Forderung RA Bachem trudelt nach fast 15 Jahren ein (2 Betrachter)

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Eurit

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Hallo,

es hat Mich nun doch noch etwas erwischt was Mir etwas komisch vorkommt / ich scheinbar nicht auf dem Schirm hatte.

An der Anschrift meiner Eltern (dort bin ich vor 13 Jahren ausgezogen / abgemeldet) kam ein Brief für Mich an. Absender ist Rechtsanwälte Bachem.
In der Forderung geht es um eine Versicherung Deutscher Ring, Seinerzeit Zeus Service GMBH, heute Basler Sachversicherung und einer nicht gezahlten Prämie.
Es wird ein aktiver Mahnbescheid & Vollstreckungsbescheid vom 08.08.2003 beim AG Hamburg erwähnt mit AZ.
Freundlicherweise verzichtet man auf weitere Kosten wenn ich zahle und man fordert Mich auf stand heute 170€ (Inkasso, Auslagen, Gerichtskosten, Zinsen) zu zahlen damit die Sache erledigt ist.

Zu der Zeit (08.08.2003) war ich 18 Jahre alt.
Mir sagen die Namen der VS nichts, gebe aber zu es ist lange her, kein blassen schimmer. Da die Gegenseite ja sagt das ein aktiver MB & VB besteht gehe ich mal davon aus das an der Sache etwas dran sein muss.
Ich habe aus der Zeit absolut keine Errinerung mehr-

Sehe ich es richtig, wenn der MB / VB besteht ist eh kein Ausweg ausser zahlen möglich, da das ganze nicht verjährt ist?
Dann zahle ich.
Ansonsten würde ich evtl versuchen ein Beratungsschein zu bekommen und das ganze überprüfen zu lassen. Nur wenn ich Mir das sparen kann, dann nehme ich Kontakt auf und schaue das die Zahlung über die Bühne läuft.

Was meinen die Experten, zahlen oder überprüfen lassen?

Grüße
Eurit
 

TazD

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Erstmal darum bitten, dass sowohl MB als auch VB und auch der Zustellungsnachweis in Kopie ohne Anerkennung einer Rechtspflicht vorgelegt werden.
Zur weiteren Prüfung musst du schließlich die Unterlagen kennen, auf die sich die Forderung stützt.
 

axellino

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Hallo,

Sehe ich es richtig, wenn der MB / VB besteht ist eh kein Ausweg ausser zahlen möglich, da das ganze nicht verjährt ist?
So denn ein rechtskräftiger Titel in form eines Vollstreckungsbescheids gegen dich vorliegt, wäre dieser natürlich nicht verjährt.

Ansonsten würde ich evtl versuchen ein Beratungsschein zu bekommen und das ganze überprüfen zu lassen. Nur wenn ich Mir das sparen kann, dann nehme ich Kontakt auf und schaue das die Zahlung über die Bühne läuft.

Was meinen die Experten, zahlen oder überprüfen lassen?
Ich denke mal, mag mich vielleicht aber auch täuschen, das Du hier zur Überprüfung der Forderungsangelegenheit keine Beratungshilfe bewilligt bekommen wirst, denn es obliegt erstmal ausschliesslich Dir, Dir Gewissheit darüber zu verschaffen, ob die gegen dich gerichtete Forderung überhaupt berechtigt ist.

Da Dir ja laut deinen Darlegungen die Forderung absolut unbekannt ist und Du diese auch nicht nachvollziehen kannst, würde ich diese Dir derzeit unbekannte Forderung, als erstes erstmal vollumfänglich zurückweisen und zur Prüfung der Forderungsangelegenheit die Gegenseite auffordern, erstens sich zu legitimieren, damit Dir auch ersichtlich wird, ob sie zum Forderungseinzug überhaupt berechtigt sind und verlangst die Vorlage einer ordnungsgemässen Vollmacht (§ 174 BGB) oder Abtretungsurkunde (§ 410 BGB) und im weiteren, eine Kopie des angeblich gegen dich vorliegenden rechtskräftigen Vollstreckungstitel und dazu soll man Dir auch gleich, eine detaillierte Forderungsaufstellung bereinigt um verjährte Zinsen und Kosten beipacken und daraufhin würde dann ggfls. weiter gesehen.

Man muss hier aufgrund deiner Darlegungen auch kein Experte sein um sagen zu können, das ich erstmal keinen Cent an die Gegenseite rausrücken würde, bevor ich die angeblich gegen mich vorliegende Forderung, nicht auf dessen Rechtmässigkeit überprüft habe.
 

Doppeloma

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Hallo Eurit,

mal so ergänzend zu meinen Vorschreibern, denen ich unbedingt folgen würde und erst mal die Forderung überprüfen möchte, die bis dahin ganz sicher NICHT als anerkannt gilt, ist mir noch was aufgefallen in deinem Erstbeitrag ...

