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Flashmob in Aschersleben

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dr.byrd

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#1
Das sollte Schule machen!

Es waren keine normalen Kunden, die am Donnerstag gegen 10 Uhr in das Ascherslebener E-Center strömten. Die rund 120 Frauen und Männer aus der Region - die sich zuvor am Kaufland versammelt hatten - waren Teilnehmer einer Streikaktion, zu der die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hatte. Viele von ihnen schoben Einkaufswagen, die sie schnell bis an den Rand füllten. Nachdem die Waren über das Kassenband gelaufen waren und es ans Bezahlen ging, wurde für die Kassiererinnen offenkundig, dass hier etwas nicht stimmte. Die vermeintlichen Kunden reichten statt Bares oder einer Check-Karte eine Karte mit der Aufschrift "Jetzt endlich: Faire Löhne!" Bezahlt wurde nicht - die vollen Einkaufswagen blieben erst einmal im Verkaufsraum stehen. Die Waren mussten von den Mitarbeitern des E-Centers wieder in die Regale einsortiert werden. "Damit haben wir bestimmt bis heute Abend zu tun", kommentierte eine sichtlich gestresste Mitarbeiterin.
Wunderschön auch diese Passage:

Daraufhin rastete der Sicherheitsmann aus, indem er schrie: "Halt die Fresse, du fette Sau." Daraufhin handelte er sich von der Gewerkschafterin reflexartig einen Tritt ans Schienbein ein.
Weiterlesen auf: MZ
 

Rounddancer

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#2
Was soll daran vorbildlich sein?
Es lief doch alles auf eine zusätzlichen Arbeitsbeanspruchung der Mitarbeiterinnen des E-Centers heraus,- kratzte keinen der Oberen, erst recht nicht der Arbeitgeberseite im Tarifkonflikt.

Wäre sowas in einem Betrieb passiert, in dem ich arbeite, - und es wäre von ver.di initiert worden, hätte ich dem zuständigen ver.di-Boss meinen Gewerkschaftsausweis vor die Füße geworfen.
 

HartzDieter

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#4
Was soll daran vorbildlich sein?
Es lief doch alles auf eine zusätzlichen Arbeitsbeanspruchung der Mitarbeiterinnen des E-Centers heraus,- kratzte keinen der Oberen, erst recht nicht der Arbeitgeberseite im Tarifkonflikt.

Wäre sowas in einem Betrieb passiert, in dem ich arbeite, - und es wäre von ver.di initiert worden, hätte ich dem zuständigen ver.di-Boss meinen Gewerkschaftsausweis vor die Füße geworfen.
Warum?

Das war eine bomben Idee, auch wenn die Angestellten hier das Zeugs wieder einräumen mußten. Und es kratzte doch einige der Oberen. :icon_twisted:
 

dr.byrd

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#5
Warum?

Das war eine bomben Idee, auch wenn die Angestellten hier das Zeugs wieder einräumen mußten. Und es kratzte doch einige der Oberen. :icon_twisted:
Vor allem geht´s ins Geld. Und das ist der einzige Punkt, wo es wirklich weh tut.
 

Cigan

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#6
Was soll daran vorbildlich sein?
Es lief doch alles auf eine zusätzlichen Arbeitsbeanspruchung der Mitarbeiterinnen des E-Centers heraus,- kratzte keinen der Oberen, erst recht nicht der Arbeitgeberseite im Tarifkonflikt.

Wäre sowas in einem Betrieb passiert, in dem ich arbeite, - und es wäre von ver.di initiert worden, hätte ich dem zuständigen ver.di-Boss meinen Gewerkschaftsausweis vor die Füße geworfen.
:icon_klatsch::icon_klatsch:Diese Aktion ist vorbildlich und sollte öfters gemacht werden!
Das kratzt die Oberen schon,weil das Personal wegen dieser Aktion nicht der "normalen Arbeit" nach gehen kann und das kostet Geld !
 

mercator

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#7
Also ich finde diese Aktion im Grunde auch sehr gut. Es wird mal Zeit, dass die Gewerkschaften ein wenig erfinderischer werden, wenn es darum geht, ein wenig die Puppen tanzen zu lassen. Das ist mir alles noch zu harmlos, vor allem, wenn man bedenkt, was jetzt auf uns zukommen kann mit schwarz-gelb und angesichts des Machwerks von Lissabon*. Eines kann ich schon jetzt sagen: die EuGH-Urteile zuungunsten der Arbeitnehmer werden sich häufen. Die Gewerkschaften sind gut beraten, nach schlagkräftigen Protestformen zu suchen. Die haben viel zu lange still gehalten.


