arzt doch kennt... Und er sie und ihre Not, sollte sich doch eine Lösung finden.
Das Problem wird niemals von alleine kleiner...
 
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Gelöschtes Mitglied 66956

Gast
Wir werden zum Arzt hingehen, hingehen müssen (was ich auch denke und sage).
Bis zum 17.07. wurde in der Anhörung Frist gesetzt. Bis dahin werden wir es hinbekommen.
 

grün_fink

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Hallo,
habt ihr vielleicht schon überlegt, ob die Freundin jemand zum Arzt begleiten kann? Falls er keinen Hausbesuch machen kann/will, als Alternative.
Das mit "nicht zum Arzt können" kennen viele, ich auch.
LG
 

saurbier

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Hallo grün_fink,

Das mit "nicht zum Arzt können" kennen viele, ich auch.

Nun ja, wie oben schon geschrieben wurde - Phobie -.

Leider aber kennt das Gesetz diesen Umstand als solches nicht und verlangt halt einen Nachweis, ohne den es eben keine Leistung gibt.

Ich wundere mich hier aber schon ein wenig, wenn doch schon mehrfach Einladungen erfolgten und nun wegen der drohenden Sanktionsanhörung geschrieben wird,

Wir werden zum Arzt hingehen, hingehen müssen (was ich auch denke und sage).
Bis zum 17.07. wurde in der Anhörung Frist gesetzt. Bis dahin werden wir es hinbekommen.

Sorry aber das irretiert mich gelinde gesagt schon.

Wie bitte soll das jetzt binnen 7 Tagen möglich sein, wenn es wohlmöglich zuvor über Monate nicht möglich war.

Nun gut ich persönlich leide mal nicht unter einer Arztphobie, gehe aber auch nicht unbedingt gerne zum Arzt wenn mich nicht schon etwas ernsthaft plagt. Alleine weil bei mir in den letzten Jahren durch die vielen diversen Untersuchungen immer nebenbei Dinge Diagnostiziert wurden die nicht gerade erbaulich waren. Da wies ich dann auch nicht ob die Ärzte da eine neue Möglichkeit fürs Verdienen mit aufgetan haben, oder ob da wirklich gesundheitliche Konsequenzen raus resultieren könnten (ein kleines Nierenproblem was lt. Aussage mit einer aufwendigen plastischen OP allerdings mit enormen Blutverlust zu beseitigen wäre und da eben mit entsprechenden OP-Risiken). Oder der Aussage der Narkoseärztin im Rahmen der Voruntersuchungen zu meiner Schulter OP, wo sie meinte es gebe doch heute neue Methoden zu Wirbelsäulen-OP´s die mein Problem ggf. beheben könnten - aber klar immer mit dem Risiko einer Querschnittslähmung.

Nichts anderes ist es doch auch mit der DRV wenn sie ständig aktuelle Befundberichte abverlangen, wegen derer man dann gezwungen wäre sich nur diesbezüglich in dauerhafter Behandlung bei Fachärzten zu befinden, was die Krankenkassen sinnlos belastet, denn die DRV zahlt aktuell lediglich 28,50 € für einen Befundbericht. Wer aber bezahlt die dafür erforderlichen Arztbesuche im Quartal bzw. halbjährlich damit der Facharzt auf dem laufenden bleibt. Auf diese Weise werden dann die Vorwürfe in der Öffentlichkeit bestärkt wir würden viel zu oft zu den Ärzten rennen. Nur keiner sagt warum dies so ist.

Ich kann der TE nur den Rat geben sich der Sache schnellstmöglich anzunehmen, wenn ihre Bekannte nicht den Leistungsanspruch aufs Spiel setzen will.


