Fototag für Männer

Henrik55

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Hallo,
Vorladung zum Fototag für Männer.

Ist dies ein Grund nach § 309 SGB III? Hat jemand Erfahrungen damit? Natürlich lasse ich dort nicht an mir herummachen. Fotos gibt es auch keine von mir.

"
(2) Die Aufforderung zur Meldung kann zum Zwecke der

1. Berufsberatung,
2. Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit,
3. Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen,
4. Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und
5. Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfolgen."
Gruß, Henrik
 

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ZynHH

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Kannst ja Widerspruch einlegen, wenn du zum Termin noch genug Zeit hast.

sgd+h,

gerne folge ich einer einladung von Ihnen, wenn
sie sich an die Gründe halten,
die hierfür vorgesehen sind.

Ihre einladung vom entbehrt leider eines solchen Grundes...blah.

Bitte überzeugen sie mich von der Rechtmässigkeit ihrer Einladung zu einem Fototermin im schriftlichen Bescheid mit entsprechenden §.....

mfg und viele küsse
herzlichst ihr/e



oder so...

Oder du gehst hin, guckst dir das an und lässt dich nicht fotofieren...
 
E

ExitUser

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Hallo..der Meldezweck ist ja wohl ein Scherz..."Im Anschluss erfolgt noch ein kurzes Gespräch"?und Bewerbungsunterlagen checken lassen? von wem?
 
E

ExitUser

Gast
Eine Maßnahme im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Eintagsmaßnahme. :biggrin:
 

Sprotte

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Oder du gehst hin, guckst dir das an und lässt dich nicht fotofieren...
....oder so :

Du gehst hin,lässt dich ausführlich beraten WER die Bilder bekommt-WAS damit passiert-Wo die Fotokarte/Negativ bleibt.....wollen die das behalten : ..liest du vorher alles zum "Recht am eigenen Bild" und lässt dir alles nochmal erklären,diesmal aber schriftlich.......oder du bekommst die Fotos ABER nicht den Rest,zückst du eine vorbereitete Zusicherung mit dem Inhalt "Löschen aller Bilddateien" die du unterschrieben haben willst (wahrscheinlich werden die nix löschen,aber tauchen Fotos bei Firmen,in der Akte auf hast du sie am Poppes).......und gehst mit "billigen" Fotos at home.


Mein Favorit ist allerdings : nix Foto.Einmal zum Fotografen,einscannen,Bewerbungsfotodruck über Bildsoftware : unendlich viele,von mir selbst bearbeitet (auch ganz ungeschminkt)



Ich könnt' mir denken,das läuft unter Punkt 3 .....Vorbereitung Blablub.......:icon_pfeiff:
 

freakadelle

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Meiner Meinung nach trifft hier keiner der gesetzlichen Meldezwecke zu.

Wollen die dir im Umkehrschluss unterstellen du wärst zu häßlich um eine Arbeit zu finden? Oder du hast keinen "Modegeschmack" ?

Man wird ja wohl noch so aussehen und rumlaufen dürfen wie man sich selbst am besten gefällt.
Ich kann auch nicht erkennen, dass sich dort ein Mitarbeiter vom JC aufhält um die Meldung entgegen zu nehmen.
 

Anna B.

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Außerdem ist doch für eine Bewerbung doch ein Foto gar nicht mehr erforderlich,
Dazu kann man keinen mehr zwingen.
M.E. ist die ganze Einladung nicht gesetzeskonform
 

Henrik55

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Wollen die dir im Umkehrschluss unterstellen du wärst zu häßlich um eine Arbeit zu finden? Oder du hast keinen "Modegeschmack" ?
Selbstverständlich dient es nur der Erniedrigung, um einen neuen Vorwand zu haben einen ins Amt nötigen, einen zu entmündigen und es auch den Genossen Visagisten und Fotografen zu ermöglichen Steuergelder zu schmarotzen.
 

Neudenkender

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Kurzfristig und naiv bei den Datenschutzbeauftragten anfragen. Wie das denn mit den Persönlichkeitsrechten und so in Sachen Foto (digital, wie und wo wird das gespeichert?) und Lebenslauf wäre. Um rasche (Rechts-)Auskunft bitten.

Auch bei den diversen Abgeordneten, Parteien und Verbänden würde ich mal ganz naiv um Auskunft ersuchen.

Dient im Kern alles nur der Information, was hier so abgeht ...

