Forscher halten Mindestlohn von 8,50 Euro für zu hoch

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Don Vittorio

Gast
Ob SPD oder Grüne: Die möglichen Koalitionspartner der Union wollen einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch der könnte laut einer DIW-Studie kleine Betriebe in Schwierigkeiten bringen und die Zahl der Minijobs steigen lassen. Die Forscher empfehlen, niedriger einzusteigen.

Ein Betrieb der sich 8,50 € nicht leisten kann,der soll in der Versenkung verschwinden.

Interessant auch dieser Spruch:

Doch insgesamt gesehen reduziere dieser Mindestlohn "weder signifikant die aktuelle Armut noch die Einkommensungleichheit insgesamt, selbst wenn er sehr hoch angesetzt wird". Sogar eine Lohnuntergrenze von zehn Euro - wie sie die Linke im Wahlkampf forderte - würde die Einkommensungleichheit demnach nur um gut ein Prozent verringern.

Mindestlohn: DIW hält Untergrenze von 8,50 für zu hoch - SPIEGEL ONLINE

Wenn sich die Armut schon nicht verringert,ist es egal,da kann man ja auch nur 4 € zahlen.Oder soll man noch Geld mitbringen damit man arbeiten darf?
Diese sogenannten Wissenschaftler vom DIW sollte man ebenfalls nach ihren Vorgaben bezahlen,denn mehr ist dieser Mist nicht Wert,den sie im Auftrag der Industrie absondern.
 

gila

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Was denken sich diese "Forscher" (bei gutem Gehalt!!!) denn eigentlich?
Wenn der Mindestlohn weiter unten angesetzt wird, wird das gleiche passieren, wie jetzt schon: die Betriebe nutzen das aus - die arbeitenden Menschen haben später KEINERLEI auskömmliche Rente.
Die einen sind SATT - die anderen, die arbeiten PLATT.

Außerdem ärgerlich für die Nachbarländer, denen Mutti doch immer ein gutes Beispiel sein will, siehe: Mindestlohn: Frankreich wirft Merkel Lohn-Dumping vor (20. September 2013, 11:39 Uhr)

Aber wo stehen die Nachbarländer denn?
• Gesetzliche Mindestlöhne in Europa 2013 | Statistik

Aber ich habe "Mutti" wenigstens nicht gewählt.
Anscheinend ist wirkliche Veränderung in diesem Land nicht möglich ...
 
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Mal ganz langsam.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Das Institut wird nicht von der Wirtschaft oder Wirtschaftsverbänden betrieben.
Als unabhängige Institution ist es gemeinnützigen Zwecken verpflichtet und betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften sowie wirtschaftspolitische Beratung.

Nicht zu verwechseln mit dem "Institut der deutschen Wirtschaft Köln", das tatsächlich Arbeitgebernah ist.
 

Al Bandy

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Aber ich habe "Mutti" wenigstens nicht gewählt.
Anscheinend ist wirkliche Veränderung in diesem Land nicht möglich ...
Doch ist möglich,wenn man die Wahlen reformieren würde.
Nicht nur du hast Mutti nicht gewählt auch die Mehrheit der Deutschen nicht.
Schweiz Magazin - Das Schweizer Nachrichten online Magazin - Bundestagswahl: Mehr als 70 Prozent lehnen Merkel ab
Mindestlöhne können natürlich nur gezahlt werden,wenn sich auch alle daran halten und die schwarzen Schafe keine Schlupflöcher mehr finden können.
Ansonsten gilt wer keine 8,50 zahlen kann sollte seinen Schuppen dicht machen.
 
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ExitUser

Gast
Ein Betrieb der sich 8,50 € nicht leisten kann,der soll in der Versenkung verschwinden.