*) Ja, ich weiß, der tschechische Präsident muss noch "von mir aus, meinetwegen" sagen. Aber die Wahrscheinlich ist mit einem irischen YES deutlich gestiegen. Die EU-Befürworter haben lediglich noch Bammel, dass er seine Entscheidung bis zu den nächsten Unterhaus-Wahlen in England (Mai 2010) hinauszögert und dort eine EU-kritische Regierung gewählt wird, denn dann steht wieder alles auf der Kippe.
 

Drueckebergerin

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#9
Ich kaufe seit Jahren nicht mehr bei Schlecker.... aber demnächst vielleicht doch wieder ? ?

Ich würde gerne diese Woche shopping machen :icon_smile: gibt`s noch mehr Berliner die mal wieder zu Schlecker wollen ? ?
 

galadriel

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#10
Vor allem geht´s ins Geld. Und das ist der einzige Punkt, wo es wirklich weh tut.
Es ist ´ne blöde Idee.
Das Personal ist so schon knapp bemessen, wenige Verkäuferinnen sind Vollzeit eingestellt und arbeiten sowieso schon jeden Tag Überstunden, weil die Sortimente so groß sind.
Denen noch extra Arbeit aufzubürden, finde ich nicht richtig.
Die Oberen kratzt das gewiss nicht. Die haben nämlich nicht die Arbeit damit.
Und falls jemand denkt, dass die damit verbundenen eventuelle Überzeit den Frauen bezahlt wird, der irrt.
 

Cigan

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#11
Genau. Denn im Einzelhandel wird nur die Zeit bezahlt, so lange der Laden auf ist. Vor- und Nacharbeit ist gratis zu leisten.
Die Einzelhandelsmitarbeiter haben ihre normale Arbeit zu tun, auffüllen, kassieren, etc., reicht das ihnen in der Zeit nicht,- dann müssen sie unbezahlt dableiben und nacharbeiten.

Und das, obwohl die meisten davon nur in Teilzeit, oft gar nur im Minijob arbeiten.

Kommt noch dazu, daß da offenbar auch Tiefkühlware in die Wägen gepackt wurde, die taute dann an- oder auf, und darf nicht mehr verkauft werden. Und wer will schon an- oder aufgetauten toten Fisch kaufen?
Jeder selber Schuld,der bei so einem Laden arbeitet!!
Wo gibt es denn gratis Arbeit???

Die Ware,die auftaut,ist Schaden und den tragen die Konzerne,also vollkommen richtige Aktion!!
Oder zahlen den auch die armen Verkäuferinnen??:icon_evil:
Deine Anschauungen geben Rätsel auf !!
 

Curt The Cat

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#12
... , wenn die Ware auftaut. Sie wird zwar abgeschrieben, ...
... wieder in den Froster geworfen und bei näxter Gelegenheit zur Tafel verbracht ...

Mal so als Möglichkeit, durch nix belegt, aber durchaus vorstellbar für mich...

Just my two cents


:icon_wink:

 

Rounddancer

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#13
Jeder selber Schuld,der bei so einem Laden arbeitet!!
das kannst Du Dir als Einzelhandelsbeschäftigter nicht aussuchen.
Les mal nach, was da bei ver.di so aus den Betrieben berichtet wird.

Daß Vor- und Nacharbeiten nicht bezahlt werden, ist schon immer so. Schon immer, wie auch der Konflikt, daß ein einem Gesetz von Kaiser Wilhelm I. achtzehnhundertnochwas bestimmt wurde, daß jeder Einzelhandelsmitarbeiter eine Sitzgelegenheit gestellt bekommen muß. Und daß es kaum einen Laden gibt, wo das der Fall ist. Was dann zu Kreuzschmerzen und schmerzhaften Beinbeschwerden führt.

Auswählen, den Arbeitsplatz auswählen, können die Einzelhandelsbeschäftigten schon lange nicht mehr, sie müssen das nehmen, was sie an Job finden.

Wo gibt es denn gratis Arbeit???
Fast überall.
Wenn ich nur gucke, wie lange mein Sohn abends an Aufmaßaufstellungen für Baustellenabrechnungen sitzt,- alles außerhalb der bezahlten Arbeitszeit. Dazu kommt, daß in der Firma dort nur die Überstunden ausbezahlt werden, die 100 Stunden übersteigen, und so weiter.

