Falsche Vermittlungs- und Beschäftigungsbestätigung für MT

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schwaso

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Liebes Forum,

nachdem ich nun seit sechs Wochen in meinem neuen Job arbeite, wurde ich nun von einem Maßnahmenträger aufgefordert, eine sogenannte Vermittlungs- und Beschäftigungsbestätigung zu unterschreiben.

Eigentlich schicken die MT dieses Anschreiben an die neuen Arbeitgeber, wir hatten jedoch vereinbart, dass ich keinerlei Kommunikation des MT mit meinem neuen Arbeitgeber möchte, da dies nur zu meinem Schaden sein kann.

Das Problem ist jedoch, dass ich bestätigen soll, dass ich die Stelle durch Vermittlung durch den Maßnahmenträger gefunden habe. Das stimmt aber schlichtweg nicht. Ich habe die Stelle aus meinem früheren beruflichen Netzwerk heraus gefunden. Der erste Anbahnungskontakt hierzu lag zeitlich noch vor Beginn der Maßnahme.

In dem Formular gibt es auch noch einen Passus, dass man sich strafbar macht, wenn man falsche Angaben macht.

Kann mich ein MT zwingen, Angaben zu machen, die offensichtlich nicht der Wahrheit entsprechen? Würden sich dadurch nicht sowohl MT als auch ich gleichzeitig strafbar machen?
Wie sollte ich auf dieses Formular reagieren?

Viele Grüße,
schwaso
 

0zymandias

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Ich persönlich würde es so halten: Rollladen 'runter, Licht aus, auf den Schrieb draufsetzen, an den neuen Job denken und heimtückisch kichern. :biggrin:

Enjoy! :icon_daumen:
 

noillusions

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Naa dann unterschreibste das auch nicht .scan doch das mal anonymisiert hier ein würde ich gern mal sehen so ein wisch.ob man in so einen FAll afa/jc informieren sollte ?da gehts doch um abgreife.wieso weiß der mt eigentlich von deinen Arbeitgeber?
 

Texter50

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Liebes Forum, nachdem ich nun seit sechs Wochen in meinem neuen Job arbeite, wurde ich nun von einem Maßnahmenträger aufgefordert, eine sogenannte Vermittlungs- und Beschäftigungsbestätigung zu unterschreiben.
Das steht immer auf den hier eingestellten Zetteln. Damit diese Kontaktaufnahme nicht passiert, sollen solche Dinge auf den Zetteln gestrichen werden, wenn man schon den Drang verspürt, son Zeuchs zu unterschreiben. :icon_cry:

Eigentlich schicken die MT dieses Anschreiben an die neuen Arbeitgeber, wir hatten jedoch vereinbart, dass ich keinerlei Kommunikation des MT mit meinem neuen Arbeitgeber möchte, da dies nur zu meinem Schaden sein kann.
Ich gehe davon aus, Du hast den Kontakt zum Arbeitgeber schriftlich untersagt? Den MTs ist nicht über den Weg zu trauen, besonders wenn die leicht verdientes Geld riechen... :icon_hug:

Das Problem ist jedoch, dass ich bestätigen soll, dass ich die Stelle durch Vermittlung durch den Maßnahmenträger gefunden habe. Das stimmt aber schlichtweg nicht. Ich habe die Stelle aus meinem früheren beruflichen Netzwerk heraus gefunden. Der erste Anbahnungskontakt hierzu lag zeitlich noch vor Beginn der Maßnahme.
Das kannst Du nicht bestätigen, wenn es denn nicht der Fall ist. Damit bist Du für Dich aus dem Schneider. :icon_mrgreen:

In dem Formular gibt es auch noch einen Passus, dass man sich strafbar macht, wenn man falsche Angaben macht.
Eben, und deshalb wirst Du auch keine flaschen Angaben machen.

Kann mich ein MT zwingen, Angaben zu machen, die offensichtlich nicht der Wahrheit entsprechen? Würden sich dadurch nicht sowohl MT als auch ich gleichzeitig strafbar machen?
Natürlich kann Dich dazu niemand zwingen, aber das MT-Gesindel versucht genau dies immer und immer wieder.
Abgesehen davon, mit was will Dich das MT bestrafen?

Wie sollte ich auf dieses Formular reagieren?
Du hast zwei Möglichkeiten.
1) Du machst, was 0zymandias geschrieben hat, setzt Dich drauf oder legs als abschreckendes Beispiel (und Beweismittel) ganz unten innen Schrank oder Du hängst das Teil aufs Klo, was auch immer Du magst. Alternativ hau das Ding einfach inne Tonne, wo es schlicht hingehört.
2) Du schreibst ganz klar auf das Teil, dass man Dich zwingen will, falsche Angeben zu machen, was Du nicht machen willst.
Schließlich hast Du den Job selber besorgt, der MT wird Dich im besten Fall behindert haben. Aber diesen Notfall sehe ich nicht, wenn Du Punkt 1) anwendest.

