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Frage(n) zum GdB

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Olaf1972

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Ich hab hier im Board schonmal gesucht, aber leider nix gefunden, was meinen Anliegen am nächsten kommt, deswegen der neue Thread :)

Also:
- Ich habe einen GdB von 30, aufgrund "Koronarer Herzkrankheit" und "Schwerhörigkeit mit Ohrgeräuschen". Jetzt ist es allerdings so, dass vor kurzem bei mir noch eine stark verfettete Leber festgestellt wurde, die zu dem Zeitpunkt, als mein Arzt seinen Bericht ans Versorgungsamt geschickt hat, noch nicht diagnostiziert war. Kann/soll ich Einspruch einlegen gegen den Bescheid ? Denn ehrlich gesagt sollte man mich höher einstufen als 30, wenigstens vorerst. Was in 2-3 Jahren ist, steht auf nem anderen Blatt Papier.
- Das hört sich jetzt vllt etwas blöd an, aber was genau kann ich beantragen an Zuschüssen, Befreiungen etc. ? Das wird mit GdB 30 zwar noch nicht so viel sein, aber trotzdem. Beziehe HartzIV und hab hier schonmal was gelesen wegen 17% + auf die Grundsicherung. Wie siehts aus mit Miete, Heiz- und anderen Nebenkosten ? Und der ewig nervenden GEZ ?

Danke für eure Hilfe :)

//edit// Fast vergessen ! Ich hab ziemlich Übergewicht (1,82 m -> ca. 117 KG) und muss mich anders ernähren, sprich Diät usw. Gibts da auch Zuschüsse für Mehraufwendungen oder so ?
 
E

ExitUser

Gast
Hi Olaf,
und willkommen in unserer Runde.

Vorab wegen des Mehrbedarfes. Der kommt erst zum Tragen, ab einem GdB von 50.

Der GdB von 30 ist ja bereits festgesetzt und der Bescheid schon ergangen. Frage: wann? Du kannst innerhalb einer bestimmten Frist Widerspruch erheben, wenn Dein Arzt der Ansicht ist, dass der GdB zu niedrig angesetzt ist, aber nicht, weil Du die Lebererkrankung eingebracht haben möchtest-

Da Du die Lebererkrankung beim Erstantrag nicht angeführt hattest, kannst Du gegen den ergangenen Bescheid jetzt deswegen keinen Widerspruch einlegen. Du kannst allerdings einen Verschlimmerungsantrag stellen. Besorge einfach die entsprechenden Unterlagen und reiche den Verschlimmerungsantrag ein.

Nun weiss ich nicht, wann der GdB von 30 festgesetzt wurde. Sollten sich die anderen Erkrankungen in der Zeit von Bescheiderteilung bis heute verschlimmert haben, führe sie im Verschlimmerungsantrag einfach wieder mit an.
 
E

ExitUser

Gast
achja, wegen der GEZ.
Das ist unabhängig. Wenn Du H4 erhälst, dann kannst Du auch die Befreiung bei der GEZ beantragen.
 

Olaf1972

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Thx Tinkalla für die schnelle Antwort :)

Also der Bescheid ist am 10.10.2006 erlassen worden, also noch recht frisch. Es steht auch folgendes drin:"Die Behinderungen verursachen eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit." Klar, dadurch ich Herzprobleme (Infarkt vor ca. 1 Jahr) habe, und zusätzlich noch Übergewicht und eine verfettete Leber, die auf mein Zwerchfell und dadurch auch auf die Lunge drückt, bin ich nicht mehr so "mobil" wie vorher. Ich hab am Donnerstag einen Termin bei meinem Doc, da werde ich ihn mal interviewen, was er davon hält. Das mit der GEZ habe ich schon versucht, aber im Moment ist da Funkstille. Interessanter wäre für mich die Frage (bzw. die Antwort :) ), wie es ab einer möglichen Arbeitsaufnahme aussieht ? Kann ich dann immer noch eine Befreiung beantragen ? Ich hab irgendwas mit GdB 60 gelesen... Gibt es sonst noch Leistungen oder Zuschüsse, die ich beantragen kann ? Arbeitsvermittlungsgutscheine oder irgendwas ?

