• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Fortbildung - Paarung = Einsamkeit?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

franzi

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2009
Beiträge
2.801
Gefällt mir
272
#1
Stehe nun vor einem Problem, das einige von euch bestimmt auch haben.
Habe vor längerer Zeit einen lieben Menschen kennen gelernt, mit dem ich auch eine längerfristige gemeinsame Zukunft plane.
Wir haben uns kennen gelernt, als ich bereits im Hartz-IV-Bezug war. Mein "Neuer" wohnt etwas weiter weg, ist beruflich sehr eingespannt (selbstständig) und auch viel im Ausland unterwegs.
Wir können uns daher nicht ständig sehen. Da ich mehr Freizeit habe als er haben wir es bisher so geregelt, dass ich mich nach seinem Terminplan orientiert habe und er hat mir das Ticket bezahlt um ihn zu besuchen. Das lief bisher immer wunderbar.
Nun flatterte eine Hiobsbotschaft ins Haus: Teilnahme an einer Weiterbildung (Vollzeit, voraussichtlich 6 Monate) für mich.
Nun stehe ich vor dem Problem: was wird aus unserer Beziehung, wenn wir uns nur noch sporadisch sehen können ... Wir sind noch in der "Aufbauphase" und noch nicht soweit, dass wir sofort heiraten würden. Das wäre unsere erste "Belastungsprobe".
Was macht man in einem solchen Fall? :icon_kinn:
 

wolliohne

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
19 Aug 2005
Beiträge
14.824
Gefällt mir
839
#2
Hm Franzi,

der Job/Weiterbildung sollte in Krisenzeiten eigentlich immer im Vordergrund stehen.
Leider wird dabei auf Familien,Partnerschaften etc. keinerlei Rücksicht genommen-wir hören ja Tagtäglich das neoliberale Vaterunser "Hauptsache einen Job".

Also,deine persönl. Entscheidung kann dir hier niemand abnehmen.
 

franzi

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2009
Beiträge
2.801
Gefällt mir
272
#3
Ich denke, gerade für Hartzler ist dieses Thema allgemein von Interesse.
Man ist ohnehin schon von der Teilhabe an allen möglichen Dingen ausgeschlossen.
Gerade Hartzler verlieren entweder ihren Partner durch Hartz IV, oder bekommen nur schwer einen, obwohl sie gerne einen hätten.
Und wenn man dann endlich einen gefunden hat (der auch noch Verständnis für die persönliche Lage hat und einen aufbaut und tröstet!), soll man ihn wieder wegwerfen, weil die Umstände so widrig geworden sind, dass sich eine Beziehung nicht weiterführen lässt.
Ich habe schon an Weiterbildungen teilgenommen und bin grundsätzlich sehr daran interessiert, wenn sie mich persönlich weiter bringen. Da würde es sich auch lohnen, gewisse Opfer zu bringen. Bisher konnte ich jedoch keinen Vorteil daraus für mich erkennen und die neue Maßnahme erscheint mir ähnlich wie bereits erlebte.
Hinterher bin ich immer noch ohne Job und auch noch um meine bessere Hälfte "erleichtert". Ich kann von ihm nicht verlangen, dass er monatelang wie ein Mönch lebt.
"Aus den Augen, aus dem Sinn" ...
Vielleicht wäre eine Lösung, die Weiterbildung in Teilzeit zu machen. Muss da mal nachfragen.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Ich denke, gerade für Hartzler ist dieses Thema allgemein von Interesse.
Man ist ohnehin schon von der Teilhabe an allen möglichen Dingen ausgeschlossen.
Gerade Hartzler verlieren entweder ihren Partner durch Hartz IV, oder bekommen nur schwer einen, obwohl sie gerne einen hätten.
Und wenn man dann endlich einen gefunden hat (der auch noch Verständnis für die persönliche Lage hat und einen aufbaut und tröstet!), soll man ihn wieder wegwerfen, weil die Umstände so widrig geworden sind, dass sich eine Beziehung nicht weiterführen lässt.
Ich habe schon an Weiterbildungen teilgenommen und bin grundsätzlich sehr daran interessiert, wenn sie mich persönlich weiter bringen. Da würde es sich auch lohnen, gewisse Opfer zu bringen. Bisher konnte ich jedoch keinen Vorteil daraus für mich erkennen und die neue Maßnahme erscheint mir ähnlich wie bereits erlebte.
Hinterher bin ich immer noch ohne Job und auch noch um meine bessere Hälfte "erleichtert". Ich kann von ihm nicht verlangen, dass er monatelang wie ein Mönch lebt.
"Aus den Augen, aus dem Sinn" ...
Vielleicht wäre eine Lösung, die Weiterbildung in Teilzeit zu machen. Muss da mal nachfragen.
Siehst Du das nicht alles zu schwarz?

