Fehlende Unterlagen für Rentenantrag. Nicht mehr vorhanden wegen komplizierter Lebensumstände. was tun?

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TardisLord

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Hallo,

heute kam ein Brief von der Rentenversicherung, aktuell läuft ja mein Antrag auf EM-Rente.
Es werden noch Unterlagen aus der Zeit vor 20 Jahren benötigt und einiges aus einer Zeit in der ich eine teilstationäre Psychotherapie gemacht habe und meine Lebensumstände naja...kompliziert waren...

- ein Zeitraum aus meinem 16. Lebensjahr (2000). zu der Zeit machte ich gerade eine BBE-Maßnahme um meinen Schulabschluss nachzuholen und wohnte noch zuhause. Aus diesem Kurs habe ich ein Abschlusszeugnis und eine Bescheinigung des Trägers.
- 2001-2004: 2001 machte ich eine neue Maßnahme beendete diese jedoch nicht, ich wohnte zuhause sowie zwischendurch inoffiziell bei meinem Freund.
in einer weiteren Maßnahme 2001/02 holte ich meinen Schulabschluss nach, Zeugnis vorhanden, Bescheinigung über die Dauer der Maßnahme leider nicht.
außerdem 2003/04: Trennung meiner Eltern, Auszug meiner Mutter ich blieb bei meinem Vater und beantragte das erste Mal Leistungen vom JC Zahlung auf Konto von EX (Keine Unterlagen, mein Vater schmiss alles weg, was mit der Ehe und der Familie zu tun hatte, nachdem er eine neue Beziehung begann) Ich zog zu meinem Freund in eine 4er-WG.
Ich begann eine Ausbildung, 2006 die ich bald abbrechen musste und wegen Beziehungsproblemen (psychische Gewalt) in eine Krisenintervention musste. Ich trennte mich und begann eine teilstationäre Therapie. Während der Therapie entzog mir das JC die Leistungen, trotz wiederholtem Nachweis, dass ich nur teilstationär behandelt werde.
Ex und WG-Freunde mobbten mich aus der WG,wegen neuer Beziehung und weil sie keine Psychos in der WG wollen. auch die Klinik entließ mich, da ich, durch die Dauerbelastung nicht wirklich in der Lage war, die Therapie durchzuführen. (ich verließ die WG nur mit den nötisten und auch nur einem Teil meiner Unterlagen und erbat mir Zeit alles zu holen, wenn ich einen Verwahrort gefunden habe. Meine Freunde ließen jedoch ihre Zerstörungswut an meinen Sachen aus und so konnte ich kaum etwas mitnehmen: Elektrogeräte zertrümmert, Müll in die Klamottensäcke gekippt usw.) Zunächst surfte ich auf verschiedenen Couches, der neue war auch bald weg, also musste ich irgendwie meine Eltern kontaktieren, diese benutzten meine Situation direkt als Bühne für ihren Rosenkrieg. Nach langem hin und her konnte ich zu meinem Vater und seiner neuen Freundin. Diese wollte mich nach drei Wochen nicht mehr in ihrer Wohnung, sie verlangte, dass mein Vater alle Verbindungen zu seiner Ehe abbrach. und ich kam zu einer Bekannten meines Vaters.
Von dort aus bekam ich eine Wohnung in einer betreuten WG, machte eine neue Maßnahme, eröffnete ein neues Konto, meldete mich bei der Krankenkasse neu an, sortierte und sammelte meine Unterlagen, die ich noch bekommen konnte, wie gesagt mein Vater schmiss alles weg und meine Freunde zerstörten vieles,und stellte mich endlich komplett auf meine Füße.

Jetzt habe ich nur das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich an die Sachen rankommen soll. Ich kann irgendwie nur zur Hälfte alles nachweisen und manche Situationen waren einfach so stressig, dass ich auch gar nicht mehr richtig weiß, was ich in der Zeit gemacht habe.

Es gibt nur den Nachweis EINER Maßnahme, die JC-Bezüge aus der Zeit sind auch lückenhaft, Von der TK habe ich nichts mehr und Kontoauszüge existieren überhaupt erst ab 2007.

Hat jemand eine Idee, wie ich an die Sachen herankommen kann?
Danke fürs Lesen.
 

Susanne42

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Normal brauchst du keine Ungerlagen, die haben alles im Computer
.
Hast du überhaupt Anspruch auf Erwerbsminderungsrente? Also hast du 36 Monate in den letzten 5 Jahren sozialversicherungspflichtig gearbeitet
 

TardisLord

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ob ich Anspruch habe wird ja gerade geklärt.

Meine letzte Tätigkeit war eine Umschulung die ich vor drei Jahren beendet habe
 

Susanne42

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Ja aber wie gesagt, Unterlagen brauchst du nicht, schon gar nicht welche, die soweit zurück liegen. Man hat nur eine 10 jährige Aufbewahrungspflicht.
Und wie gesagt: die DRV hat alle Tätigkeiten im Computer, man muss nur beweisen, falls da ein Fehler ist
 

TardisLord

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okay, dann schreibe ich Ihnen also, dass ich keinerlei Nachweise aus den geforderten Zeiten habe und mich auch nicht mehr erinnern kann?
 

ela1953

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Ja aber wie gesagt, Unterlagen brauchst du nicht, schon gar nicht welche, die soweit zurück liegen. Man hat nur eine 10 jährige Aufbewahrungspflicht.
Und wie gesagt: die DRV hat alle Tätigkeiten im Computer, man muss nur beweisen, falls da ein Fehler ist

Da irrst du aber.