Thx :)
 

Kerstin_K

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GEZ

Hallo Olaf,

wenn Du durch eine Arbeitsaufnahme aus Hartz IV raus bist, bekommst Du Die GEZ-Befreiung nur mit Merkzeichen RF im Schwerbehindertenausweis.

Kerstin
 

kalle

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Widerspruch würde ich einlegen. Die fangen mit der Erteilung immer am unteren Rand an.

Und mit 30 % kannst Du bei der Arge eine Gleichstellung beantragen.
 

Olaf1972

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Oje, da werd ich wohl noch ein wenig die Boardsuche nutzen müssen... Bei dem ganzen Fachchinesisch hier ;)

Trotzdem erstmal vielen Dank an alle, die geantwortet haben. Wer noch etwas ergänzendes schreiben möchte, den bitte ich darum :)
 

Kerstin_K

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Fachchinesisch?

Hallo Olaf,

was hast Du denn nicht verstanden?

Kerstin
 

Olaf1972

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Hy Kerstin,

Gleichstellung und RF :)

Also ok, Gleichstellung ist halbwegs klar. Die stellen das dann mit GdB 50 gleich. Aber habe ich deswegen auch -ich sags mal vorsichtig- Vergünstigungen ? Bei der Arbeitssuche oder wenns um eine andere Wohnung geht ? Oder bei der KFZ-Steuer/Versicherung ? Ist absolutes Neuland für mich, sorry :stern:

Naja, und RF gibts ja nur mit GdB ab 60, oder ?
 

Kerstin_K

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Gleichstellung und RF

Hallo Olaf,

ob es RF erst ab 60 % gibt, weiß ich nicht, aber auf alle Fälle bekommst Du dieses Merkzeichen nur, wenn Du nicht in der Lage bist, an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen, wenn Radio und Fernsehen sozusagen Deine Fenster zur Welt sind.

DIe Gleichstellung bringt Dir vor allem den Vorteil, dass Du den Kündugungsschutz der Schwerbehinderten hast, d. h. nach 6 Mnaten muß der AG erstmal das Integartionsamt fragen, wenn er Dir kündigen will. Bringt aber auch nur dann ertwas, wenn Dir wegen der Behinderung gekündigt werden soll.

Hilft Dir das weiter?

Kerstin
 

kalle

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Da muss ich leise Widersprechen. Die Gleichstellung bringt asuch bei der Suche nach Arbeit einiges. Von Förderungen bis zu speziellen Vermittlungen durch die Arge.
Auch jeder EEJ oder sonstige netten Massnahmen kann man damit begegnen. Es müssen bei einr Gleichstellung sinnvolle Maßnahmen erhoben werden.

Und nicht abwimmeln lassen, die müssen Gleichstellen. Sie wollen nur nicht immer..
 
E

ExitUser

Gast
@Olaf

Die Behinderungen verursachen eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit
Beschreibe das bitte einmal näher.

So, nun haben wir also einen Zustand nach Herzinfarkt und als weitere Erkrankung die Leberverfettung mit Auswirkungen.

Wenn ich Dich richtig verstehe, sind die Probleme ( drücken auf Lunge etc.) die Du jetzt hast, 'luftbedingt' (?), also, dass Du nicht mehr längere Strecken gehen kannst, ohne Pause zu machen? Habe ich das richtig verstanden? Oder sind da noch weitere Einschränkungen? Dies muss dann alles mit in den Ergänzungsantrag.

Dann käme es auf die Länge der Wegstrecke an, die Du noch unbehelligt laufen kannst, um eventuell auf Nachteilsausgleiche und Erhöhung des GdB zu bestehen.

