Focus: Verdi erklärt den Minilohn.....

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Ver.di erklärt Mini-Lohn: Warum Friseure in Sachsen-Anhalt nur 3,38 Euro pro Stunde verdienen - Arbeitsmarkt - FOCUS Online - Nachrichten


Wie sind da eure Erfahrungen damit, wenn mn mal im Frisörbereich bleibt?

Meine Exfreundin bekam in verschiedenen Läden mind. 7,50 € , im letzten Geschäft blieb sie über Jahre, 3 Angestellte 1350 brutto + Trinkgelder Minimum 200 Euro und 10.- pro Überstunde.
Man muss auch dazu sagen der Frisör hatte einen Stern über seinen Betrieb hängen und flog auch regelmäßig um die Welt um an verschiedene Wettbewerbe teilzunehmen.

Aber in den anderen 2 normalen Frisörläden lief es ähnlich ab mit dem Geld......

Die die in den Discountfrisörläden arbeiten werden wohl am schlimmsten getroffen sein, alles muss schnell und billig gemacht werden :icon_kotz:
 
E

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Gast
Bei den Löhnen wundert es mich, daß überhaupt noch junge Mädchen - ganz selten Jungen - diesen Beruf ergreifen.

Aber Frau Tempel schreibt es ganz richtig: Wie soll man da einen Streik organisieren, bei solchen Minibetrieben?

Zumal ein Streik für den Betroffenen nie einfach ist. Wenn ich da an meine Streiktage denke - wir haben uns gegenseitig motiviert, bestärkt, unterstützt, mitgezogen. Ein Streiker allein, das wird schwierig.

Abgesehen davon, daß es bei solchen Betrieben dann auch keine Betriebsgruppen der Gewerkschaft gibt, die dann die Mitarbeiter aufklären, evtl. Ängste nehmen können usw.


Also, wie soll ver.di da genügend Druck aufbauen, um Lohnforderungen durchzusetzen?
 
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Die meisten Frisörinnen die ich kenne sind Aufstocker.

Das mag jetzt zwar nur ein subjektiver Eindruck sein aber den beiden Salonbesitzerinnen , die ich kenne, geht es ausgesprochen gut.........

Kann sich jeder das dazudenken was er mag.
 
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Japp vielen geht es so, meine EX brachte es mit allen an die 1250-1300 NETTO.....
da brauchte sie auch gar nicht an die Arbeit unter der Hand zu denken......
Und dem Salonbesitzer gings mehr als gut mit ner Villa usw. mag aber daran liegen dass er viele Siege usw eingeheimst hat.
Aber ich denke sowas ist stark in der Minderheit, hätte sie weniger verdient wäre sie weg und hätte was anderes gemacht, Arbeit muss sich lohnen.


Und der große Brocken muss schauen wie er zurechtkommt.siehe Discountshops wie Killerhair oder wie die alle heissen.......
 

hemmi

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Sind nicht auch die Kunden mitschuldig?
Es muß alles möglichst billig sein und ein einfacher Haarschnitt erst recht. Ansonsten wäre zu verdi zu sagen:icon_laber::icon_kotz2:
 
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Klar sind unter anderem auch die Kunden schuld, aber 20 Euro fürn normalen Herrenschnitt wo in 15minuten erledigt ist auch ein bissl Wucher in meinem Augen, wenn die Leute gut ausgelastet sind macht das 60 Euro in der Stunde fürs Geschäft bei relativ wenig Kosten, also nur für den Herrenschnitt gerechnet.....solch einen Stundensatz haben noch nicht mal ein paar kleinere Autowerkstätten und deren Mechaniker kosten weitaus mehr in der Stunde.....
Was ich damit sagen will die Geringverdiener wollen da verständlicherweise sparen, bei Frauen kostet das ganze ja schon weitaus mehr.....

Ich pers. kann in Frisörgeschäften nicht lange sitzen und mich von fremden Menschen am Kopf befingern lassen, habe daher meine Privatfrisörin nach dem Motto eine Hand wäscht die andere.......

Ich wäre ganz klar für Mindestlöhne in dieser Branche weil 3,50 ist schon Wahnsinn und das unterstützt Verdi auch noch, bei anderen Stellen kämpfen die wie aufs Messer wegen 50 Cent und hier :icon_kotz2: winken sie das so durch.......
 

2010

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Wenn man nicht genug verdient etc. ist man entweder auf einen Billigfrisör angeweisen, oder man schneidet selbst.

Der Frisörberuf ist eine weitere Oase für Minijobs.
Und selbst wenn ein Mindestlohn bestehen würde, es gibt genug Mittel diesen zu friesieren:biggrin:
Da kann ich mich nur immer wieder wiederholen.
Aber scheinbar soll ein gewisser Mindestlohn ein Heilsbringer sein.
 
