fehlende ALG II Auszahlung bis zur ersten Ausbildungsvergütung?

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Ich habe die letzten Tage im Internet viel gelesen zu diesen Thema und nun möchte ich mit meinen Sachverhalt hier ein Schreiben anfertigen und hoffe wirklich auf eine Lösung. Ich werde nächsten Monat in das 2 Lehrjahr einsteigen und das ist meine 2 Ausbildung. Ich habe zurzeit ein kleines Problem mit dem Jobcenter/ALG II
.....................................................................................................
Sachverhalt im Zeitraum Juli 2013,

ich habe dem Jobcenter mitgeteilt, dass ich am 01.08.2013 eine Ausbildung beginne. Dazu habe ich eine Kopie des Ausbildungsvertrages abgegeben.
Nun habe ich von dem Jobcenter ein Brief erhalten.
Aufhebung des Bescheides vom (so und so) über die Bewilligung der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)

Die Entscheidung über die Bewilligung von Arbeitslosengeld II wird ab 01.08.2013 ganz aufgehoben. Begründung: Ich bin in Ausbildung und dies ist förderungsfähig.

Das ist soweit gut und verständlich. Per Einkommensnachweis (was ich noch nicht schriftlich habe) und Verdienstbescheinigung (Ausbildungsvertrag)
kann man herauslesen, dass ich meine erste Ausbildungsvergütung am 10.09.2013 erhalte.

Die Ausbildungsvergütung wird immer am 10. des Folgemonats überwiesen.
Nun war ich beim Jobcenter und habe gefragt, wie ich bis zu meiner ersten Ausbildungsvergütung am 10.09.2013 die Miete und mein Lebensunterhalt bestreiten soll.

Man erklärt mir, dass man meine Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts schon einmal abgestellt hat und das keine Zahlung bis zur ersten Ausbildungsvergütung nicht stattfinden wird. Ich soll ein Darlehen nach §24 Abs. 4 SGB II für 4 weitere Wochen ALG II beantragen.
......................................................................................................
Meine Frage ist nun:
wieso gibt es kein Zuflussprinzip? Ist das alles rechtens?
Ich habe mich mit den § auseinander gesetzt, aber trifft das wirklich auf mich zu, weil ich doch erst am 10.09.2013 meine erste Ausbildungsvergütung erhalte? Sitze ich nun mit einer großen Darlehen Rechnung :( Wie genau muss ich ein Widerruf anfertigen, damit ich erfolgreich mein Haushalt bestreiten kann und bis ich meine erste Ausbildungsvergütung erhalte.
 

biddy

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Das mit dem Darlehen stimmt leider und gilt nur für den Monat der Ausbildungsaufnahme, also Bedarfsdeckung bis zum 31. August, nicht bis ca. Mitte September (es sei denn, das Jobcenter ist so "kulant" und macht es trotzdem).

Rechtsgrundlagen sind diese hier:

§ 7 SGB II
[...]

(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 51, 57 und 58 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben über die Leistungen nach § 27 hinaus keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts.
Quelle: § 7 SGB II

Du bist also ab Aufnahme der Ausbildung vom Alg II ausgeschlossen.

Jetzt zum Darlehehen für Azubis nach § 27 SGB II (Leistungen für vom Alg II ausgeschlossene Auszubildende):
§ 27

[...]
(4) 1Leistungen können als Darlehen für Regelbedarfe, Bedarfe für Unterkunft und Heizung und notwendige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung erbracht werden, sofern der Leistungsausschluss nach § 7 Absatz 5 eine besondere Härte bedeutet. 2Für den Monat der Aufnahme einer Ausbildung können Leistungen entsprechend § 24 Absatz 4 erbracht werden. 3Leistungen nach den Sätzen 1 und 2 sind gegenüber den Leistungen nach den Absätzen 2 und 3 nachrangig.
Quelle: § 27 SGB II