Wie Kalle schon sagte, kannst Du jetzt Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, ABER mit Ergänzungsantrag bezgl. der Lebererkrankung und deren Auswirkungen und Gewährung der Nachteilsausgleiche G = gehbehindert(Wegstrecke ca. 80m) und aG= aussergewöhnlich gehbehindert (Wegstrecke bis 50m). Gleichzeitig würde ich auf einer Begutachtung bestehen.

Wenn Du dazu noch Fragen hast, dann frage einfach. Du musst jetzt nicht mehr unbedingt über die Suche gehen. ;)

Olaf, das mit der GEZ kann dauern, wenn Du schon den Antrag raus hast. Es wird aber dann rückwirkend bewilligt, ab Datum der Antragsstellung.
Oder bei der KFZ-Steuer/Versicherung ?
Vergünstigung bei der KfZversicherungund Parkausweis bekommst Du, wenn Du einen der Nachteilsausgleiche G oder aG bewilligt bekommst, aber nicht bei RF.


Das Merkzeichen RF wirst Du nicht bekommen, da es überwiegend für Seh-und hörbehinderte Menschen, mit einem GdB von mindestens 60 ist, oder ab einem GdB von 80.Und man muss ständig gehindert sein, an öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen.
 

Olaf1972

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Danke Kerstin, das hilft mir erstmal weiter :) Aber Kündigungsschutz greift doch nur, wenn ich arbeite, oder ? Bin HartzIV, und aufgrund meiner Krankheit wird mich wohl so schnell auch keiner einstellen... Naja, ich werd mal mit meinem Arzt sprechen, wie der sich das so vorstellt ;)
 

Olaf1972

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Oje, jetzt wirds kompliziert mit Antworten :)

Also @Kalle, die Gleichstellung ist also eher was positives ? Sprich dann bin ich nicht mehr den Schikanen der ARGE ausgesetzt, wie zB Wohnortveränderung oder Arbeitsaufnahme bundesweit ? Ich bin nämlich dieses Jahr extra schon aufs Land gezogen, wegen der besseren Luft. Ausserdem möchte ich das Kind meiner Lebensgefährtin nicht aus der Schule holen, sie hat sich da grad eingelebt.

@Tinkalla: Naja, es ist irgendwie etwas komplizierter :/ Also das Problem ist, wenn ich gerade Strecken laufe (auch bis zu 1-2 km), kriege ich genug Luft, aber sobald es Steigungen hochgeht oder Treppen, wird es eng. Und wenn ich dann noch einen Karton oder so was in der Hand hab oder etwas Kaminholz, kann ich alle 5 Meter anhalten. Ist halt auch ein wenig die Angst vor einem weiteren Infarkt, also auch ne Kopfsache.

Die Behinderungen verursachen eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit
So stehts in dem Bescheid drin.

Koronare Herzkrankheit

Schwerhörigkeit mit Ohrgeräuschen
Das steht auch noch drin.

Also ich denke, dass ich nach Rücksprache mit meinem Arzt Einspruch einlegen werde, mal sehen, inwieweit ich damit durchkomme.
 

kalle

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Und wie Tinkalla schon sagte und ich vergesse habe: Mein Standardspruch:
Bitte immer die pers.Untersuchung beantragen. Der GdB bezieht sich ja nicht nur auf den Zustand laut Gutachten, sondern auch auf den momentanen Zustand. Und der kann auch schlechter sein als im Gutachten.

Also bei jeden Anträgen schreibe ich immer den Antrag auf pers. Untersuchung mit rein.

Und ja, mitder Gleichstellung wird es ein wenig einfacher mit der Arge.
Auch soltest Du eine Überprüfung Deiner Erwerbsfähigkeit beantragen. Bei der Arge. Dann können die Maßnahmen nur noch im Rahmen Deiner gesundheitlichen Einschränkungen vornehmen.
 