Oder: Meine Tanzpartnerin, sie war nach langer Arbeitslosigkeit bei nem Billigbäcker beschäftigt. Bezahlt: 7 Stunden a 7 Euro täglich. Wenn sie Frühschicht hatte, dann mußte sie 1 1/2 Stunden vor Ladenöffnung kommen, also um 5.30 Uhr, die Backöfen anheizen, alles backen, die süßen Stückchen noch mit Zuckerguß verzieren, Brötchen belegen, etc., unbezahlt, denn Geld gibts da erst ab Ladenöffnung. Hatte sie Spätschicht, dann mußte sie mindestens eine Stunde nach Ladenschluß noch bleiben, unbezahlt, ausräumen, die am nächsten Morgen zu backende Ware aus dem Gefrierschrank holen, in den Gärschrank stellen, etc. Und während der Arbeit? Mal hinsitzen ging nur auf dem WC im Keller,- denn die Kassenstühle hatte der Chef entfernt, weil die Mitarbeiterinnen sonst ja faul würden, meinte er.
Mittlerweile ist sie woanders, anderer Backshop. Muß sich an sechs Tagen der Woche die ganze Ladenöffnungszeit (7 Uhr bis 20 Uhr) mit einer Kollegin aufteilen, die Frühschicht hat achteinhalb, die Spätschicht sechseinhalb Stunden, Montag bis Samstag, Schichtwechsel wöchentlich. Sie muß sich täglich eine halbe Stunde Pause eintragen, die sie nicht bezahlt bekommt, aber auch nicht nehmen kann, weil sie ja keine Ablösung hat. Sitzgelegenheit? Gibts nicht. Der "Erfolg"? Große Schmerzen an den Füßen.

Die Ware,die auftaut,ist Schaden und den tragen die Konzerne
denkste. Der Schaden wird am Filialergebnis abgezogen, er fehlt dem Gewinn der Filiale,- wenn es denn eine ist. Wird das Ergebnis schlechter, werden Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu sparen.
Wobei: E-Center sind meist keine Filialen, sondern Franchisebetriebe, geführt durch einzelne, mittelständische Kaufleute. Und die haben im Lebensmittelbereich eh zu rudern, um überhaupt wirtschaftlich klarzukommen. Die haften mit ihrem Privatvermögen. Und das ist im Einzelhandel, besonders im Lebensmitteleinzelhandel trotz hohen Arbeitseinsatzes eher gering.
[/quote]

Heinz
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Handelsfachwirt
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dr.byrd

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#14
Da kommen einem ja glatt die Tränen. :icon_cry: Vielleicht sollten wir da eine Sammlung für die bedauernswerten E-Center ins Leben rufen.

Ja, wo leben wir eigentlich, dass ausgerechnet wir hier solche Sch...jobs verteidigen. Das ist doch die Crux, dass sich immer wieder zusammengedrückte Mitmenschen finden, die sich zu solchen Sklavenjobs bereit erklären.

Deswegen kämpfen wir doch hier für 500,- € Regelsatz. Damit Schluss ist mit den Dumpinglöhnen dieser Menschenschinder.

Man kann diese Verbrecher nicht oft genug heimsuchen. Vielleicht auch mal eine Gruppe hungriger Erwerbsloser am 31., mit selbst gefertigten Kreditkarten der Arbeitsagentur.

Aschersleben ist überall! Jedenfalls sollten sie überall mit solchen Flashmobs rechnen. Das ist sicher.
 

FrankyBoy

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#16
Hey Leute, dass ist eine gute Idee für viele Bereiche - denke gerade an Schlecker, Lidl, Tengelmann etc. - all die Unternehmen die mit ihren Mitarbeitern unfair umspringen etc.

Leute, wir sind viel zu passiv - die Franzosen hätten ihren Volksverrätern die Hölle heiss gemacht wenn bei denen so etwas passiert währe und bei uns regt es mittlerweile niemanden mehr auf - Leute, ich habe keinen Bock auf eine Zukunft die nur eines bedeuten kann: Lohndrückerei, Zwangsarbeit, asoziale Zustände bei Gehältern, Abfindungen die dann auch noch der kleine Mann bezahlen muss oder was glaubt ihr wer gerade den Ortseifen oder den Funke bezahlt?

Ich habe keinen Bock mehr darauf, in einer Gesellschaft zu leben, die derart asozial ist, wie die, in der wir gerade mitten drinn sind - dass ist doch keine soziale Marktwirtschaft mehr sondern eine Vetternwirtschaft, die an Ungerechtigkeiten nicht mehr zu überbieten ist - bevor ich jetzt in Romanstärke schreibe gönne ich mir erst einmal ein Feierabendbier und lausche euren Vorschlähen, wer als nächstes drann glauben soll.
 

redfly

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#17
Tja, da wird es wohl einige Strafanzeigen geben. In meinen Augen keine kluge Aktion.
 