Du kannst also nach Satz 2 ein Darlehen nach § 24 Abs. 4 SGB II (siehe unten) erhalten. M. E. ist es nicht rechtens, dass der Ausbildungsbetrieb Dir die Ausbildungsvergütung erst im Folgemonat zahlt. Sie muss Dir m.W.n. bis Ende des Monats zukommen, steht auch so im Berufsausbildungsgesetz in § 18:
(2) Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat ist spätestens am letzten Arbeitstag des Monats zu zahlen.
Quelle: BBiG Berufsbildungsgesetz

Jetzt zum § 24 Abs. 4 SGB II, nachdem man dieses Darlehen beantragen kann (also "Darlehen nach § 27 Abs. 4 SGB II i.V.m. § 24 Abs. 4 SGB II"):
§ 24 SGB II
[...]

(4) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können als Darlehen erbracht werden, soweit in dem Monat, für den die Leistungen erbracht werden, voraussichtlich Einnahmen anfallen.
Quelle: § 24 SGB II

Rückzahlungsmodalitäten für Azbis, ganz wichtig, jedenfalls gilt das für den Teil des Darlehens, den's für den Monat der Ausbildungsaufnahme (August) gibt:
§ 42a Darlehen
[...]
(5) 1Rückzahlungsansprüche aus Darlehen nach § 27 Absatz 4 sind abweichend von Absatz 4 Satz 1 erst nach Abschluss der Ausbildung fällig. 2Absatz 4 Satz 2 gilt entsprechend (bedeutet: die wirtschaftlichen Verhältnisse des Darlehensnehmers müssen nach Ende der Ausbildung und Darlehensrückzahlung berücksichtigt werden, also ggf. Ratenzahlung - Anmerkg. biddy).
Quelle: § 42a SGB II
 

alvis123

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biddy

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Aber als Betroffener würde ich mich damit nicht zufriedengeben und beim JC Widerspruch einlegen.
Wogegen, wenn ihm ein Darlehen nach § 27 gewährt werden sollte, nachdem er auf Raten des Jobcenters einen Antrag dafür gestellt hat?
Die Gesetzgeber haben ganz bewusst so entschieden, dass Alg II keine Förderung der Berufsausbildung darstellen soll bzw. diese nicht ersetzen.
Wenn er viel Glück hat, bekommt er aber eventuell trotzdem noch ein Darlehen für die Zeit über den 31. August hinaus bis zum Zufluss der Ausbildungsvergütung, obwohl's so vom SGB II her nicht vorgesehen ist.
Wie gesagt, laut BBiG muss ihm die Azubivergütung bis zum 31. August ausgezahlt werden, nicht erst im September. Das müsste ein Ausbildungsbetrieb wissen.

Wie das die Leistungsträger untereinander verrechnen kann doch egal sein.
Welche Leistungsträger?
 
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Ich möchte mich für die ausführliche Erklärung bedanken. Das war für mich sehr hilfreich. Ich muss auch zugeben, dass man hier im Forum viel lernen kann.

Von einen Widerspruch werde ich absehen. Ich würde aber schon gerne wissen, wie so etwas auszusehen hat.
 

alvis123

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Hi...

..lest die Verlinkung nur aufmerksam durch. Es ist doch hinreichend bekannt, dass das SGBII ein schlecht gemachtes Gesetz ist. Zahlreiche Änderungen bestätigen dies.:smile:

Nichts rechtfertigt hier eine Ungleichbehandlung!

Welche Leistungsträger?
Na, wer hilft denn wohl bei einer temporären finanziellen Notlage?

Von einen Widerspruch werde ich absehen. Ich würde aber schon gerne wissen, wie so etwas auszusehen hat.
Der SB vom JC hat das zu wissen! (vgl. §§ 11-17 SGB1)

Ansonsten hier: Einzelverfahren

MfG
 

Sticker

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Die Ausführungen von biddy sind absolut richtig. Das Zuflussprinzip greift hier nicht weil es keinen Anspruch mehr ab 01.08.2013 gibt. Um diese Lücke zu schließen gibt es das Darlehen das erst 6 Wochen nach Ausbildungsende zurückgezahlt werden muss.