E

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Gast
Ich pers. kann in Frisörgeschäften nicht lange sitzen und mich von fremden Menschen am Kopf befingern lassen, habe daher meine Privatfrisörin nach dem Motto eine Hand wäscht die andere.......
Genau so denk ich auch,und mach es auch...

Ich wäre ganz klar für Mindestlöhne in dieser Branche weil 3,50 ist schon Wahnsinn und das unterstützt Verdi auch noch, bei anderen Stellen kämpfen die wie aufs Messer wegen 50 Cent und hier winken sie das so durch.......

Vllt denkt Verdi mit Trinkgeld sind es ja dann 6-7€...:eek:
 

2010

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Soll kein Heilsbringer sein, man soll nur damit leben können.....

Und glaubs mir die wo ein Laden besitzen die leben nicht schlecht wenn der nur ganz normal läuft.......

Der Mindestlohn ist Wahlpropaganda. Der Michel glaubt nur allzugern an Lügerei, deshalb Heilsbringer.

Klar leben die Selbständigen/Ladenbesitzer nicht schlecht und um dieses nicht zu gefährden werden Dumpinglöhne gezahlt, oder der Mindestlohn ausgetrickst. Wie in allen Bereichen. Nur wenige ehrliche AG sind darunter.
 

hemmi

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Bei vielen Frisören/innen wird ja schon bei der Einstellung darauf hingewiesen daß man ja mit H4 aufstocken könne. Und das ist sicher nicht nur bei den Frisören so, ich würde jedem der den Verweis auf H4 macht den Laden zumachen.:icon_pfeiff:
 
E

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Gast
Selbst wenn ver.di einen Verhandlungspartner hätte - welche Macht hat ver.di denn bitte? Wie sollen die Druck aufbauen?

Ich habe den Eindruck, Ihr wollt von den Gewerkschaften alles auf dem Tablett serviert bekommen. Das funktioniert aber nur, wenn Ihr bzw. wenn die Arbeitnehmer den Gewerkschaften auch Macht verleihen.
 
N

Nustel

Gast
Ver.di erklärt Mini-Lohn: Warum Friseure in Sachsen-Anhalt nur 3,38 Euro pro Stunde verdienen - Arbeitsmarkt - FOCUS Online - Nachrichten


Wie sind da eure Erfahrungen damit, wenn mn mal im Frisörbereich bleibt?

Meine Exfreundin bekam in verschiedenen Läden mind. 7,50 € , im letzten Geschäft blieb sie über Jahre, 3 Angestellte 1350 brutto + Trinkgelder Minimum 200 Euro und 10.- pro Überstunde.
Man muss auch dazu sagen der Frisör hatte einen Stern über seinen Betrieb hängen und flog auch regelmäßig um die Welt um an verschiedene Wettbewerbe teilzunehmen.

Aber in den anderen 2 normalen Frisörläden lief es ähnlich ab mit dem Geld......

Die die in den Discountfrisörläden arbeiten werden wohl am schlimmsten getroffen sein, alles muss schnell und billig gemacht werden :icon_kotz:
Im Osten verdient eine Friseurin noch weniger.
Kenn einen fall wo der Chef sich einen schaukelt , die Gier wird immer wilder, und seine Angestellten werden sich über kurz oder lang selbstständig machen. Und der Trottel meint es geht immer so weiter.
Es dreht sich was.
Besser das Individuum hilft sich selbst, als auf Vorbeter zu hören.
 

jimmy

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Diese Aussage,
Meine Exfreundin bekam in verschiedenen Läden mind. 7,50 € , im letzten Geschäft blieb sie über Jahre, 3 Angestellte 1350 brutto + Trinkgelder Minimum 200 Euro und 10.- pro Überstunde.
Deckt sich nicht mit dieser:

Japp vielen geht es so, meine EX brachte es mit allen an die 1250-1300 NETTO.....
Wie erklärst du das? Keine Friseurin bring 1300€ Netto nachhause, wenn Sie nicht in einem Fancy-Salon arbeitet.

Was ich sonst davon halte? Ist mir egal. Ich gehe schon seit Jahren nicht mehr zum Friseur.


Im Osten verdient eine Friseurin noch weniger.
Kenn einen fall wo der Chef sich einen schaukelt , die Gier wird immer wilder, und seine Angestellten werden sich über kurz oder lang selbstständig machen. Und der Trottel meint es geht immer so weiter.

