Folgeeinladung für morgen, weil ich der letzten Einladung nicht nachgekommen bin (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

jempaul

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Hi,

ich habe heute Post erhalten und soll morgen zum Jobcenter um mich zum Sachverhalt äußern, weil ich den letzten Termin nicht wahrgenommen habe. Ich habe keine Einladung davor erhalten.
Ich hatte nun keine Zeit für einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung für morgen zu stellen...
Und gleichzeitig will man über meine berufliche Situation sprechen.
Ich will ungern alleine zu einem Gespräch mit der/dem SB. Gibt es da Möglichkeiten?
 

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Ich habe keine Einladung davor erhalten.
Passiert dies öfters oder war dies das erste Mal?

Ich hatte nun keine Zeit für einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung für morgen zu stellen...
Den Antrag kannst du auch noch im Termin stellen.

Und gleichzeitig will man über meine berufliche Situation sprechen.
Das ist ein zulässiger Meldegrund. Was spricht dagegen, darüber zu sprechen?

Ich will ungern alleine zu einem Gespräch mit der/dem SB. Gibt es da Möglichkeiten?
Du kannst eine Person deines Vertrauens als Beistand mitnehmen.
 

DonOs

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Meiner Meinung nach ist eine Folgeeinladung nicht wirksam, also rechtswidrig, wenn man die erste, aus welchem Grund auch immer nicht wahrgenommen hatte, denn:

https://www.elo-forum.org/1994577-post20.html

Post von Ah4entheater einmal durchlesen mit Urteilen.

Die Folgeeinladung ist einfach vermischt mit einer Sanktionsanhörung. Die Textbausteine sind einfach zusammen gewürfelt worden.

Entweder man lädt einfach normal ein, ohne Folgeeinladung und schreibt irgendetwas von dem hier rein:

(2) Die Aufforderung zur Meldung kann zum Zwecke der

1. Berufsberatung,

2. Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit,

3. Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen,

4. Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und

5. Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch

erfolgen.
Oder man schreibt eine Sanktionsanhörung. Beides in einem und ohne Möglichkeit sich schriftlich dazu zu äußern, halte ich jedenfalls für verkehrt.

Nunja aber der Termin scheint ja nun schon gelaufen zu sein.
 

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Das ist ein zulässiger Meldegrund. Was spricht dagegen, darüber zu sprechen?
Meiner Meinung nach spricht da eine ganze Menge dagegen.

Das ist der Standard-Meldegrund, der meistens dafür missbraucht wird, einem eine Maßnahme anzudrehen oder eine Eingliederungsvereinbarung zu verkaufen. Meistens gleicht es eher einem Verhör, als einem sachlichen Gespräch über die berufliche Situation. Alles was man sagt, kann im Prinzip gegen einen verwendet werden... Ich würde immer die kritische Frage stellen, in wie fern der Meldegrund nicht auch mit milderen Mitteln (Post) hätte erfüllt werden können.

Systemkonforme Richter mögen das anders sehen, aber 90% meiner "Einladungen" mit diesem Meldegrund sind Etikettenschwindel - und das ist so gewollt.

Auch kann einem kein Mensch sagen, wann der Meldegrund rechtssicher erfüllt ist... Da steht was von Vorlage des Personalausweises und persönlicher Meldung im Gesetz - aber nichts davon, dass man sich vom Sachbearbeiter ausquetschen lassen muss und an Ort und Stelle zu verharren hat, bis der SB einen in die Freiheit entlässt.

Ich bin da schon des Öfteren mit meinem SB aneinander geraten und einfach aufgestanden und nach Hause gegangen. Anhörung kam trotzdem nie eine...

Das ganze Gesetz ist eine Schande.
 

