Firma akzeptiert keine schriftliche Bewerbungen, habe mich trotzdem schriftlich beworben (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Mueller1852

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Bei mir ist ein VV für REWE Digital Fulfilment eingegangen, auf dem VV stand schon das man sich ausschließlich per Mail bewerben soll, habe mich aber trotzdem schriftlich beworben. Nun ist bei mir von REWE eine Antwort eingegangen "Aus datenschutzrechtlichen Gründen können wir Bewerbungen nur noch dann berücksichtigen, wenn wir diese über unser online Bewerbungssystem erhalten". Wenn die schon von Datenschutz schreiben, dann wäre wohl eine schriftliche Bewerbung sicherer als online.

Meine Frage, bin ich durch meine schriftliche Bewerbung meinen Pflichten nachgekommen, obwohl REWE diese nicht akzeptiert?
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

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Bewerbung per Email und Online Bewerbungssystem sind nicht das Gleiche.
 

Mueller1852

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Ja ok, dann halt nur im Online Bewerbungssystem. Am Datenschutz ändert das aber nicht viel.
 
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Gelöschtes Mitglied 64655

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verona

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Du hast dich beworben und m.W. zählt das. Niemand (JC) kann einen zwingen, sich ausschliesschlich online zu bewerben. Oder hat hier jemand aussagekräftige Gesetze dazu?
 

erwerbsuchend

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@Mueller1852, gibt es eine EGV, in der du verpflichtet bist, dich nach den Wünschen des AG zu richten?

@verona, mir ist keine Rechtsgrundlage bekannt, die explizit vorschreibt, dass man den Wünschen des AG aus einer Stellenanzeige zu folgen hat, sofern man sich nicht in einer EGV dazu freiwillig verpflichtet hat. Für TE ist nur wichtig, dass seine Bewerbung beim AG eintroffen ist, wofür er schließlich ein Bestätigungsschreiben erhalten hat.
 

Linuxfan

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Worum gehts hier, um eine Führungsposition in einem Atomkraftwerk?
In den FAQ wird das Procedere als "Talent Community" verkauft.

Es geht wahrscheinlich unter anderem darum, dass sich Rewe eine "Reservearmee" (oder neudeutsch "Bewerberpool") aufbauen möchte, wo sie dann nach Fähigkeiten etc. filtern und passende Bewerber dann schnell kontaktieren können. Wenn einer nicht spurt, wird mal schnell in den Computer geschaut und eine neue Person kontaktiert. Viele Großkonzerne machen das mittlerweile so, dass sie ausschließlich Bewerbungen über das Onlineportal rekrutieren. Dann spart man sich auch das ganze Procedere mit Stellenausschreibungen etc.

Der Bewerbungsprozess scheint mir sehr straff organisiert, mehrstufig und beinhaltet wohl auch ein Telefoninterview. Wer am Ende den Prozess durchläuft bekommt dann ein Angebot.
 
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Gelöschtes Mitglied 64655

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Man spart auch den eigenen Aufwand die Bewerber in der Datenbank zu erfassen.
 

Maximus Decimus

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Manchmal frage ich mich echt, ob einige Fragen hier ernst gemeint sind. Diese Aktion dient doch nur der reinen Provokation. Nicht mehr und nicht weniger. Rewe ist ein relativ seriöser Arbeitgeber und einige wären froh, wenn sie bei denen arbeiten könnten. Hier wird aus meiner Sicht nur wieder gezielt eine Stelle vereitelt. Da frage ich mich wiederum, aus welchem Grund?
Einerseits hier im Forum die halbe Lebensgeschichte offen legen und dann bei einer Onlinebewerbung mit Datenschutz argumentieren. Das passt nicht wirklich zusammen.
 

verona

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In den FAQ wird das Procedere als "Talent Community" verkauft.

Es geht wahrscheinlich unter anderem darum, dass sich Rewe eine "Reservearmee" (oder neudeutsch "Bewerberpool") aufbauen möchte, wo sie dann nach Fähigkeiten etc. filtern und passende Bewerber dann schnell kontaktieren können. Wenn einer nicht spurt, wird mal schnell in den Computer geschaut und eine neue Person kontaktiert. Viele Großkonzerne machen das mittlerweile so, dass sie ausschließlich Bewerbungen über das Onlineportal rekrutieren. Dann spart man sich auch das ganze Procedere mit Stellenausschreibungen etc.