E

ExitUser

Gast
@Olaf,

Dann wurden Deine Erkrankungen aber hier verniedlicht. Normalerweise ist der Herzinfark eine Folge der KHK und geht nicht vornweg. Dass bedeutet, dass der Herzinfarkt -auch wenn er vor ca. 1 J war- gar nicht berücksichtigt wurde?
Ist da etwas schiefgelaufen? Das muss auf jeden Fall mit in den Antrag.

Olaf, das, was ich wegen der Gehstrecke oben beschrieben habe, sind die Voraussetzungen, welche erforderlich sind, um diese Nachteilsausgleiche G + aG zu erhalten.
So, wie Du es beschreibst, wird es schwierig. Du weisst, wie ich das meine? ;)
 
E

ExitUser

Gast
@ Olaf

kurz und Bündig:

neue gesundheitliche Probleme: ab zum Hausarzt, Überweisung zum Facharzt und dort die Ursachen untersuchen lassen.
Parallel dazu einen "Antrag auf Neufeststellung" beim Amt für Soziales einreichen und deine Probleme auflisten. Müssen aber schon fachärztliche Untersuchungen laufen.

Entgegen der hier gemachten Aussage bekommst du nur eine Gleichstellung auf 50% wenn ein Arbeitsverhältnis besteht. Als Arbeitssuchender bekommst du diese Gleichstellung nicht.

Googel mal nach "Grad der Behinderung"...
 

kalle

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Liebe Murmel !
Dem ist nicht so, die Gleichstellung bekommen auch arbeitssuchende. Persönlich schon 2 x so durchgezogen. 1x davon meine Frau.

Die Argen sagen immer gerne, das es nicht so wäre. Wenn Du Dir die entsprechenden §§ einmal ansiehst, dann wirst Du sehen, das es auch für Arbeitssuchende gilt.
Und zwar ab 30 %.

Dieses Thema haben wir hier im Schwerbehindertenteil des Forums schon ausführlich abgehandelt. Bitte einmmal die Suchfunktion nutzen.
Und einige von den Hilfesuchenden haben es auf den Hinweis hin schon beantragt und durchbekommen.
 
E

ExitUser

Gast
lieber Kalle,

deine Antwort ist korrekt, meine aber auch.
Ich habe diesen Zirkus bereits hinter mir: Feststellung, 40 % , Neufeststellung , Erhöhung usw.

Mir wurde damals die Gleichstellung nach dem SchwBehG abgelehnt, und zwar mit der begründung, das eine Anstellung bestehen muß odewr ein konkretes Stellenangebot mit Einstellungszusage vorliegen muß.

Was nun? Offenbar handelt jedes Bundeslang und jede Arge anders?

Gruß
Murmel
 

kalle

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Deshalb hab ich doch weiter oben auch geshrieben:
Hartnäckig sein. Die wollen niht, aber sie müssen. Ist wie alles mit den Argen: -nicht einfach.
 

MissMarple

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also ich würde erst einmal beim Versorungsamt einen Antrag auf Neufeststellung stellen ( geht jederzeit ) und dann alle Unterlagen beilegen.

30 Gdb ist allein schon für Tinnitus und Schwerhörigkeit fast zu wenig. Beides muss getrennt voneinander beurteilt werden, beim tinnitus zählen auch die psychischen Folgen usw.
Dann noch die Leber ( kommt hier auf die Beeinträchtung dadurch an und wie du dadurch am normalen Leben gehindert bist ) und das mit dem Herz.
Also 40-50 würde ich da schon als GdB angebracht sehen muss ich sagen.
Bist du beidseitig Schwerhörig ??

hier vielleicht mal ein Anhaltspunkt für dich:



Quelle:
http://www.symposion.com/MediChart/projekt2/26_5.htm

bei beidseitiger Schwerhörigkeit liegst du bei der Tabelle ja schon weit über 30 GdB.
einzelnen Schwerhörigkeit ist dagegen nicht so hoch gesetzt, wenn ein Ohr noch voll funktioniert.

