Berichtigt Firma sagt kein nettolohn für Juli (befristeter Vertrag bis 31.07.) wie sieht es mit Beiträgen zu ALV, RV und PV aus? Brauche Ratschläge! (1 Betrachter)

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Badener

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Hallo Ihr lieben,

nun melde ich mich (habe es befürchtet) mal wieder ...

Damit nicht jeder meine alten Post´s suchen muss.

War befristet bei einer Firma die ähnlich Zeitarbeitsfirma Wöchentliche Mehrarbeit aufs Konto laufen lässt damti z.B. Ferien (da wenig bis kein Arbeitsaufkommen) überbrückt werden können.

Nun, war für mehrere Monate keine Arbeit da (es wurde jegliche angewiesene Arbeit angenommen, hat aber nicht gereicht um die benötigten Stunden zu arbeiten).

In dieser Zeit sind ca. 160 Minusstunden aufgelaufen, zum Vertragsende 31.07. sind noch 60 Minusstunden über!

Der AG schreibt nun das es für Juli keinen Nettolohn gibt (das könnte akzeptiert werden, blöd aber ok) nur ... wie sieht es mit den Sozialversicherungen aus ???

Muss/bezahlt der AG die ... wie kann ich das Nachprüfen/herausfinden?

Danke vorab ;-)

LG
 

Badener

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Hört sich nicht legal an.... oder ich verstehe es nicht.....
Hallo,
vermutlich ist es nicht legal. Da ich auch noch meinen kompletten Urlaubsanspruch (bis auf 1 genommenen Tag) habe. Aber (aufgrund gravierender Privater Baustellen) der Nerv um den Lohn zu feilschen ... wenn die SVBeiträge bezahlt werden, möchte ich mich auf meine neue Stelle und meine Familie konzentrieren.
Grübel ....
LG
 

OldieButGoldie

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Kommt darauf an, was im Vertrag zu Minusstunden geregelt ist. Auch ob es einen TV gibt.
Meines Wissens sind einige Regelungen im BGB (insbesondere 615 BGB) nur in Grenzen abdingbar.
s bsteht nämlich ein Umgehungsverbot, das durch TV und Zeitkonten letztlich aber doch teilweise umgangen werden kann. Insbesondere bei ZAFn.
Es darf kein Missverhältnis entstehen, und das "Regelgehalt" also die vertraglich zugesagten Mindestarbeitsstunden müssen immer bezahlt werden.
Ein Zeitkonto kann lediglich regeln, dass Zeiten nach zu arbeiten sind, was laut 615 BGB gerade nicht verlangt werden kann!
Aber keinesfalls entbindet das den AG von der Bezahlung der sogenannten verstetigten Vergütung.

Mal auf die Schnelle:

Sind die Minusstunden durch den Arbeitgeber verursacht, weil er nicht genug Arbeit ermöglicht, ist eine Verrechnung von Minussalden mit ausstehenden Entgeltzahlungen oder Urlaubsansprüchen grundsätzlich ausgeschlossen. Der Arbeitnehmer hat aufgrund des Arbeitsvertrags einen Anspruch darauf, auch tatsächlich im Umfang der vereinbarten Arbeitszeit beschäftigt zu werden.
 
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Badener

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Hallo,
danke Oldi ... ich weiß das die Firma vor kurzem einem Gerichtlichen Vergleich zustimmen musste in dem die Minusstunden nach AN Kündigung (nur) hälftig ausbezahlt werden mussten, weil der AN sich weigerte Alternative Arbeit zu verreichten. Ich habe nachweislich alle alternativen Arbeiten angenommen ... und darauf bestanden habe das mein Arbeitsvertrag stundenmäßig verringert wurde.
Nicht desto trotz würde mir noch mein Urlaub zustehen ... nach meiner Berechnung müsste bei ca. 20 Urlaubstagen und einer 5 Tage Woche so in etwa der "normale" Lohn rauskommen.
Im Arbeitsvertrag steht nix von Stundenkonto/Minusstunden oder ähnlichem .... es handelt sich nicht um eine ZAF!
Mir geht es hauptsächlich um die Sozialversicherungen!!!
LG
 
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OldieButGoldie

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Dann solltest du den Lohn zunächst nachweislich schriftlich beim AG geltend machen, dann einen Mahnbescheid beim Arbeitsgericht stellen und bei der KK eine Anfrage/Meldung machen.
Z. B. ob der AG eine Unterbrechungsmeldung machte.
 

Badener

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Dann solltest du den Lohn zunächst nachweislich schriftlich beim AG geltend machen, dann einen Mahnbescheid beim Arbeitsgericht stellen und bei der KK eine Anfrage/Meldung machen.
Z. B. ob der AG eine Unterbrechungsmeldung machte.
Hallo,
hier die Frage ... gilt ein Fax mit Bestätigung als Nachweis?
EIne Mail habe ich geschrieben .. Zeugnis, Stundennachweise und Lohn mit Frist gefordert ... aber ...?
Ein Brief muss ja nicht ankommen ... und hm ... na ja... ein Einschreiben kostet ....?
Danke schonmal.
LG
 
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