Der Bewerbungsprozess scheint mir sehr straff organisiert, mehrstufig und beinhaltet wohl auch ein Telefoninterview. Wer am Ende den Prozess durchläuft bekommt dann ein Angebot.
Ja, das stimmt. Es ist mir beim Einkaufen aufgefallen. Ständig suchen die über Onlinebewerbungen Angestelle max. in Teilzeit. Also es wird keine Adresse angeboten. Sind dann so hübsche Unternehmen wie: Te+di, Ko+die, Ki+k, etc.
 

erwerbsuchend

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Man spart auch den eigenen Aufwand die Bewerber in der Datenbank zu erfassen.
Die McDonaldisierung der Gesellschaft muss man nicht unbedingt auch noch fördern. Warum soll ich als Bewerber für den AG kostenfrei seine Tätigkeiten im Bereich Personalwesen erledigen?

Stimmt. Aber ich muss auch zugeben, dass sich die Zeit für die Erstellung digitaler Unterlagen (insbesondere PDF-Zeugnismappe) zeitlich lohnt. Man kann diese Bewerbungsmappe dann immer wieder einsenden.
Das ist aber schon ein Unterschied, ob ich als Bewerber eine Bewerbungsmappe per E-Mail verschicke, oder, ob ich als Bewerber auch gleich die Aufgaben des AG im Bereich Personalwesen, also das Eintragen in der Bewerberdatenbank, mit übernehme.
 

Mueller1852

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Ernsthaft? "Zweimalige Registrierung", nur um denen eine Bewerbung zukommen lassen zu können? Worum gehts hier, um eine Führungsposition in einem Atomkraftwerk?
Es geht hier lediglich um eine Teilzeitstelle als Kommissionierer. Die suchen Leute die die Onlinebestellungen von REWE zur Kundschaft fahren.

Du hast dich beworben und m.W. zählt das. Niemand (JC) kann einen zwingen, sich ausschliesschlich online zu bewerben. Oder hat hier jemand aussagekräftige Gesetze dazu?
Das Problem ist halt, der AG bekommt ja auch einen Antwortzettel für den VV. Wenn die meine schriftliche Bewerbung einfach ignoriert haben, dann stehe ich auch nicht bei denen in der Datenbank. Also könnten die dann auf den Antwortzettel schreiben "nicht beworben".


Gibt es eine EGV, in der du verpflichtet bist, dich nach den Wünschen des AG zu richten?
Nein davon lese ich nichts, habe auch einen VA.


Manchmal frage ich mich echt, ob einige Fragen hier ernst gemeint sind. Diese Aktion dient doch nur der reinen Provokation. Nicht mehr und nicht weniger. Rewe ist ein relativ seriöser Arbeitgeber und einige wären froh, wenn sie bei denen arbeiten könnten. Hier wird aus meiner Sicht nur wieder gezielt eine Stelle vereitelt. Da frage ich mich wiederum, aus welchem Grund?
Einerseits hier im Forum die halbe Lebensgeschichte offen legen und dann bei einer Onlinebewerbung mit Datenschutz argumentieren. Das passt nicht wirklich zusammen.
Natürlich ist die Frage ernst gemeint und auf keinen Fall soll diese eine Provokation sein.
Genau, viele Leute wären froh bei einem Sub Unternehmen von REWE in Teilzeit zu arbeiten.

Der Unterschied ist, hier bin ich relativ anonym, bei einem AG lege ich meine Anschrift und meinen kompletten Lebenslauf offen. REWE will auch noch Email und die Telefonnummer haben, damit die mir immer schnell ihre prekären Arbeitsstellen unterbreiten können, nein danke.
 
Zuletzt bearbeitet:

Seepferdchen 2010

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Hallo verona

mal ein Hinweis in eigener Sache, schau dir bitte mal diesen Thread an
zum Thema richtiges zitieren, hier wird das Schritt für Schritt erklärt.


Bedenke richtiges zitieren spart dem Forum Ressourcen (Server) daher schau dir mal diesen Beitrag aus dem Forum an, hier ist

Schritt für Schritt und bildlich gut von @Texter50 und @Zeitkind erklärt zum Thema richtiges zitieren.

Auch sollte man an die user denken die mit dem Handy/ Smartphone in das Forum kommen und ggf. erst "ellenlang" Zitate lesen sollen.

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Birgit63

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Wir haben auch einen Rewe um die Ecke. Das ist ein sehr großer Laden. Dort arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon Jahre. Von schnellem Personalwechsel kann ich dort nix sehen. Und da sie dort schon so lange arbeiten, gehe ich davon aus, dass die Arbeitsbedingungen ok sind. Sie sind auch alle immer sehr nett und hilfsbereit.
 

0zymandias

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Mit der Bewerbung in einer Online-Maske bei REWE würde man sich mit der Datenschutzerklärung der REWE-Group einverstanden erklären.
(Über die Dachorganisation REWE Digital Group GmbH gilt diese auch für die REWE Digital Fulfilment Services GmbH.)