Es gibt Wochenenden, Feiertage und wenn er Verständnis hat, dann kann er mit dieser Weiterbildung auch umgehen. Die Treffen werden dann vielleicht etwas intensiver ausfallen, aber deswegen gleich davon auszugehen, das man so eine mögliche Partnerschaft "beenden muss", finde ich doch etwas zu negativ.
 

franzi

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2009
Beiträge
2.801
Gefällt mir
272
#5
Kann sein, dass ich das alles zu schwarz sehe. Mir geht´s heute nicht besonders gut. :icon_sad:
Ich arbeite an der Vergrößerung meiner Tränensäcke.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Partnerschaft ist wichtig, Weiter-/ Fortbildung auch.
Auch wenn die Beziehung noch am Anfang ist heisst das ja nicht automatisch, dass sie nicht standhält.
So wichtig wie soziale Beziehungen auch sind, ich würde nicht in meiner Entwicklung stehen bleiben wollen, wenn das mein Partner verlangen würde. Welches Recht hat der Partner mir sagen zu wollen, was ich machen darf?

Ich denke hier kann man beides verbinden. Wie gesagt es gibt Wochenenden. Und ein halbes Jahr geht schnell vorbei, grad wenn man abends mit dem Liebsten telefonieren kann, was bei Flats auch nicht arg teuer ist.
Ich habe eine Fernbeziehung über 1 Jahr geführt. Wollte sicher sein, dass es auch wirklich passt. Wir haben uns super verstanden, alles war toll. Bis wir zusammen gezogen sind, dann hats geknallt. 4 Monate später sind wir auseinander gerannt. Will sagen Sicherheit bekommt man eh nie zu 100%. Wenn man dann noch in seiner eigenen Entwicklung stehen bleibt, aus Liebe zum Partner, ärgert man sich hinterher nur.

Franzi, ein halbes Jahr ist nicht die Ewigkeit. Das ist die Gelegenheit, um richtig klar zu werden passt es oder nicht. Sollte er für dein Fortkommen, egal was die Weiterbildung am Ende bringt, kein Verständnis haben, wird er es in anderen Dingen später vielleicht auch nicht haben. Sie es als Bewährungsprobe für eure junge Beziehung. Hält sie stand, dann werdet ihr noch andere Probleme meistern, es wird euch enger aneinander binden.
Ich wünsch dir alles Gute für dein junges Glück.
 

KK aus C

Elo-User/in

Mitglied seit
10 Sep 2009
Beiträge
232
Gefällt mir
60
#9
Hallo zusammen,

auch mir wurde immer wieder eingebläut: Job ist gaaanz wichtig. Ein Mensch muss arbeiten, das erst macht den Menschen aus.

So habe ich also meine Heimat verlassen und bin vor Jahren dem Job hinterher ins Autoländle gezogen. Mein Partner blieb zurück. Wir wollten eine Wochenend-Beziehung führen und dann wollte er nachkommen.

Die WE-Beziehung über 500 km ist zeitraubend, sauteuer und stressig. Man ist sich nicht mehr so nah und ständig macht einem die Einsamkeit und der Trennungsschmerz zu schaffen.
Es kam, wie es nicht geplant war. Eine andere hat ihn in seiner Einsamkeit getröstet und war jeden Tag für ihn da. Und dann brauchte ich nicht mehr für ihn da zu sein.

Jetzt sitze ich hier im Autoländle und meine Wurzeln wachsen hier schlecht ein. Meine Familie, Verwandten, Freunde sind in der Heimat.

Ach ja - und der Job. Der Job ist weg, die Firma pleite. Hat mich viel Geld gekostet, diese Firmenpleite. Und seeehr viel von meinem Leben.

Meine Meinung: Ein Job (eine Weiterbildung) ist nur ein Job.
Ein geliebter Mensch ist lebenswichtig!!!

Auch wenn die Politiker das gerne hätten, wir sind keine Nomaden, die immer dem Job hinterherziehen können, ohne dass uns das was ausmacht. Wir sind Menschen.

Und Menschen brauchen ein Zuhause, brauchen Stabilität, brauchen soziale Kontakte und vor allem jemanden, dem sie voll und ganz vertrauen. Wenn das alles vorhanden ist, findet sich alles andere.

LG von KK
 

franzi

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2009
Beiträge
2.801
Gefällt mir
272
#10
Hallo zusammen,

auch mir wurde immer wieder eingebläut: Job ist gaaanz wichtig. Ein Mensch muss arbeiten, das erst macht den Menschen aus.

So habe ich also meine Heimat verlassen und bin vor Jahren dem Job hinterher ins Autoländle gezogen. Mein Partner blieb zurück. Wir wollten eine Wochenend-Beziehung führen und dann wollte er nachkommen.

Die WE-Beziehung über 500 km ist zeitraubend, sauteuer und stressig. Man ist sich nicht mehr so nah und ständig macht einem die Einsamkeit und der Trennungsschmerz zu schaffen.
Es kam, wie es nicht geplant war. Eine andere hat ihn in seiner Einsamkeit getröstet und war jeden Tag für ihn da. Und dann brauchte ich nicht mehr für ihn da zu sein.

