- Fazit einer Maßnahme Bewerbungstraining -

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Friedsch

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Moin, ich weiß nicht, ob ich den Träger nennen soll/darf.
Es geht um eine dieser Personaldienstleister / Bewerbertraining aka Beschäftigungsmaßnahmen.

Nach etlichen Monaten habe ich nun endlich die Zeit, kurz meine Mitschriften mit euch zu teilen, vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen...selbst wenn es nur zur Erheiterung beiträgt.


Leider sind die Notizen etwas durcheinander und es war sehr schwer alles zu ordnen, da die Zettel nicht mehr sortiert im Schrank lagen.

Daten zur Maßnahme:
Wie lange ging die Maßnahme?
Es waren etwas über 3 Monate
Sinn der Maßnahme?
Bewerbertraining, Arbeit
Ergebnis:
Steuergelder verschwendet, rumsitzen, andere H4 Empfänger kennengelernt und Tipps gegeben.
Beispielsweise wussten viele garnichts davon, dass man die EGV nicht unterschreiben muss :icon_evil:
Krankschreibung:
Der Clou an den neuen Maßnahmen, eine Krankschreibung hat jetzt eine aufschiebende Wirkung.
Egal wie lange man krank ist, die Maßnahme geht ~3 Monate



Fange ich mal an, es ist leider nicht alles genau und mir sind auch einige Mitschriften abhanden gekommen...

Tag 1 Vorstellung:
Bevor es losging, musste man erstmal an einem Tag hingehen und ein Gespräch führen.
Man bekam alle Unterlagen vorgelegt, dazu wurde man ausgefragt, Hobbys usw.
Ich habe gesagt, ich würde diese Unterlagen erstmal mitnehmen wollen.
Ging, da war ich erstmal positiv überrascht.


Tag 2 bzw. erste eigentliche Tag:

Besprechungsraum:
Ich wurde gefragt, ob ich denn die Unterlagen unterschrieben mitgebracht hätte, ich beneinte, dass ich das so nicht unterschreiben wolle.
Wütend und fast schon wie ein schnaufender Stier verließ diese Person den Raum.
Nun saßen ungefähr 14 Teilnehmer im Raum.
Es wurden Ordner an alle verteilt, darunter auch die Hausordnung es wurde nichts dazu gesagt...alle zückten ihre Stifte und unterschrieben, ich habe mir diese durchgelesen und dann auch unterschrieben, ich sah da keinen Nachteil für mich.
Leider fehlen hier weitere Notizen...


Tag 3:

Wir saßen wieder alle im Besprechungsraum
Die Teilnehmer wurden begrüßt.
Ich wurde von einem Mitarbeiter freundlich angesprochen ob ich die Unterlagen unterschrieben hätte.
Darauf erwiederte ich schlicht, nein.
Die Antwort des Mitarbeiters kam wie aus einer Pistole „Dann muss ich sie jetzt rauswerfen!“
Es vergehen keine 10 Minuten und wir bekamen eine Anwesenheitsliste.
Als ich meinen Namen suchte, war mir klar was gemacht wurde...
Er wurde weg "ge-Tipp-ext", doch ich schrieb einfach meinen Namen rein.
Dann folgte stundenlanges gelaber über Lebensläufe und was sie sind, wie man sich verkauft usw.
Wir bekamen Muster von Lebensläufen, teils lächerliche Versionen, die mit Absicht schlecht dargestellt wurden.
Ich kam mir vor wie in der Schule...


