Feststellung der Erwerbsfähigkeit,Fragen hierzu

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paemi

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Hallo,
ich hatte nun einen Termin beim Amtsarzt, um festzustellen, ob und wie weit ich erwerbsfähig bin.

Eine Erwerbsfähigkeit wurde festgestellt, mit Ausschluss von Tätigkeiten, schwer heben, über Kopf Arbeiten, usw usw.

Dies alles wird in einem Gutachten dem Fallmanager mitgeteilt, so weit so gut.

Allerdings werden nach Aussagen des Amtsarzt auch die Diagnosen dem Fallmanager mitgeteilt, was mir persönlich missfällt, da ich auch nicht wirklich nachvollziehen kann, was dem Fallmanager meine Diagnosen angehen.

Hat das so seine Richtigkeit, oder kann ich gegen die Übermittlung der Diagnosen etwas unternehmen ?

Nach meinem Verständnis hat den Fallmanager doch nur zu interessieren...kann arbeiten, darf Tätigkeiten XY nicht ausüben, oder lieg ich hier falsch ?

Grüße

paemi
 

gelibeh

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Hat das so seine Richtigkeit, oder kann ich gegen die Übermittlung der Diagnosen etwas unternehmen ?
Der darf die Diagnosen nicht dem FM mitteilen. Du kannst das Gutachten anfordern und zwar Teil A und Teil B. In Teil B dürfen keine Diagnosen stehen. Falls doch musst Du Dich wehren. Dazu weiß bestimmt noch jemand mehr.
 

wisky23

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Richtig, der SB darf nur den sogenannten Teil B mit allgemeinen Einschränkungen erhalten, NICHT den Teil A mit Diagnosen.

Ansonsten verstößt der Amtsarzt gegen den Datenschutz und du kannst dich an die Ärztekammer wenden und dich dort beschweren.
 

Anna B.

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Hallo

der Arzt spinnt ja wohl...

er darf keinerlei Diagnosen in Teil B nennen..

er darf nur die Einschränkungen beschreiben:

nicht schwer heben, keine Überkopfarbeiten, keinen Streß, kein Publikumsverkehr und was es so alles gibt..

lediglich in Teil A darf er Diagnosen verwenden..

Teil A darf aber nicht an den SB gehen...

Teil A sofort beim ÄD anfordern..schriftlich oder persönlich, unter Vorlage von Perso, dort abholen...

Teil B beim Gespräch mit dem FM aushändigen lassen oder vorher bereits anfordern...

hier müßte etwas dazu stehen...

Datenschutz in Jobcentern und Arbeitsagenturen

den Praxisleitfaden der Agentur für Arbeit hat man vom Netz genommen..er ist nicht mehr aufzurufen..

vielleicht kann man hier noch etwas erlesen:

https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/088/1708846.pdf
 

TC Nairolf

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Anna B., hattest Du echt ein Termin? Bei mir habt der Arbeitsmedizinischedienst der AfA Hannover vom Schreibtisch aus ohne mich gesehen zu haben ein Gutachten erstellt.
 
G

Gerhard Hartz

Gast
Ich meine mal gelesen/gehört zu haben das man gleich mit der Einladung zum ÄD, natürlich schriftlich, darauf hinweisen muss dass jegliche Diagnose nur dem ELO und dessen Arzt mitzuteilen ist.

Kann mich aber irren.

In jedem Fall würde ich auch die Weitergabe meiner weiteren persönlichen Daten bzw. einer medizienischen Diagnose an den SB unterbinden.

Nur mal das Beispiel AU.
Dort steht auf der AU für die Kasse das Kürzel für das Krankheitsbild. Auf der AU für den Arbeitgeber/das JC eben NICHT!

Denke nicht das es rechtens ist dort Details weiter zu geben.
 

paemi

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Hallo

der Arzt spinnt ja wohl...

er darf keinerlei Diagnosen in Teil B nennen..

er darf nur die Einschränkungen beschreiben:

nicht schwer heben, keine Überkopfarbeiten, keinen Streß, kein Publikumsverkehr und was es so alles gibt..

lediglich in Teil A darf er Diagnosen verwenden..