Rounddancer

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#18
Hey Leute, dass ist eine gute Idee für viele Bereiche - denke gerade an Schlecker, Lidl, Tengelmann etc. - all die Unternehmen die mit ihren Mitarbeitern unfair umspringen etc.
Na komm, wenn die darauf kämen, und massiert in Deinem Imbiß Currywurst bestellten, die dann, statt zu bezahlen, im hohen Bogen an die Rückwand Deines Imbißbetriebs würfen,-

dann würdest auch Du sicher nicht so fröhlich diese Aktion gutheißen, denke ich.
 

dr.byrd

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#20
Tja, da wird es wohl einige Strafanzeigen geben. In meinen Augen keine kluge Aktion.
So ein Blödsinn! Und selbst wenn. So what. Ohne Action gibt´s nun mal keine Satisfaction. Endlich überlegen sich die Gewerkschaften mal neue, wirksame Kampfformen.

Bundesarbeitsgericht

„Flashmob“-Aktionen grundsätzlich zulässig

September 2009

Gewerkschafter dürfen Einzelhandelsgeschäfte im Arbeitskampf durch überraschende Aktionen kurzfristig lahmlegen. Das Bundesarbeitsgericht hat die Klage eines Arbeitgeberverbandes abgewiesen, die zum Ziel hatte, der Gewerkschaft Verdi sogenannte „Flashmob“-Aktionen im Einzelhandel zu verbieten. Die Klage war zuvor auch schon von den Vorinstanzen abgewiesen worden (siehe auch: "Flashmobs" im Tarifstreit zulässig).
Weiterlesen auf: FAZ
 

dr.byrd

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#21
Na komm, wenn die darauf kämen, und massiert in Deinem Imbiß Currywurst bestellten, die dann, statt zu bezahlen, im hohen Bogen an die Rückwand Deines Imbißbetriebs würfen,-

dann würdest auch Du sicher nicht so fröhlich diese Aktion gutheißen, denke ich.
Ich geh mal davon aus, dass Franky seine Leute vernünftig behandelt und bezahlt.
 

ShankyTMW

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#22
Na komm, wenn die darauf kämen, und massiert in Deinem Imbiß Currywurst bestellten, die dann, statt zu bezahlen, im hohen Bogen an die Rückwand Deines Imbißbetriebs würfen,-

dann würdest auch Du sicher nicht so fröhlich diese Aktion gutheißen, denke ich.
Etwas drastisch, aber das äquavalent zu den Kühl- & Teifkühlwaren des E-Centers.

Ich mein auch, gerade dieses Sachen in die Einkaufswagen zu packen war extrem dämlich. Ansonsten als Protestform sicher recht gut, ist mal was anderes.


Heißt jetzt nicht das mir die Franchisegeschäftsformene udn Filalhandhabung unbekannt sind. Leidtragende sind immer die Geschaftsführer/Franchisenehmer vor Ot udn dann entsprechend die Mitarbeiter wenn vom Hauptkonzern Druck kommt. Und nicht nur Kaufland, auch harmloser ausschauende Läden wie Kamps leiden darunter.
 

dr.byrd

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#23
In keinem der Berichte ist von Tiefkühlware auch nur mit einem Wort die Rede, auch in dem Film ist keine Tiefkühlware zu sehen.

Es handelt sich auch nicht um irgendeinen kleinen Laden mit nur einer Verkäuferin, sondern um einen großen Supermarkt mit etlichen Angestellten.

In den Artikeln kann man auch nichts von armen, bedauernswerten Franchisenehmern oder Einzelbesitzern lesen, die aufgrund dieser Aktion um ihre Existenz fürchten müssten. - Alles Mutmaßungen und Spekulationen.
So kann man auch das Geschäft und die Propaganda der Kapitalisten übernehmen.

Auch Geld für Sicherheitspersonal, dass auf die mutigen Gewerkschafter losging, war dort reichlich vorhanden.

Es ist schon recht traurig, hier zu lesen, wie weit es die Sklavenhändler mit der Gehirnwäsche und dem vorauseilendem Gehorsam schon gebracht haben. - Stockholm-Syndrom lässt grüßen.

Es wäre für uns sinnvoller, die kämpfenden Kollegen in Thüringen und Sachsen-Anhalt zu unterstützen, wo wir können. Die tun das doch nicht aus Jux und Tollerei, die kämpfen um ihre Existenz und gegen immer frecher auftretende Ausbeutung.

Nach Streikkundgebungen vor den Betrieben beteiligen sich die streikenden Einzelhändler an den Aktionen für einen gesetzlichen Mindestlohn. „Der Einzelhandel ist davon besonders betroffen. Teilweise werden Beschäftigte mit 4 bis 5 € abgespeist. Wir brauchen auch eine Mindestlohnregelung für den Einzelhandel“, so Lauenroth-Mago.
Ver.di Handel
 

Hilfskraft

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#24
Mal an die neoliberalen Mitstreiter hier, die die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung für wichtiger halten als Veränderungen.
Man kann nicht verändern, ohne jemanden "weh" zu tun!
Wann werdet ihr das endlich begreifen?