Die nächsten Tage aus dem Gedächtnis:
Mein Name wurde immer wieder aus der Liste "ge-Tipp-ext".
Am zweiten Tag sollten wir uns bei der Jobbörse vom JC anmelden, wir müssen wurde gesagt, als ich fragte ob wir das wirklich müssen.
Ausversehen habe ich das total verschlafen...obwohl wir "mussten".
Nachdem wir das gemacht haben, sollten wir den Lebenslauf schreiben und ihn anschließend einem Mitarbeiter zeigen.
Gemäß der Vertragsunterlagen, habe ich einen fiktiven erstellt, alle anderen Teilnehmer schrieben fließig ihre Daten in diese garantiert Viren- und Trojanerfreien Computer.
Von einem Mitarbeiter wurde dann gesagt dass jeder sich auf die Vorschläge der Mitarbeiter bewerben MÜSSEN.
Wir sitzen wieder im Seminar-Raum, ein Teilnehmer soll näher zum Mitarbeiter rücken, der will aber nicht näher rücken, darauf wird der Mitarbeiter zunehmend wütend.
Uns wird gesagt, wir können beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen, ein Anwalt sollte nicht mehr als 15 Euro verlangen.
Außerdem wurde uns gesagt, dass jede Behörde einen Antrag weiterleiten müsse, so könne man theoretisch den Weiterbewilligungsbescheid bei der Polizei abgeben und die müssen den weiterleiten.
Sollte nach 3 Monaten keine Bearbeitung stattgefunden haben, kann man auf untätigkeit klagen.

Einige Tage später, wurde man gefragt, ob man die PIN von der Jobbörse bekommen habe.
Uns wurden weitere Tipps gegeben, so kann man Beträge bis 50 Euro auf Kontoauszügen schwärzen, wenn man sie beim JC vorzeigen muss.
Auch wurde uns gesagt, dass bei Sanktionierungen ein Widerspruch keine aufschiebenede Wirkung habe.
Außerdem dass "aufmüpfige" und auch H4 Empfänger die keine EGV unterschreiben würden, eine extra farbige Akte beim Jobcenter bekommen würden. (meine müsste Bunt sein :icon_hihi:).
Weiter wurde gesagt, ab einer bestimmten anzahl an Sanktionen, sollte man Essensmarken zwecks Krankenversicherung beantragen.
An sich ganz hilfreiche Tipps, wenn man keine Ahnung davon hat.
Ich tauschte mich mit einigen aus und erzählte, dass man die EGV garnicht unterschreiben müsse und man dann einen EGV -VA bekommen würde.
Manche war es egal, sie meinten, sie unterschreiben alles und machen alles mit...

Nach einigen Tagen viel die Teilnehmerzahl, von ungefähr 15 auf 7.
Einige Tage später waren einige wieder da, dann wurde vom Mitarbeiter gesagt, man schreibe nächste Woche einen Test, wer diesen nicht besteht, der wird dem Jobcenter wegen fehlender Mitwirkung gemeldet... aha...:icon_hihi:
Alle Tage wieder, sitzen alle Teilnehmer tagelang gelangweilt vor den PCs, die Bürostühle fallen fast auseinander, einige PCs gehen nicht.
Einigen Teilnehmern wurde eine 'Strategievereinbarung vorgelegt' was auch immer das war...
Es folgten ein paar Tage an denen kleine Spielchen gespielt wurden, wir sollten uns eigene Firmen ausdenken und unser Tätigkeitsfeld

Weiße Fahne:
Die Stimmung kippte drastisch, ich unterschrieb die Einverständniserklärung, jedoch nicht den "freiwilligen Teil", mir entstand daruch keine Nachteile, doch jedentag gab es probleme mit der Liste, mein Name wurde immer wieder gelöscht und auch sonst war die Stimmung merklich im Keller.
Dazu wurde mir gesagt, man könne nicht mehr gegenüber dem Jobcenter bestätigen dass ich jeden Tag erscheinen würde, weil ich ja die Einverständniserklärung nicht unterschrieben habe, welche ja dies erlaubt...mir war das zu blöd, aber ich unterschrieb, ich hatte im Moment schlimmere private Proble. Den Freiwilligen Teil wie andere Teilnehmer jedoch nicht...das würde erklären wieso die eine Strategievereinbarung bekamen...


Tag X
Wir sollten alle persönlich zu mind. 4 Firmen und uns dort vorstellen, als Bestätigung bekamen wir Bögen mit, die von den Firmen unterschrieben werden sollten. :icon_confused:
Ein Teilnehmer neben mir feierte leise, geil, freier Tag.
Vermutlich brauchte einer der Mitarbeiter einen freien Tag...