Zum Termin würde *ich* samt Beistand aufschlagen und laut verkünden, Fummelei und Puderei is nich, Foto schon gar nicht, Persönlichkeitsrechte. Schriftlich bestätigen lassen, dass man da war. Ich würde auch noch Fotos von allen Mitarbeitern machen wollen, mal sehen, wie die plötzlich mit so Einwänden wie "Recht am eigenen Bild" kommen ... :icon_lol:

Super wäre natürlich ein/e Medienvertreter/in als (zusätzlicher) Beistand. Kann man eine schöne Story draus machen.

Kontakte können ggf. auch die Parteien/Verbände/Initiativen/... vermitteln!

Spaß haben, Party draus machen! :icon_party:
 

freakadelle

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@Henrik: Das ist schon klar, aber auch die Mobcenter-Schergen haben sich an die gesetzlichen Meldezwecke zu halten, wenn sie dich schon zum Rapport zitieren.

Findet denn das "Shooting" direkt im JC statt?

Und, wie gesagt, bei wem sollst du dich melden? Das geht gar nicht aus dem Schreiben hervor.
 

Heidschnucke

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Vorweg, ich bin Semiprofi Fotograf

Sollte jemand den versuch machen mich ohne meiner Einwilligung oder gar mit Sanktionsandrohung versuchen bei der AfA oder beim JobCenter oder einer der unzähligen Tochterunternehmen zu Fotografieren dann ist die Hölle los aber im warsten Sinne des Worte. Egal aus welchen Grund, vor allen bei H4 hat man die Leistungsempfänger um fast alle Grundrechte beraubt jetzt wohl auch noch das Recht am eigenen Bild.

Schaft doch gleich das Grundgesetz ab.
 

Henrik55

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Findet denn das "Shooting" direkt im JC statt?
Ja, im Gebäude des Jobcenters.
Da steht natürlich eine Raumnummer. Ansprechpartner oben im Briefkopf ist wahrscheinlich meine neue Schergin. Aber die hat sich im Schreiben sonst nicht als diejenige zu erkennen gegeben bei der die Meldung stattfinden soll.
 

Michael1155

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Fototag für Männer?:icon_lol:
Oh Mann, wenn es nicht eigentlich so traurig wäre....

Erfahrungen damit habe ich zwar auch nicht, aber die Meldezwecke sind so schwammig formuliert, daß man es schwer hat da erfolgreich zu widersprechen.
Da sie sogar einen eigenen Topf haben, um "angemessene" Kleidung für Bewerbungsgespräche fördern zu können, wäre eventuell sogar Punkt 4 noch plausibel.
Na, vielleicht ist ja wenigstens ein neuer Anzug drin.:icon_biggrin:

Die Versuche einem Arbeitslosen beibringen zu wollen, wie man sich ordentlich zu einem Vorstellungsgespräch anzieht sind aber nicht neu. Das folgt ja nur der Grundannahme von Hartz 4 - wer keine Arbeit findet muss ja etwas falsch machen - und ist nach deren Logik folgerichtig als ein wichtiger Schritt in der Fehlersuche bei dem Verhalten des Arbeitslosen anzusehen.

Das die Nichtteilnahme an einem Foto und Beratungstermin sanktioniert werden kann wäre mir aber neu, denn Du erfüllst Deine Pflichten doch eigentlich ausreichend, wenn Du Dich normal bewirbst.
Selbst Fotos bei Bewerbungen überhaupt mit einzureichen ist doch mittlerweile schon umstritten.
Also wie man daraus (im Zweifel beim Gericht) eine sanktionswürdige Pflichtverletzung machen will ist mir wirklich nicht klar.
 

freakadelle

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Na dann hin da, wenn du die Möglichkeit hast, und so verfahren wie Neudenkender schrieb.

Da sind bestimmt noch ganz viele andere Elos die das Wort Persönlichkeitsrecht vielleicht noch nie gehört haben. Mal ganz unverbindlich alle drauf hinweisen.
Mal gucken wieviele dann noch zum Shooting übrig bleiben;)
 

margotsch

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Du bekommst ein professionelles Foto. Schön! Wenn es dir nicht gefällt, dann zwingt dich niemand es zu benutzen. Das Recht am eigenen Bild hast du. Also bekommst du "alle" gespeicherten Daten bzw. Ausdrucke. Insofern sparst du wenigstens 50 Euro für den Fotograf + Visagist. Dritte wie JC haben keinerlei Rechte an deinem Bild!

Bei uns in Sachsen musst du deine Bilder selbst bezahlen. Es gibt keine Unterstützung. Also sieh es locker und positiv. Vielleicht stellt man fest, dass deine Kleidung absolut unangemessen ist...? Somit müsste man dir entsprechende Kleidung finanzieren, oder? Das hieße Anzug und Schuhe eventuell Hemd und Krawatte... Vielleicht muss man dir auch Friseur und Kosmetik bezahlen, wer weiß?
 

