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Feststellungsbescheid und Arbeitsvermittler

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gelibeh

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#1
Ich habe am 19.8.2005 einen Termin beim Arbeitsvermittler um über meine berufliche Situation zu sprechen. Mitzubringen, Nachweis über Bewerbungen, Schwerbehindertenausweis und Feststellungsbescheid der Behinderung. Beim Feststellungsbescheid sträubt es sich bei mir. Was will der damit und muss ich den vorzeigen?
 
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#2
Bei mir hat immer der Ausweis gereicht. Auf dem Feststellungsbescheid stehen ja die ärztlichen Befunde, und das geht dem Arbeitsvermittler nichts an. Als Nichtmediziner kann der eh nix damit anfangen. Sollte er für seine Vermittlungstätigkeit nähere Angaben über deine Erwerbsfähigkeit benötigen, muss er halt den ärztlichen Dienst bemühen. Das ist allerdings nur meine persönliche Meinung, belegen kann ich das momentan nicht. Werde aber am Wochennede schaun, ob ich zu dem Thema etwas finde.
 
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#3
Die werden doch immer dreister. :| Dein Sachbearbeiter kann dich mal kreuzweise................fordern kann er, aber du spielst auf keinen Fall mit.

Wenn er den Bescheid sehen will, sagste ihm du hast Kaffee darüber gegossen :p Du stehst unter dem Schutz des Behindertenrechts, mach dem Menschen das klar! Falls er zuckt *fordere* den Behindertenbeauftragten zu sprechen, der wird ihn schon in die Schranken weisen
Du mußt deinen Schwerbehindertenausweis vorlegen, dort steht alles drinn.

Der Feststellungsbescheid dient
1. dem behinderten Menschen zur persönlichen Information. Er selbst entscheidet darüber, ob er den Inhalt
des Bescheides anderen (z. B. seinem Arbeitgeber) zugänglich macht;

Hier sind deine Rechte (Seite 45)

http://www.berlin.de/SenGesSozV/lageso/pdf/ausw.pdf
 
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#4
Zitat aus der von bschlimme genannten Broscüre:

Als Nachweis der Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch dient ein vom Versorgungsamt ausgestellter Ausweis und nicht der Feststellungsbescheid
 
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#5
gelibeh
und tapp nicht in die Falle des Arbeitsvermittlers :evil:
Er wird dich bestimmt fragen, ob du noch täglich 3 Std. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst.

Ich war auch erst vor kurzem dort und habe ihr geantwortet, dass ich das nicht entscheiden kann, dafür gibt es ja Gutachter. Offensichtlich will man die Schwerbehinderten aus dem Leistungsbezug haben.
 

gelibeh

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#6
Das mit den drei Stunden war mir schon klar, da bin ich gewarnt. Und den Feststellungsbescheid werde ich nicht mitnehmen aber eine Begleitung.
Inwieweit muss ich über die Art der Behinderung Auskunft geben. Ist ja nichts "Sichtbares" meine Behinderung. Der Arbeitsvermittler soll speziell für die Behinderten sein, eigentlich sollte der das wissen, aber man kann ja mal versuchen, die Leute aus dem Bezug zu drängen.

Die Antwort mit dem Gutachter gefällt mir, werde ich mir merken.
 
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Gast
#7
Inwieweit muss ich über die Art der Behinderung Auskunft geben.
Garnicht und das ist dem Arbeitsmitter auch bekannt, deshalb will er ja den Bescheid. Dort findet man ja alle Infos. Aber den gibt es nicht :p

Ihm hat der Schwerbehindertenausweis zu reichen, dieser bescheinigt dir die Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit und den grad der Behinderung - BASTA.

Sollte er einen Job für dich haben, kannst du immer noch sagen, dass du wegen der Behinderung eventuell Problem hast. Aber ich bin sicher er hat keinen Job, sondern die Aufgabe dich aus dem Leistungsbezug zu drängen. Angeleiert hat das dein ARGE Sachbearbeiter :evil:

Aber keine Bange, wenn du zu einem Integrationsbeauftragten bestellt wurdest, kennt der seine Befugnisse, so wie du deine Rechte kennst.


