Forscher bestätigen indirekt Wirkungslosigkeit der Hartz-Reformen

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wolliohne

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Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

10.06.2009, Kornelia Möller

"Mit ihrem Zwischenbericht zur Arbeitsmarktprojektion 2009 und 2010 haben Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) indirekt bestätigt, dass die seit 2002 unternommenen Reformen auf dem Arbeitsmarkt kaum Wirkung gezeigt haben", sagt Kornelia Möller. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklärt weiter:

"Die IAB-Experten sehen die Hauptursache für das im Vergleich zu früheren Krisen langsamere Ansteigen der Erwerbslosigkeit vorrangig in Unternehmensstrategien zur Anpassung des Personaleinsatzes an die schlechtere Auftragslage. Hinzu kommt die umfangreiche Nutzung von Kurzarbeit.

Zugleich erwarten die Forscher, dass trotz der Hartz-Reformen die Zahl der Erwerbslosen 2010 jene Rekordmarken von fast 5 Millionen erreichen wird, die Ausgangspunkt der Arbeitsmarktreformen von Rot-Grün und ihrer Weiterführung durch Schwarz-Rot gewesen sind.

Auf eine traurige Weise wirkungsvoll waren die Hartz-Reformen allerdings, indem sie zu einer gravierenden Verwerfung des deutschen Sozialsystems geführt haben, zu einer Zunahme der Armut und zu einer Senkung des allgemeinen Lohn- und Einkommensniveaus."

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Philas

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Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

10.06.2009, Kornelia Möller

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Auf eine traurige Weise wirkungsvoll waren die Hartz-Reformen allerdings, indem sie zu einer gravierenden Verwerfung des deutschen Sozialsystems geführt haben, zu einer Zunahme der Armut und zu einer Senkung des allgemeinen Lohn- und Einkommensniveaus."

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Wieso traurig? Es wurde genau das erreicht, was erreicht werden sollte.
Absenkung des Lohn- und Einkommensniveaus - damit Arbeitgeber sich billiger Arbeitkräfte bedienen können , Zunahme der Armut - damit die Armen eher bereit sind, Billiglohnjobs anzunehmen -, Verwerfung des deutschen Sozialsystems. Um dieses System wurden wir von den anderen Ländern beneidet. Der Wirtschaft war es immer ein Dorn im Auge, da sie die Hälfte der Beiträge zahlen mussten. Wenn ein System aber nicht mehr funktioniert, wächst die allgemeine Zustimmung, es abzuschaffen.

Fazit: Es wurde genau das erreicht, was Politik und Wirtschaft erreichen wollten. Das ist doch ein Grund zum Jubeln :icon_kotz:
 
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