Jetzt sitze ich hier im Autoländle und meine Wurzeln wachsen hier schlecht ein. Meine Familie, Verwandten, Freunde sind in der Heimat.

Ach ja - und der Job. Der Job ist weg, die Firma pleite. Hat mich viel Geld gekostet, diese Firmenpleite. Und seeehr viel von meinem Leben.

Meine Meinung: Ein Job (eine Weiterbildung) ist nur ein Job.
Ein geliebter Mensch ist lebenswichtig!!!

Auch wenn die Politiker das gerne hätten, wir sind keine Nomaden, die immer dem Job hinterherziehen können, ohne dass uns das was ausmacht. Wir sind Menschen.

Und Menschen brauchen ein Zuhause, brauchen Stabilität, brauchen soziale Kontakte und vor allem jemanden, dem sie voll und ganz vertrauen. Wenn das alles vorhanden ist, findet sich alles andere.

LG von KK
Ähnliche Story hab ich bereits hinter mir (vielleicht bin ich deswegen schon etwas übersensibel in dem Bereich):
Ich umgezogen, er sollte ein halbes Jahr später nachkommen (Abstand ca. 700 km). Wir wollten am neuen Wohnort wieder eine gemeinsame Whg. beziehen. Für mich war der Aufbau einer neuen Existenz am neuen Wohnort stressig. Der Partner fehlte mir.
Nach ein paar Wochen überkamen ihn wohl menschliche Bedürfnisse und er suchte Abends in der Kneipe nette Bekanntschaften.
Nach einem halben Jahr zog er tatsächlich nach, hatte sich aber inzwischen mit einigen Damen getröstet, was er auch mir gegenüber zugegeben hat.
Die Stimmung zwischen uns war dann nicht mehr so harmonisch. Wir haben es zwar noch weiter miteinander versucht, aber er entschied sich dann, doch eine eigene Wohnung zu nehmen und so hat sich das langsam auseinander gedröselt.
Ich möchte ihn hier nicht verurteilen. Es ist eben nicht jeder Partner so willensstark und durchhaltefähig, wie man sich das wünscht.
Längere Trennungen sind nun mal eine Belastung. Daher auch mein Bammel nun bei meiner neuen Beziehung.
 

franzi

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2009
Beiträge
2.801
Gefällt mir
272
#11
Was sagt er dazu?
Bei ihm herrscht auch eine gedrückte Stimmung. ... Vielleicht ergibt sich doch noch eine annehmbare Lösung. Habe nächste Woche einen Besprechungstermin bei meinem SB, wo alles im Detail besprochen wird und ich auch mein Anliegen - vorsichtig - einbringen werde (will ja nicht, dass mir das als Verweigerung ausgelegt wird!).
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#12
Achtung, wenn Du Deinen Freund innerhalb der Woche besuchst und deshalb nicht jeden Tag in den Postkasten schauen kannst, musst Du Dir die Ortabwesenheit genehmigen lassen, sonst gibt es kein Geld.
 

franzi

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2009
Beiträge
2.801
Gefällt mir
272
#13
Achtung, wenn Du Deinen Freund innerhalb der Woche besuchst und deshalb nicht jeden Tag in den Postkasten schauen kannst, musst Du Dir die OrtAbwesenheit genehmigen lassen, sonst gibt es kein Geld.
Ich schaue immer täglich in den Postkasten :biggrin:
Das krieg ich zum Glück noch hin.
Außerdem bleibe ich dort nie über Nacht sondern fahre am gleichen Tag wieder zurück.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#14
Wollte das nur erwähnen, nicht dass Du Dich bei einem Gespräch mit Deinem SB da in was reinreitest.
 
Mitglied seit
1 Sep 2009
Beiträge
1.051
Gefällt mir
223
#15
Wie möchtest Du denn einen Job (der ja doch länger dauern soll als 6 Monate) und Deine Partnerschaft vereinbaren, wenns noch nicht mal während einer Weiterbildung geht? Die geht doch nicht 24h am Tag. Ab dem späten Nachmittag hast Du doch dann Zeit für ihn und er muss ja auch arbeiten. Das wird er doch vornehmlich tagsüber tun? Das das nicht einfach ist, ist uns allen klar. Aber "normale" Menschen mit Jobs schaffen das doch auch, wieso sollte es bei Euch Beiden scheitern?
 

franzi

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
23 Mrz 2009
Beiträge
2.801
Gefällt mir
272
#16
Wie möchtest Du denn einen Job (der ja doch länger dauern soll als 6 Monate) und Deine Partnerschaft vereinbaren, wenns noch nicht mal während einer Weiterbildung geht? Die geht doch nicht 24h am Tag. Ab dem späten Nachmittag hast Du doch dann Zeit für ihn und er muss ja auch arbeiten. Das wird er doch vornehmlich tagsüber tun? Das das nicht einfach ist, ist uns allen klar. Aber "normale" Menschen mit Jobs schaffen das doch auch, wieso sollte es bei Euch Beiden scheitern?
Sorry, aber du hast wohl meinen ersten Post nicht genau gelesen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten