Fehler vermeiden/ Krankengeld bald ausgeschöpft/ Reha-Antrag/ ALG I

Anlei

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Hallo zusammen,

ich bin gerade völlig erschlagen und ein wenig überfordert von den ganzen Informationen, die es hier gibt. Deswegen würde ich gerne meinen Fall einfach hier schildern, wenn das in Ordnung ist. Vermutlich ist das der x-te Beitrag zum gleichen Thema, aber in irgendeinem Thread hatte jemand so schön geschrieben (ungefähr): "Jeder Fall ist individuell"... deswegen wage ich es einfach mal. Und ich hoffe, ich bin mit diesen Fragen hier richtig... v.a. weil verschiedene Themen berührt werden, die aber vermutlich dann mal irgendwann "zusammenlaufen".

Kurz (?) zur Sachlage:
ich bin 29, habe einen GdB von 50 (falls das wichtig sein sollte), bin seit längerem arbeitsunfähig erkrankt und Mitte November wird mein Krankengeld ausgeschöpft sein.
Meine Behandler halten mich derzeit für nicht arbeitsfähig, bzw. raten mir auch an, den Beruf zu wechseln - ich selbst hadere damit aber sehr. Also es gibt an der Stelle viel Uneinigkeit (aber das ist eher ein emotionales Problem und kein bürokratisches).
Eigeninitiativ (und nach Anraten mehrerer Behandler) habe ich in der vergangenen Woche einen Antrag für med. Reha an meine Rentenversicherung geschickt - in der Hoffnung, dass dieser schnellstmöglich bearbeitet wird.

Mein langfristiger Wunsch: wieder arbeitsfähig sein/werden, ggf. mit Hilfe einer Umschulung o.Ä. (ich kenne mich leider überhaupt nicht aus mit diesen Dingen). Eine EU-Rente will ich unbedingt vermeiden(!)...

Mit dem gestrigen Tag (31.8.) hat mein befristeter Arbeitsvertrag geendet, weshalb ich heute Vormittag persönlich bei der Arbeitsagentur gewesen bin, um dies zu melden. Eigentlich wollte ich nur nachfragen, ob ich mich überhaupt arbeitslos melden muss - da ich ja derzeit dem Arbeitsmarkt aufgrund meiner AU gar nicht zur Verfügung stehe. Ich wollte nur keine Frist versäumen. Daraufhin habe ich allerdings sofort ein persönliches Gespräch mit einer Sachbearbeiterin gehabt, die mich "eingedeckt" hat mit einem Gesundheitsfragebogen für den Ärztlichen Dienst der Agentur.
Sie sagte, es sei gut, so früh zu kommen und diesen Fragebogen auszufüllen, um jetzt schon alles in die Wege leiten zu können, damit nach der Aussteuerung ein nahtloser Bezug von ALG1 gewährleistet sein kann, bzw. um im Vorfeld Klarheit zu haben, wer überhaupt eine Zuständigkeit hat. Weiterhin sagte sie mir, dass ich mich wieder melden soll, sobald ich den Aussteuerungsbescheid der Krankenkasse vorliegen habe (bisher wurde ich nur telefonisch von der KK darüber informiert, nachdem ich nachgefragt hatte) - und/oder sobald mein Rehaantrag bewilligt wurde/ ich einen Aufnahmetermin habe.
Finanziell bin ich persönlich nicht zwingend darauf angewiesen, sofort Geld auf dem Konto haben zu müssen - mir geht es eher darum, weiterhin versichert zu sein und in keine Lücke zu fallen. Ist dies einfach nur durch Wahrung von Fristen gewährleistet, selbst wenn faktisch noch keine Leistungen fließen?

In den letzten Tagen habe ich versucht, so viele Informationen wie möglich im Internet zusammen zu suchen, da ich mitgekommen habe, dass man durchaus auch "Fehler" machen kann bei der ganzen Vorgehensweise - und ich bin ehrlich gesagt völlig überfordert und verunsichert mit dem Bürokratie- und Antragsdschungel. Und ich bin manchmal auf ein bisschen "naiv" bei solchen Behördenkontakten, weil ich ja selbst keine Ahnung habe und mich dann schnell auf die Informationen meines Gegenüber verlasse.