Hallo,
es handelt sich um eine Optionskommune, und das Blatt was zum FM geht hat keinen Teil A und B, es ist ein beidseitig bedrucktes DIN A4 Blatt, welches der Arzt ausfüllt, unter anderem halt Beschreibung der Einschränkungen ( Diagnosen)

Ich habe jedenfalls mal ein Fax hingesendet, und die Weitergabe der Diagnosen widersprochen, mal schauen was dabei raus kommt.
 

Sprotte

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den Praxisleitfaden der Agentur für Arbeit hat man vom Netz genommen..er ist nicht mehr aufzurufen..

.....aber doch nicht mit uns,Anna...:icon_knutsch:....(das I-Net vergisst nicht....und Harald sowieso nicht....nes pas ..)

Hier hast du den Link :

HEGA 09/11-11-Praxisleitfaden zur Einschaltung der Fachdienste

2.2.2 Gutachtenformate des ÄD

Die Gutachtenformate, d. h. der formale und strukturelle Aufbau der in Nr. 2.2.1 genannten Begutachtungsmodule des ÄD entsprechen den aktuellen Sozialmedizinischen Standards.


Die Gutachten des ÄD bestehen aus zwei deutlich voneinander abgegrenzten Teilen – unabhängig davon, ob es sich um ein Gutachten mit Untersuchung oder ein Gutachten nach Aktenlage handelt:


Teil A = Medizinische Dokumentation und Erörterung

Teil B = Sozialmedizinische Stellungnahme für den Auftraggeber

Teil A, die „Medizinische Dokumentation und Erörterung“, verbleibt in der Akte des ÄD und unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Eine Übermittlung an die Auftraggeberin/den Auftraggeber ist aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig.


Teil B, die „Sozialmedizinische Stellungnahme für den Auftraggeber“, wird der Auftraggeberin/dem Auftraggeber in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter zur Erfüllung ihrer/seiner Aufgaben übermittelt.
Hier werden aus datenschutzrechtlichen Gründen ausschließlich die

vermittlungs- und beratungsrelevanten Gesundheitsstörungen aufgeführt und Sozialmedizinisch diskutiert.
Um deutlich zu machen, dass sich die gutachterliche Leistung nicht ausschließlich auf die Erstellung des Teils B beschränkt, sondern häufig auch eine medizinische Dokumentation und Erörterung umfasst, wird darauf in Teil B ausdrücklich hin gewiesen.
.....so what,Herr Amtsarzt... :cool:
 

Anna B.

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Hallo

perfekt..

Danke schön..

ich einen Termin beim ÄD?

nee....den hab ich schriftlich mehrfach verlangt....was bekam ich?

eine Leistungseinstellung...!!!

wegen: fehlende Schweigepflichtentbindung...

aber ich bin ganz unbesorgt: Klage läuft...
 

Sprotte

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Hallo,
es handelt sich um eine Optionskommune.......

.......dazu ganz kurz,ohne auf die ärztliche Schweigepflicht als solche ellenlang einzugehen(das darf die Landes/Bundesärztekammer machen,gerne auch am Telefon) :

StGB § 203 <----bitte lesen.

Auch eine Optionskommune kann sich nicht darüber hinwegsetzen.Sie hat nicht das Recht eine Weisung zu erlassen(sollte sie das gewagt haben),in der die Schweigepflicht aufgehoben oder abgeschwächt wird.Behördenleiter können sich nicht über strafrechtliche Vorschriften hinwegsetzen,das gibt ihr "Weisungsrecht" nicht her.

Im Rahmen seiner Schweigepflicht hat der Amtsarzt(weder als Arzt,noch als Amtsträger) keine Diagnosen zu übermitteln.


Denen ist wohl das Brötchen unter den Haaren weich geworden.:icon_motz:


......unter anderem halt Beschreibung der Einschränkungen ( Diagnosen)

Tatsächlich ,das was dir fehlt in allen Einzelheiten? .....und du hast nicht versehentlich eine pauschale Entbindung für den SB/JC/div.Andere unterschrieben ? Entweder beim Arzt oder bei Antragstellung im JC,Ersttermin beim Pap/FM usw (wird gern gemacht).....überprüf deine Unterlagen,zur Not Akteneinsicht,viele wissen nach längerer Zeit nicht mehr was sie alles beim Ersttermin unterschrieben haben,wofür es keine Kopie für die eigene Akte zuhause gibt.
 

paemi

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richtig...

die Beschreibung eines Zustandes ist keine Diagnose...