Interessant auch dieser Spruch:



Mindestlohn: DIW hält Untergrenze von 8,50 für zu hoch - SPIEGEL ONLINE

Wenn sich die Armut schon nicht verringert,ist es egal,da kann man ja auch nur 4 € zahlen.Oder soll man noch Geld mitbringen damit man arbeiten darf?
Diese sogenannten Wissenschaftler vom DIW sollte man ebenfalls nach ihren Vorgaben bezahlen,denn mehr ist dieser Mist nicht Wert,den sie im Auftrag der Industrie absondern.


der DIW war schon immer für die firmen
alles was gegen die firmen spricht ist nach deren Meinung schlecht
wie du schon sagst
das unternehmen das die 8.50 euros nicht zahlen kann
sollte den betrieb einstellen
der markt regelt das ganze ganz allei^n^^
 

hartz5

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Ein Betrieb der sich 8,50 € nicht leisten kann,der soll in der Versenkung verschwinden.

Was meinst Du denn, warum Deutschland ach so wettbewerbsfähig ist ??????

Genau, weil solche Betriebe (wobei die grossen in der Branche inzwischen weitaus schlechter zahlen und immer neue Wege der Tarifumgehung finden als die kleinen Firmen) nicht verschwinden sondern der gute Steuerzahler die Wirtschaft subventioniert......
 

pinguin

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Ein Betrieb der sich 8,50 € nicht leisten kann,der soll in der Versenkung verschwinden.
Toll; damit versenkst Du aber deren Mitarbeiter/innen mit in der Versenkung? Wird dann von Dir billigend in Kauf genommen? Da stehst Du dann aber an erster Stelle und gehst bitteschön voran.

Immer noch nicht kapiert, daß es schon lange nicht mehr für alle auskömmliche Vollzeitarbeitsplätze gibt? Primär übrigens wegen der bundesdeutschen Geiz-ist-gut-Manie.

Jegliches übertriebenes Sparen treibt Staat wie Bevölkerung genauso in die Armutsfalle wie verschwenderisches Ausgeben.
 
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Don Vittorio

Gast
Toll; damit versenkst Du aber deren Mitarbeiter/innen mit in der Versenkung? Wird dann von Dir billigend in Kauf genommen? Da stehst Du dann aber an erster Stelle und gehst bitteschön voran.

Als Altersrentner kann ich nicht mehr voran gehen.

Aber im Ernst,was denn jetzt?
Arbeiten für jeden Lohn und diese Firmen dann vom Staat subventionieren lassen durch Alg II?
Damit deren Gewinne maximiert werden können?
Wenn Dir das lieber ist,warum bist Du dann im Forum aktiv,dann scheint doch alles für Dich in Ordnung zu sein?

Und was soll eine Selbstständigkeit,mit der ich nach 1 Jahr immer noch aufstocken muss und dazu noch einen riesigen zusätzlichen Papierkrieg mit dem JC habe?
 
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Kuhle Wampe

Gast
Toll; damit versenkst Du aber deren Mitarbeiter/innen mit in der Versenkung? Wird dann von Dir billigend in Kauf genommen? Da stehst Du dann aber an erster Stelle und gehst bitteschön voran.

Immer noch nicht kapiert, daß es schon lange nicht mehr für alle auskömmliche Vollzeitarbeitsplätze gibt? Primär übrigens wegen der bundesdeutschen Geiz-ist-gut-Manie.

Jegliches übertriebenes Sparen treibt Staat wie Bevölkerung genauso in die Armutsfalle wie verschwenderisches Ausgeben.

Ist doch toll, wenn nichtauskömmliche Arbeitsplätze endlich verschwinden. Besser keine Arbeit als so welche.

mmer noch nicht kapiert, daß es schon lange nicht mehr für alle auskömmliche Vollzeitarbeitsplätze gibt?

Doch, sehr gut. Daher müssen solche Arbeitsplätze ja auch verschwinden.
 
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Don Vittorio

Gast

arbeitslos in holland

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der druck auf frankreich, die niederlande und gb wächst weiter.........

ändert sich nichts im dumpinglohn- und steuerhinterzieherparadies, werden die jährlich(!)steigenden mindestlöhne, mindestrenten und sozialleistungen nicht bestehen bleiben können(!) :icon_motz:
 

Vincet

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Toll; damit versenkst Du aber deren Mitarbeiter/innen mit in der Versenkung? Wird dann von Dir billigend in Kauf genommen?

