Familienfeindliche Tendenz im Behindertenrecht

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Gisela St

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Zur Zeit lebe ich, Muttter von drei Kindern, in der Wohnung mit meinen Eltern zusammen. Gerne würde ich auch meine Kinder (3J., 5J. und 7J.) mit in die Wohnung aufnehmen, die z.Zt. sich in Einrichtungen des Jugendamtes befinden. Meine Eltern finanzieren die Wohnung über ihre Rente und ich gebe Geld dazu für die täglichen Bedürfnisse und für die Nebenkosten. Ich selbst erhalte seit kurzem Erwerbsminderungsrente, habe einen GdB von 50% und bin chronisch krank. Vor einem Jahr wurde mir von Jugendamt in Aussicht gestellt, daß ich die Kinder wiederbekommen könne, wenn ich mit meinen Eltern zusammenziehe, davon wollen sie nun nichts mehr wissen. Jetzt soll ich ins "ambulant betreute Wohnen" ziehen, nur damit ich ich sozialbetreuerische Unterstützung erhalte. Ferner wurde mir (ohne konkrete Zusage!!!) die Rückführung der Kinder in Aussicht gestellt. Die Betreuerin, die mir nun zur Seite gestellt wurde, versucht mir aber in einer auffälligen Weise klarzumachen, daß es auch sein kann, daß ich die Kinder nicht zurückbekomme. Mir gefällt das alles ganz und gar nicht. Es ist für mich unverständlich, warum ich aus dem Haushalt meiner Eltern ausziehen soll (die mir keine sozialbetreuerische Hilfe gewährleisten können), wo in der Wohnung auch Kinderzimmer eingerichtet sind - und es nun auch nicht mal sicher ist, ob ich eine etwa gleichgroße Wohnung beziehen kann (mit Kinderzimmern und seperaten Schlafraum für mich) und ich meine Kinder zurückbekomme. Das ist mir alles zu unsicher - auch aufgrund meiner finanziellen Situation!

LG

Gisela
 
E

ExitUser

Gast
Hi Gisela,

und was sollen wir Dir denn nun beantworten? Wie ist Deine konkrete Frage?


LG
 
E

ExitUser

Gast
Ich persönlich würde mir einen rechtlichen Beistand suchen der mich in diesen Belangen vertritt.

Wollte Dich nur darauf hinweisen, daß Du keine direkten Fragen eingestellt hattest.

Ob Du hier im Forum so ganz richtig bist wage ich zu bezweifeln. Es ist ja ein Erwerbslosen-Forum und hat weniger mit Fragen zu Jugendamt usw. zu tun.

Dennoch wünsche ich Dir viel Erfolg. Vielleicht antwortet noch jemand anderes.

LG
 

blattkaktus

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Hallo Gisela St,
brauchst Du denn diese sozialbetreuerische Hilfe, wie schätzt Du das ein?
Sind jetzt die Voraussetzungen dafür da, dass Du Deine Kinder wieder selbst versorgen kannst und fallen die Gründe weg, warum sie jetzt im Heim waren (dass Du realistische Chancen hast).
Was sagen denn Deine Eltern dazu, lieber bei ihnen oder eine eigene Wohnung suchen. Mit drei Kindern ist ja auch mehr Leben in der Bude :)
Reicht Deine Rente + Kindergeld für Euch zum Leben? Du könntest noch Wohngeld dazu beantragen.
Ich würde wirklich mit Anwalt beim Jugendamt das zum Ausdruck bringen, dass Du für Deine Kinder selber sorgen willst und kannst.
Beantrage einen Beratungshilfeschein bei Gericht, bekommst Du sicher bei Deiner Rente. Und damit gehst Du zu einem Anwalt für Familienrecht am Besten (der kostet Dich dann nur noch 10,-).
sg
 

Gisela St

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Ich bin hier schon richtig, da ich erwerbslos und behindert bin. Ich möchte hier keine Diskussionen wegen des Jugendamtes aufmachen, aber nunmal gehört dieses Thema mit zu meiner derzeitigen Lebenssituation. Ich möchte mich hier informieren, welche Rechte ich habe, und wie ich finanziell über die Runden kommen kann.

LG

Gisela St.
 

Gisela St

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Hallo Gisela St,
brauchst Du denn diese sozialbetreuerische Hilfe, wie schätzt Du das ein?
Sind jetzt die Voraussetzungen dafür da, dass Du Deine Kinder wieder selbst versorgen kannst und fallen die Gründe weg, warum sie jetzt im Heim waren (dass Du realistische Chancen hast).
Was sagen denn Deine Eltern dazu, lieber bei ihnen oder eine eigene Wohnung suchen. Mit drei Kindern ist ja auch mehr Leben in der Bude :)
Reicht Deine Rente + Kindergeld für Euch zum Leben? Du könntest noch Wohngeld dazu beantragen.
Ich würde wirklich mit Anwalt beim Jugendamt das zum Ausdruck bringen, dass Du für Deine Kinder selber sorgen willst und kannst.
Beantrage einen Beratungshilfeschein bei Gericht, bekommst Du sicher bei Deiner Rente. Und damit gehst Du zu einem Anwalt für Familienrecht am Besten (der kostet Dich dann nur noch 10,-).
sg

Ich hab eine gute Anwältin aufgrund meiner Verfahren vor dem Familiengericht. Hier ging es mir auch darum, andere Meinungen zu hören, da ich Streß mit der Sozialbetreuerin hatte. Ich habe Depressionen und brauche deshalb schon sozialbetreuerischen Beistand für den Ämterkram.
Ich habe Angst in eine Kostenfalle zu geraten, da ich nun erfahren habe, daß mir nur 281 € Sozialhilfe und 224 € Zuschuß zur Miete und NK zur Verfügung stehen. Meine Rente wird nur um 56 € aufgestockt. Ich könnte mir also summa summarum keine größere, kindgerechte Wohnung halten, auch für mich alleine wird es schon knapp. Ich wollte erfahren, welche Möglichkeiten an finanzieller Unterstützung noch bestehen - neben dem Kindergeld, welches ich erst bekomme, wenn die Kinder wieder mit mir in einem Haushalt leben.

LG

G. St.
 

Muzel

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Ein Sozialbetreuer hat kein akademisches Studium absolviert, sondern eine Lehre. In deinen existenziellen Frage musst du gut beraten werden.
Das Sorge- und Umgangsrecht ist eine Frage des Familienrechts.
Du hast einen GdB von 50, obwohl du einen Betreuer brauchst. Außerdem will man dich betreut wohnen lassen. Wieso bist du so niedrig eingestuft?
 

Gisela St

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Ein Sozialbetreuer hat kein akademisches Studium absolviert, sondern eine Lehre. In deinen existenziellen Frage musst du gut beraten werden.
Das Sorge- und Umgangsrecht ist eine Frage des Familienrechts.
Du hast einen GdB von 50, obwohl du einen Betreuer brauchst. Außerdem will man dich betreut wohnen lassen. Wieso bist du so niedrig eingestuft?

Bei mir besteht die Gefahr, daß sich meine Erkrankung/Behinderung verschlimmert - und wenn das eintreten sollte, was ich in nächster Zeit nicht hoffe - steigt der GdB auf 70%. Darum soll ich ein Betreuungsverhältnis eingehen, in der Klinik rieten sie mir sogar zu einem gesetzlichen Betreuer, welches ich aber ablehnte, da ich meine, solange ich noch selbst vieles regeln kann, diesen nicht brauche.
Die Sozialbetreuerin, die ich jetzt habe, ist Sozialpädagogin, verfügt also über einen Hochschulabschluß.

LG

Gisela St.
 

berimbau

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Bei mir besteht die Gefahr, daß sich meine Erkrankung/Behinderung verschlimmert - und wenn das eintreten sollte, was ich in nächster Zeit nicht hoffe - steigt der GdB auf 70%. Darum soll ich ein Betreuungsverhältnis eingehen, in der Klinik rieten sie mir sogar zu einem gesetzlichen Betreuer, welches ich aber ablehnte, da ich meine, solange ich noch selbst vieles regeln kann, diesen nicht brauche.
Die Sozialbetreuerin, die ich jetzt habe, ist Sozialpädagogin, verfügt also über einen Hochschulabschluß.

LG

Gisela St.

Hallo Gisela,

ja das ist auch normal, dass die Sozialbetreuer eine akademische Ausbildung haben. Was mich an deiner Frage etwas irritiert ist deine Aussage, ins ambulant betreute Wohnen ziehen zu müssen. Hier bei uns bedeutet ambulant = ambulant, also nirgends einziehen. Das wäre ja dann stationär?

Es gibt hier das sogenannte ambulant betreute Einzelwohnen. Das bedeutet, man lebt ganz normal in der eigenen Wohnung (oder in deinem Falle im Haus der Eltern in eigenen Räumen), bekommt aber Unterstützung. Diese Unterstützung kann ganz unterschiedlich ausfallen - je nach deinen Bedürfnissen. Beispielsweise gibt es Begleitung bei Behördengängen, Arztbesuchen, Hilfe bei Anträgen usw. Meist kommt die betreuende Person einmal wöchentlich ins Haus, um mit dem Klienten die aktuelle Situation zu erörtern.

Ganz wichtig: Diese Form der Betreuung hat nichts, aber auch gar nichts mit der Bestellung einer gerichtlichen Betreuung zu tun. Du bleibst vollkommen autonom und entscheidest immer selbst, wie es weiter gehen soll. Das hat also absolut nichts mit der amtlichen Betreuung gemeinsam.

Ich würde an deiner Stelle erstmal schauen, welche Institution an deinem Wohnort für ambulant betreutes Wohnen zuständig ist. Meist sind das sozialpsychiatrische Dienste, Arbeiterwohlfahrt, Caritas o.ä. Und laß dich dann dort unverbindlich (!) beraten. Am besten googelst du mal mit den Stichworten, ergänzt mit deinem Wohnort.

Alles Gute!
 

Gisela St

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Ich weiß berimbau, daß es dort einen Unterschied gibt. Ich soll ja in eine eigene Wohnung ziehen, wo mich die Betreuerin ein, zwei Mal in der Woche aufsucht. Mein Problem, was ich ansprach, war ja, daß ich bei meinen Eltern wohnen bleiben wollte, was aber - aus mir nicht ersichtlichen - Gründen nicht geht. Ich möchte solange wie es geht, auch Herr über meine eigenen Belange bleiben.

LG

Gisela St.
 

Muzel

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Das deine Betreuerin einen Hochschulabschluss hat, ist erst einmal beruhigend.
Die Begründung, dass sich deine Behinderung verschlimmern könnte, halte ich für sehr dünn. Du und ich, wir können auch morgen tot sein.
Wenn man dir einen Betreuer vor die Nase setzt und dich dazu noch ins betreute Wohnen schicken will, beraubt man dich entscheidend deiner Freiheitsrechte (Einschränkung deines Selbstbestimmungsrechtes). Ich habe einen GdB von 70 mit davon 50 wegen einer psychischen Behinderung, aber weder einen Betreuer noch schlägt mir irgendeiner betreutes Wohnen vor. Dies wäre der absolute Albtraum und bei dem Gedanken bekomme ich einen Blähbauch.
 
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