( Ohrtechnisch kenne ich mich etwas aus, da ich ebenfalls an einer IO Krankheit leide ).

Thema Gleichstellung:

eine Gleichstellung bekommt man nicht pauschal. Sie hängt von der beruflichen Ausbildung und auch der Perspektive ab.
Wenn du z.B aus der Verwaltung kommst, wo Schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden, so würde sich eine Gleichstellung in Bezug Jobsuche positiv auswirken, somit würdest du sie bekommen oder wenn du an einen Arbeitgeber kommt der z.B sagt:
ja, ich habe noch Stellen für Schwerbehinderte offen, als Gleichgestellter würde ich sie nehmen, dann würdest du auch gleichtstellt werden.
So lange das aber nicht der Fall ist, wird man dich beim Arbeitsamt auch nicht pauschal gleich stellen.

Gruß
MM
 

MissMarple

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ps @Kalle
dass Arbeitslose ein Recht auf pauschale Gleichstellung haben, lese ich hier gerade das erste Mal von dir.
Will jetzt auch niemanden verunsicher, aber mein Stand war auch, dass es von Ausbildung und beruflicher Perspektive abhängig wäre.

Marple
 

kalle

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http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?t=10051&lighter=gleichstellung
eine Möglichkeit oder
Text des § 68 Abs. 2 SGB IX ab 01.01.2005:

(2) Die Gleichstellung behinderter Menschen mit schwerbehinderten Menschen (§ 2 Abs. 3) erfolgt auf Grund einer Feststellung nach § 69 auf Antrag des behinderten Menschen durch die Bundesagentur für Arbeit. Die Gleichstellung wird mit dem Tag des Eingangs des Antrags wirksam. Sie kann befristet werden.

oder
§ 68
Geltungsbereich

(1) Die Regelungen dieses Teils gelten für schwerbehinderte und diesen gleichgestellte behinderte Menschen.

(2) Die Gleichstellung behinderter Menschen mit schwerbehinderten Menschen (§ 2 Abs. 3) erfolgt auf Grund einer Feststellung nach § 69 auf Antrag des behinderten Menschen durch das Arbeitsamt. Die Gleichstellung wird mit dem Tag des Eingangs des Antrags wirksam. Sie kann befristet werden.

(3) Auf gleichgestellte behinderte Menschen werden die besonderen Regelungen für schwerbehinderte Menschen mit Ausnahme des § 125 und des Kapitels 13 angewendet.

(4) Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind auch behinderte Jugendliche und junge Erwachsene (§ 2 Abs. 1) während der Zeit einer Berufsausbildung in Betrieben und Dienststellen, auch wenn der Grad der Behinderung weniger als 30 beträgt oder ein Grad der Behinderung nicht festgestellt ist. Der Nachweis der Behinderung wird durch eine Stellungnahme der Agentur für Arbeit oder durch einen Bescheid über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht. Die besonderen Regelungen für schwerbehinderte Menschen, mit Ausnahme des § 102 Abs. 3 Nr. 2 Buchstabe c, werden nicht angewendet.
 
E

ExitUser

Gast
Damit Du Dir mal ein Bild machen kannst, bzw. Deine Erkrankungen - Behinderungen einschätzen kannst und einen sinnvollen Widerspruch schreibst, findest Du die "Anhaltspunkte für die gutachterliche Tätigkeit im Schwerbehindertenrecht" - GdB - unter:


http://www.h-baer.de/anhalt1.htm

oder als hier bereitgestellte Datei.
 

kalle

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Und nochmals zur Gleichstellung:
Wenn die Gleichstellung durch ist wird man in der Schwerbehiindertenabteilung geführt. Viele Argen haben sowas, bzw. über die AfA.
Auch wird man dann in der Arge als Behinderter geführt.
Mit der Gleichstellung können dann auch die Möglichkeiten des SGB IX in Anspruch genommen werden.
 