SGB IX § 104 Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit (1)

Die Bundesagentur für Arbeit hat folgende Aufgaben:

1. die Berufsberatung, Ausbildungsvermittlung und Arbeitsvermittlung
schwerbehinderter Menschen einschließlich der Vermittlung von in
Werkstätten für behinderte Menschen Beschäftigten auf den allgemeinen
Arbeitsmarkt,
2. die Beratung der Arbeitgeber bei der Besetzung von Ausbildungs- und
Arbeitsplätzen mit schwerbehinderten Menschen,
3. die Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt, insbesondere von schwerbehinderten Menschen,
a) die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung oder sonstiger Umstände
im Arbeitsleben besonders betroffen sind (§ 72 Abs. 1),
b) die langzeitarbeitslos im Sinne des § 18 des Dritten Buches sind,
c) die im Anschluss an eine Beschäftigung in einer anerkannten Werkstatt
für behinderte Menschen oder einem Integrationsprojekt eingestellt
werden,
d) die als Teilzeitbeschäftigte eingestellt werden oder
e) die zur Aus- oder Weiterbildung eingestellt werden,
4. im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die besondere Förderung
schwerbehinderter Menschen,
5. die Gleichstellung, deren Widerruf und Rücknahme,
6. die Durchführung des Anzeigeverfahrens (§ 80 Abs. 2 und 4),
7. die Überwachung der Erfüllung der Beschäftigungspflicht,
8. die Zulassung der Anrechnung und der Mehrfachanrechnung (§ 75 Abs. 2, § 76
Abs. 1 und 2),
9. die Erfassung der Werkstätten für behinderte Menschen, ihre Anerkennung
und die Aufhebung der Anerkennung.

(2) Die Bundesagentur für Arbeit übermittelt dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung jährlich die Ergebnisse ihrer Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nach dessen näherer Bestimmung und fachlicher Weisung. Zu den Ergebnissen gehören Angaben über die Zahl der geförderten Arbeitgeber und schwerbehinderten Menschen, die insgesamt aufgewandten Mittel und die durchschnittlichen Förderungsbeträge. Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht diese Ergebnisse.

(3) Die Bundesagentur für Arbeit führt befristete überregionale und regionale Arbeitsmarktprogramme zum Abbau der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen, besonderer Gruppen schwerbehinderter Menschen, insbesondere schwerbehinderter Frauen, sowie zur Förderung des Ausbildungsplatzangebots für schwerbehinderte Menschen durch, die ihr durch Verwaltungsvereinbarung gemäß § 368 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 Satz 1 des Dritten Buches unter Zuweisung der entsprechenden Mittel übertragen werden. Über den Abschluss von Verwaltungsvereinbarungen mit den Ländern ist das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung zu unterrichten.

(4) Die Bundesagentur für Arbeit richtet zur Durchführung der ihr in Teil 2 und der ihr im Dritten Buch zur Teilhabe behinderter und schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben übertragenen Aufgaben in allen Agenturen für Arbeit besondere Stellen ein; bei der personellen Ausstattung dieser Stellen trägt sie dem besonderen Aufwand bei der Beratung und Vermittlung des zu betreuenden Personenkreises sowie bei der Durchführung der sonstigen Aufgaben nach Absatz 1 Rechnung.