Immer diese lächerliche Argumentation, dass Mindestlohn dazu führt, dass viele Arbeitnehmer ihren Job verlieren. Ich kann es echt nicht mehr hören.
Deine Alternativen sind also: Hungerlohn oder Arbeitslosigkeit?
Das kann echt nicht dein ernst sein!!
Und dass viele Löhne teilweise vom Steuerzahler übernommen werden und so ein Betrieb auch noch profitiert, nimmst aber du in Kauf. Bizarr!
Mindestlohn muss endlich her. Deutschland hat in Europa nur deswegen profitiert, weil dieses ach so reiche Land es zulässt, dass sehr viele Menschen für einen Hungerlohn schuften dürfen. Und genau diesen Menschen wird auch noch zu Belohnung die Rente gekürzt, denn sie sollen nicht nur für wenig Geld arbeiten, sie sollen auch noch viel länger arbeiten (am besten bis zum 70. oder 75. Lebensjahr). Viele Sesselpfurzer wissen aber nicht, dass da draußen eine Menge Menschen körperlich anstrengende Arbeit verrichten, die sie nicht bis zum 60. Lebensjahr durchhalten können, geschweige denn bis zum 70.
Hier werden Menschen ganz klar doppelt bestraft. Und du findest das ganz in Ordnung und kommst hier mit diesen billigen Argumenten.

Und wenn es nicht genug herkömmliche Arbeitsstellen für alle gibt, warum werden dann Arbeitslose überhaupt noch sanktioniert, warum wird das dann nicht akzeptiert und allen kommuniziert? Stattdessen werden Arbeitslose weiterhin schikaniert und sanktioniert, als ob wir im Schlaraffenland wohnen, wo für jeden ein vernünftiger Job zur Verfügung steht. Diese Scheinwelt gehört endlich eingerissen! Die Leute sollten mal alle ihre Augen öffnen!
 

ela1953

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Dazu passt ja dann die Überschrift in meiner heutigen Tageszeitung:
Minijobber bangen bei der Caritas. Neue Tarifregeln sorgen für heftige Einschnitte.Tausende Minijobber müssen um ihre Arbeitsplätze bangen.
 

Pinhead Larry

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Nur weiter so. Wenn dann die europäischen Nachbarn
das Erfolgsmodell der Agenda 2010 nachmachen, dann
können sich die deutschen Betriebe ihre Exportprodukte dahin schieben, wo die Sonne nie scheint.
 

pinguin

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Deine Alternativen sind also: Hungerlohn oder Arbeitslosigkeit?
Nö, hab' ich das geschrieben?

Und dass viele Löhne teilweise vom Steuerzahler übernommen werden und so ein Betrieb auch noch profitiert, nimmst aber du in Kauf.
Ja, für den Gesamtstaat ist das die bessere Lösung; es ist besser, lieber alle in Teilzeit beschäftigt zu wissen, evtl. eben auch mit staatlichen Ergänzungszahlungen, als die eine Hälfte in Vollzeit und die andere unbeschäftigt zu sehen. Der unbeschäftigte Rest der Bevölkerung, zumal evtl. unfreiwillig unbeschäftigt, birgt im Normalfall langfristig für den Gesamtstaat ein erhebliches Konfliktpotential; denn diese Bürger werden trotz grundgesetzlich verbrieftem Sozialstaatsgebot erst recht nicht in der Lage sein, wenigstens einen Teil ihrer eigenen Bedürfnisse bzw. Wünsche realisieren zu können. Teilzeit plus staatliche Ergänzung macht hier mehr möglich.

(am besten bis zum 70. oder 75. Lebensjahr).
An der Rente mit 65J hätte ich nichts geändert.

Und wenn es nicht genug herkömmliche Arbeitsstellen für alle gibt, warum werden dann Arbeitslose überhaupt noch sanktioniert, warum wird das dann nicht akzeptiert und allen kommuniziert?
Das frag' am besten Parteien wie Gewerkschaften etc.; keiner von denen wird dieses aber je offen zugeben.