evahb

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GdB 80

Moin,hab da auch mal eine Frage, :?: schließt ein GdB von 80 das G automatisch mit ein? Mir wurde das beim VA so gesagt,oder ist das nur bei bestimmten Erkrankungen der Fall,wenn außerdem noch das B und H im Ausweis steht?
 

kalle

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Automatisch nicht. Man sollte schon in seiner Bewegungsfähigkeit behindert sein.
Andersherum hat jemand den ich kenne 100 % bekomen mit fast allen Merkzeichen. Nur das BL /Blind haben sie ihr nicht gegeben, obwohl sie deswegen den Ausweis beantragt hat. Und sie hat automatisch G mit bei gehabt.

Also wohl doch. Da sollte ich vielleicht mal nachfragen.
 
E

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Merkzeichen G .
Das Merkzeichen G berechtigt wahlweise zur unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr oder zur Kraftfahrzeugsteuerermäßigung von 50 %. Nach § 146 SGB IX ist in seiner Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt, wer infolge einer Einschränkung des Gehvermögens (auch durch innere Leiden oder infolge von Anfällen oder von Störungen der Orientierungsfähigkeit) Wegstrecken im Ortsverkehr, die üblicherweise noch zu Fuß zurückgelegt werden, nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten oder nicht ohne Gefahren für sich oder andere gehen kann. Hierbei ist nicht auf die konkreten Wohnverhältnisse oder örtlichen Gegebenheiten abzustellen.

Die Voraussetzungen für die Annahme einer erheblichen Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr sind unter anderem gegeben, wenn Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen und/oder der Lendenwirbelsäule bestehen, die sich auf die Gehfähigkeit auswirken und die für sich einen GdB von wenigstens 50 bedingen.

Bei inneren Leiden ist eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit vor allem bei Herzschäden und bei Atembehinderungen (jeweils mit Leistungsbeeinträchtigung bereits bei alltäglicher leichter Belastung) anzunehmen.
Auch zu finden unter: http://www.inkontinenz-selbsthilfe.com/html/merkzeichen.html#MerkzeichenG
 

kalle

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Jo, dann bei BL automatisch.
Aber nicht unbedingt bei 80 %. Da kommt es dann wieder auf den Einzelfall an.

Also wieder einmal das berümte: Im Prinzip ja,aber.......
 
E

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Die Formulierungen in Gesetzes- und DVO - Texten sind doch meist solche Formulierungen wie Du schreibst, Kalle. - Im Prinzip ja, aber.... - Was ich während meiner Tätigkeit beim Sozialverband Deutschland, früher VdK (ehrenamtlich) und als Vorsitzender eines Integrationsvereins für Behinderte gelernt habe ist, die Begründung des Antrags, Widerspruchs ist wichtig. Die genaue Darlegung der Störungen und ihre Auswirkungen. Die Kombination verschiedener Störungen, Erkrankungen, Behinderungen können durchaus Merkzeichen begründen, die man vielleicht für die Haupterkrankung nicht geben würde.

Habe für meinen Bekanntenkreis und ehemaligen Mitglieder immer wieder die Anträge und Widersprüche geschrieben und recht guten Erfolg damit gehabt. Es kommt wirklich auf den Einzelfall an und wie er begründet wird. Die erste Entscheidung des Versorgungsamtes wird, meiner Meinung nach, immer zu niedrig angesetzt. Vielleicht auch mit der Hoffnung des jeweiligen Amtes, dass derjenige sie einfach akzeptieren wird.
 

MissMarple

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Die Gleichstellung wird bei der BfA auf Antrag gewährt. Meist hat als der SB wieder irgendwie Ermessenspielräume oder auch die Möglichkeit das Gesetz so oder so auszulegen.