In der Forderung geht es um eine Versicherung Deutscher Ring, Seinerzeit Zeus Service GMBH, heute Basler Sachversicherung und einer nicht gezahlten Prämie.
"Sachversicherung" kann alles Mögliche sein, das würde ich genauer wissen wollen um welche konkrete Versicherung es sich da gehandelt haben soll ???

Es wird ein aktiver Mahnbescheid & Vollstreckungsbescheid vom 08.08.2003 beim AG Hamburg erwähnt mit AZ.
Und warum werden die JETZT erst "wach", offenbar wurde ja nicht mal deine aktuelle Anschrift ermittelt wenn die Post noch an deine Eltern-Anschrift ging ... also achte mal darauf ob man für "Adress-Ermittlung" auch Kosten in Rechnung stellt. :idea:

Ich würde sogar vorsichtig sein die aktuelle Anschrift selber zu nennen, die scheint man dort ja noch gar nicht zu kennen, kann auch ein Trick sein deine aktuelle Anschrift kostenfrei herauszubekommen.

Freundlicherweise verzichtet man auf weitere Kosten wenn ich zahle und man fordert Mich auf stand heute 170€ (Inkasso, Auslagen, Gerichtskosten, Zinsen) zu zahlen damit die Sache erledigt ist.
Ob es da wirklich mehr als einen Mahnbescheid gibt sollte sich erst mal herausstellen müssen, behaupten können die ja viel ... welche "Hauptforderung" gibt es denn, man will NUR Inkassokosten haben ???

Für offenen Beiträge (aus Sachversicherungen) machen die Versicherungen in der Regel keinen solchen "Aufstand", wer die Beiträge nicht gezahlt hat geht im Schadenfall eben LEER aus, das klingt alles mehr als merkwürdig. :icon_kinn:

Zu der Zeit (08.08.2003) war ich 18 Jahre alt.
Wenn du da (gerade erst ???) 18 Jahre gewesen bist, sollte es mich wundern wenn du da schon Beitragsschulden für eine eigene "Sach"-Versicherung machen konntest, in der Regel muss man bei Abschluss von Versicherungen mindestens schon Volljährig sein ... (sonst wäre der Vertrag NICHTIG meiner Kenntnis nach). :idea:

Das wäre dann wohl ein sehr "kurzes" Vertragsverhältnis gewesen für eine "Sachversicherung" ... im Elternhaus wohnend braucht man das in der Regel in dem Alter auch noch gar nicht (Hausrat / Privathaftpflicht usw.) ...

Werde das weiter mit verfolgen, es gibt leider viele "windige" Anwälte und Inkasso-Unternehmen, die versuchen unberechtigt zu Geld zu kommen.
Und nach so langen Zeiträumen zahlen dann Viele (meist relativ kleine Beträge), um keinen "Ärger zu bekommen", ohne die Rechtmäßigkeit genauer zu hinterfragen, weil sie auch meinen "sich nicht genau erinnern zu können" ...

MfG Doppeloma
 

Eurit

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Hallo,

Update.
Ich habe eure Ratschläge umgesetzt und

- um Kopie des Vollstreckungsbescheids gebeten
- kopie der Vollmacht verlangt
- aufstellung mit verjährten Zinsen

Erhalten habe ich
Kopie Vollstreckungsbescheid
Vollmacht
Handelsregisterauszug
korrigierte Forderungsaufstellung unter Berücksichtigung verjährten Zinsen.

Die nun laufende Forderung beläuft sich korrigiert auf 125€, nicht mehr 170€.

Das ganze sieht für Mich stimmig aus, soweit ich es sehen kann. Der Vollstreckungsbescheid exisitiert aus dem Jahr 2003 gegen Mich, damalige Anschift bei meinen Eltern.
Ich habe übrigens auch den Hinweis angenommen und nicht meine aktuelle Adresse mitgeteilt. Die Kopien gingen wieder an die Anschrift meiner Eltern :bigsmile:

Nun möchte ich, da es ja einen aktiven Vollstreckungsbescheid gibt nicht in grossartigen problemen mit Kontopfändug oder dergleichen kommen und bin Zahlungsbereit.
Immerhin konnte, dank euren Ratschlägen, die Forderung um 50€ verringert werden :icon_mrgreen: Danke!
Ausser es spricht noch etwas klares dagegen, was ich hier vielleicht übersehe?

Grüße
Eurit
 

TazD

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Lade bitte mal die Forderungsaufstellung anonymisiert hoch. Da sind mit Sicherheit zu hohe Kosten angesetzt, so dass man die Forderung nochmal um ein paar Euro drücken kann.
 

Eurit

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Ich musste es etwas anders machen, aber Originalgetreu und so sollte es denke ich auch OK sein.

Grüße
Eurit
 

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