Arbeiten für jeden Lohn und diese Firmen dann vom Staat subventionieren lassen durch Alg II?
Bin schon für Lohnuntergrenzen bzw. Mindestlöhne, nur müssen die sich eben an einem Maß orientieren, das auch erwirtschaftbar ist. Und erwirtschaftbar ist nur das, was ein Kunde zuvor gewillt ist, auch auszugeben. Und dafür muß erst einmal diese Geiz-ist-gut-Manie aufhören.

Frage: Warum geht ein Millionär bei Aldi einkaufen? Mögliche Antwort: Würde er das nicht, wäre er evtl. kein Millionär.

Man darf doch bitte auch mal erkennen, daß die Quadratur des Kreises kaum gelingen wird?

Und was soll eine Selbstständigkeit,mit der ich nach 1 Jahr immer noch aufstocken muss und dazu noch einen riesigen zusätzlichen Papierkrieg mit dem JC habe?
Das frage doch bitte den Selbständigen; er wird seine Preise, so er noch keinen Namen hat, wohl eher danach orientieren müssen, was am Markt geht; es nützt ihm nämlich auch nix, Preise zu verlangen, mit denen er vom Amt zwar weg wäre, die aber seine potentziellen Kunden schlicht nicht gewillt sind, zu bezahlen.
 

AnonNemo

Super-Moderation
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Hallo pinguin,

der Millionär hat sein Geld bestimmt nicht zusammenbekommen weil er bei Aldi eingekauft hat, sondern er kauft jetzt bei Aldi ein weil er eine gute Qualität bekommt und weil er Geld-Geil/GEIZIG ist => Mitnahmementalität.
Das große Geld scheffeln, dicke Autos fahren, große Villen bauen und zusätzlich in den "Arme Leute"-Läden einkaufen. :icon_neutral:
So einer kann es sich leisten jeden Tag im Feinkostladen einzukaufen.
Ein netter Nebeneffekt wäre: bei seinen Einkauf würde er den entsprechenden Mehrwertsteuersatz bezahlen und nicht auf die "Billig"-Rechnung bei Aldi!!!

Mindestlöhne "töten" Arbeitsplätze?

Da passt der Schlagabtausch zwischen Gregor Gysi und Ursula von der Leyen (Arbeitsministerin) während einer Talkshow:

Gregor Gysi:
Frau von der Leyen, sogar in Lettland gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn. Warum führen Sie nicht auch einen in D. ein?

Ursula von der Leyen:
In Lettland beträgt der gesetzliche Mindestlohn 2,00€. Deshalb bin ich gegen einen gesetzlichen Mindestlohn wie in Lettland!

Ich glaube es ging um Lettland, könnte aber auch Estland o. ä. gewesen sein.

In dem Zitat auf das Du geantwortet hast:
Das frage doch bitte den Selbstständigen ...
ging es um eine neue Selbstständigkeit (im 1. Jahr)!

Falls ich vorhätte mich Selbstständig zu machen
würde ich hergeben und mich vorher am Markt orientieren was ich für mein Produkt/Dienstleistung verlangen könnte.
Dann müsste ich versuchen (da ich noch keinerlei Erfahrungen mit einer Selbstständigkeit habe) die kompletten Kosten für mein Produkt/Dienstleistung zu kalkulieren.
Auf Grund dieser Kalkulation ist zu entscheiden;
JA, diese Selbstständigkeit ist (in einem überschaubaren Zeitraum) geeignet zum überleben.
NEIN, ich gehe sehenden Auges auf einen Abgrund zu und brauche erst gar nicht anfangen.

AnonNemo
 

dersichdenwolfärgert

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Mal ganz langsam.

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Das Institut wird nicht von der Wirtschaft oder Wirtschaftsverbänden betrieben.


Nicht zu verwechseln mit dem "Institut der deutschen Wirtschaft Köln", das tatsächlich Arbeitgebernah ist.

Wenn ein "keineswegs arbeitgebernahes" Institut veröffentlicht, dass es eine der linken Kernforderungen für überzogen hält und dies erst 2 Tage nach der BTW tut, dann hat das einerseits deutlich "ein G'schmäckle" und spricht andererseits für den Wahrheitsgehalt.

dsdwä
 
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