Grüße saurbier
 

grün_fink

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Hallo saurbier,
ich meine, die Tatsache, nicht zum Arzt gehen zu können, muss nicht zwangsläufig eine Arztphobie (oder auch nur starke Abneigung gegen Ärzte) sein. Das kann auch ein allgemeines psychisches Festhängen wegen dem einen Schicksalsschlag sein.
Arztphobie allerdings soll es wirklich geben, laut einem medizinischen Lexikon. Gefunden auf Wikipedia.
Bei mir ist es momentan eine tiefe Abneigung, gepaart mit Probs, mein Leben zu koordinieren.
Bei dir ist es total verständlich, bei den Erfrahrungen mit den Mediziniern bei lange bestehenden körperlichen Krankheiten.
Bei mir vielleicht auch.
Was bei der Bekannten der Threaderöffnerin ist, können wir nicht genau wissen.

Hallo Heidi,
zum Vermeiden von Sanktionen und Leistungsverlust muss eine Möglichkeit her.
Kannst du eventuell selbst zu dem Arzt gehen mit dem Einverständnis der Freundin, und mit ihm drüber sprechen?
Würde das Sinn machen?
Hier ist sehr viel Feingefühl gefragt. Und nix sollte über den Kopf der Freundin gemacht werden. Druck ist ebenso kontraproduktiv wie Belehrungen.
Vielleicht macht der Arzt ja wirklich einen Hausbesuch, oder ihr geht zusammen dahin. Das kommt immer mal wieder vor, dass auch erwachsene Leut in Begleitung kommen, teilweise auch mit ins Sprechzimmer.

Gruß von grünen Finken

Jetzt ist mein Geschriebenes weg.

Ich meine nicht, dass es zwangsläufig eine Arztphobie sein muss, oder auch nur eine starke Abneigung gegen Ärzte. Das kann auch eine allgemeine Schockstarre sein wegen Schicksalsschlag.

Heidi, kannst du eventeull beim ARzt mal vorsprechen, ob er nach Hause kommen kann, und du ihm das erklärtst? Natürlich nur mit Einverständnis der Freundin.
Kein Druck, Erinnern an die Pflicht. Vielleicht gut zureden und es einfach nochmal erklären. Vielleicht kannst du Vorschläge machen in aller Ruhe, wo ihr gemeinsam eine Lösung findet.
Viele Erwachsene waren auch mal gemeinsam mit jemandem beim Arzt, ist nix schlimmes.

Gruß vom grünen Finken


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saurbier

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Hallo grün_fink,

schön und gut nur der Druck wird automatisch kommen, denn das JC kann eben nicht anders verfahren.

Wer dort entsprechende Nachweise nicht liefert verliert über kurz oder lang seinen leistungsanspruch, egal was da der eine oder andere verständnisvolle Mitarbeiter (die gibt es durchaus) auch macht bzw. machen möchte. Das ist so nun mal im Gesetz vorgesehen.

Wer vom JC Leistung beantrag muß seine Bedürftigkeit nachweisen und im Gegenzug eben seine Bereitschaft die Abhängigkeit zu minimieren. Wer da warum auch immer nicht arbeiten bzw. nicht einmal auf angebotene Arbeitsangebote reagieren kann, ist verpflichtet seine Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen und das geht bekanntlich nur über eine AU oder einem Arztattest.

Wie hier ja zu lesen, gibt es bereits Termin-Versäumnisse und das ist eben der erste Schritt in eine Sanktion.

Ob da nun jemand zum Arzt begleitend mitgeht oder nicht spielt doch auch keine Rolle, fakt ist das hier schnellstmöglich etwas geschehen muß.


Grüße saurbier
 

grün_fink

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das JC kann eben nicht anders verfahren
entsprechende Nachweise nicht liefert verliert
Das ist so nun mal im Gesetz vorgesehen.
verliert über kurz oder lang seinen leistungsanspruch
Wer da warum auch immer nicht arbeiten bzw. nicht einmal auf angebotene Arbeitsangebote reagieren kann, ist verpflichtet seine Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen und das geht bekanntlich nur über eine AU oder einem Arztattest.
schnellstmöglich etwas geschehen muß.

Ja, da hast du völlig recht. Es muss aus genau diesen Gründen schnellstmöglich etwas geschehen, um Sanktionen nicht entstehen zu lassen.
 
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