Forderung der Intercard AG durch Inkasso/RA (1 Betrachter)

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Stolti

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Hallo zusammen,

habe mal eine Frage an Euch bezüglich einer Forderung der Intercard AG wegen einer Rücklastschrift. Diese Forderung (19,99€) ist berechtigt und wurde von mir per Überweisung ans Inkassobüro in Höhe von 34,99 € zweckgebunden (HF+Zinsen) überwiesen, da ich die Gläubiger Bankverbindung verbaselt habe. Weiter habe ich dann von einem RA einen Brief erhalten mit der Forderung in Höhe von 113,95 €, daraufhin hab ich dem RA geschrieben, dass die HF beglichen ist und keinerlei Forderungen mehr offen sind.

Heute erhielt ich nun ein Schreiben von dem RA, dass ich noch 41,16€ zu zahlen hätte. Sie haben die 34,99 € verrechnet und die Kosten ihrer Inanspruchnahme abgezogen. Muss ich diese Summe noch bezahlen? Oder kann ich darauf verweisen, dass keine Forderung mehr besteht und auf stur stellen, weil das dann sehr wahrscheinlich ausgebucht wird? Da nur noch die "Inkasso-Kosten" offen sind?

LG
Stolti
 

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Stolti

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Guten Abend zusammen :)
Kann mir niemand etwas dazu sagen?
 

axellino

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Guten Morgen,

Muss ich diese Summe noch bezahlen? Oder kann ich darauf verweisen, dass keine Forderung mehr besteht und auf stur stellen, weil das dann sehr wahrscheinlich ausgebucht wird? Da nur noch die "Inkasso-Kosten" offen sind?
Ob Du die Summe bezahlen musst oder nicht, wirst Du selbst entscheiden müssen. Du hast dich derzeit entschieden betreffend der vorgerichtlichen Inkassogebühren zu zocken, also ist es dein Weg und somit auch dein Risiko.

Grundsätzlich ist festzuhalten, vorgerichtliche Inkassogebühren können als Verzugsschaden geltend gemacht werden und mit der geplatzten Lastschrift, warst Du sofort im Verzug und hast ein sogenannten Verzugsschaden verursacht, den Du neben der unstrittigen Hauptforderung zu erstatten hast.

Hier wären das meiner Meinung nach, Ermittlungskosten (bewegen sich im rahmen, Spasskassen verlangen hierfür durchaus 15€), Rücklastschriftgebühr (ein wenig hoch gegriffen, 3,50-5 € halte ich für angemessen,Verzugszinsen und 2,50 € Mahngebühren für das Mahnschreiben. Betreffend der hier als Verzugsschaden geltend gemachten vorgerichtlichen Inkassogebühren, sehe ich diese in der geltend gemachten Höhe noch als human an, da habe schon ganz anderes gesehen.

Wie auch immer, Du hast die aus deiner Sicht unstrittigen Forderungsbestandteile zweckgebunden ans Inkasso überwiesen und dieses hat die Zahlung angenommen und ist somit an deren Verrechnung auf die Gesamtforderung gebunden § 367 Abs.2 BGB

Die Hauptforderung und einiges an Verzugskosten ist vom Tisch und über den Rest und dessen Höhe gehst Du nun mit der Gegenseite in den Streit. Die Wahrscheinlichkeit das ggfls. die Gegenseite versucht explizit nur die vorgerichtlichen Inkassogebühren einzuklagen und dies auch bis zum heutigen Tage noch nie geschehen ist, halte ich aufgrund der derzeit noch Inkasso unfreundlichen Rechtssprechung in Deutschland für gering, aber absolut ausgeschlossen das dies doch nicht mal geschehen könnte, ist es ebend nicht und dann müsste ebend ein Richter entscheiden, was die hier geltend gemachten vorgerichtlichen Inkassokosten und dessen Höhe betrifft.

So denn Du dich weiter darum streiten willst, könntest Du jetzt gar nix machen und versuchen das ganze auszusitzen und reagierst erst auf ein evtl. eintreffen eines MB oder aber Du weist die Forderung jetzt einmal zurück und versuchst daraufhin das ganze auszusitzen.

Z.B.

"...Sehr geehrter Rechtsanwalt - ich weise die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses werden zu keiner Zahlung führen - einen gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per telefon .."
Wenn noch nicht geschehen, lese auch mal hier rein,

Thread von User @Inkasso

Um dein Risiko ggfls. zu minimieren, könntest Du ggfls. auch der 'Auffassung' der Schuldnerberatung Schickner folgen, betreffend der vorgerichtlichen Inkassokosten, musst aber natürlich selbst wissen und entscheiden, welchen weiteren Weg Du hier wegen rund 20€ gehen willst.

Schuldnerberatung Schickner

VG
axellino
 
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Stolti

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Danke für deine Meinung diesbezüglich. Es geht mir ja hier um die Gesamtkosten die noch geltend gemacht werden von 41,99 €. Ggf. überweise ich noch 20€ (nur wie zweckgebunden?) und dann sollen sie ihre Inkassokosten versuchen einzuklagen...
 

axellino

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Es geht mir ja hier um die Gesamtkosten die noch geltend gemacht werden von 41,99 €. .
Das weiß ich und ich habe dazu geschrieben, das neben der HF, Ermittlungskosten, Ruecklastschriiftgebuehr und 2,50€ Mahngebuehren zu zahlen sind. Die geltend gemachte Bearbeitungsgebuehr würde ich nicht zahlen, bis ggfls. ein Nachweis erbracht wird, wie die sich ueberhaupt zusammensetzt. Betreffend der geltend gemachten vorgerichtlichen Inkassokosten, hast Du dich ja geäußert.

Wie Du jetzt ggfls. noch zweckgebunden was nachlegen kannst, erschließt sich mir gerade nicht, da Du anfangs geschrieben hast, das Du zweckgebunden. HF +Zinsen bezahlt hast, was aber keinen Betrag von. 34,99€ ergibt, sondern weniger.
Sollte das so gewesen sein, dann kannst Du davon ausgehen, das der uebersteigende Betrag der HF und Zinsen, ganz sicher auf die Inkassokosten angerechnet wurde § 367 Abs.1 BGB
 

Stolti

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Kurzer Zwischenstand: Bis jetzt kam keinerlei Reaktion mehr von der Rechtsanwältin. Habe auch nix mehr an Sie überwiesen. Bin gespannt, ob doch noch was kommt die Tage.
 
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