Ferner besteht noch dir Möglichkeit zu prüfen ob hier evtl. ein Anspruch auf einen Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft nach § 27 Abs.3 SGB II besteht.

Desweiteren gibt es die Möglichkeit BAB zu beantragen auch wenn es die 2 Ausbildung ist denn:
§ 57 SGB III Förderungsfähige Berufsausbildung
"...Eine zweite Berufsausbildung kann gefördert werden, wenn zu erwarten ist, dass eine berufliche Eingliederung dauerhaft auf andere Weise nicht erreicht werden kann und durch die zweite Berufsausbildung die berufliche Eingliederung erreicht wird..."
Zu den beiden zuvor genannten Möglichkeiten würde ich auch noch versuchen Wohngeld zu beantragen.
 

biddy

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Nichts rechtfertigt hier eine Ungleichbehandlung!
Ich verstehe nicht, was Du damit sagen möchtest, denn wiederholt wird auch von höherinstanzlichen Gerichten/Gesetzgeber/Bundesregierung mitgeteilt: Leistungen nach dem SGB II sollen nicht die Ausbildungsförderung ersetzen - dafür sind sie nicht da, kann ich auch nichts für - egal, wie ich davon halte. Zur Förderung einer Ausbildung wurden vor langer Zeit BAB und Bafög eingerichtet. Dass der TE hier eine Zweitausbildung macht und wohl deshalb(?) kein BAB beanspruchen kann, liegt nun mal am SGB III und nicht am SGB II.

Und für den Monat bis zu ersten Ausbildungsvergütung wurde ja die Möglichkeit geschaffen, weiter Alg II als Darlehen zu beziehen, bis die erste Ausbildungsvergütung zufließt (rückzahlbar erst nach Ende der Ausbildung unter Berücksichtigung der wirtschaftl. Verhältnisse), die rein rechtlich zum Ende des 1. Ausbildungsmonats auf dem Konto sein muss. Mit dem § 27 gibt's weitere Möglichkeiten für vom Alg II ausgeschlossene Azubis, die hinzukamen, weil die Misere vieler Auszubildender erkannt wurde, die ohne z.B. den KdU-Zuschuss eine Ausbildung abbrechen mussten.

biddy meinte:
Welche Leistungsträger?
alvis123 meinte:
Na, wer hilft denn wohl bei einer temporären finanziellen Notlage?
Diese Frage auf meine Frage beantwortet nicht, welchen zweiten Leistungsträger Du meinst, wenn doch das JC einen mögliches Darlehen nach § 27/§ 24 SGB II vorsieht und den Antrag in diesem vorliegenden Fall hier auch empfiehlt. Leistungen nach dem SGB XII zu beantragen, wirst Du nicht meinen, wenn das SGB II diese Übergangsregelung für Azubis schon beinhaltet. Oder?

Ich verstehe nicht genau, was Du dem TE empfiehlst. Soll er widersprechen, weil er im Monat der Ausbildungsaufnahme kein nicht rückzahlbares Alg II mehr erhält? Wie lange soll er denn da warten, bis wieder mal - m. E. klar abzusehen - ein Gericht entscheidet, dass Leistungen nach dem SGB II nicht der Aubildungsförderung dienen (bis auf schon sehr besondere Härtefalle, der m. E. hier, soweit ich das beurteilen kann, nicht vorliegt)?

Wenn Du das rätst, warum gibst Du dem TE nicht Tipps, wie er den Widerspruch begründen könnte?
 

alvis123

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Ich verstehe nicht, was Du damit sagen möchtest, denn wiederholt wird auch von höherinstanzlichen Gerichten/Gesetzgeber/Bundesregierung mitgeteilt: Leistungen nach dem SGB II sollen nicht die Ausbildungsförderung ersetzen - dafür sind sie nicht da, kann ich auch nichts für - egal, wie ich davon halte. Zur Förderung einer Ausbildung wurden vor langer Zeit BAB und Bafög eingerichtet. Dass der TE hier eine Zweitausbildung macht und wohl deshalb(?) kein BAB beanspruchen kann, liegt nun mal am SGB III und nicht am SGB II.

