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Förderung von Weiterbildung möglich?

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Blueeyes1407

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Hallo,

leider ist mein Mann (30) seit Mitte August in Harz 4. Er ist gelernter Maurer, seit 8 Jahren aber als Kurierfahrer tätig gewesen, bis die Firma Insolvenz anmelden musste letztes Jahr. Seit 1 Jahr versucht er, irgendwo in der IT- Branche unterzukommen, da dies seine große Leidenschaft ist. Leider ist dies ohne Grundlagen bzw. Ausbildung nicht möglich.

Er hätte jetzt die Zusage, eine schulische Vollzeitausbildung zum Programmierer zu machen. Die Schule liefe über 18 Monate und er hätte dann eine staatlich anerkannte Ausbildung + gleichzeitig Fachabitur. Besser und schneller kann man es ja nicht bekommen.

Einziges Manko: Die Schule kostet 435 Euro monatlich Lehrgangsgebühren. Allein können wir diese Summe nicht finanzieren. Eine Förderung durch die ARGE wurde sofort abgelehnt, obwohl die Chancen auf Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt bei über 90% stehen.

Heute wurde mir gesagt, die einzige kleine Chance auf Förderung besteht, wenn er einen Arbeitgeber findet, der ihm JETZT schriftlich gibt, dass er NACH der Ausbildung eingestellt wird. Aber welcher Arbeitgeber macht das schon???

Welche Möglichkeiten haben wir noch, die Förderung von der ARGE zu erhalten? Wir wollen das Geld ja nicht geschenkt, wir würden es ja wieder zurückzahlen.

Wenn er diese Chance nicht erhält, wird er immer wieder bei der ARGE auflaufen müssen, weil er dann nur mies bezahlte, kurzfristige Jobs bekommt. Das wird doch für die dann viel teurer, als ihn einmal zu fördern und dann Ruhe.

LG
Mareike
 

silkem

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Hallo Mareike,

solche schulischen Ausbildungen sind mit Vorsicht zu genießen. Es gibt mitlerweile auch sehr viele arbeitslose Informatiker - Aussage meines Beraters von der Arge. Habt ihr euch zum Beispiel mal erkundigt, wie hoch die Übernahmequote der Absolventen ist? Welche Berufschanchen hinterher bestehen? Ob die Schule evtl. Bafögförderungsfähig ist?

Warum macht dein Mann keine betriebliche Ausbildung im Informatikbereich? Dort gibt es auch sehr interessante Ausbildungsgänge und er würde sich die Studiengebühren sparen. Außerdem hätte er ergänzend Anspruch auf Bundesausbildungsbeihilfe (falls er sie für seine erste Ausbildung nicht erhalten hat) oder ALGII. Einige Infos findest du hier. Aber macht euch nochmal unabhängig davon schlau.

LG Silke
 

Blueeyes1407

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@silkem

Hallo,

also die Schule arbeitet mit über 290 Firmen in Deutschland in Partnerschaft z. B. Siemens, Nixdorf, Hella, Dr. Oetker usw. Die Chancen stehen laut der Beraterin der Schule bei über 90 %, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die meisten der "Schüler" werden schon durch die Projektarbeit in den Firmen schon vor Beendigung der Schule übernommen.

Förderung ist grundsätzlich durch Meister- BaföG möglich. Aber dann muss alles gefördert werden, also Lebensunterhalt + Lehrgangsgebühr. Das macht dann bei 18 Monaten á ca. 1800 Euro, einen Betrag von ca 32000 Euro, den wir zurückzahlen müssten.

Für eine normale Ausbildung in einem Lehrbetrieb ist mein Mann nicht "gebildet" genug. Er hat halt damals nur Hauptschulabschluss gemacht und das wird ihm nun zum Verhängnis. Er müsste erst Fachabitur machen (2 Jahre) und danach die Ausbildung (verkürzt: 2,5 Jahre). In der Schule hätte er binnen 18 Monaten alles zusammen.

Und die ARGE müsste während einer normalen betrieblichen Ausbildung auch komplett über Jahre aufstocken, so dass das für die viel teurer käme, als uns darlehensweise ca. 8000 Euro zu leihen.

LG
Mareike
 

silkem

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Hallo Mareike,
also die Schule arbeitet mit über 290 Firmen in Deutschland in Partnerschaft z. B. Siemens, Nixdorf, Hella, Dr. Oetker usw. Die Chancen stehen laut der Beraterin der Schule bei über 90 %, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die meisten der "Schüler" werden schon durch die Projektarbeit in den Firmen schon vor Beendigung der Schule übernommen.
Das ist natürlich etwas anderes! Aber die 90% haben auch bei mir nicht für die Förderung einer Fortbildung gereicht.. :cry:

Förderung ist grundsätzlich durch Meister- BaföG möglich. Aber dann muss alles gefördert werden, also Lebensunterhalt + Lehrgangsgebühr. Das macht dann bei 18 Monaten á ca. 1800 Euro, einen Betrag von ca 32000 Euro, den wir zurückzahlen müssten.
Dies solltet ihr trotzdem in Anspruch nehmen - hat sich denn die Arge bezüglich Meister-Bafög schon geäußert? Ich weiß nämlich nicht, ob der grundsätzlich mögliche Bezug von Meister-Bafög den Bezug von ALG 2 ausschließt. Dieser Punkt sollte auf jeden Fall geklärt werden!
Ich empfehle die auf jeden Fall dieses Bafög-Forum

LG

Silke
 

dreamlike

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hallo

zu dem thema kann ich folgendes sagen, weil dies meinen lg auch betrifft. also er hat vor 18 jahren mal verkäufer gelernt. zwischendurch bei zeiarbeitsfirmen als produktionsmitarbeiter eingesetzt. er hat großes handwerkliches geschick und wollte nun versuchen in der baubranche fuß zu fassen. er wollte einen 2 tägigen lehrgang als baumaschinenführer machen und ein 4 wöchiges praktikum bei einer baufirma.

denkste aber nicht mit unserer arge :evil:

ihm wurde mitgeteilt, dass er über keinerlei nachgewiesene qualifikationen auf diesem gebiet verfügt. das er sich privat diese kenntnisse angeeignet hat, zählt in diesem zusammenhang überhaupt nicht.

nur wenn er vom betrieb eine zusage erhält, dass sie gewillt sind ihn nach dem praktikum einzustellen, dann könnte er einen schein für die weiterbildung erhalten.

er versuchte der zuständigen sb zu erklären, dass in der heutigen zeit doch kein arbeitnehmer die katze im sack kaufen würde und das dies doch der zweite vor dem ersten schritt wäre. völlig egal. das ist nun mal so. ohne zusage, keine weiterbildung :|

lustiger weise bekam er bei genau diesem gespräch dann von der sb einen vermittlungsvorschlag mit bei dem gablerschein und maschinenführungskenntnisse zwingend voraussetzungen waren :lol:

also wenn man das nicht mehr mit humor nehmen kann, dann ist es um einen geschehen.

wünsche deinem mann viel glück aber aus erfahrung würde ich sagen, sieht nicht gut aus für ihn.
 
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