(5) Im Rahmen der Beratung der Arbeitgeber nach Absatz 1 Nr. 2 hat die Bundesagentur für Arbeit

1. dem Arbeitgeber zur Besetzung von Arbeitsplätzen geeignete arbeitslose
oder arbeitssuchende schwerbehinderte Menschen unter Darlegung der
Leistungsfähigkeit und der Auswirkungen der jeweiligen Behinderung auf die
angebotene Stelle vorzuschlagen,
2. ihre Fördermöglichkeiten aufzuzeigen, so weit wie möglich und
erforderlich, auch die entsprechenden Hilfen der Rehabilitationsträger und
der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben durch die Integrationsämter.

lies vielleicht auch mal hier

Sozialgesetzbuch (SGB)
Neuntes Buch (IX)
Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen

http://www.sozialgesetzbuch-bundessozialhilfegesetz.de/_buch/sgb_ix.htm

wenn du noch Fragen hast HER DAMIT :p du sollst ja fit sein für den Termin
 

gelibeh

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#8
Das SGBIX kannte ich. Das ist der Arbeitsvermittler der ARGE. Aber eben speziell auch für Behinderte. Frag mich nur, wenn ich zum Amtsarzt muss, dann bekommt der doch auch gewisse Auskünfte.
Bei einem Freund stand dann im Gutachten z.B. alkoholfern und ohne Zeitdruck.....etc.
Dann kann der sich doch auch denken, was los ist.
Bei einem Sinnes- oder Körperbehinderten kann man das ja auf Anhieb erkennen und die Jobauswahl entsprechend gestalten, aber bei einem Psycho? Das ist für mich eine Situation, die mich schon wieder überfordert.
 
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#9
gelibeh sagte :
Das SGBIX kannte ich. Das ist der Arbeitsvermittler der ARGE. Aber eben speziell auch für Behinderte. Frag mich nur, wenn ich zum Amtsarzt muss, dann bekommt der doch auch gewisse Auskünfte.
Bei einem Freund stand dann im Gutachten z.B. alkoholfern und ohne Zeitdruck.....etc.
Dann kann der sich doch auch denken, was los ist.
Bei einem Sinnes- oder Körperbehinderten kann man das ja auf Anhieb erkennen und die Jobauswahl entsprechend gestalten, aber bei einem Psycho? Das ist für mich eine Situation, die mich schon wieder überfordert.
Ich hatte dich schon verstanden und es ist mir bewußt das es ein Arbeitsvermittler von der Arge ist. ;) Allerdings aus verschiedenen Abteilungen. Sie haben aber nur indirekt miteinander zu tun und kommen erst zum Zug, wenn dein *normaler* SB deine Unterlagen an denen weiter gibt. So ist der Dienstweg.

Nebenbei, wenn die an deine Unterlagen kommen wollen, benötigen die nur ein Anruf beim Versorgungsamt. ;)

Selbst wenn du zu einem Amtsarzt muß, mach dich nicht verrückt. Habe diese Untersuchungen auch schon mehrfach über mich ergehen lassen müssen, alles halb so schlimm. Die können nur über deinen Gesundheitszustand gutachten, nicht über deine anerkannte Behinderung. Dafür ist einzig und allein das Versorgungsamt zuständig.

Bedenke aber noch, die Argen haben auch kein Geld in Hülle und Fülle und müssen ein amtsärztliches Gutachten begründen können. Diese Gutachten kosten der Arge widerrum einen ganzen Batzen Kohle. Das sagte mir die Behindertenbeauftragte bei meinem Gespräch. Sie hat z. B. kein neues Gutachten über meinen Gesundheitszustand gefordert. Aus Kostengründen.

Du mußt es einfach auf dich zukommen lassen und eben mehr als wachsam sein.
 
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#10
Frag mich nur, wenn ich zum Amtsarzt muss, dann bekommt der doch auch gewisse Auskünfte.
Dazu habe ich noch folgendes gefunden. Demnach kann eine Amtsärztliche Untersuchung nicht so ohne Grund durchgeführt werden.

Amtsärztliche Untersuchung

Die Eigenschaft der Schwerbehinderung darf nicht Anlass für eine besondere amtsärztliche Untersuchung sein. Gründe für die Veranlassung einer amtsärztlichen Untersuchung können neben der Prüfung hinsichtlich der Höhe der Abminderungsstunden (vgl. unter Arbeitszeit) z.B. der Verdacht auf Erwerbsunfähigkeit sein.