Da fällt mir nur der kleine Revoluzzer ein von Erich Mühsam

War einmal ein Revo*luzzer,
Im Zivil*stand Lam*pen*putzer;
Ging im Revo*luz*zer*schritt
Mit den Revo*luz*zern mit.Und er schrie: ‚Ich revolüzze!‘
Und die Revo*luz*zer*mütze
Schob er auf das linke Ohr,
Kam sich höchst gefähr*lich vor.
Doch die Revo*luzzer schritten
Mitten in der Straßen Mitten,
Wo er sonst unverd*rutzt
Alle Gas*la*ternen putzt.
Sie vom Boden zu ent*fernen,
Rupft man die Gas*la*ternen
Aus dem Stra*ßen*pflaster aus,
Zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unser Revo*luzzer Schrie:
‚Ich bin der Lam*pen*putzer
Diesen guten Leuch*te*lichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Wenn wir ihn‘ das Licht aus*drehen,
Kann kein Bürger nichts mehr sehen,
Laßt die Lampen stehen, ich bitt!
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!‘
Doch die Revo*luzzer lachten,
Und die Gas*la*ternen krachten,
Und der Lam*pen*putzer schlich
Fort und weinte bitterlich.
Dann ist er zu Haus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Näm*lich wie man revo*luzzt
Und dabei noch Lampen putzt.
http://www.principien.de/2009/05/06/lyrik-xvi-der-revoluzzer/#footnote_0_1552
 

Cigan

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#25
das kannst Du Dir als Einzelhandelsbeschäftigter nicht aussuchen.
Les mal nach, was da bei ver.di so aus den Betrieben berichtet wird.

Daß Vor- und Nacharbeiten nicht bezahlt werden, ist schon immer so. Schon immer, wie auch der Konflikt, daß ein einem Gesetz von Kaiser Wilhelm I. achtzehnhundertnochwas bestimmt wurde, daß jeder Einzelhandelsmitarbeiter eine Sitzgelegenheit gestellt bekommen muß. Und daß es kaum einen Laden gibt, wo das der Fall ist. Was dann zu Kreuzschmerzen und schmerzhaften Beinbeschwerden führt.

Auswählen, den Arbeitsplatz auswählen, können die Einzelhandelsbeschäftigten schon lange nicht mehr, sie müssen das nehmen, was sie an Job finden.


Fast überall.
Wenn ich nur gucke, wie lange mein Sohn abends an Aufmaßaufstellungen für Baustellenabrechnungen sitzt,- alles außerhalb der bezahlten Arbeitszeit. Dazu kommt, daß in der Firma dort nur die Überstunden ausbezahlt werden, die 100 Stunden übersteigen, und so weiter.

Oder: Meine Tanzpartnerin, sie war nach langer Arbeitslosigkeit bei nem Billigbäcker beschäftigt. Bezahlt: 7 Stunden a 7 Euro täglich. Wenn sie Frühschicht hatte, dann mußte sie 1 1/2 Stunden vor Ladenöffnung kommen, also um 5.30 Uhr, die Backöfen anheizen, alles backen, die süßen Stückchen noch mit Zuckerguß verzieren, Brötchen belegen, etc., unbezahlt, denn Geld gibts da erst ab Ladenöffnung. Hatte sie Spätschicht, dann mußte sie mindestens eine Stunde nach Ladenschluß noch bleiben, unbezahlt, ausräumen, die am nächsten Morgen zu backende Ware aus dem Gefrierschrank holen, in den Gärschrank stellen, etc. Und während der Arbeit? Mal hinsitzen ging nur auf dem WC im Keller,- denn die Kassenstühle hatte der Chef entfernt, weil die Mitarbeiterinnen sonst ja faul würden, meinte er.
Mittlerweile ist sie woanders, anderer Backshop. Muß sich an sechs Tagen der Woche die ganze Ladenöffnungszeit (7 Uhr bis 20 Uhr) mit einer Kollegin aufteilen, die Frühschicht hat achteinhalb, die Spätschicht sechseinhalb Stunden, Montag bis Samstag, Schichtwechsel wöchentlich. Sie muß sich täglich eine halbe Stunde Pause eintragen, die sie nicht bezahlt bekommt, aber auch nicht nehmen kann, weil sie ja keine Ablösung hat. Sitzgelegenheit? Gibts nicht. Der "Erfolg"? Große Schmerzen an den Füßen.