Und für den Monat bis zu ersten Ausbildungsvergütung wurde ja die Möglichkeit geschaffen, weiter Alg II als Darlehen zu beziehen, bis die erste Ausbildungsvergütung zufließt (rückzahlbar erst nach Ende der Ausbildung unter Berücksichtigung der wirtschaftl. Verhältnisse), die rein rechtlich zum Ende des 1. Ausbildungsmonats auf dem Konto sein muss. Mit dem § 27 gibt's weitere Möglichkeiten für vom Alg II ausgeschlossene Azubis, die hinzukamen, weil die Misere vieler Auszubildender erkannt wurde, die ohne z.B. den KdU-Zuschuss eine Ausbildung abbrechen mussten.


Diese Frage auf meine Frage beantwortet nicht, welchen zweiten Leistungsträger Du meinst, wenn doch das JC einen mögliches Darlehen nach § 27/§ 24 SGB II vorsieht und den Antrag in diesem vorliegenden Fall hier auch empfiehlt. Leistungen nach dem SGB XII zu beantragen, wirst Du nicht meinen, wenn das SGB II diese Übergangsregelung für Azubis schon beinhaltet. Oder?

Ich verstehe nicht genau, was Du dem TE empfiehlst. Soll er widersprechen, weil er im Monat der Ausbildungsaufnahme kein nicht rückzahlbares Alg II mehr erhält? Wie lange soll er denn da warten, bis wieder mal - m. E. klar abzusehen - ein Gericht entscheidet, dass Leistungen nach dem SGB II nicht der Aubildungsförderung dienen (bis auf schon sehr besondere Härtefalle, der m. E. hier, soweit ich das beurteilen kann, nicht vorliegt)?

Wenn Du das rätst, warum gibst Du dem TE nicht Tipps, wie er den Widerspruch begründen könnte?

Hi biddy...

...ich gebe grundsätzlich keine Rechtsberatung. Lies bitte den link nochmals durch: User Ralle hat seine Hilfe ohne Darlehen bekommen.

Mir geht es um grundsätzliches und um Gleichbehandlung. Oder soll zukünftig Hilfe zum Lebensunterhalt nur noch darlehensweise vergeben werden? Ein Widerspruch in sich!

Ich gebe Anregungen; mehr nicht. Für die Gesetze kann ich nichts.
Was der TE damit anfängt ist seine Sache. Aber er hat Anspruch auf kompetente Beratung durch das JC. Für Deinen Beitrag hab ich Dich doch schon gelobt!
:smile::smile:

MfG
 

biddy

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Einen KdU-Zuschuss nach § 27 SGB II wird es ohne BAB leider nicht geben.

Oder soll zukünftig Hilfe zum Lebensunterhalt nur noch darlehensweise vergeben werden? Ein Widerspruch in sich!
Da redet doch kein Mensch von! Menno - irgendwie verstehst Du mich/das nicht.

Mir geht's darum, dass der TE jetzt weiß, was er aktuell für Möglichkeiten hat bis zum baldigen Ausbildungsbeginn und nicht um "das würde ich mir nicht gefallen lassen" und ihn dann im Regen steh'n zu lassen. Als würde ein JC ihn hinsichtlich Vorgehen gegen ("nur") ein Darlehen beraten, ha! Beraten haben sie ihn dahingehend (bestimmt nicht umfassend genug, sondern wahrscheinlich nur lapidar in einem Satz, da stimme ich zu), indem sie ihm die Möglichkeiten nach dem SGB II ausgezeigt haben, die ja eine Übergangsregelung vorsehen. Was erwartest Du vom SB? Soll er den TE beiseite nehmen nach Art von "Unter uns: Psssst, ich zahl' ihnen ihr Alg II weiter, bis es jemandem auffällt, dass sie eigentlich ausgeschlossen sind"? ...