Dolange es den H4-Sanktionsapparat gibt, solange wird es auch immer so weiter gehen. Da wird einfach eine Neue zu den bisherigen Konditionen eingestellt und gut. Haut die ab, kommt die Nächste. Nachschub ist unbegrenz verfügbar.
 

2010

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Was ich sonst davon halte? Ist mir egal. Ich gehe schon seit Jahren nicht mehr zum Friseur.




Dolange es den H4-Sanktionsapparat gibt, solange wird es auch immer so weiter gehen. Da wird einfach eine Neue zu den bisherigen Konditionen eingestellt und gut. Haut die ab, kommt die Nächste. Nachschub ist unbegrenz verfügbar.

"Ist mir doch egal"
Und deshalb werden die Kapitalisten immer dreister u. gieriger.
Der Deutsche setzt sich, wenn überhaupt, erst dann in Bewegung, wenn es ihn selbst betrifft.

Mit dem Sanktionsapparat hat das nicht unbedingt etwas zutun.
Es gibt nicht genügend Vollzeitstellen die dazu dienen seinen Lebensunterhalt ausreichend zu erwirtschaften.
Jedoch genug arbeitslose Frauen. Hinzu kommt noch, daß den AG die Minijobs Unmengen von Sozialabgaben einsparen. Also wird die Situation ausgenutzt die Löhne weiter zu drücken. Wenn der/die Eine nicht will, kommt der/die Nächste. In Hauptsache arbeiten Frauen in 400 € Jobs. Schau dich mal um.
 

jimmy

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"Ist mir doch egal"
Und deshalb werden die Kapitalisten immer dreister u. gieriger.
Der Deutsche setzt sich, wenn überhaupt, erst dann in Bewegung, wenn es ihn selbst betrifft.
Es ist vollkommen normal sich nicht für alle existierenden Probleme zu interessieren. Vorallem dann nicht, wenn Sie einen nicht betreffen. Ich gehe nicht zum Friseur, und somit ist es für mich egal ob es Sie gibt oder nicht. Das bedeutet aber nicht, dass ich von dessen Existenz keine Kenntnis habe. Das Grundproblem vieler in diesem Forum ist, dass Sie zu viel Energie in Dinge investieren, welche Ihnen unnötige Energie raubt. Dazu kannst du gerne News/presse/Politik aufrufen und dich davon überzeugen.

Mit dem Sanktionsapparat hat das nicht unbedingt etwas zutun.
Es gibt nicht genügend Vollzeitstellen die dazu dienen seinen Lebensunterhalt ausreichend zu erwirtschaften.
Jedoch genug arbeitslose Frauen. Hinzu kommt noch, daß den AG die Minijobs Unmengen von Sozialabgaben einsparen. Also wird die Situation ausgenutzt die Löhne weiter zu drücken. Wenn der/die Eine nicht will, kommt der/die Nächste. In Hauptsache arbeiten Frauen in 400 € Jobs. Schau dich mal um.
Der Sanktionsapparat ist Teil des ganzen. Viele nehmen einen 400€-Job an, weil Sie glauben, dass der Druck dann abnimmt. Tut er aber nicht. Man muss zu 100% aus dem Bezug. Das viele Frauen in 400€-Jobs festhängen, ist mir bekannt.
 
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Diese Aussage,

Deckt sich nicht mit dieser:


Wie erklärst du das? Keine Friseurin bring 1300€ Netto nachhause, wenn Sie nicht in einem Fancy-Salon arbeitet.



Dann rechnen wir mal: 1350 brutto--->ca 1000 netto
plus Minimum 200 Trinkgeld
plus Überstundengeld 100
sind schon mal 1300.- das war das minimum alles andere lag darüber, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld gabs auch noch in bar......

Man muss auch dazu sagen das war kein x beliebiger Frisör, sondern in ein Intercoiffeur , dort gingen nur Leute hin die besser betucht waren, das Arbeitsklima war familiär von daher war das alles spitze.So was solls auch noch geben.Und sämtliche Kurse und Weiterbildungen wurden bezahlt, auch die Zeit wo sie übers WE weg war.......

So sollte es eigentlich sein dann hätte keiner was zu meckern.


Das man in der Großstadt nicht auf so einen Lohn kommt ist klar......
da muss es schnell und billig sein und wenn man aufmuckte wurde man ersetzt.......
 
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Im Osten verdient eine Friseurin noch weniger.
Kenn einen fall wo der Chef sich einen schaukelt , die Gier wird immer wilder, und seine Angestellten werden sich über kurz oder lang selbstständig machen. Und der Trottel meint es geht immer so weiter.
Es dreht sich was.
Besser das Individuum hilft sich selbst, als auf Vorbeter zu hören.

Hoffentlich dreht sich was.
 
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