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Hi,

ich habe heute Post erhalten und soll morgen zum Jobcenter um mich zum Sachverhalt äußern, weil ich den letzten Termin nicht wahrgenommen habe. Ich habe keine Einladung davor erhalten.
Ich hatte nun keine Zeit für einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung für morgen zu stellen...
Und gleichzeitig will man über meine berufliche Situation sprechen.
Ich will ungern alleine zu einem Gespräch mit der/dem SB. Gibt es da Möglichkeiten?
Du hast selbstverständlich immer das Recht, einen Beistand/Zeugen (Protokollführer) mitzubringen. Ist sowieso ratsam, wenn die Situation mit deinem SB angespannt ist.

Falls du keinen Brief erhalten hast, einfach wahrheitsgemäß schildern. DIE müssen DIR im Zweifelsfalle nachweisen, dass er eingegangen ist, nicht umgekehrt. Das ganze führt dann wahrscheinlich dazu, dass du in Zukunft immer Einladungen per Postzustellungsurkunde im gelben Umschlag erhalten wirst. Ist bei mir schon lange der Fall. Hat aber auch Vorteile - kostet das JC nämlich 5x so viel Geld pro Brief und die werden dich nur noch einladen, wenn es wirklich nötig ist. Außer dein SB möchte dich gezielt ärgern, dann kommen in Zukunft gut gefüllte Wundertüten mit Einladungen + VVs.

Würde es mit Humor nehmen, gibt gegen alles Mittel und Wege.:bigsmile:
 

Maximus Decimus

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berlinerbär

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Mich wollten sie auch sanktionieren, meine Beraterin war krank mit Aushang, ging am Terminstag zum Kollegen, er sächselte: ich teilte meiner Berliner SBin den Sachverhalt am Termin darauf hin mit: Kollege sächselte, sie erkannte den Sachverhalt an, Sanktion war weg vom Tisch.
Einen Beistand empfinde ich als Schwäche,man sollte die Situation nach Möglichkeit immer selbst im "Griff" haben.
 
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DonOs

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Hast du eine Quelle für deine Aussage, insbesonders wo steht, dass man immer das Recht hat einen Zeugen mitbringen zu dürfen?

SGB X § 13 Abs. 4.
(4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__13.html

Es sollte aber lieber Beistand genannt werden. Einen Zeugen kann man ohne Angabe von Gründen ablehnen. Bei einem Beistand bedarf es dann schon eine *schriftliche Begründung der Ablehnung.

* § 13 Abs. 7 S. 1. SGB X
 

Zerberus X

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Es sollte aber lieber Beistand genannt werden. Einen Zeugen kann man ohne Angabe von Gründen ablehnen. Bei einem Beistand bedarf es dann schon eine *schriftliche Begründung der Ablehnung.

* § 13 Abs. 7 S. 1. SGB X
Ist richtig. Rechtlich gesehen ist es ein Beistand. Sollte es vor Gericht gehen - und damit sollte man beim JC immer rechnen - würde der Beistand aber die Funktion eines Zeugen einnehmen. Ein "Protokollführer" wie bei Gericht ist es auch nicht, aber der Beistand darf sich natürlich Notizen machen. Die SB fertigen ja auch Stasi-Protokolle der Meldetermine an. Davon habe ich zum ersten Mal erfahren, als ich die aW beantragen musste und die Rechtsabteilung meines JC mit Zitaten aus so einem Protokoll um sich warf.

Der SB hat im Übrigen aber - leider - auch das Recht den Teamleiter dazuzuholen. Deshalb steht in den Einladungen in aller Regel auch "WIR möchten mit Ihnen über Ihre beurfliche Situation sprechen." - Damit halten die sich gleich die Möglichkeit offen, mit zwei SB auf dich einzuwirken.

Aber dazu muss man einen haben,Absagen wegen nix Beistand geht nicht.
Wie ist das eigentlich, wenn plötzlich zwei oder mehr SB im Raum sitzen, beispielsweise der Teamleiter und die SB aus dem Nebenzimmer auftaucht. Muss man das so hinnehmen oder kann man dann wegen "Unverhältnismäßigkeit" darauf bestehen, dass ein Beistand (notfalls ein Rechtsbeistand) dazugeholt und der Termin verschoben wird?

