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Flashmob zum Mindestlohn

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Martin Behrsing

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#2
Das ist docjh nicht Dein Ernst???? 7,50 Euro Mindestlohn, bedeuten für einen Single weiter Hartz IV. Für so etwas macht man doch nicht Werbung, zudem der Ein-Euro-Jobanbieter und Lohndrücker AWO daran auch noch beteiligt ist
 

Ingvar

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#3
Das ist docjh nicht Dein Ernst???? 7,50 Euro Mindestlohn, bedeuten für einen Single weiter Hartz IV. Für so etwas macht man doch nicht Werbung, zudem der Ein-Euro-Jobanbieter und Lohndrücker AWO daran auch noch beteiligt ist
ganz meiner Meinung!:icon_smile:
Ich setzte mich doch nicht für ein Mindestlohn ein, mit dem man noch immer dem HARTZ-IV Joch ausgesetzt ist!:icon_neutral:
 

Berenike1810

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#4
Liebe Leute,

Ihr wollt also tatsächlich für einen Mindestlohn in Höhe von : 7,50 € ....???! sein.....? -Ich glaub's einfach nicht !


Rechnung:

Bei 164 AStdn. = 1.230,00 Brutto (als Beispiel)

Single LSt. I ......= 924,00 Netto (ohne KISt.)

Miete z.B..............390,00 warm ohne Energie

Energievers.............60,00

Hausnebenk.............20,00 - Nachzahlung : 12

Vers./Müll/ Reparat.....40,00 Pausch. : 12
___________________________________________

monatlich...............= 414,00 Euro zum Überleben.....Klasse !!!

Flatrate........................32,00 Arcor + Telekom - wohne auf dem Land.
_______________________________________________


bleibt bis hierhin..........382,00 € -ohne Fahrzeug, ohne kaputte Waschmaschine, ohne Regio-Karte, ohne Zeitung, ohne GEZ u.s.w.
 

Volker

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#5
Ist mir klar das 7,50 das nicht bringen, und ?

Verteil ich deswegen jetzt nicht mehr die 10Euro Flyer?

Volker
 

Rounddancer

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#6
Ha Heiligsblechle,-
es geht doch darum, daß 7,50 EUR Mindestlohn nur der EINSTIEG sein wird und sein kann,-

wichtig ist doch nur, daß endlich auf möglichst breiter Basis die Mauer gebrochen wird, die bisher in Deutschland jeden flächendeckenden Mindestlohn verhindert.

Das wird so sein, wie bei der U-Bahn in New York City.
Dort war es ewig üblich, daß der Fahrpreis der U-Bahn eben einen Dollar kostete,- und bar zu zahlen war. Immer ein Dollar pro Fahrt, denn sonst kam man nicht durch die Schranke am Eingang.

Erst als dann die Ein-Dollar-Mauer gebrochen war, dann gings los, aufwärts mit dem Fahrpreis, und hin zu Tages-, Wochen-, und Monatskarten, etc.

Wenn wir uns erst für einen Mindestlohn einsetzen, der bei zehn Euro startet,- dann wird der ewig nicht kommen, oder erst dann kommen, wenn aufgrund der Inflation, etc. die zehn Euro nur noch das wert sein werden, was heute 7,50 EUR sind.
Und wir lassen damit die vielen Geringverdiener für weitere Jahre im Regen stehen, Geringverdiener, die heute weit unter den 7,50 EUR brutto bezahlt bekommen. Vergessen wir nicht, es gibt nicht wenige Menschen, die haben nur 2,95 EUR (z.B. Zimmermädchen), 3,50 EUR (Friseurinnen), 4,50 bis 5,00 EUR (Floristinnen), 5,00 EUR bis 6,00 EUR (Wachleute im Tag-, und Nachtdienst, Sicherheitsleute am Flughafen), 6,32 EUR bzw. 6,94 EUR (Zeitarbeiter, eingesetzt als Produktionshelfer, z.B. meine Exfrau, etc.), 7,00 EUR (Bäckereiverkäuferinnen), etc.
Bei einem Einstieg bei 7,50 EUR hätten diese Menschen alle gleich ein deutliches Mehr in der Lohntüte. Und Alleinstehende wären in der Regel aus der Gängelei der Arge raus.
Dann wäre der Durchbruch geschaffen,- und wir könnten uns an Ländern wie Frankreich orientieren, die schon weit über den 7,50 EUR liegen. Ein Durchbruch, der auch von der breiten Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen würde.
 

Martin Behrsing

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#7
Unterschreib die Plattform 500 Euro Eckregelsatz und lies dir mal die Sachen durch, dann verstehst Du es hoffentlich, warum man dieses Scheingetöse auf keinen Fall unterstützen soll. Warum soll man etwas unterstützen, wo einer der großen Lohndumpingtreiber (AWO) mitbeteiligt ist?
Dieses Zeug zu unterschreiben, bedeutet nichts anderes, wie Hartz IV zu zementieren und klammheimlich Wahlkampf für die SPD zu machen.
Denen geht es doch nicht um wirkliche Armutbekämpfung.
Ha Heiligsblechle,-
es geht doch darum, daß 7,50 EUR Mindestlohn nur der EINSTIEG sein wird und sein kann,-

wichtig ist doch nur, daß endlich auf möglichst breiter Basis die Mauer gebrochen wird, die bisher in Deutschland jeden flächendeckenden Mindestlohn verhindert.

