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Fehlender Anspruch: Jeder vierte Arbeitslose bekommt kein Geld

Kaleika

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Fehlender Anspruch
Jeder vierte Arbeitslose bekommt kein Geld


Jeder vierte Arbeitslose, der von der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter betreut wird, bekommt keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Das geht aus einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, über die die "Welt" berichtet. Obwohl diese Gruppe relativ gut qualifiziert und motiviert sei, werde sie jedoch schlechter gefördert als die Bezieher von Arbeitslosengeld.
(...)
Jeder vierte Arbeitslose bekommt kein Geld aus Arbeitslosenversicherung
 

elo237

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es gibt halt zuviel Reiche
 

franzi

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Das bedeutet: es gibt noch wesentlich mehr Elos als angenommen.
Hinzu kommen dann noch - die kürzlich erwähnten - "Nichtleistungsbezieher" (der Begriff wurde offenbar aus der Schweiz entlehnt ...).

Diejenigen, die freiwillig draußen sind, weil sie es sich leisten können, draußen zu sein, werden sich hüten, sich in die Mühlen der Forderungsbetreuung zu begeben ...
 

Erolena

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Eingezahlt haben die Betroffenen nichts oder nicht lange genug in die Arbeitslosenversicherung.

Wenn die Bundesagentur Leistungen für solche Menschen erbringen soll, also für Menschen ohne Leistungsanspruch (ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld I), braucht sie Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt = Zuschüsse aus Steuermitteln. Sprich, die zahlungskräftigen Bevölkerungsteile/Unternehmen müssen sich über Steuern an der Finanzierung der Arbeitsförderung bzw. Weiterbildung für die oben genannte Gruppen beteiligen.

Das wollen sie alle nicht, Steuern zahlen.

Die Regierung forderte, dass die Bundesagentur Geld spart, so dass sie immer weniger Bundeszuschüsse benötigt. (Wenn die Regierung zu feige ist, hohe Einkommen/Vermögen höher zu besteuern, muss bei den Ausgaben sparen, damit der Haushalt nicht aus dem Ruder läuft. Sprich, die Regierung kürzte die Ausgaben für die Bundesagentur, für fast alle sozialen Bereiche u.v.m.)

Die Spitzen der Bundesagentur fanden diese Mittelkürzungen o.k. und mehr als das. Es wurden ja auch nur solche Leute an die Spitze der BA gesetzt, die das "Sparen als Heilsmethode" aktiv unterstützen. Die BA meldet jährlich stolz, wieviel Geld sie im neuen Jahr einsparen wird.

Würde Zeit, dass sich das ändert. Weiß gar nicht, was im neuen Koalitionsvertrag darüber steht.

Sorry, wenn diese Bemerkungen nicht zielführend sind, aber die Wut über diese verkorkste Politik muss manchmal raus.
 

Erolena

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Diejenigen, die freiwillig draußen sind, weil sie es sich leisten können, draußen zu sein, werden sich hüten, sich in die Mühlen der Forderungsbetreuung zu begeben ...
Denk nicht, dass es erquickend ist, nur vom Einkommen des Ehemannes zu leben. Da musst du, sinngemäß das Geld für jede Bratwurst vom Ehemann erbitten. Und auch wenn der Ehemann einer von den "Guten" ist, es ist erniedrigend, wenn man zuvor Jahre lang selbst für sein Einkommen gesorgt hat.

"Nichtleistungsbezieher" sind auch Frauen, denen wegen vorhergehender Freiberuflichkeit kein Arbeitslosengeld I zusteht. Vor Jahren haben sie sich zum Teil aus Furcht vor der HartzIV-Verfolgungsbetreuung in die Selbständikeit geflüchtet. Jetzt, wo sie wieder arbeitslos sind und die Kinder fertig mit der Ausbildung, haben sie "zuviel Geld" in der Familie, so dass jetzt die Ehefrau finanziell vom Ehemann abhängig ist.
 
E

ExitUser

Gast
Eingezahlt haben die Betroffenen nichts oder nicht lange genug in die Arbeitslosenversicherung.
Das mag bei einigen zutreffen.

Die Regierung forderte, dass die Bundesagentur Geld spart, so dass sie immer weniger Bundeszuschüsse benötigt.
Und daher sucht die BA nach Mitteln und Wegen, möglichst wenig auszuzahlen oder die Zahlungen zu verschleppen. In der Vergangenheit wurden den Ämtern Vorgaben gemacht, wieviele Saktionen bzw. Sperren sie zu verhängen haben.

Weil das nicht geheim blieb und deutlich machte, daß diese "Strafen" aus fiskalischen Gründen im Gesetz stehen und nicht, um ein bestimmtes Verhalten der Erwerbslosen zu fördern, ist man davon abgekommen. Die Vorgabe beschreibt jetzt das Auszahlungsvolumen. Das kann man außer durch Sanktionen und Sperren auch dadurch erreichen, daß Anträge unter fadenscheinigen Gründen nicht angenommen oder schleppend bearbeitet werden. Und natürlich gehören Erwerbslose, die zwar dem Grunde nach einen Anspruch hätten, aber mangels Leistungsbescheid nichts kriegen, auch zu diesen 25%.

Desweiteren finden sich in einigen JC neuerdings Flyer, wonach sich die JC mit der Einführung der neuen Software über die Vorschriften des § 42 SGB I hinwegsetzen wollen. Was im Klartext bedeutet: Wer nicht bereit ist, zu Gericht zu ziehen, riskiert jederzeit den Verlust des Internet- undTelefonanschlusses, der Wohnung und des regulären Krankenversicherungsschutzes. Die JC machen es mit jedem, der das mit sich machen läßt ...
 
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