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Finanzinvestoren: Ende des Laissez-faire

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annette

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#1
Wird auch Zeit, das sich hier etwas tut:

Ende des Laissez-faire

Im Streit um die Praktiken von Finanzinvestoren rüsten die Gegner weltweit auf: Aufsichtsbehörden, Gewerkschaften – und selbst Industrievertreter. Von Arne Storn

© Birgit Lang für DIE ZEIT

Die Liste der Teilnehmer liest sich wie ein Who’s who der Branche. Am Montag versammeln sich in Frankfurt Finanzinvestoren aus aller Welt. Sie diskutieren über Geschäftschancen und neue Trends. ...

Die Messe in Frankfurt ist das weltweit wichtigste Stelldichein der »neuen Könige des Kapitalismus«, wie der britische Economist sie einmal nannte. Der Name der Messe: SuperReturn, zu Deutsch: Supergewinn. Bezeichnend ist das, weil das Ziel von Fonds wie Blackstone, TPG oder Carlyle hohe zweistellige Renditen sind. Renditen, die die Fonds erwirtschaften, indem sie gestandene Unternehmen kaufen und nach Jahren mit Gewinn abstoßen. Der Name der Private-Equity-Fonds rührt daher, dass sie sich abseits der Börse halten und bei ihrem Tun Eigenkapital einsetzen.

Der Zeitpunkt der SuperReturn könnte nicht besser gewählt sein. Nie lief das Geschäft für Private Equity so gut wie zurzeit (siehe Kasten). Und nie war die Kritik so massiv. Seit einiger Zeit sieht sich die Branche einer Heerschar von Gegnern gegenüber, die sie – anders als vielleicht noch Vize-Kanzler Franz Müntefering anno 2005 – nicht mehr als Populisten abtun kann. Längst sind es nicht mehr nur Politiker und Gewerkschafter. Längst sind es nicht mehr nur deutsche Stimmen. Weltweit formieren sich die Kritiker. Sie fordern eine Branche heraus, die langsam begreift, dass es mit dem Laisser-faire und der Verschwiegenheit der Vergangenheit vorbei ist. So rüsten sich Gegner wie Befürworter – für den Kampf um die Regulierung von Private Equity.

Vor allem die hohen Schulden der Unternehmen sind in der Kritik

Hauptstreitpunkt ist die Praxis der Finanzinvestoren, große Teile des Kaufpreises über Kredite zu finanzieren und die Tilgung dieser Kredite anschließend dem gekauften Unternehmen aufzubürden – eine Praxis, die bei höheren Zinszahlungen oder schlechterer Liquidität zum Problem werden kann und zunehmend aggressiver angewandt wird. Der zuletzt deutlich gestiegene Fremdkapitalanteil bei Übernahmen sei »als Ausdruck einer Überhitzung zu werten«, urteilte die Deutsche Bundesbank jüngst. Unternehmen im Besitz von Private-Equity-Fonds drohten vom nächsten Abschwung »dahingerafft« zu werden, warnte Jochen Sanio, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Eine schlechtere Bonität der Unternehmen könne den Banken »erhebliche Kreditausfälle bescheren«, monierte die Europäische Zentralbank. ...

Quelle: http://www.zeit.de/2007/09/Private-Equity
Helmut Schmidt zu dem Thema:

© DIE ZEIT, 01.02.2007 Nr. 06
Beaufsichtigt die neuen Großspekulanten!

Die wild wuchernden und global agierenden Fonds müssen genauso überwacht werden wie die Banken und der Wertpapierhandel. Das ist ein Gebot der Vernunft und der Moral. Von Helmut Schmidt

Die New Yorker Investmentbank Goldman Sachs hat im vergangenen Jahr 16 Milliarden Dollar an ihre Vorstände und Mitarbeiter ausgezahlt, die fünf größten amerikanischen Investmenthäuser zahlten insgesamt 36 Milliarden Dollar. Für einen normalen deutschen Staatsbürger ist das eine unvorstellbare Summe, sie entspricht in der Größenordnung der Jahreskreditaufnahme durch den deutschen Finanzminister. Man fragt sich unwillkürlich, ob auf den Finanzmärkten alles mit rechten Dingen zugeht. Der ehemalige Finanzminister Helmut Schmidt erklärt Ursachen, Zusammenhänge und Gefahren. ...

Quelle: http://www.zeit.de/2007/06/Globale-Finanzmaerkte
 
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