Also: ich wünsche Dir viel Erfolg beim neuen Job. :popcorn:
 

quinto

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Vielleicht für dich etwas zum Hintergrund:

Nach 6 Wochen kann ein privater Arbeitsvermittler die erste Rate der Vermittlungsprämie abgreifen (1000 EUR). Nach 6 Monaten die zweite Rate.

Der Träger wird wohlwollend (für sich selbst) nochmal nach 6 Monaten antanzen, damit laut deinem Wortlaut seine Nichtleistung bezahlt wird. Das nennt sich schlicht Abzockversuch.

Lass den MT zappeln.
 
R

Rounddancer

Gast
nachdem ich nun seit sechs Wochen in meinem neuen Job arbeite,

Herzlicher Glückwunsch!

wurde ich nun von einem Maßnahmenträger aufgefordert, eine sogenannte Vermittlungs- und Beschäftigungsbestätigung zu unterschreiben.

das ist im Grunde ganz normal, weil jeder Maßnahmeträger als Erfolgsprämie für den Fall, daß während oder bis sechs Monate nach seiner Maßnahme der Teilnehmer eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt oder eine auskömmliche Selbstständigkeit bekommt,
eine Kopfprämie von m.W. 1600 € bekommt.

Das Problem ist jedoch, dass ich bestätigen soll, dass ich die Stelle durch Vermittlung durch den Maßnahmenträger gefunden habe. Das stimmt aber schlichtweg nicht.

"Du sollst nicht falsch Zeugnis geben!", steht im "Buch der Bücher".

Ich würde bei dem Zettel die Aussage, daß ich die Stelle durch den Maßnahmeträger gefunden habe, einfach und kommentarlos sauber durchstreichen.

Denn alles andere wäre die Unwahrheit.

Und das wie erwähnt, sogar nutzlos, denn wie erwähnt, kriegt der Maßnahmeträger das "Kopfgeld" auch, wenn der Teilnehmer/Ex-Teilnehmer die Stelle irgendwie fand, oder die Stelle den Teilnehmer fand (auch das kommt vor).

In dem Formular gibt es auch noch einen Passus, dass man sich strafbar macht, wenn man falsche Angaben macht.

nun, das wäre für mich (neben dem Punkt, auch weiter ruhig schlafen zu können) das zweite Argument, um da keine Falschausage zu machen.

Wenn die gescheit sind, reichen sie das Ding dann so ein.

Ich würde den falschen Teil des Satzes sauber streichen, dann unterschreiben, und ab zum Maßnahmeträger.
 

0zymandias

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Ich verstehe jetzt nicht, wieso ich einem MT, der von meinen Steuergeldern meinen Nervenabbau und sein Leben finanzieren möchte, auch nur ein einziges Jota entgegen kommen sollte.

Da wäre mir jede Briefmarke, jeder Briefumschlag zu viel und auch, wenn der Briefkasten neben meinem Kühlschrank hinge, der Weg dorthin zu weit.

Da hätte ich ganz klar eine verkümmerte Bürgerpflichtsdrüse und auch mein moralisches Rückgrat hätte ein Lendenwirbelsyndrom.
 

Texter50

Super-Moderation
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Ich verstehe jetzt nicht, wieso ich einem MT, der von meinen Steuergeldern meinen Nervenabbau und sein Leben finanzieren möchte, auch nur ein einziges Jota entgegen kommen sollte.
Kein klar denkendes Wesen wird den Wunsch der MTs nachvollziehen können - und niemand sollte auf deren Wünsche eingehen.
Ich wünsch mir auch so manches, was ich nicht bekomme... :icon_mrgreen:

Aber: wir sehen jetzt am praktischen Beispiel, wozu das führt, wenn man deren bescheidenen Formular ausfüllt. Das sollten wir in unseren Fundus aufnehmen, so als abschreckendes Beispiel! :biggrin:
 

Surfing

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Es könnte sich um Anstiftung bzw. Beihilfe zum Betrug handeln. Der MT stiftet dich an falsche Angaben zu machen. Wenn das JC daraufhin Geld zahlt hast du dem MT geholfen einen Betrug zu begehen.

§ 26 StGB Anstiftung - dejure.org

§ 27 StGB Beihilfe - dejure.org

Bei vorsätzlich falschen Angaben hängst du mit drin, wenn die Revision der BA/JC dass zur Anzeige bringt.
 

obi68

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Als ob mich noch irgendwas bezüglich Maßnahmenträgern interessieren würde, wenn ich einen Job habe.

Kapier gar nicht, daß man sich da überhaupt Gedanken drüber macht. Gut, auch die professionelle Mafia lässt einen nicht einfach in Ruhe, wenn man aussteigen möchte, aber Betonschuhe wird einem der MT schon nicht verabreichen.

Einfach ignorieren, den Schmarrn!

Wissen die überhaupt, wo du arbeitest? Und wenn ja, warum?
 
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