Nach Punkt 3. können alle im Internet gespeicherten Daten zur Anreicherung eines Profils herausgesucht und abgespeichert werden.
Zusammen mit Lebenslauf, etc. dürfte das in einigen Fällen eine recht dichte Darstellung einer Person ergeben.
Eine Zweckbindung oder sonstige Begrenzung wird nicht genannt, also wäre die Erstellung und der Handel mit Kundenprofilen möglich.

Nach Punkt 8. werden die Daten (auch) außerhalb der EU verarbeitet und gespeichert, womit die hiesig gültigen Datenschutzgesetze
faktisch außer Kraft gesetzt wären.

Das eingeräumte Widerspruchsrecht dürfte auch schwer mit den derzeit gültigen Datenschutzgesetzen in Einklang zu bringen sein:
9.5 Widerspruch
Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, gegen die Verarbeitung Ihrer Daten Widerspruch einzulegen.
Im Falle eines berechtigten Widerspruchs werden wir Ihre Daten nicht mehr verarbeiten
Für einen Widerruf der Datenfreigabe bedarf es keines besonderen Grundes und auch seine Nennung ist keine notwendige Bedingung.
Selbst wenn es einer "Berechtigung" fernab der Gesetzeslage bedürfte, bedürfte es ebenfalls der Festschreibung der entsprechend auslösenden
Umstände bzw. ihrer Charakteristika.

Das alles dürfte zumindest klar machen, warum sie diesen Bewerbungsweg bevorzugen. :biggrin:
(Die Aufnahme in einen Bewerberpool / Speicherung in einer Datenbank für hypothetische Jobs ist generell keine sanktionsbewehrte Elo-Pflicht
und kann hier ausgeschlossen werden.)
 

Helga40

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Es geht doch darum, dass eine vom Arbeitgeber nicht gewünschte Art der Bewerbung mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort zum Ausschluss des Bewerbenden führt und damit einer Nicht- oder Negativbewerbung gleichgestellt wird.

So z. B. SG Stade zum Alo-Recht:

 

Merse

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Und wenn sich das Onlineformular nicht abschicken lässt, weil beispielsweise die stets freiwillige Angabe der Mailadresse mittels Pflichtfeld erzwungen werden soll? Somit bleibt nur, sich schriftlich oder garnicht zu bewerben - dann doch lieber schriftlich. Zumal der Arbeitgeber das auch erlaubt:
Nutzen Sie für Ihre Bewerbung bitte, sofern möglich, unser Online-Bewerbungsformular, da dieser Weg der Bewerbung die schnellstmögliche Zustellung gewährleistet und somit auch die zeitnahe Sichtung und Prüfung Ihrer Unterlagen ermöglicht wird.
"Sofern möglich" heißt nicht "ausschließlich". Wir haben nun einerseits die Aussage aus dem VV, er solle sich online bewerben, sowie andererseits die Aussage aus dem Onlinebewerbungssystem, dass er selbiges nicht zwingend nutzen muss. Und nun soll er sanktioniert werden, weil beim AG die eine Hand nicht weiß, was die andere tut?
 

Helga40

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Lt. Eingangsbeitrag erwartet der Arbeitgeber ausschließlich eine Online Bewerbung. Eine kostenlose E-Mail z. B. nur für Bewerbungen lege ich dir beispielsweise bei gmx innerhalb von Sekunden an. Man kann es auch echt übertreiben.

Du kannst gern vor Gericht so argumentieren. Ob du in der heutigen hochtechnischen Zeit damit erreichst, dass man dir glaubt, dass du die Arbeit ja soooooooo gern angenommen hättest, bezweifle ich jedoch. Letztendlich muss der TE wissen, was passieren kann und darf natürlich selbst entscheiden.
 

0zymandias

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Im Stader Urteil fehlt der Nachweis, dass durch die Bewerbungsart die Arbeitsanbahnung verhindert wurde
und dass der Elo genau das wusste.

Dementsprechend stellt das Gericht auch auf Folgendes ab (zitiert nach Verlinkung in #19) ...
30 [...] In dieser Form hat sich der Kläger unstreitig nicht beworben. Soweit der Kläger sinngemäß einwendet, er habe von einer schriftlichen Bewerbung abgesehen, weil der Arbeitgeber aufgrund der fehlenden Eignung des Klägers kein Interesse an einer schriftlichen Bewerbung gehabt habe, ist unverständlich, warum der Kläger die Beklagte über diesen Umstand nicht zeitnah und unaufgefordert in Kenntnis setzte, zumal er in dem Vermittlungsvorschlag dazu aufgefordert worden war, der Beklagten bis zum 19. Dezember 2011 das Ergebnis seiner Bemühungen mitzuteilen. In diesem Fall hätte die Möglichkeit bestanden, zeitnah die Einwände des Klägers hinsichtlich seiner fachlichen Eignung zu erörtern.
Im SGB II, wenn es denn gelten würde, träfe das JC die Beweislastumkehrung.