Das wird so sein, wie bei der U-Bahn in New York City.
Dort war es ewig üblich, daß der Fahrpreis der U-Bahn eben einen Dollar kostete,- und bar zu zahlen war. Immer ein Dollar pro Fahrt, denn sonst kam man nicht durch die Schranke am Eingang.

Erst als dann die Ein-Dollar-Mauer gebrochen war, dann gings los, aufwärts mit dem Fahrpreis, und hin zu Tages-, Wochen-, und Monatskarten, etc.

Wenn wir uns erst für einen Mindestlohn einsetzen, der bei zehn Euro startet,- dann wird der ewig nicht kommen, oder erst dann kommen, wenn aufgrund der Inflation, etc. die zehn Euro nur noch das wert sein werden, was heute 7,50 EUR sind.
Und wir lassen damit die vielen Geringverdiener für weitere Jahre im Regen stehen, Geringverdiener, die heute weit unter den 7,50 EUR brutto bezahlt bekommen. Vergessen wir nicht, es gibt nicht wenige Menschen, die haben nur 2,95 EUR (z.B. Zimmermädchen), 3,50 EUR (Friseurinnen), 4,50 bis 5,00 EUR (Floristinnen), 5,00 EUR bis 6,00 EUR (Wachleute im Tag-, und Nachtdienst, Sicherheitsleute am Flughafen), 6,32 EUR bzw. 6,94 EUR (Zeitarbeiter, eingesetzt als Produktionshelfer, z.B. meine Exfrau, etc.), 7,00 EUR (Bäckereiverkäuferinnen), etc.
Bei einem Einstieg bei 7,50 EUR hätten diese Menschen alle gleich ein deutliches Mehr in der Lohntüte. Und Alleinstehende wären in der Regel aus der Gängelei der Arge raus.
Dann wäre der Durchbruch geschaffen,- und wir könnten uns an Ländern wie Frankreich orientieren, die schon weit über den 7,50 EUR liegen. Ein Durchbruch, der auch von der breiten Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen würde.
 
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#8
2007 hatte ich einen Job im Landschafts und Gartenbau 10,00 € netto. Ging gerade so.
2008 hatte ich einen Job Gartenpflege und Hausreparaturen 10,00 € brutto = Zuschuß Hartz IV. Unter zehn Euro geht nichts. Punkt aus. Den Schmarotzern in Konzernen und Finanzindustrie die Gehälter und Boni kürzen. Die können garnicht soviel arbeiten wie sie
einsacken in ihrer Gier.
Es ist genug für alle da, aber nicht genug für die Gierigen.
Alleine machen sie Dich klein - gemeinsam sind wir unausstehlich.
Keine Stimme für CDU - CSU - FDP - SPD - GRÜNE.
Meine Stimme bekommen sie nicht. Habe schon gewählt - Briefwahl.
Jürgen
siehe auch hier http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/kombilohn/mindhannover.pdf
 

Volker

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#9
anderes, wie Hartz IV zu zementieren und klammheimlich Wahlkampf für die SPD zu machen.
Denen geht es doch nicht um wirkliche Armutbekämpfung.
Dann mach bitte denn Arbeitslosen klar, das sie nicht die SPD oder andere Mindestlohn verweigerer wählen, sondern die Partein wählen die für Mindestlohn sind wähglen, das sie überhaupt wählen gehen.

Die Flashmobgeschichte gehört in die Kategorie Mindestlohn zu diskuttieren,
öffentlich. Und das ist gelungen.

Volker
 

Berenike1810

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#10
... Hallo Volker und KollegInnen,

-wie waren sie denn die flashmobs ??

Bei uns hat man weder was gehört, nach dem 12.09., noch bis heute in einer Zeitung und sei's nur die kostenlose Gazette, was gelesen. Da ich selbst nicht dort war bin ich neugierig.

-Still schweigt der See.

Was haben die Teilnehmenden zu berichten ? Würde mich ja schon mal interessieren.

Vielen Dank.

Berenike
 

torssen

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#11
Hallo,

ich wollte auch erst zum flashmop, bin dann doch nicht hingegangen, weil ich keinen Bock habe die sPD zu unterstützen.

Ich habe auch bisher keine Zeitungsmeldung zu Gesicht bekommen.:icon_sad:
 

Berenike1810

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#12
....-da geht es nicht nur um die SPD - da geht es um die Zukunft der Erwerbsarbeit - und wer, auch Gewerkschaften,..(.und: Bund der Gewerkschaften,) - für einen Mindestlohn, in Höhe von Euro 7,50 ist und plädiert....! ....