(VwV SäStR Kap. III Abs. 4)
 

gelibeh

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#11
Hatte heute den Termin. Das mit dem Feststellungsbescheid hat er so geschluckt. Ich habe meine Einschränkungen erzählt(keine Hektik, Zeitdruck) und gut war es. Hab einen Bogen für Bewerbungsaktivitäten mitbekommen, aber keine Auflage über die Anzahl der Bewerbungen. Und Übernahme der Bewerbungskosten hab ich auch beantragt.
Hab noch eine Adresse für einen Integrationsfachdienst für psychisch Behinderte bekommen, werde ich Montag mal Kontakt zu aufnehmen.

War ein angenehmer Gesprächspartner. Hab jetzt auch eine Durchwahl und die Emailadresse. In zwei Monaten sehen wir uns wieder.


Hatte als moralische Unterstüzung Wolfrich mit.
 

Atlantis

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#12
ihr hamburger habt es gut ich habe kein den ich mal
als zeuge mitnehmen kann, ich muß auch noch zum
amtsarzt war letzten beim hausarzt und was sehe ich
in meiner krankenakte beim hausarzt eine anfrage der agentur
zu gesundheitlichen einschränkungen.
der will wohl festellen wieviel stunden ich noch
arbeiten kann.
ich habe auch den schwerbehindetenausweis .


kann mann vom hausarzt eine durchschrift verlangen
was der dem arbeitsamtsarzt mitteilt.

joachim
 

kalle

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#13
Hab erst jetzt einmal wieder in diesen Thread geguckt.
Natürlich hast Du ei Recht auf Deine Krankenakte. Das heißt, das Du eine Kopie von einzelnen Schriftstücken erhalten kannst. Wenn Du mit Deinem Hausarzt gut kannst, sollte das doch kein Problem sein, eine Kopie zu bekommen. Wird Dich aber wohl was kosten .(Kopierer läuft ja nicht auf Wasser und der Arzt ist auch arm..... dran) :hihi:

Und zum Thema Bescheid:
Der Ausweis gilt Der Träger der Sozialleistung hat den Status als Behinderter lt. den % und dem Gdb so hinzunehmen. Eine neuerliche Überprüfung der Eigenschaften ist daher nicht nötig und erforderlich.

Hab ich so aus einem Urteil zur KfZ Hilfe. Müßte mal suchen, ob ich das noch finde.

Wenn Du natürlich meinst, Du bist noch soweit fit, das Du noch min. 3 Stunden arbeiten kannst und das auch durchsetzen möchtest, dann ist gegen eine Untersuchung nix einzuwenden. Umgekehrt natürlich auch.
 
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#14
Hallo,

was ich noch nicht verstanden habe, ist: Was kann denn großartig passieren wenn ich auf die Frage: "Können Sie täglich noch 3 Std arbeiten"
einfach mit ja beantworte? Warum sollte man da besser sagen: Das kann nur ein Gutachter beurteilen?

Wie geht es eigentlich mit jemandem weiter, der nicht mehr mindestens 3 Stunden arbeiten kann. Bekommt dann derjenige Sozialhilfe? Und wie hoch wäre die Sozialhilfe wenn man alleinstehend ist?

MfG
Jens :kinn:
 
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#15
jens sagte :
Hallo,

was ich noch nicht verstanden habe, ist: Was kann denn großartig passieren wenn ich auf die Frage: "Können Sie täglich noch 3 Std arbeiten"
einfach mit ja beantworte? Warum sollte man da besser sagen: Das kann nur ein Gutachter beurteilen?
Wenn du deinen Gesundheitszustand selber beurteilen kannst und meinst dem Arbeitsmarkt 3 Std. täglich zur Verfügung zu stehen, dann beantworte doch die Frage mit einem Ja. Wenn du es aber nicht kannst, dann sollte die Verfügbarkeit von einem Amtsarzt beantwortet werden. ( sprich Gutachter)

Wie geht es eigentlich mit jemandem weiter, der nicht mehr mindestens 3 Stunden arbeiten kann. Bekommt dann derjenige Sozialhilfe? Und wie hoch wäre die Sozialhilfe wenn man alleinstehend ist?
Dann hättest du Anspruch auf eine Grundsicherung.Der Regelsatz beträgt jetzt 345 €. Hinzu kommen die Aufwendungen für die Unterkunft einschließlich der Wohnraumbeheizung.
Voraussetzung für die Gewährung dieser Grundsicherung ist die Vollendung des 65. Lebensjahres oder das Vorliegen einer dauerhaften vollen Erwerbsminderung im Sinn der gesetzlichen Rentenversicherung.
 