In meiner Rentenauskunft fehlte z.B. das komplette Jahr 1994 sozialversicherungspflichtige Tätigkeit von 18 Jahren. Ich hatte aber den Nachweis des AG. Sonst wäre das weg, da niemand sowas so lange aufbewahrt. (Außer mir 😉).
Auch fehlten einige Zeiten vom JC
 

Beasterhasi

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Hallo,
Es werden noch Unterlagen aus der Zeit vor 20 Jahren benötigt und einiges aus einer Zeit in der ich eine teilstationäre Psychotherapie gemacht habe und meine Lebensumstände naja...kompliziert waren...

so viel ich weiss müssen medizinische Unterlagen 30 Jahre aufbewahrt werden! Somit dürfte es kein Problemsein mal einen Brief dahin zu schreiben wo die teilstationäre Psychotherapie
stattgefunden hat. Wenn der Arzt der Meinung ist daß dies Dich nicht nachträglich schädigt, gibts keinen Grund die Unterlagen nicht zu bekommen.
 
G

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Gast
Natürlich braucht man die Unterlagen und natürlich ist es wichtig für den Versicherungsverlauf, auch so lange zurückliegende Zeiträume noch zu dokumentieren. Gerade wenn man nichts getan hat, was eine automatische Meldung bei der DRV bedingt, kann die DRV das gar nicht im System haben (und auch versicherungspflichtige, eigentlich gemeldete Zeiten können mal verloren gehen).

Fürs 16. Lj geht es vor allem darum, ob du da evtl schon versicherungspflichtig beschäftigt warst. Da hast du ja was und kannst es nachweisen.
Für den Schulabschluss 2001/2002 haste zumindest ein Zeugnis. Notfalls muss das eben ausreichen. Vielleicht gibt es den Träger bzw die Schule noch und du kannst da Auskunft bekommen?
Bis zum Ende des 17. Lj ist es eh nur relevant, ob du schon was versicherungspflichtiges gemacht hast, erst ü18 helfen dir Schulzeiten für die Rentenhöhe. Von daher dürfte die DRV bei den Nachweisen vorher noch ein Auge zudrücken können. Dass du da noch zur Schule gegangen bist, bringt dir ja keinen Vorteil.
In dieser Zeit müssten deine Eltern noch Kindergeld für dich bezogen haben. Die Familienkasse könnte hierüber noch Nachweise haben - da du ja aber nicht der Kindergeldempfänger warst, stellen die sich mit der Auskunft da ziemlich dämlich an.
Die JC-Zeiten 2003/2004 kannst du evtl beim damals zuständigen JC erfragen.

Wenn du in der ganzen Zeit bei der TK versichert warst, können die deinen Versicherungsstatus vermutlich noch nachvollziehen und dir das bescheinigen.

Medizinische Akten müssen nur 10 Jahre aufbewahrt werden, aber oft liegen die viel länger irgendwo herum, gerade aus der Zeit, in der noch nicht so viel digital dokumentiert wurde. Du kannst sowohl bei der Klinik anfragen als auch bei dem Arzt, der dich eingewiesen hat, der müsste auch einen Bericht bekommen haben.
Unter Umständen wären diese Unterlagen aber ein Eigentor für dich, weil die DRV versuchen könnte zu behaupten, dass du damals schon erwerbsgemindert warst. Da hattest du ja aber noch keine Beiträge, also keinen Anspruch auf Rente.
Andrerseits werden längerfristige Erkrankungen anders gewertet als Zeiten der Erwerbslosigkeit - macht aber bei dir vermutlich eh keinen so großen Unterschied.
Würde ich an dem Punkt als "nicht so wichtig" einstufen.

Am sinnigsten wäre es vermutlich, erstmal bei der TK nachzufragen.
Danach Suche nach der damaligen Schule, damaliges JC (oder heutiges, die müssten eigentlich auch nen kompletten Verlauf in der Akte haben) und bzgl. der Schulzeiten die Familienkasse.
 

TardisLord

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Unter Umständen wären diese Unterlagen aber ein Eigentor für dich, weil die DRV versuchen könnte zu behaupten, dass du damals schon erwerbsgemindert warst.

Das passiert im Moment. Zumindest behauptet das JC die DRV hätte sie informiert, dass ich schon seit 2006 voll erwerbsgemindert bin.

Warum auch immer ich mir in den ganzen Jahren den A.. aufgerissen habe um wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen.
 

Larsson

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Ja aber wie gesagt, Unterlagen brauchst du nicht, schon gar nicht welche, die soweit zurück liegen. Man hat nur eine 10 jährige Aufbewahrungspflicht.
Und wie gesagt: die DRV hat alle Tätigkeiten im Computer, man muss nur beweisen, falls da ein Fehler ist
Also bei mir hatten 6 Monate gefehlt. Eine Meldung zur Sozialversicherung fehlte auch mir für diese 6 Monate. Ich war zwar beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt, aber seine Restaurants liefen unter verschiedenen Firmennamen, und es waren 6 Monate nach einem Wechsel. War auch über 10 Jahre her. Ich hatte nur noch Lohnabrechnungen, die hat die DRV dann als Beweis akzeptiert. Hätte ich die nicht gehabt, hätte ich wohl Pech gehabt. Und das hat schon gut 70€ ausgemacht.

Und mit 10 Jahren Aufbewahrungsfrist für die Meldungen zur Sozialversicherung wäre ich vorsichtig.
 
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