denkste. Der Schaden wird am Filialergebnis abgezogen, er fehlt dem Gewinn der Filiale,- wenn es denn eine ist. Wird das Ergebnis schlechter, werden Mitarbeiter entlassen, um Kosten zu sparen.
Wobei: E-Center sind meist keine Filialen, sondern Franchisebetriebe, geführt durch einzelne, mittelständische Kaufleute. Und die haben im Lebensmittelbereich eh zu rudern, um überhaupt wirtschaftlich klarzukommen. Die haften mit ihrem Privatvermögen. Und das ist im Einzelhandel, besonders im Lebensmitteleinzelhandel trotz hohen Arbeitseinsatzes eher gering.
Heinz
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Ausbilder im Lebensmittelhandel a.D.[/QUOTE]
Es wird keiner gezwungen in diesen Läden zu arbeiten,die arbeiten dort freiwillig !!
Wenn ich so was höre kommt mir das :icon_kotz::icon_kotz::icon_kotz:,darum werden nur noch Sklaven gesucht !!Ich würde meine Freundin in so einem Laden nicht arbeiten laßen!!
Schon mal was davon gehört,daß man sich so teuer wie möglich "verkauft" und wenn das nicht geht,dann bleibe ich zu Hause!!

Wenn Menschen so eine Einstellung haben,da muß man sich nicht wundern,was in Deutschland so alles passiert !!
 

Rounddancer

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#26
In keinem der Berichte ist von Tiefkühlware auch nur mit einem Wort die Rede, auch in dem Film ist keine Tiefkühlware zu sehen.
doch, in dem verlinkten Bericht in der MZ steht glasklar:

Wie die Polizei mitteilte, wurden Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung (Beschädigung von Tiefkühlprodukten) aufgenommen.
Es handelt sich auch nicht um irgendeinen kleinen Laden mit nur einer Verkäuferin, sondern um einen großen Supermarkt mit etlichen Angestellten.
ja, aber EDEKA, nicht Kaufland, etc.
 

dr.byrd

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#27
doch, in dem verlinkten Bericht in der MZ steht glasklar:
Ok, es sind Ermittlungen wegen "Beschädigung von Tiefkühlware" aufgenommen worden. Das hatte ich überlesen.

Was Du und Andere daraus gemacht haben, bleibt trotzdem reine Spekulation und ändert nichts an der Richtigkeit und Notwendigkeit der Aktion. - Selbst wenn der ganze Laden weggetaut wäre.
 

Rounddancer

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#28
Ganz gewiß nicht, denn dann hätten noch mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verloren.
Übrigens ist der Einzelhandel fast der einzige Platz, wo Menschen mit Hauptschul-, oder gar Sonderschulabschluß überhaupt noch eine Lehrstelle, oder einen Arbeitsplatz bekommen können.

Und die müssen da arbeiten.
 

Drueckebergerin

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#29
Ganz gewiß nicht, denn dann hätten noch mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verloren.
Übrigens ist der Einzelhandel fast der einzige Platz, wo Menschen mit Hauptschul-, oder gar Sonderschulabschluß überhaupt noch eine Lehrstelle, oder einen Arbeitsplatz bekommen können.
Heinz, wo lebst Du???
Selbst Lidl verlangt schon einen Realschulabschluß.....
irgendwie bedienst Du hier das Klischee der doofen Verkäuferin.

Und die müssen da arbeiten.
Müssen sie???? Ich habe letztens einen ausgelacht, der für 38,5 h/w 1.100 brutto/m zahlen wollte.....
Das hatte ich zuletzt für 120h/m (2001 > 1.860 DM netto)

Die können nur deshalb diese Dumping-Löhne zahlen, weil sich zuviele dafür hergeben.

Danke, mit mir nicht !

Guten Lohn für gute Arbeit !

Im Übrigen habe ich im Einzelhandel meine Vor- und Nachbereitungszeit immer bezahlt bekommen ! ! !

Im Handwerk (NGG) gab es mal einen tariflichen Passus, wonach insgesamt 1/2 Std. täglich nicht bezahlt werden brauchte.
 

Cigan

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#30
Müssen sie???? Ich habe letztens einen ausgelacht, der für 38,5 h/w 1.100 brutto/m zahlen wollte.....
Das hatte ich zuletzt für 120h/m (2001 > 1.860 DM netto)

Die können nur deshalb diese Dumping-Löhne zahlen, weil sich zuviele dafür hergeben.

Danke, mit mir nicht !

Guten Lohn für gute Arbeit !

Im Übrigen habe ich im Einzelhandel meine Vor- und Nachbereitungszeit immer bezahlt bekommen ! ! !

Im Handwerk (NGG) gab es mal einen tariflichen Passus, wonach insgesamt 1/2 Std. täglich nicht bezahlt werden brauchte.
:icon_klatsch::icon_klatsch:Da gebe ich dir zu 100% Recht !!
Wenn sich mehr Menschen einig wären,dann gäbe es weniger Dumping Löhne !!
 