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#16
Feststellungsbescheid

Beschlimme hat eigentlich schon alles gesagt, zu beachten wäre nur noch, dass es bei der Sozialhilfe nach SGBXII niedrige Vermögensfreigrenzen gibt. :p
 
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#17
Feststellungsbescheid

Hab noch mal nachgeschaut, wie ich sagte, die Vermögensfreigrenzen beider Sozialhilfe sind wesentlich schlechter wie beim Alg2.Für Einzelperson Freibetrag 1600Euro. :shock:
 

gelibeh

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#18
Und soweit ich weiß, wird auch geschaut, ob die Eltern Geld haben zur Unterstützung. Müsste ich aber nochmal nachschauen gehen.
SGB XII § 43 Besonderheiten bei Vermögenseinsatz und Unterhaltsansprüchen
(1) Einkommen und Vermögen des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartners sowie des Partners einer eheähnlichen Gemeinschaft, die dessen notwendigen Lebensunterhalt nach diesem Buch übersteigen, sind nach den §§ 19 und 20 Satz 1 zu berücksichtigen; § 36 Satz 1 ist nicht anzuwenden.

(2) Unterhaltsansprüche der Leistungsberechtigten gegenüber ihren Kindern und Eltern bleiben unberücksichtigt, sofern deren jährliches Gesamteinkommen im Sinne des § 16 des Vierten Buches unter einem Betrag von 100.000 Euro liegt. Es wird vermutet, dass das Einkommen der Unterhaltspflichtigen nach Satz 1 die dort genannte Grenze nicht überschreitet. Zur Widerlegung der Vermutung nach Satz 2 kann der zuständige Träger der Sozialhilfe von den Leistungsberechtigten Angaben verlangen, die Rückschlüsse auf die Einkommensverhältnisse der Unterhaltspflichtigen nach Satz 1 zulassen. Liegen im Einzelfall hinreichende Anhaltspunkte für ein Überschreiten der in Satz 1 genannten Einkommensgrenze vor, sind die Kinder oder Eltern der Leistungsberechtigten gegenüber dem Träger der Sozialhilfe verpflichtet, über ihre Einkommensverhältnisse Auskunft zu geben, soweit die Durchführung dieses Buches es erfordert. Die Pflicht zur Auskunft umfasst die Verpflichtung, auf Verlangen des Trägers der Sozialhilfe Beweisurkunden vorzulegen oder ihrer Vorlage zuzustimmen. Leistungsberechtigte haben keinen Anspruch auf Leistungen der bedarfsorientierten Grundsicherung, wenn die nach Satz 2 geltende Vermutung nach Satz 4 und 5 widerlegt ist.
 
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#19
Re: Feststellungsbescheid

Lusjena sagte :
Hab noch mal nachgeschaut, wie ich sagte, die Vermögensfreigrenzen beider Sozialhilfe sind wesentlich schlechter wie beim Alg2.Für Einzelperson Freibetrag 1600Euro. :shock:
Die Vermögensgrenze für den Grundsicherungsberechtigten wird im SGB XII von bisher 2.301 Euro auf 2.600 Euro angehoben. Damit besteht auch der erforderliche Spielraum für das Ansparen für Bedarfe aus dem pauschalierten Regelsatz.

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/themen/sicherheit/grundsicherung/index.cfm
 
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Gast
#20
Feststellungsbescheid

Du hast Recht Beschlimme, meine Version ist veraltet.Man lernt nie aus.
 
Status
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