Folgeeinladung erhalten, welches einen anderen Meldegrund als ursprüngliche Ersteinladung erhält

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Paulinchen1977

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Hallo.

(Zuerst sorry, dasss ich zur Zeit keine Fotos von den Schreiben des JC machen kann. Alle nötigen Daten von diesen werde ich jedoch hier aufführen.)


Ich habe "Standard"-Einladung zum 16.11.18 erhalten, zu welchem ich aufgrund einer Krankheit nicht erschienen bin (AU dauert bis einschl. 23.11.18 an). Die Einladung zum besagten Termin war eine 08/15 Einladung mit Sanktionsandrohung bei Nichtwahrnehmung und RFB. Meldegrund war "Ich möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen."


Am 17.11.18 habe ich eine Folgeeinladung per PZU erhalten. Das Schreiben wurde am 16.11.18 verfasst und enthält im wesentlichen folgendes:


der Einladung zum 16.11.18 sind Sie leider - trotz Belehrung über Rechtsfolgen - nicht nachgekommen. Sie haben mir bisher auch keinen wichtigen Grund mitgeteilt [...] Das Gesetz sieht deshalb vor, Ihr Arbeitslosengeld II [...]

Ich gebe Ihnen hiermit gem . §24 SGB X [...]

Bitte kommen Sie zum angegebenen Termin[...]

Termin: 22.11.18

Bitte bringen Sie diese Einladung mit.

Teilnahme am Coaching [Anmerkung: Bei der Ersteinladung stand hier "ch möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen."]

Sollten Sie am 22.11.18 arbeitsunfähig erkrannkt sein,[...] erscheinen Sie bitte am ersten Tag an dem Sie wieder arbeitsfähig sind[...]

Dies ist eine Einladung nach §59 SBGII[...]

RFB



Ist die Änderung des Meldegrundes in der Folgeeinladung rechtens? Falls nein, dann bräuchte ich am ersten Tag der arbeitsfähigkeit das JC nicht aufzusuchen, oder?
 

Seepferdchen 2010

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@Paulinchen1977

hier mußt du aufpassen:

Falls nein, dann bräuchte ich am ersten Tag der arbeitsfähigkeit das JC nicht aufzusuchen, oder?

Bitte beachte den § 309 SGB III Abs.: 3

3Ist die meldepflichtige Person am Meldetermin arbeitsunfähig, so wirkt die Meldeaufforderung auf den ersten Tag der Arbeitsfähigkeit fort, wenn die Agentur für Arbeit dies in der Meldeaufforderung bestimmt.

erscheinen Sie bitte am ersten Tag an dem Sie wieder arbeitsfähig sind

Hier wirst du auch noch darauf hingewiesen.
 

Paulinchen1977

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@Paulinchen1977

hier mußt du aufpassen:



Bitte beachte den § 309 SGB III Abs.: 3

Der §309 ist mir bekannt.

Was mich verunsichert, und um darum geht es mir in erster Linie, ist dass der Einladungsgrund bei der Ersteinladung "Ich möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen." war; in der Folgeeinladung aber die Rede vom "Teilnahme am Coaching" ist.

Wäre die Folgeeinladung (juristisch gesehen) noch eine vertretbare Folgeeinladung wenn der ursprüngliche Einladungsgrund nicht mehr gegeben ist?
 

Regensburg

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Hi :)

also JC weiß noch nichts über Deine AU -> in diesem Fall ist eine Sanktionsauslösung (§24) in "Ordnung".

Meine Vorgehensweise (die ich Dir in keinem Fall empfehle) wäre:
- keine Reaktion auf Anhörung sondern nachweislich AU dem JC zukommen lassen.
- dann wird nach Aktenlage entschieden => in 99% eine Sanktion von 10%
- Gegen der Sanktion WS/aW/Klage weil eine falsche Entscheidung, den zwischenzeitlich ist Deine AU in Akte festgehalten worden.

Meine Empfehlung für Dich:
- Im Anhörung auf Deine AU Hinweisen.

Meine persönliche Meinung zum Einladungsgrund:
Damit kommst Du nicht weiter den, der Richter würde sagen:
Der Einladungsgrund wurde "nur" konkretisiert....
 

erwerbsuchend

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Kerstin_K

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Meine Vorgehensweise (die ich Dir in keinem Fall empfehle) wäre:
- keine Reaktion auf Anhörung sondern nachweislich AU dem JC zukommen lassen.
- dann wird nach Aktenlage entschieden => in 99% eine Sanktion von 10%
- Gegen der Sanktion WS/aW/Klage weil eine falsche Entscheidung, den zwischenzeitlich ist Deine AU in Akte festgehalten worden.

Warum machst du das so?
[>Posted via Mobile Device<]
 

Regensburg

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Moin :)

@Kerstin:

Beschäftigungstherapie.

JC traut sich nicht mir etwas zu schicken (außer WBB).
JC weiß, wen die mir ein Brief schicken, bekommen sie 3 Briefchen zur Bearbeitung zurück, und das über Geschäftsführerin.

Zum zweiten kommt zu Gerichtsverhandlung, wo sich der Richter fragen würde: Bin ich der **** hier? Steht doch in der Akte -> AU. Keine gute Sonnenseite für JC.
 

Paulinchen1977

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Hi :)

also JC weiß noch nichts über Deine AU -> in diesem Fall ist eine Sanktionsauslösung (§24) in "Ordnung".

Meine Vorgehensweise (die ich Dir in keinem Fall empfehle) wäre:
- keine Reaktion auf Anhörung sondern nachweislich AU dem JC zukommen lassen.
- dann wird nach Aktenlage entschieden => in 99% eine Sanktion von 10%
- Gegen der Sanktion WS/aW/Klage weil eine falsche Entscheidung, den zwischenzeitlich ist Deine AU in Akte festgehalten worden.



Moin :)

@Kerstin:

Beschäftigungstherapie.

JC traut sich nicht mir etwas zu schicken (außer WBB).
JC weiß, wen die mir ein Brief schicken, bekommen sie 3 Briefchen zur Bearbeitung zurück, und das über Geschäftsführerin.

Zum zweiten kommt zu Gerichtsverhandlung, wo sich der Richter fragen würde: Bin ich der **** hier? Steht doch in der Akte -> AU. Keine gute Sonnenseite für JC.

Dieses würde für mich nicht in Frage kommen, sofern Folgeeinladung mit anderem Grund rechtens ist. Oder ist jmd anderer Meinung?

Folglich müsste ich am ersten Tag der Arbeitsfähigkeit zum JC. (Wobei mir dabei wegen des Coachings als Einladegrund bereits mulmig ist)
 
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