Du musst!:
Mir wurde gesagt, ich müsse Echtdaten in den Lebenslauf eintragen, sonst könne man mir keine Vorschläge machen...so ein Pech aber auch!
Dann wurde Druck ausgeübt, die Lebensläufe werden den Jobcenter Mitarbeiter gezeigt, daher muss ich das.
Daraufhin zitierte ich aus dem Vertrag in dem Stand, dass es mir freigestellt sei, fiktive Daten zu nutzen daraufhin war der Mitarbeiter sprachlos.


Briefporto 4 FREE?:
Uns wurde gesagt, der Träger bezahlt das Briefporto!
Super dachte ich, also Bewerbung geschrieben und nach dem Porto/Umschlag gefragt, daraufhin wurde mir gesagt, dies gehe nur, wenn der Mitarbeiter sich meine Unterlagen angucken dürfe...
Das wollte ich natürlich nicht, also nichts mit Briefporto...schade. :icon_evil:


Das Vier*au *gen*ge*spräch:
Ich sollte zu einem Mitarbeiter ins Büro...
Mir wurde vom Mitarbeiter gesagt, ich hätte zwei Möglichkeiten.
Die erste, ich widerrufe meine Unterschrift der Einverständniserklärung.
oder aber, man würde dem Jobcenter mitteilen dass ich mich weigere mitzuarbeiten und ich würde keine Vermittlungsvorschläge von Mitarbeiter X annehmen.
Ich erwiderte, ich hätte nie auch nur einen einzigen VV bekommen.
Daraufhin zitierte er den Mitarbeiter in den Raum, dieser betonte, er könne mir keine VV geben, da ich weder einen Lebenslauf mit Echtdaten geschrieben hätte, noch ein Anschreiben mit Echtdaten.
Grinsend antwortete ich "In der von mir unterschriebenen Einverständniserklärung steht, dass ich fiktive Daten nutzen kann".
Daraufhin war der Mitarbeiter (wieder) sprachlos und ging aus dem Raum.
Das Gespräch endete.

Wir saßen dann fast nur Monatelang Täglich im Computer-Raum, ab und zu saßen wir alle dann im Coaching-Raum und mussten uns etwas über Bewerbungen oder ähnliches anhören.
All diese Zeit, hätte man auf zwei Wochen kürzen können...was das wieder alles an Steuergelder frisst, soweit ich weiß um die 3000 euro pro Teilnehmer?


Fazit:​
Einige Tipps waren ja ganz hilfreich, aber was Datenschutz und Klima angeht, unmöglich.
Anderes Thema, es gab dort viele Ausländische Mitbürger, geschätzt waren es 10 von 14 Teilnehmern, manche konnten kaum deutsch, anstatt man diese in Deutschkurse schickt, müssen die ein Bewerbungstraining machen?
Die konnten doch kaum deutsch,es gab sogar hilfsbereite Teilnehmer, die das Gesprochene vom Mitarbeiter dann übersetzt haben, damit die Teilnehmer es verstehen :icon_lol:

Man war das jetzt anstrengende das Gekrakel zu entziffern...
 

gelibeh

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Ich wette, ganz genau so läuft das in hunderten anderen Maßnahmen auch ab. Hier geht das nur um Gelder abgreifen. Bewerbungsunterlagen auf einen vernünftigen Stand zu bringen und ein paar Tipps für ein Vorstellungsgespräch zu geben dauert maximal 2 Wochen.
 

gila

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Immer wieder interessant, solche "Dienstleister" ...
allerdings gibt es bei der BA auch ein Quaitätsmanagement und die PFLICHT, die Maßnahmeträger zu überprüfen.

Warum werden dann solche Maßnahmen nicht von den Teilnehmern an die BA gemeldet, damit diese Verschwendung von Steuergeldern mal eingedämmt wird?
 
E

ExitUser

Gast
Warum werden dann solche Maßnahmen nicht von den Teilnehmern an die BA gemeldet, damit diese Verschwendung von Steuergeldern mal eingedämmt wird?

Die BA schaut doch noch nicht einmal den ZAF vernünftig auf die Finger.
Ist doch alles so gewollt.
Raus aus der Statistik, egal wie teuer oder unsinnig.
 

gila

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Wenn man etwas KONKRET bemängelt (erfordert halt auch "EIER" :biggrin:) - dann müssen die das prüfen, zur Not auch durch unangekündigten Besuch.