Und @Ralles Fall ist mit diesem nicht vergleichbar.

Ich will mich nicht zanken, echt wahr :D, aber ich sehe nun mal eine mögliche Änderung nicht im SGB II, sondern eher im SGB III, in dem Fall also hier BAB oder halt BAföG-Gesetz, dass Auszubildenden in solchen Not-Situationen "unbürokratisch" geholfen werden kann - hier auf dem SGB II rumzureiten ist m. E. müßig




[offtopic]
Das mit Deinem letzten Satz spar' Dir doch bitte demnächst.
Du müsstest wissen, dass ich auf "Lob" pfeife *flöööööööt*
 

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Einen KdU-Zuschuss nach § 27 SGB II wird es ohne BAB leider nicht geben.

Richtig deswegen habe ich ja darauf hingewiesen das unter Umständen auch eine 2 Ausbildung gefördert werden kann (Hätte ich deutlicher machen können :icon_rolleyes:). Also hin zur BA und Antrag auf BAB stellen. Desto früher desto besser denn die sind nicht die schnellsten. Sollte de TE das durchbekommen hat er um so mehr Möglichkeiten.
 
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Ich bedanke mich für die zahlreichen Informationen und ich beschäftige mich gerade mit Justiz/Einzelverfahren. Ich habe nun eine schwerwiegende persönliche Sache abzuklären. Das Problem besteht schon lange und nun möchte ich etwas dagegen machen.
 
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Ich hoffe wirklich, dass jemand von euch mir weiterhelfen kann.
Mir ist bewußt, dass das hier ein öffentliches Forum ist.
Ich entschuldige mich für mein Problem und hoffe dennoch auf eine gute Antwort.

Ich werde nächste Woche einen Anwalt für soziales kontaktieren.
Bis dahin will ich mich schlau machen. Eigeninitiative.

Ich bin ein junger Mann der im 1 Ausbildungsjahr Koch absolviert hat.
Aufgrund hoher Bewerbungskonkurenz und den hohen Erwartungenen des Arbeitgebers
hatte ich große Probleme einen Arbeitsplatz zu finden.

Mir ist bewußt, dass es Bundesweit Arbeitsstellen gibt.
Ich bin nicht dumm und ich weiß auch, was auf mich zukommt.
Leider gibt es gewiese Probleme die ich gesondert aufzählen werde.
…..............................................
Wärend ich ALG I Empfänger war, habe ich nach meiner 1 Ausbildung die VHS besucht.
Ich wollte und es war für mich persönlich sehr wichtig, meinen Realabschluss zu absolvieren.
Das erste Halbjahr habe ich erfolgreich beendet.

Nachdem die Agentur davon erfahren hat, wurde
ich dazu gezwungen meinen Kurs zu beenden.
Ich musste eine schriftliche Bestätigung zusätzlich vorzeigen.

Zusätzlich musste ich innerhalb von 2-4 Wochen einen Arbeitsvertrag vorweisen.
Trotz großer Bemühung konnte ich keinen Arbeitsplatz vorweisen.
Anschließend habe ich einige Wochen Sperrzeit erhalten.

Mit der Begründung:
Ich wurde aufgefordert bis zum (so und so) Ihre Eigenbemühungen zur Beendigung Ihrer Arbeitslosigkeit nachzuweisen. Ich bin der Forderung nicht nachgekommen und somit Sperrzeit.
…...................................................
Folgende Probleme für eine Arbeitsaufnahme und die private Teilnahme an einer VHS:

Die Teilnahme an einer VHS-Realabschluss ist Abends (Abendschule)
Der Beruf Koch im A la Cart Geschäft ist meistens Abends tätig
alternative Arbeitsspätze sind schwer zu bekommen, aufgrund mangelnder schulischer
Qualifikationen
Ich kann keine VHS besuchen, wenn ich in einer Ausbildungs bin
Aufgrund eines Gesetztes kann ich nur bei der VHS meinen Realabschluss bekommen
(Gesetzt: man muss mindestens 5 Jahre Englisch in der Schule gehabt haben)

Das habe ich mir von einer Schulleiterin sagen lassen.
Ich hatte während meiner Vergangenheit viele private Probleme und
habe das Förderzentrum besucht. Ich bin nicht dumm.
(Die Probleme werde ich nicht aufzählen. Jeder hat seine Probleme)
….......................................................
Es ist mein größter Wunsch diesen Abschluss zu bekommen. Das hat viele Gründe.
Leider sind immer neue Probleme aufgetreten und die Agentur hat mir den rest gegeben.

Ich möchte einfach nicht mehr Arbeitslos sein und habe als Notlösung die zweite Ausbildung begonnen.
Ich hatte heute meinen ersten Ausbildungstag. Mit den Gefühl: ''was mache ich hier''
Während ich mich mit einen Lehrling unterhalten habe, erzählte er mir, dass er seinen Real Abschluss bei der VHS absolvieren konnte. Die andere Agentur hat Ihn sogar dabei unterstützt.

Ich war schockert und mir kamen die Tränen. Vielleicht kann man mein Beweggrund nicht nachvollziehen. Dennoch wünsche ich hilfreiche Antworten.
Und ja, ich werde diese Ausbildung beenden. Ich muss eine Lösung finden.

Frage:
Was kann ich machen, damit die Agentur/Jobcenter mich dabei untersützt.
Ich möchte mein Abschluss machen. Das wäre doch beruflich sogar vom Vorteil.
Viele Betriebe erwarten einen Realabschluss.

Ich will auf mein grünen Zweig kommen (Abschluss und Gleichbehandlung)...
Für meine Mutter, für mich
 

Gartenzwerg

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Hey Lehrling,

hast du mitbekommen was die anderen dir geraten haben? Hast du Berufsausbildungsbeihilfe (kurz BAB) beim Arbeitsamt beantragt? Wie geht das mit BAB?

Vielleicht klappt das ja, das würdest du anteilig zu deinem Lehrlingsgehalt bekommen.

Sag mal... hast du jemanden, der dich zu solchen Ämtergängen begleiten kann? Ich habe das Gefühl, du bist da vielleicht ein wenig über den Tisch gezogen worden.
Das Arbeitsamt kann dich nicht verpflichten bis zu einem bestimmten Termin wieder in Arbeit zu sein. Es kann und hat dich vermutlich verpflichtet, dich um Arbeit zu bemühen. Hast du das getan? Konntest du es nicht nachweisen? Woran lag das, falls ja?

Mir ist vieles unklar, wie vermutlich den anderen hier auch.

Was willst du jetzt tun?

Es gibt bestimmt einen Weg - den gibt es in den allermeisten Fällen - nur ist der dann oft eben nicht so einfach.

Sag, wenn ich dir vielleicht helfen kann oder andere und frag alles, was dir einfällt.

Ich drück dir die Daumen!
 
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Ich konnte meine Bemühung nachweisen und war auch auf Probearbeit.
Ich habe mich gut informiert. BAB funktioniert nicht.
Selbstverständlich kann ich Wohngeld beantragen.
Die Ausbildung ist der falsche Weg.
 
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ExitUser

Gast
Die schulischen Vorrausetzungen für einen Real Abschluss habe ich.
Ich habe mich privat weitergebildet. Das erste Halbjahr VHS Realabschluss habe ich in der Tasche. Das zweite konnte ich nicht anfangen. Aufgrund Arge.

Ich werde mich jetzt aufm Weg machen. Ich benötige eine Befreiung von Anwaltskosten.

Bis ich eine persönliche Unterhaltung mit einen Anwalt für soziales habe, wird das einige Zeit dauern.

Justiz Online Forum und Einzelverfahren habe ich sorgfältig durchgelesen und verstanden. Ich habe mein Problem auch der Schulleiterin VHS geschildert.
Die Leiterin war ganz schön sauer auf die Arge.
 