Cigan

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#32
Ganz gewiß nicht, denn dann hätten noch mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verloren.
Übrigens ist der Einzelhandel fast der einzige Platz, wo Menschen mit Hauptschul-, oder gar Sonderschulabschluß überhaupt noch eine Lehrstelle, oder einen Arbeitsplatz bekommen können.

Und die müssen da arbeiten.
Auf den Arbeitsplatz braucht keiner stolz zu sein,wenn er weg ist!!

Es gibt auch Arbeitsplätze in der Gastronomie,die kein "Abitur" verlangen und da werden viele gesucht,auch im gut bezahlten Ausland!!

Müßen braucht keiner was,außer sterben!!
 

Cigan

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#33
Die Kommentare dort klingen nicht so, als ob darüber jemand gelacht hat. Ganz im Gegenteil.
Weil keiner mehr einen Stolz hat,die haben doch alle Angst um ihren beschissenen "Arbeitsplatz" !!

Die Deutschen müßen mal wieder lernen,aufrecht zu gehen und nicht wie geschlagene "Hunde" zu laufen !!!
 

galadriel

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#34
Auf den Arbeitsplatz braucht keiner stolz zu sein,wenn er weg ist!!
Aber ich kann darauf stolz sein, wenn ich dann ohne Arbeit bin oder was?:eek:
 

dr.byrd

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#35
Die Kommentare dort klingen nicht so, als ob darüber jemand gelacht hat. Ganz im Gegenteil.
In Zukunft wird noch so einigen Leuten das Lachen vergehen. Darauf können sich nicht nur die "Schleckers" dieses Landes einstellen. :icon_party:
 
E

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#39
Ich finde die Aktion gelungen.
Klar bleiben die Verkäuferinnen dabei erstmal auf der Strecke. Und irgendwann interessiert es den Unternehmer, wenn er bei solchen Aktionen Verluste einfährt. Vielleicht besinnt er sich dann mal wieder auf korrekte Lohnzahlung. Dann profitieren die Verkäufer wieder davon.

Je mehr für solche Dumpinglöhne zu arbeiten bereit sind, desto mehr solcher Sklaven- Arbeitsplätze wird es geben. Und das kann nicht das Ziel sein.

Ich bin nicht bereit für nen Appel und nen Ei zu schuften, denn nix anderes ist es mehr. Schuften und schuften und schuften. Das hat mit einem Erwerbseinkommen nix mehr zu tun. Ein bisschen sollte Arbeit auch Spass machen, denn dann geht man gern zur Arbeit, und der Chef profitiert dann davon.
 

Nustel

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#40
Übrigens ist der Einzelhandel fast der einzige Platz, wo Menschen mit Hauptschul-, oder gar Sonderschulabschluß überhaupt noch eine Lehrstelle, oder einen Arbeitsplatz bekommen können.

Und die müssen da arbeiten.
FALSCH. Schon ein ziemlich starkes Ding so eine Behauptung hier rein zu stellen. In speziellen Handelszweigen werden KEINE Hauptschüler ausgebildet. Dort geht unter Realschule gar nichts mehr. Bitte etwas mehr recherchieren und nicht wahllos sinnloses Zeugs posten.:icon_evil:
 
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ExitUser

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#41
Die meisten Einzelhandelsunternehmen erwarten für die Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau im Einzelhandel einen Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife.
 
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ExitUser

Gast
#45
FALSCH. Schon ein ziemlich starkes Ding so eine Behauptung hier rein zu stellen. In speziellen Handelszweigen werden KEINE Hauptschüler ausgebildet. Dort geht unter Realschule gar nichts mehr. Bitte etwas mehr recherchieren und nicht wahllos sinnloses Zeugs posten.:icon_evil:
Was ist denn das für ein Statement???? In bestimmten Handelszweigen nehmen sie sogar nur Abiturienten, von welchem "speziellen Handelszweigen" sprichst Du??? Natürlich nimmt Al.. und Co. auch Hauptschüler!
 

galadriel

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#46
Was ist denn das für ein Statement???? In bestimmten Handelszweigen nehmen sie sogar nur Abiturienten, von welchem "speziellen Handelszweigen" sprichst Du??? Natürlich nimmt Al.. und Co. auch Hauptschüler!
Auf diese Einzelhandelszweige bin ich auch gespannt. Alle Einzelhändler nehmen Hauptschüler, nur machen die eine Verkäufer- und keine Einzelhandelslehre, nicht wahr?
 