Gibt es denn noch mehr Urteile, vielleicht aus dem SGB II?
Womöglich nicht, denn der Sanktionsparagraf § 31 SGB II stellt nicht auf die Bewerbungsart ab, sondern auf die Arbeitsanbahnung.

Hesse und Schrader, und mit ihnen auch ihre die entsprechenden Nachahmer in den Bewerbungstrainings der BA, wie ich leider aus eigener
Erfahrung auch weiß, empfehlen sehr wohl den Telefonanruf vor der Bewerbung (Link).
Es wäre mir zwar recht, wenn man quellennah sanktionieren würde ( :biggrin: ), aber damit wäre den Erwerbslosen wahrscheinlich eher nicht geholfen.

Im vorliegenden Fall hier wird auch ein unzulässiges Junktim gesetzt.

Die REWE Group hat ihren Geschäftssitz in Köln, Europa, die potentiellen Arbeitnehmer sind Europäer und aller Voraussicht nach findet
in Europa auch die Tätigkeit statt. Damit gilt die DSGVO.
Dagegen verstößt die Datenschutzerklärung immer noch (fehlende Zweckgebundenheit, nicht-europäische Datenspeicherung und -verarbeitung,
eingeschränktes Widerrufsrecht), und die Ablehnung dieses Bewerbungsweges ist rein rechtewahrend und dient nicht der Verweigerung der Arbeits-
anbahnung.
Unterstrichen wird dies auch noch zusätzlich durch eine erfolgte Bewerbung.

Aus dem Stader Urteil sollte man vielleicht noch mitnehmen, dass man sich keinesfalls auf eine weiche Bewerbungsart (E-Mail, Telefon, persönliches
Gespräch) einlässt, sondern immer bei VVs die Papierschriftform wählt. Es gibt zwar keine Sanktionssicherheit im SGB II, aber das ermöglicht die
höchste Nachweisqualität.

Nachtrag zur "hochtechnischen Zeit": Üblichkeit entscheidet nicht immer über Übel. :biggrin:
Drucker und Druckerdienste sind zwar heutzutage leicht zu bekommen, aber eine handschriftliche Bewerbung ist
damit noch kein Sanktionsgrund, SG Berlin, 23.04.15, S 43 as 6331/14, PDF abrufbar über Kay Füßlein:
Es gibt keinen allgemeinen Grundsatz, dass Bewerbungen nur computergeschrieben sein dürfen. Dies lässt sich insbesondere auch nicht dem vom Beklagten im Gerichtsverfahren dargelegten Ausführungen unter Bezug auf die "Karrierebibel" entnehmen. Zwar sind computergeschriebene Bewerbungen heute allgemein üblich, jedoch kann einer handgeschriebenen Bewerbung nicht allein deshalb der Erfolg versagt werden. Vielmehr ist nach Ansicht der Kammer zu berücksichtigen, auf welche Position sich der Hilfebedürftige bewirbt. So sind an die Bewerbung auf eine Tätigkeit in einem Büro sicherlich andere Anforderungen zu stellen, als an Bewerbungen auf dem Bau oder im Verkauf. Für die von der Klägerin anvisierten Tätig-keitsbereiche im Bereich Verkauf und Wachschutz ist die Fähigkeit mit modernen Büroarbeitsmitteln umzugehen ebenso wie eine fehlerfreie Rechtschreibung und Grammatik nicht zwingend erforderliCh. Den Bewerbungen kann daher nicht allein deshalb ein möglicher Erfolg abgesprochen werden.
-> Auch hier wird alleine auf den Möglichkeit zur Arbeitsanbahnung abgestellt, was eine entsprechende Analogie ermöglicht.
 
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wolf77

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Ich empfinde es als hochproblematisch, wenn man sich jedes mal vor einer zwangsbewerbung Mehrseitige AGBs..Datenschutzerklärungen.. Benutzungsbedingungen.., die noch dazu auf weitere Seiten verweisen, durchlesen soll und da findet sich meistens etwas, was man normalerweise nicht akzeptieren muss.

Hatte vor Jahren mal einen VV für dm Drogerie.
Angehangen habe ich ein Bild mit dem Zusammenschitt mehrerer Teile der Webseite.

In diesem Fall erklärte sich jeder Bewerber automatisch mit der Verwendung personenbezogener Daten für (eigene) Marketingzwecke einverstanden.
 

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