"fd Erlangung eines geeigneten Arbeitsplatzes"

ist wieder so ein undefinierter Rechtsbegriff, wo man einiges reinpacken kann
:mued:

Der Antragsteller ist somit, ausser er ist aus dem öffentlichen Dienst, erst einmal in der unangenehmen Ausgangslage dem Amt gegenüber klar zu machen, warum er gleichgestellt werden sollte innerhalb seines Berufszweiges usw usw.

Ich halte daher viele grds. Ablehnungen der BfA erst einmal für üblich, aber Widerspruch würde ich generell auch einlegen dann.

Merkzeichen bekommt man erst ab einem GdB von 50, allerdings nicht automatisch. Natürlich hängt das auch von den speziellen Leiden und Einschränkungen ab.

Merkzeichen G zB habe ich auch, meine Beine und Muskeln sind aber völlig gesund und fit, bei mir war diese Klausel hier ausschlaggebend:

wer infolge einer Einschränkung des Gehvermögens (auch durch innere Leiden oder infolge von Anfällen oder von Störungen der Orientierungsfähigkeit)

habe in meinen Innenohren so gut wie keine Gleichgewichtsfunktion mehr und damit verbunden starke Gleichgewichtseinschränkungen usw.

Parken muss ich aber dennoch immer weit weg, da hier nur ein aG berechtig auf den besonderen Plätzen zu parten soweit ich weiß.

Meist habe ich aber eh immer Begleitung mit usw. ein B habe ich im Übrigen nicht, gibt andere mit der gleichen Krankheit, die es wiederum bekommen haben. Ist auch immer von Amt zu Amt unterschiedlich muss man sagen.

MM
 

kalle

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Das ist insoweit richtig. Alles ist eine Auslegungssache.
Nur reden wir hier auch zu einem großen Teil von Personen, die aus irgendwelchen Gründen noch nicht die 50 % erreicht haben. Dieser Personenkreis hat genauso die Einschränkungen und Probleme wie ein Behinderter mit 50 %. Wir reden hier über Leute, die noch keinen Erhöhungsantrag gestellt haben, sich nicht trauen zum VA zu gehen oder die im Widerspruchs- und /oder Klageverfahren befinden. Hier nun geben die §§ der Gleichstellung die Möglichkeiten, sich auch bei der Arge gleichstellen zu lassen.
Dann sind auch weiterführende Leistungen möglich z.B. SGBIX . Habe ich das eine durch, dann habe ich im Ernstfall der Arbeitssuche und evtl Findung weniger Probleme. Weil: ich habe ja schon die Gleichstellung.
Desweiteren ist dieses für die Argen informativer. ;) Hier können dann nicht so unmotivierte EEJ oder Schulungen nach "Wie schalte ich einen PC ein"nach dem Gieskannenprinzip erfolgen. Da muss dann auch von der Arge behindertengerecht gehandelt werden. Und natürlich ist es wie mit allem für uns Behinderte: Kämpfen, Kämpfen Kämpfen. Oder habt Ihr schon mal erlebt, das irgendetwas in Eurem Behindertenleben ohne Kampf abging? Ich leider bisher nicht.
Zum großen Teil aus Unwissenheit, aber auch aus :Das will ich nicht, werden Behinderte auf diese Möglichkeiten nicht hingewiesen. Wie bei so vielen Dingen im SGBXII,SGBIX und anderen Hilfen.
Ein Nein ist nie zu akzeptieren und nötigenfalls immer mit Widerspruch zu untermauern.
Auch sollte man nicht nachfragen was es gibt. Macht Euch schlau. Das Internet bietet immer viele Möglichkeiten. Und dann nur Anträge schriftlich einreichen. Und nicht erst seit Berger ist es so, das den Behinderten viele Dinge bei den Argen verweigert werden.