Richtig, die Beschreibung ist weiter oben, dann ein Feld, auf welchen Diagnosen die Beeinträchtigungen zurück zu führen sind, sprich weiter oben, "keine Überkopftätigkeit" ....unten ....wegen Diagnose XY

Kann schon Diagnose und Beschreibung eines Zustandes aus einander halten.
 

paemi

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Müsste ich wohl im Rahmen einer Akteneinsicht übers JC mir wohl kopieren, dürfte durchaus machbar sein,denke ich mal jetzt so
 

paemi

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Update: der Amtsarzt hat mich jetzt, nachdem ich per Fax einer Weitergabe von Diagnosen widersprochen habe, zu einem Termin geladen, um mit mir das Gutachten zu besprechen.

Auf telefonische Nachfrage wurde mir erklärt dadurch das ich der Weitergabe widersprochen habe wäre das Gespräch nötig.

Na, habe ich dann mal den Termin bestätigt um mir anzuhören was man nun dringendes diesbezüglich zu besprechen hat.

Werde dann nächste Woche berichten !
 

paemi

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So,

das Gespräch hat jetzt stattgefunden, ich wurde begrüßt mit den Worten :
"die Einladung ist ein Entgegenkommen von uns".

Dann legte man mir das Gutachten als "Entwurf" vor, und dort waren dann die Diagnosen aufgeführt, in dem bereits extra dafür vorgesehen Feld.

Nach kurzer und hitziger Diskussion wurde dann geklärt das das Feld jetzt leer bleibt, mit den Worten " ein geübter Fallmanager kann auch aus den anderen Angaben die Diagnose lesen", da fragt man sich schon was Fallmanager so üben :smile:

Naja, jedenfalls bin ich arbeitsfähig, allerdings 3-6 Stunden nur, mit vielen Einschränkungen, was wird sich der FM nun wohl einfallen lassen mit dem Gutachten ?

Das Gutachten selbst wollte der Doktor mir nicht mitgeben, dies werde ich über den Fallmanager anfordern können.

Jetzt warte ich auf die Einladung und schau mal was dabei rauskommt.

Gruß
paemi
 
K

Katzenfreak

Gast
Realistisch gesehen wirste so keinen Job finden und keinen VV erhalten.

Beispiel meinerseits, vollschichtig , nur leichte Tätigkeiten mit Einschränkungen, bisher noch kein VV , Beruf muss erst noch erfunden werden laut SB^^

Bleibt ja eh nur Bürokram übrig im Prinzip oder die geliebten CallCenter........
 

Muzel

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Ein Gutachten als Entwurf ist ein Witz hoch 3. Kein Arzt gibt freiwillig einen Entwurf heraus, weil er dazu überhaupt nicht verpflichtet ist. Das ist ist nur im Notfall nötig, wenn der Arzt nachweisen muss, dass er den Patienten vor seinem Tod untersucht hat.
Der Doktor ist verpflichtet das Gutachten herauszugeben. Er kann dass natürlich abhängig machen, dass bei der Eröffnung ein Arzt anwesend ist. Dies bedarf aber einer gesonderten Begründung. Mich hat man auch verklappst und gesagt, dass ich das Gutachten erhalte. Davon war nichts wahr. Man sogar meine Anwältin angewiesen mir das Gutachten nicht persönlich zu übergeben sondern nur über einen arzt. Für mich hieß das, dass ich das Gutachten nie sehe und wenn ich darauf bestehe meine Anwältin verklagen darf nach Auskunft des UPD.

"2) Ärztinnen und Ärzte haben ihren Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen grundsätzlich Einsicht in die sie betreffenden Krankenunterlagen zu gewähren; ausgenommen sind diejenigen Teile, welche subjektive ärztliche Eindrücke oder Wahrnehmungen enthalten. Auf Verlangen sind ihnen Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben."
§ 10 Dokumentationspflicht
Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte

vom 14. November 1998 in der Fassung vom 10. November 2012
 
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