Henrik55

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Es geht da um mehrere Fragekomplexe:
-lässt sich diese Vorladung unter die in § 309 III aufgeführten Gründe subsumieren? Denn die Sanktion könnte wenn ja nur aus dem Nichterscheinen resultieren. Weiter Frage, da "Nichtkommunizieren" ja dem Nichterscheinen über den gesetzlichen Wortlaut hinaus schon gleichgestellt werden könnte man es denen eigentlich fast zutrauen, wenn die bei einem "Nichtfotografierenlassen" den Meldezweck als nicht erfüllt ansehen und daraus trotz Anwesenheit sanktionieren möchten.

-gibt es für solche Eingriffe überhaupt eine Rechtsgrundlage?

-Wie steht es über mit der Wettbewerbsneutralität? Sind diese Sachen ordnungsgemäß ausgeschrieben worden?
 

freakadelle

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Es geht da um mehrere Fragekomplexe:
-lässt sich diese Vorladung unter die in § 309 III aufgeführten Gründe subsumieren? Denn die Sanktion könnte wenn ja nur aus dem Nichterscheinen resultieren. Weiter Frage, da "Nichtkommunizieren" ja dem Nichterscheinen über den gesetzlichen Wortlaut hinaus schon gleichgestellt werden könnte man es denen eigentlich fast zutrauen, wenn die bei einem "Nichtfotografierenlassen" den Meldezweck als nicht erfüllt ansehen und daraus trotz Anwesenheit sanktionieren möchten.

-gibt es für solche Eingriffe überhaupt eine Rechtsgrundlage?

-Wie steht es über mit der Wettbewerbsneutralität? Sind diese Sachen ordnungsgemäß ausgeschrieben worden?
Schick die Frage(n) mal an den Datenschutzbeauftragten deines Bundeslandes.
 

Neudenkender

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Es geht da um mehrere Fragekomplexe:
-lässt sich diese Vorladung unter die in § 309 III aufgeführten Gründe subsumieren? Denn die Sanktion könnte wenn ja nur aus dem Nichterscheinen resultieren.
Eben. Deshalb geht man hin. Weil die sich mit dem (nachfolgenden) "Beratungsgespräch" abgesichert haben. Damit ist ein Meldezweck gegeben. Foto und Lebenslauf-Beratung müssen/werden da nicht zugehören. Die wissen schon, dass das ohne Einwilligung nicht statthaft ist, Grundrechtsverletzung. Genau deshalb eben das Pseudo-Gespräch.

Bei Erscheinen und Teilnahme an einem Blabla-Gespräch können sie dir niemals eine Sanktion anhängen. Anfassen, Rumpudern, Knipsen, "Stilberaten" is nich. Können sie sich stecken. BEISTAND mitnehmen!

Das mit dem Ausschreiben kann dir doch egal sein. Das kannste denen ohnehin nie beweisen, wenn da was gemauschelt wurde bzw. wird. Nicht dein Thema. Schuster und Leisten. Würde *ich* sagen.
 

Roter Bock

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ich warte förmlich auf ein Urteil, das besagt das "Nichtfotografieren lassen" mit mangelnder Mitwirkung gleichzusetzen ist! Da bin ich mal gespannt.

Ich hab es zig mal wiederholt - Fotos bieten eine Möglichkeit des Arbeitgebers Dich jenseits Deiner Kenntnisse und Fähigkeiten wegen Alters zu diskriminieren - z. B. übers Alter. Tatsache ist das der Arbeitgeber der Fotos verlangt gegen das AGG verstösst. Modell`s sind da die Ausnahme.

Von mir gibt es keine Fotos die ich nicht will.

Was den Meldezweck betrifft lässt sich unter:

2. Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit,
3. Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen,

das durchaus begründen wenn, man den Gummiparagrapfen bis zum zerplatzen zieht.

Mein Fazit erscheinen, aber Fotos verweigern und Beistand mitnehmen! Sonst findest Du Dein Bild ungewollt auf einer Webseite wieder.

Ich würde also erscheinen, aber begründet mit dem AGG die Mitwirkung verweigern. Keinen Lebenslauf mitbringen - haben die eh im Computer - mehr ist nicht nötig.

Denen würde ich vor Ort den Kopf waschen, das kein Stecken mehr grade steht wenn ich da raus bin.

Roter Bock
 
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