Ich habe es erlebt. Antrag pers. bei SB abgegeben.Für meine Angetraute. Im Zimmer saß eine Behinderte mit 40 %. Die fragte in meinem Beisein natürlich auch gleich. Antwort der SB: Gleichstellung gibt es erst ab 50 %. :lol: Nun ja, meine Frau hat dann mit 30 % die Gleichstellung ohne Probleme bekommen. Mittlerweile hat sie allerdings mehr Prozente, so das sich das erledigt hat.

Kämpft für Eure Rechte und stellt die Anträge. Mehr als verlieren kann man nicht. Aber wenn man es nicht versucht hat man schon verloren.
 
E

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Kämpft für Eure Rechte und stellt die Anträge. Mehr als verlieren kann man nicht. Aber wenn man es nicht versucht hat man schon verloren.
und nutzt die Hilfe von "Erfahrenen" hier im Forum oder in Eurem Bekanntenkreis! Oft kann damit ein langwieriger Gerichtsprozess umgangen werden, aber nicht immer.
 

Olaf1972

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hjgraf schrieb:
Kämpft für Eure Rechte und stellt die Anträge. Mehr als verlieren kann man nicht. Aber wenn man es nicht versucht hat man schon verloren.
und nutzt die Hilfe von "Erfahrenen" hier im Forum
Das ist ja genau der Grund, warum ich gefragt habe :) Also vielen Dank nochmal, ich werde auf jeden Fall was machen, entweder Widerspruch oder einen Verschlechterungsantrag stellen. Muss nur noch hören, was mein Doc sagt...
 

MissMarple

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@Kalle
du hast schon Recht mit dem Kämpfen.
Als ich noch gesund war und ganz normal zur Arbeit ging, habe ich ein sehr sorgloses Leben geführt muss ich sagen.

Kaum wurde ich krank ist alles zusammengebrochen und sobald man einen Stein aus dem Weg geräumt hatte, kam schon bald wieder der nächste.
Inzwischen sind es fast 8 Jahre bei mir und Ruhe habe ich immer noch keine
:x

Mal sehen, wann diese sich dann mal einstellt, aber so lange man irgendwelche Hilfen oder Gelder vom Staat bekommt, ist das glaube unmöglich denke ich mir...

MM
 

MissMarple

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ps:

wenn ich aus meinen Jahren dann wiederum einige Erfahrungen in Foren dieser Art weitergeben kann, so isses doch immerhin etwas :daumen:
 

Olaf1972

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So, nicht dass es heisst, ich frage nur mal blöd und bin dann wieder weg ^^

Also Sttand der Dinge ist folgender: Der Widerspruch (Thx @ hjgraf) ist beim VA eingegangen, aber mehr wie eine Eingangsbestätigung hab ich nicht bekommen. Noch nicht ^^

@hjgraf: Mein Doc wäre fast vom Stuhl gefallen, als er die Einstufung von 30 gesehen hat. Der hat das andere Schreiben von Dir wort- und kommentarlos unterschrieben :D Halte Dich auf jeden Fall auf dem Laufenden, wenns was neues gibt.
 
E

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Hallo.
Hoffe, dass der Widerspruch wenigstens zu einer persönlichen Untersuchung führt, damit Du dort auch Deine subjektiven Eindrücke und Auswirkungen Deiner Behinderung angeben kannst. Ist meiner Ansicht nach einer der wichtigsten Beurteilungspunkte bei diesem System. Denn nicht einer wie der andere geht gleichermaßen mit einer Krankheit, Behinderung, um, bzw. kann damit so umgehen. Die Entscheidung nach Aktenlage ist beim Erstantrag, so sehe ich es, üblich. Deshalb, bei einer vermeintlich zu geringen Beurteilung des GdB, Widerspruch mit der Forderung nach einer ärztlichen Untersuchung beim VA. Viel Erfolg weiterhin, bin gespannt wie es weiter geht. Hoffentlich hast einen Gutachter, wie ich ihn hatte.
 
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