Drueckebergerin

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#47
Ihre Qualifikation
Sie haben Freude am Lernen, zeigen Einsatzbereitschaft und arbeiten gern im Team. Darüber hinaus sind Sie verläßlich und nehmen die Dinge selbst in die Hand. Die mittlere Reife haben Sie überdurchschnittlich gut abgeschlossen.
Lidl Online

Wann habt Ihr das letzte Mal einen Ausbildungsplatz gesucht ? :confused:
 

Rounddancer

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#49
Auf diese Einzelhandelszweige bin ich auch gespannt. Alle Einzelhändler nehmen Hauptschüler, nur machen die eine Verkäufer- und keine Einzelhandelslehre, nicht wahr?
Praktisch alle, die eine Lehre im Einzelhandel anstreben, machen nach zwei Jahren erst den Verkäufer. Und wenn sie den gut bestehen, und der Lehrbetrieb will/kann, kann der die neuen Verkäufer (meist, wenn überhaupt, nur einen Teil davon) in das dritte Jahr zum Einzelhandelskaufmann übernehmen.
 

dr.byrd

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#51
Die Rede war ja von Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und da reicht in der Tat selbst noch ein Hauptschulabschluß. :icon_smile:

REWE Azubiportal: Unsere Ausbildungsberufe

Kaufmann/-frau im Einzelhandel
In der Theorie. Papier und auch Websites sind geduldig. In der Realität haben die Firmen die freie Wahl. Als Hauptschüler bist Du natürlich am Ende der Schlange.

Natürlich gilt auch bei der REWE: Je besser dein Schulabschluss, desto besser sind deine Chancen, dich bei einem Bewerbungsverfahren gegen die Konkurrenz durchzusetzen.
 

dr.byrd

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#53
I know.

Aber ich kenne meinen Neffen :icon_pfeiff: und der hat mit einem Hauptschulabschluss einen Ausbildungsplatz als Kaufmann bekommen.
Das ist in einigen Branchen nicht ausgeschlossen und auch gut so. :icon_daumen: Ich wünsche mir für jeden jungen Menschen einen ordentlichen Ausbildungsplatz. Bis dahin werden aber sicher noch viele Flashmobs nötig sein.
Wichtig wäre auch, wenn möglichst viele Menschen begreifen, dass nur eine starke Gewerkschaft wirklich etwas für ihre Arbeitsbedingungen tun kann.
 

galadriel

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#54
Praktisch alle, die eine Lehre im Einzelhandel anstreben, machen nach zwei Jahren erst den Verkäufer. Und wenn sie den gut bestehen, und der Lehrbetrieb will/kann, kann der die neuen Verkäufer (meist, wenn überhaupt, nur einen Teil davon) in das dritte Jahr zum Einzelhandelskaufmann übernehmen.
Dann scheint was bei euch anders als bei uns zu laufen.
Meine Tochter hat gleich Einzelhandelskauffrau, Ausbildungsdauer 3 Jahre, im Ausbildungsvertrag auch so festgehalten, gelernt.
Auch die Prüfung war erst nach 3 Jahren, also der Facharbeiterabschluß, oder wie das nun heißt.
Oder macht der Realschulabschluß den Unterschied?
 

Nustel

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#55
Auf diese Einzelhandelszweige bin ich auch gespannt. Alle Einzelhändler nehmen Hauptschüler, nur machen die eine Verkäufer- und keine Einzelhandelslehre, nicht wahr?
Der Sohn eines Bekannten lernte in der Medizintechnik-Branche diesen Beruf. Er war Abiturient. Und nur dies wurde bevorzugt.
Weiteres gilt für die Schmuckbranche.

Sicher nehmen Lidl und Co Hauptschüler. Aber dies ist nicht das Maß der Dinge.

Aprpos geht es in diesem Threat um "FLASHMOB"
 

Curt The Cat

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#57
Ich finde die Aktion gelungen.
Klar bleiben die Verkäuferinnen dabei erstmal auf der Strecke. Und irgendwann interessiert es den Unternehmer, wenn er bei solchen Aktionen Verluste einfährt. Vielleicht besinnt er sich dann mal wieder auf korrekte Lohnzahlung. Dann profitieren die Verkäufer wieder davon.

Je mehr für solche Dumpinglöhne zu arbeiten bereit sind, desto mehr solcher Sklaven- Arbeitsplätze wird es geben. Und das kann nicht das Ziel sein.

Ich bin nicht bereit für nen Appel und nen Ei zu schuften, denn nix anderes ist es mehr. Schuften und schuften und schuften. Das hat mit einem Erwerbseinkommen nix mehr zu tun. Ein bisschen sollte Arbeit auch Spass machen, denn dann geht man gern zur Arbeit, und der Chef profitiert dann davon.
Hm... in diesem Zusammenhang möchte ich mal auch auf diesen, wenig beachteten Thread hinweisen...

http://www.elo-forum.org/finanzkrise-2008-news-kommentare-aktionen/46257-kapital-letzte-instanz.html


..
Aprpos geht es in diesem Threat um "FLASHMOB"
So isses...!!


:icon_wink:

 
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