E

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Die Schilderung mit der VHS und ALG II und deren Probleme war vor einigen Monaten. Weil ich nun als Koch keine Arbeit gefunden habe, habe ich mich für die zweite Ausbildung beworben. Als Notlösung. 400 Euro Basis und Hilfskraft Bewerbung wurde auch immer abgelehnt.

Vielleicht habe ich die letzten drei Posts viel zu emotional/unverständlich/ausdruckslos
geschrieben und deshalb kann man auf mein Problem nicht reagieren.

Ich habe auch irgendwie darauf gehofft, dass jemand wie biddy mir daraufhin antworten würde und mir mit guten Zitaten und Paragraphen antworten würde und was ich gegen diese unverschämte Aktion der SB machen könnte.

Ich bin nicht der einzige mit Problemen und das weiß ich. Dennoch bedanke ich mich für eure hilfreichen Antworten. Ich wünsche euch allen alles gute und ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen
Paragraphen Lehrling
 

Helga40

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Vielleicht habe ich die letzten drei Posts viel zu emotional/unverständlich/ausdruckslos
geschrieben und deshalb kann man auf mein Problem nicht reagieren.
Mir gehts jedenfalls so.

Ich werde grad nicht schlau, was du nun überhaupt willst. Erst geht es um eine Zweitausbildung und jetzt plötzlich um einen VHS Besuch zwecks Realschulabschluss.

Was willst du denn jetzt nun machen? Zweitausbildung oder Schule? Und so richtig wird auch nicht klar, was jetzt die Bundesagentur für Arbeit damit zu tun hat, wenn du doch ALG 2 bekommst.
 
E

ExitUser

Gast
Es ist ganz einfach. Ich will mein Abschluss haben und das die Agentur für Arbeit/Jobcenter mich dabei unterstützt. Das Recht auf Bildung und Gartenzwergs Vermutung, dass ich ein wenig über den Tisch gezogen wurde, gebe ich recht. Das können die nicht einfach so machen.

Ich habe die zweite Ausbildung als Notlösung angefangen.
Ich wollte einfach nicht mehr Arbeitslos sein.

Vor einigen Monaten nach meiner ersten Ausbildung (Koch) habe ich danach die VHS besucht.
Leider musste ich die Abendschule beenden. Die Agentur hat mich regelrecht dazu gezwungen.

Einige Monate später habe ich mich dazu entschlossen, die zweite Ausbildung zu beginnen.
Leider war das eine falsche Entscheidung. Ich habe auch erfahren, dass andere Menschen
für ihren VHS Kurs Unterstützung bekommen haben.

Meine Frage:
was muss man machen, damit man Unterstützung von den Jobcenter bekommt?
Ich habe genügend private und berufliche Gründe für die Abendschule.


Ich werde mir das auch nicht mehr von der Agentur gefallen lassen.
Genau dafür besorge ich mir einen Anwalt und werde mit Ihn alles durchgehen.
Ich hatte eine Unterhaltung mit einem Familienhelfer
Er meinte: ''man hätte einiges für mich machen können''

Ich habe nächste Woche wieder Probearbeit und mit der Konkurrenz bin ich mir auch nicht sicher,
ob ich wirklich einen Arbeitsplatz bekommen werde.

Viel kann ich zu der ganzen Sache nicht schreiben. Das war jetzt verständlich genug.
Mit freundlichen Grüßen.
 

Helga40

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Nein, für mich nicht. Weil du mal von Jobcenter und mal von Agentur redest. Bist du ggf. Aufstocker (gewesen)? Also hast du ALG 1 UND ALG 2 bekommen?
 
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ExitUser

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Vielen Dank für die Antworten im Bezug auf ''fehlende ALG II Auszahlung''
Weitere Fragen/Antworten zu meinen Thema VHS und das Jobcenter sind nun beendet. Ich habe nun jemanden der mir hilft :biggrin:

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