- Dafür auf die Straße geht.... Der kann ja wohl nicht rechnen und schon gleich nicht "Sauber" sein.

Ausserdem: Derjenige ist sehr naiv- zu glauben, es würde sich im Laufe der Zeit...zum Besseren...blablabla.... und "das ist doch nur der Anfang..." ...blablabla...

Sollte sich ein Mindestlohn (zwischen 6,80 und 7,10 Euro) einpendeln, wird er mindestens 3 Jahre konstant bleiben, während in 2010 die Lebenshaltungskosten enorm steigen (müssen) werden.

--Sich die Diäten aber kontinuierlich und regelmäßig erhöhen werden.

Berenike
 

ShankyTMW

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#13
...
Sollte sich ein Mindestlohn (zwischen 6,80 und 7,10 Euro) einpendeln, wird er mindestens 3 Jahre konstant bleiben, während in 2010 die Lebenshaltungskosten enorm steigen (müssen) werden.
Ohje, wenn ich mir die Westlöhne der Zeitarbeitsfirmen anschaue, die schon ein wenig über dem geforderten Mindestlohn sind - von Ver.di und DGB gefördert und von allen Möglichen Leuten als Grund genommen in dieser Branhce keinen Mindestlohn einzuführen weil man diesen quai dank dieser Tarife schon habe ...

(Ich weiß, mitlerweile gehören die ZAFs sogar zu den Gruppen der wenigen Mindestlohnbezzieher, nur das da niemand bsiher Werte festgelegt hat)

Sorry, aber hier laufen ein paar Welten ziemlich quer für 7,50 EUR Unterstützer. Vor einigen Jahren hät das ncoh gepasst, aber inzwischen schaut die Realität anders aus und es braucht mehr an Mindestlohn.

--Sich die Diäten aber kontinuierlich und regelmäßig erhöhen werden.
Wie es schon immer gemacht wurde udn wohl auch weiter gemacht wird. :icon_neutral:

--

Ich weiß nciht ob ein Flashmob Urnengang irgendwo zu einer bestimmten Zeit auch das Richtige Signal ist, das genug Beachtung in der Bevölkerung findet, noch weniger so kurz vor den Wahlen. Aber mal davon ab:

Ich schließ mcih auch mal den Fragenden an wie die Flashmob Aktionen waren und warte gespannt auf die Berichte und Eindrücke von denen die es miterlebt haben.
 
E

ExitUser

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#14
hallole,

also der flashmob in homburg saar wurde von ungefähr 30-35 leutchen durchgezogen, mehr waen es nicht. alles in allem war die ganze aktion zu unbekannt. ich habe selbst einige kollegen/innen darauf angesprochen. darauf bekam ich von einigen älteren schon zu hören: was ist den das? ach das ist sowas für junge (hiphop, techno- spaßgesellschaft) das wurde sogar von langjährigen gewerkschaftsmitgliedern für einen joke gehalten.

für meinen geschmack ist die sache voll in die hose gegangen (ich hab auf meinen zettel 10€) gemalt:icon_sad:

liebe grüße von barbara
 

Berenike1810

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#15
....@frettchen, auf deinen Zettel, 10 € zu schreiben, - da hast Du schon mal alles richtig gemacht.

...Techno/Spaßgesellschaft.....-alles scheint zum "Hipp-Hopp" zu werden, scheinbar die Gewerkschaften, einzelne Mitglieder, ...tja, auch hier in Freiburg einer der DGB.

Danke, dass Du tapfer bist !!!

Berenike
 

Volker

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#17
In Düsseldorf, fand es guten Anklang, trotz Laufkundschaft (da Altstadt), ist sonst ein eher schlechter Platz. Beim Flashmob selbst waren es ~70 Leute, eher mehr. Viele bekannte Gesichter oder aus politisch aktiven Kreisen.

Viel Zuspruch aus der Bevölkerung. Thema war bei den meisten, der Mindestlohn ja oder nein. Die Höhe war nicht so das Thema. Da die Gewerkschaften mittlerweile eh einsehen das die Höhe klettern muss, auf 9.50. Fand ich, das die Sache sich mehr als gelohnt hat. Bekannt war die Diskussion um Mindestlohn.

Wir haben Wahlzettel ausfüllen lassen, es sind viele auch ausgefüllt worden
von der Bevölkerung, die dort herumlief.

Die Bevölkerung war meist richtig für Mindestlohn, ein paar die Schwätzten bestätigten die Regel ;-)

Die Sache war, so finde ich, sehr lohnendswert.

Erwähnen sollte ich auch das Die Linke, die ein Block weiter eine öffentliche Veranstaltung gab, anschliessend zum Flashmob dazukam.

Ein paar SPDler (Verdi) hatten nicht ihre Partei herausgehängt, Die Linke nicht ihre. Dennoch war zu sehen wer mehr mobilisieren konnte.

Volker
 
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