SB + Teamleiter ist ja gang und gäbe, aber wo ist da die Grenze zu ziehen?
 

Glossy79

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Hallo


ich stecke in der gleichen Problematik drin und man droht mir Sanktionen obwohl ich eine AUB für beide Termine habe. Ich werde schriftlich dazu Stellung nehmen und habe auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde für das fragwürdige Verhalten der Mitarbeiter des JC trotz AUB . Ich finde es nicht ok wenn man immer Briefe beantworten muss vom JC obwohl für beide Termine eine AUB vorliegt.


Kann mir jemand sagen ob eine Dienstaufsichtsbeschwerde als vorschnell abgetan werden kann ? Ich habe gehört es gibt beim Betreuungsericht Hilfe für z.B einen Beistand für Termine. Ich kenne nämlich niemand der sich da wirklich auskennt . Wenn ich jemand mitnehme der wie ich so gar keinen Plan von Hartz 4 hat ist sinnfrei das ganze. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht mit Beiständen vom Betreuungsgericht beim Termin im JC ?
 
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Kerstin_K

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Beim Betreuungsgericht gibt es keine Beistände , somdern gestztliche Betreuer. Willst Du das?
 

berlinerbär

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Ach, ich würde da mich nicht beindrucken lassen, wenn auch ein Teamleiter/in gegenübersitzt, sollen sie doch.
Das GG ist für alle verbindlich, das SGB2 ist Ihr Problem und wie sie das händeln.
Bei einer Sanktion immer Klagen, dann bricht das JC meist ein: später gibt es sowieso das "unterschlagene" Geld wieder zurück.
Immer Klagen.
Nix gefallen lassen: Es bedeutet sowieso Mehraufwand für das JC, wenn Du immer zu den Terminen gekommen bist, warum solltest Du einen Termin bewusst versäumt haben? Das klingt eben unglaubwürdig.
 
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Glossy79

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Hallo


danke für die Info. Mir wurde gesagt man kann da Hilfe bekommen wenn es um Termine beim JC geht. Wie doof von mir zu glauben das das einfach hilfsbereite Menschen sind. Ich wusste nicht das das gesetzliche Betreuer sind. Nein das will ich nicht. Ich lebe sozial isoliert und habe momenatn niemand den ich länger kennen würde. Denn ich mit nehmen kann aufs JC.
 

berlinerbär

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Dass das gesetzliche Betreuer sind, würde ich so generell nicht sagen. Klar, sie stehen unter Druck, haben meist selbst Zeitverträge und müssen gute Statistiken machen.(Deshalb die Massnahmen)
Sie sind meist ratlos, warten aber auch auf Gegenvorschläge der Kunden.
Ich hatte ja dieses Theater: Berliner Modell mit 4Wochen-Einladungen, das ging bei mir fast 2Jahre lang, da sie mich für vermittlungsfähig gehalten haben, was ja auch stimmte, bin seit 3Jahren ununterbrochen da raus.
Aber Berufe oder Jobs mir da oder bei den komischen Trägern zu diktieren, das hatte ich immer abgelehnt.
 
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berlinerbär

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Man wird da ja immer eingeteilt: eher marktnah oder mehr marktfern, es kommt auch darauf an, wie man dort auftritt.
Wenn man da immer mit Beistand ankommt, könnte es mit einer Förderung(Weiterbildung) schwieriger werden.
Diese Einteilungen haben sich Unternehmensberater, die die Agenturen beraten sollen, für teures Geld ausgedacht.
Es gibt ja die Instrumente: Praktika, EGZ,warum also nicht?
Massnahmeträger machen auch Vorschläge, man sollte aber immer der Herr(oder die Dame) im Ringe sein, so wie unser GG mit der freien Berufswahl das eben auch sieht und absegnet.
Alles andere ist rechtswidrig, genauso Sanktionen, wegen Zwangsarbeitsjobs: immer gegen aufgezwungene, nicht gewählte Jobs Klagen, Klagen und Klagen.
 
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