Mein Gatte hatte vor einigen Jahren ein "Einzelcoaching" bei der er der kompetenten Dame die ersten 3 Male erklären musste, wie ihr Laptop funktioniert und ansonsten "durfte" er sich statt daheim eben dort mit dem Läppi allein beschäftigen und 4 Stunden Stellen suchen ... das haben wir der SB schriftlich mitgeteilt - und angekündigt, dass mit sofortiger Wirkung an diesem steuerverschwendenden "Coaching" nicht mehr teilgenommen wird, da nicht hilfreich.
Was draus geworden ist, wissen wir nicht :icon_hihi: - aber beendet wars.
 
E

ExitUser

Gast
schicken würde ich das aber trotzdem.

Klar sollte man es machen.
Am besten sollten es so viele wie möglich machen.
Aber laut Bericht vom TE gibt es ja nicht so viele.
Die meisten lassen alles mit sich machen, keinen Mumm den Mund aufzumachen.
Und dann die vielen ausländischen Mitbürger, die gar nicht verstehen, welche Formulare sie da eigentlich unterschreiben.
 

Jiyan

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Es ist eigentlich purer Wahnsinn das Elos die diese und ähnliche Maßnahmen absolvieren, nicht verrückt werden.
 
E

ExitUser

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Es ist eigentlich purer Wahnsinn das Elos die diese und ähnliche Maßnahmen absolvieren, nicht verrückt werden.

Ein paar werden durchaus "verrückt". Übrigens Teilnehmer wie Dozenten (als potentielle Bald-ja-auch-wieder-Arbeitslose) gleichermaßen. Trotz des eigentlich ja tragischen Themas sehr erheuternd dazu geschrieben ist dieses Buch. Wer es bei der Lektüre der Auswirkungen der Maßnahme-Industrie eher düster (aber nicht minder lesenwert) mag, dem sei dieser dystopische Zukunftsroman dazu empfohlen.
 

Hainbuche

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Trotz des eigentlich ja tragischen Themas sehr erheuternd dazu geschrieben ist dieses Buch

Hm - Cover und Subtitel ("Aus dem Alltag einer Jobvermittlerin") suggerieren eine Tätigkeit der Autorin als Arbeitsvermittlerin im öffentlichen Dienst.

Tatsächlich gibt sie - lt. Autorinnen-Vita auf der Verlagswebsite - aber "als freie Dozentin Rhetorik-, Schreib- und Bewerbungskurse - auch für Bildungsträger im Auftrag der Arbeitsagenturen und ARGEN ".

Wenn ich dann noch in der Buchbeschreibung lese, daß nach dem scheinheiligen Eingangssatz "Arbeitslosigkeit kann jeden treffen" nicht etwa diese These untermauert, sondern durch Aufzählung freakiger Beispiele negiert wird, dann vergeht mir doch schon glatt die Lust am Weiterlesen.

"Jeder" - das sind in der Beschreibung: Möchtegern-Pornostars (mit drei abgebrochenen Lehren, versteht sich), Ex-Filialleiter mit Hang zum Luxusauto, Migranten ohne Deutschkenntnisse, Transferempfänger in dritter Generation, Ex-Knackis aus Zirkusfamilien, Ü50er (nicht nur "zu alt fürs Arbeitsleben", sondern auch "schrullig", versteht sich). Noch ein Klischee vergessen? Ach ja, der Typ, der ebenso tollpatschig wie tobsüchtig ist, und nicht nur das, fusselhaarig ist er auch noch.

Man sieht also schon: Hier kann sich wirklich "jeder" Elo irgendwie wiederfinden...

Was diese Leute - neben ihrer Erwerbslosigkeit - miteinander verbindet, verrät uns die Beschreibung ebenfalls:

"Sie werden von ihrer ARGE -Fallmanagerin dazu verdonnert, an einem Trainingsseminar bei Ina Freiwald [also der Buchautorin, Anm. d. Verf.] teilzunehmen, das sie wieder fit für den Arbeitsmarkt machen soll."

Die Autorin hat laut Verlagswebsite folgende Vita:

"Ina Freiwald studierte Angewandte Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalistin, u.a. bei TV Movie. Als Autorin schrieb sie über »Stützstrümpfe unterm Minirock – Das harte Leben der Frauen über Dreißig«."