Meine Fragen:
- ist es sinnvoll den Gesundheitsfragebogen jetzt schon auszufüllen und abzugeben?
- Ist es sinnvoll, die Behandler von der Schweigepflicht ggü. dem Ärztlichen Dienst zu entbinden?
- Ist es sinnvoll, vorhandene Berichte einzureichen? (und dementsprechend keine Schweigepflichtsentbindung zu geben)
- Muss ich diese ganzen erbetenen Informationen an die Arbeitsagentur weitergeben - hat das Vor- oder Nachteile?
- Welche Auswirkungen hat das Ergebnis des ÄD auf mich (egal welches Ergebnis)?


Im gleichen Zuge ist mir jetzt der Begriff des "Dispositionsrechts" öfter untergekommen und ich habe gelesen, dass das eingeschränkt werden kann, wenn ich eine Aufforderung der KK/der DRV erhalte, einen Reha/Rentenantrag zu stellen. Dies würde ich gerne vermeiden (bisher hat die Krankenkasse sich nie gerührt und einfach immer das Krankengeld überwiesen)... ist es dafür ausreichend, die Krankenkasse darüber zu informieren, dass derzeit ein Rehaantrag läuft? Oder hat das damit gar nichts zu tun.
Für mich ist einfach die Vorstellung gerade ein Alptraum, dass ich zu diesen Dingen aufgefordert werde (evtl. ja zeitgleich mit Ausstellung der bevorstehenden Aussteuerung?) und dann aus der Sache nicht mehr herauskomme. Ich würde einfach nur gerne so schnell wie möglich wieder arbeitsfähig werden, bzw. perspektivisch Möglichkeiten schaffen, wieder einen Beruf auszuüben.

An der Stelle hoffe ich jetzt auf die medizinische Reha - was jetzt mein nächstes "Problem" darstellt.
Dem Antrag habe ich einen Antrag auf Einzelfallentscheidung zugefügt, da ich aufgrund meiner Erkrankung in eine Spezialklinik gehen muss (von denen es nur 3-4 in DE gibt und von denen ich im Antrag eine genannt habe). Eine "normale" Rehaklinik könnte mir nicht helfen, das haben vorherige Krankenhausaufenthalte/die Behandler dort schon deutlich gemacht.
Sollte der Rehaantrag bewilligt werden (was ich hoffe), könnte es sein, dass ein Aufnahmetermin in der Rehaklinik mit Wartezeit verbunden ist, da es sich eben um eine sehr spezielle Behandlung handelt.
Was für Möglichkeiten habe ich dann, diese Wartezeit finanziell/versicherungstechnisch zu überbrücken, da der Krankengeldbezug ja im November endet. Gibt es an der Stelle überhaupt "Überbrückungsmöglichkeiten"? Würde ich dann erstmal in den ALG1-Bezug fallen oder Übergangsgeld oder sowas? (ahhhh Kopfmatsch :icon_frown: )


Ich habe gerade das Gefühl, ich kann nur Fehler machen irgendwie :icon_frown: . Deswegen habe ich auch für Mitte September einen Termin beim VDK vereinbart, in der Hoffnung, dass ich dort ein wenig erleuchtet werden kann. Aber so grundsätzlich habe ich einfach nur 100 Fragen im Kopf und kann diese vielen Informationen, die im www zu finden sind, nicht ordentlich sortieren, um mit einem guten Gefühl danach zu handeln.

Vielleicht kann mir ja hier jemand helfen... oder einfach nur beruhigen oder so. Oder mich im besten Fall auf die Patentlösung verweisen... (was vermutlich nicht geht...*s*)

Ich bedanke mich schon Mal bei jedem, der das hier zumindest gelesen hat :)

Liebe Grüße
 
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