Fortzahlung nach Ich-AG Frage

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Phenomenon123

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe nach ein wenig mehr als 3 Jahren jetzt meine sog. Ich-AG aus Rentabilitätsgründen aufgeben müssen. Ich war nach den 3 Jahren Ich-AG noch ca. 5 Monate selbständig, leider ohne Erfolg. Laut Arge habe ich ein Recht auf Fortzahlung (bis 6 Monate nach der Selbstständigkeit). Ich bin ja erst im 5. Monat. Meine Frage bezieht sich jetzt auf folgendes. Ich muß Kontoauszüge der letzten 3 Monate vorlegen damit die Bearbeitung des Antrags erfolgen kann.

Ich habe jetzt noch ein wenig über 5,000 € auf dem Konto, da ich in kürze noch Steuern an das Finanzamt abführen muß (2007/2008). Nach dieser Zahlung wird nichts mehr von dem Geld übrig bleiben. Wie verhällt es sich nun, wenn ich die Kontoauszüge vorlege und dort noch ein Guthaben von 5,000 € aufgeführt ist?

Ich habe mal gehört, dass man kein Eigenkapital besitzen darf, bzw. erst dieses Geld zum Leben aufbrauchen muß bevor einem Geld von der Arge zusteht.

Wie verhällt es sich jetzt in meinem Fall, da dieses Geld ja quasi nicht mir gehört und ich es, nachdem mein Steuerberater
die Steuererklärungen erstellt hat, an das Finanzamt abführen muß?

Ich würde mich freuen, wenn mir mal jemand erläutern kann, ob einem die Arge aus dieser Situation einen Strick drehen, bzw. Steine in den Weg legen kann?!

Gruß
Phenomenon123
 

lopo

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Hallo,

Laut Arge habe ich ein Recht auf Fortzahlung (bis 6 Monate nach der Selbstständigkeit).
Wenn du die Selbständigkeit wieder aufgeben musst und Bedürftigkeit vorliegt, besteht natürlich wieder Anspruch auf ALG II, ohne zeitliche Beschränkung.

Vermögens - Grundfreibetrag

Jedem volljährigen Hilfebedürftigen und seinem Partner steht jeweils ein Grundfreibetrag von 150 € je vollendetem Lebensjahr zu; mindestens 3.100 € und maximal 9.750 €.

Jedem minderjährigen hilfebedürftigem Kind steht ein Grundfreibetrag von 3.100 € zu.

Jeder in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Hilfebedürftigen erhält zusätzlich einen Freibetrag von pauschal 750 €. Der Freibetrag ist für notwendige Anschaffungen vorgesehen.

Weitere Infos hier :Freibeträge - www.arbeitsagentur.de
 

gerda52

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Phenomenon123 meinte:
ich habe nach ein wenig mehr als 3 Jahren jetzt meine sog. Ich-AG aus Rentabilitätsgründen aufgeben müssen. Ich war nach den 3 Jahren Ich-AG noch ca. 5 Monate selbständig, leider ohne Erfolg. Laut Arge habe ich ein Recht auf Fortzahlung (bis 6 Monate nach der Selbstständigkeit). Ich bin ja erst im 5. Monat. Meine Frage bezieht sich jetzt auf folgendes. Ich muß Kontoauszüge der letzten 3 Monate vorlegen damit die Bearbeitung des Antrags erfolgen kann.
Kannst Du uns dazu etwas mehr erzählen? Hast Du z.B. bereits vor Aufgabe der Selbständigkeit aufstockendes ALG II erhalten?

Wenn mit einer voraussichtl. Steuerzahlung von 5000 € gerechnet wird, kann der Betrieb ja so schlecht nicht gelaufen sein. :icon_kinn: Was hat Dich tatsächlich zum Aufgeben bewogen?
 

Phenomenon123

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Hallo,

ich habe die Unterlagen noch nicht beim Steuerberater, so daß die 5000 € eine Vermutung (nur ungefähr) sind. Ich muß schauen, was der Steuerberater nach Erhalt der Unterlagen sagt.

Das ist der Grund. Es lief in letzter Zeit nicht schlecht mit Aufträgen, wobei sich die Auftragsvergabe "fast" ausschließlich auf eine Firma beschränkte. Diese fällt nun weg, so daß es mit Zukünftigen Aufträgen sehr schlecht aussieht. Daher die Aufgabe des Gewerbes.

Ja, ich habe eine Aufstockung erhalten, um in schlechten Zeiten über die Runden zu kommen.

Mir ist bis jetzt leider immer noch nicht klar, ob es der Arge genügt nach Vorlage der Kontoauszüge mitzuteilen, dass der Betrag auf meinem Konto nicht mir gehört sondern bald ans Finanzamt abgeführt werden muß. Es sei dahin gestellt, ob es jetzt 4000 € oder 5000 € werden.

Gruß und einen schönen Abend
Phenomenon123



Kannst Du uns dazu etwas mehr erzählen? Hast Du z.B. bereits vor Aufgabe der Selbständigkeit aufstockendes ALG II erhalten?

Wenn mit einer voraussichtl. Steuerzahlung von 5000 € gerechnet wird, kann der Betrieb ja so schlecht nicht gelaufen sein. :icon_kinn: Was hat Dich tatsächlich zum Aufgeben bewogen?
 

ethos07

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Mir ist nicht klar, ob du Anspruch auf ALG (restliche Versicherungsleistung aus ehmaligen eigenen Beiträgen) oder ALG II (steuerfinanzierte Leistung für Bedürfitge) hast.

Denn für die "Rückkehr" in ALGII gibt es keine 6-Monatsfrist, in der du das tun müsstest.
Bei ALG wird dein Vermögen nicht geprüft.
Bei ALG II hast du Freibeträge (Suchfunktion benutzen!), sodass die Summe für die kommende Steuerzahlung ev. darin aufgehoben ist.

Ansonsten fällt mir nur Unkonventionelles ein - ob das geht und so etwas erlaubt wäre, weiss ich aber überhaupt nicht (bitte als ggf. unbedingt vorab noch kompetenten Rechtsrat einholen!!):
- dein Finanzamt fragen, ob du ihnen bereits eine Vorauszahlung als Sicherheit vorab überweisen kannst und bei einem Zuviel du den dir vom FA später zurück erstattete Betrag dann erst an die Arge abführst
- bei einem Notar ein Anderkonto, einrichten lassen, welches nur für die voraussehbare Steuerzahlung verwendet werden darf
 

gerda52

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Phenomenon123 meinte:
Ja, ich habe eine Aufstockung erhalten, um in schlechten Zeiten über die Runden zu kommen.

Mir ist bis jetzt leider immer noch nicht klar, ob es der Arge genügt nach Vorlage der Kontoauszüge mitzuteilen, dass der Betrag auf meinem Konto nicht mir gehört sondern bald ans Finanzamt abgeführt werden muß. Es sei dahin gestellt, ob es jetzt 4000 € oder 5000 € werden.
Als Aufstocker hat die Vermögensprüfung bereits stattgefunden und die 5000 € dürften aus Einkommen stammen, das schonmal angerechnet wurde. So gesehen verstehe ich jetzt Deine Frage nicht. Wenn die Steuer fällig wird, kannst Du die Ausgabe ohne entsprechende Einnahmen allerdings nicht mehr gegenrechnen. Es geht doch um die Einkommensteuer ..?

Von Bedeutung wäre evtl. noch, ob für 2007 schon abschließend mit der Arge abgerechnet wurde und inwieweit voraussichtl. Steuerzahlungen bei der vorläufigen Gewinnermittlung in den Vorjahren berücksichtigt wurden.
 
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