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, hier die Arbeitsmarkt-Expertise herauszulesen. Zur Stunde noch ergebnislos, aber ich suche weiter. Okay, es gibt noch zusätzliche Infos:

"Die ehemalige Klatschreporterin und inzwischen profilierte Dozentin bietet neben dem üblichen Programm wie Bewerbungsgespräche, Lebensläufe und Praktika auch Goethelesungen und Hausbesuche."

Vielleicht ist das ja der ultimative Geheimtipp, die freudige Botschaft an alle Elos: Lest mehr Goethe, und ihr findet einen Job.


Das Buch an sich habe ich zwar nicht gelesen. Nun gut, Bücher sind Geschmackssache, und vielleicht würde es mir ja viel besser gefallen als seine offizielle Auslobung. Die allerdings müßte dann schon im krassen Gegensatz zum tatsächlichen Inhalt stehen.
 

0zymandias

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OT:
Ein paar werden durchaus "verrückt". Übrigens Teilnehmer wie Dozenten (als potentielle Bald-ja-auch-wieder-Arbeitslose) gleichermaßen. Trotz des eigentlich ja tragischen Themas sehr erheuternd dazu geschrieben ist dieses Buch. [...]

Großzügige Leseprobe unter https://books.google.de/books?id=3z...R94sCh1i5A1D#v=onepage&q=ina freiwald&f=false

Ina Freiwald wirft mit Dozentenaugen einen Blick auf die Wunderwelt der Maßnahmen und verdient in ihr 18 € die Stunde.
Ein Buch, auf das die Welt mit Sicherheit nicht gewartet hat, aber es gibt einem so ein schönes, warmes Gefühl, wenn man sich einmal mehr gegen Maßnahmen und für Gegenmaßnahmen entschieden hat.
(Im Kern ungefähr so dystopisch wie "Planet der Affen - Prequel Zero" oder auch "Zombieapokalypse BA ", dabei aber bei weitem weniger dyspeptisch, fast schon eupeptisch, wenn es aus ausreichender Maßnahmenferne gelesen wird. :wink:)
 
E

ExitUser

Gast
Das Buch an sich habe ich zwar nicht gelesen.

Ich habe es gelesen. Und ich lese sehr viele Bücher zu dem Thema. Das Buch fand ich vom Schreibstil und Inhalt sehr gut, was vielleicht auch daran liegt, dass ich mich als Ex-Arbeitsloser, Ex-Maßnahmedozent und Ex-Arbeitsvermittler voll mit dem identifizieren konnte, was die Autorin da so beschreibt. Das Buch ist satirisch, aber mit einem ernsten Kern. Es deckt Missstände auf lustige Weise auf, ohne Menschen bloßzustellen. Wer kontrastiv dazu ein abgrundtief schlechtes Buch zum Thema lesen will, in dem Menschen bloßgestellt und verunglimpft werden, der lese dieses Werk.
 

Friedsch

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Ich wollte anmerken, dass ich die Woche zu einer fast identischen Maßnahme, nur zu einem anderen Träger muss...alle Jahre wieder wie es so schön heißt.
Ein weiteres und hoffentlich detailliertes Fazit folgt dann nach oder wärend der Maßnahme, kommt drauf an ob ich drin bleiben muss oder ob man mich rauswirft.
Und eine Korrektur, die Maßnahme ging natürlich 2 Monate, es waren aufgrund meiner Krankheit jedoch 3.
 

Hannes63

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Ich wollte anmerken, dass ich die Woche zu einer fast identischen Maßnahme, nur zu einem anderen Träger muss...alle Jahre wieder wie es so schön heißt.
Ein weiteres und hoffentlich detailliertes Fazit folgt dann nach oder wärend der Maßnahme, kommt drauf an ob ich drin bleiben muss oder ob man mich rauswirft.
Und eine Korrektur, die Maßnahme ging natürlich 2 Monate, es waren aufgrund meiner Krankheit jedoch 3.

Ich freue mich schon, habe viel gelacht bei deinem ersten Feedback oben :biggrin:
 
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