Falsche Berechnung?

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mctelebuehli

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jetzt hab ich so lange schon mitgelesen und bin nun gezwungen, leider selbst eine frage zu stellen...


meine momentan situation:

ich 22 wohne seit dem 18 lebensjahr alleine.

ich habe eine ausbildung zum sozialassistenten am 24.8 angefangen. hierfür habe ich bafög beantragt, welches mich in ca 6-8 wochen mit 212 euro beglücken wird. miete wird nicht übernommen, weswegen ich weiter im ALG II bezug bleibe.

so nun zu meinem eigentlichen problem.

ich habe persönlich mit der berechnungsstelle gesprochen.
da mein bearbeiter selbst keine ahnung hatte, musste er extra nachfragen. raus kam, dass ich weiterhin einen regelsatz von 359€ bekomme abzüglich 164€ kindergeld und 43€ wegen Bafög. D.h. Bafög wird mir laut Sachbearbeiter als geringer Verdienst angrechnet von dem ich 169€ behalten darf! weiterhin bekomme ich von der ARGE 253,21 KDU.

sprich die ARGE müsste mir monatlich
359€ Grundsicherung -164€ Kindergeld-43€ Bafög+253,21€ Miete=405€
überweißen.

heute kommt mein bescheid

ich bekomme von der ARGE 308,61€ zugesprochen INKL miete????

ich habe mir also erstmal gedacht, dass ich irgendwo nen fehler mit meiner Berechnung habe. aber dann habe ich folgendes ausgerechnet:

308€+212€+164€=684€

wenn ich also
684€-253€ miete berechne komme ich also auf eine grundsicherung von 431€ mit allem drin...


wenn ich jetzt die summe 431€-169€(Die Summe die mir laut Sachbearbeiter zusteht) rechne komme ich auf 262€ die ich von der Arge und Kindergeld für meine Grundsicherung bekomme.

Das heißt mir fehlen da irgendwo 97€ in der Rechnung der ARGE.

Ich habe mir ausgerechnet, dass wenn ich alles auf meinem Konto habe, ich ~781€ im Monat zur Verfügung haben müsste.

Wer hat den Fehler? Ich oder die ARGE?
 

Martin Behrsing

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warum bekommst du keinen erhöhten BAFÖG-Satz?
jetzt hab ich so lange schon mitgelesen und bin nun gezwungen, leider selbst eine frage zu stellen...


meine momentan situation:

ich 22 wohne seit dem 18 lebensjahr alleine.

ich habe eine ausbildung zum sozialassistenten am 24.8 angefangen. hierfür habe ich bafög beantragt, welches mich in ca 6-8 wochen mit 212 euro beglücken wird. miete wird nicht übernommen, weswegen ich weiter im ALG II bezug bleibe.

so nun zu meinem eigentlichen problem.

ich habe persönlich mit der berechnungsstelle gesprochen.
da mein bearbeiter selbst keine ahnung hatte, musste er extra nachfragen. raus kam, dass ich weiterhin einen regelsatz von 359€ bekomme abzüglich 164€ kindergeld und 43€ wegen Bafög. D.h. Bafög wird mir laut Sachbearbeiter als geringer Verdienst angrechnet von dem ich 169€ behalten darf! weiterhin bekomme ich von der ARGE 253,21 KDU.

sprich die ARGE müsste mir monatlich
359€ Grundsicherung -164€ Kindergeld-43€ Bafög+253,21€ Miete=405€
überweißen.

heute kommt mein bescheid

ich bekomme von der ARGE 308,61€ zugesprochen INKL miete????

ich habe mir also erstmal gedacht, dass ich irgendwo nen fehler mit meiner Berechnung habe. aber dann habe ich folgendes ausgerechnet:

308€+212€+164€=684€

wenn ich also
684€-253€ miete berechne komme ich also auf eine grundsicherung von 431€ mit allem drin...


wenn ich jetzt die summe 431€-169€(Die Summe die mir laut Sachbearbeiter zusteht) rechne komme ich auf 262€ die ich von der Arge und Kindergeld für meine Grundsicherung bekomme.

Das heißt mir fehlen da irgendwo 97€ in der Rechnung der ARGE.

Ich habe mir ausgerechnet, dass wenn ich alles auf meinem Konto habe, ich ~781€ im Monat zur Verfügung haben müsste.

Wer hat den Fehler? Ich oder die ARGE?
 

mctelebuehli

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weil die schule weiter entfernt ist, als die näheste vom wohnsitz meiner mutter....

sprich ich hätte auf eine andere schule gehen müssen um vom bafög miete zu bekommen...

allerdings habe ich mich im april zu der oben genannten ausbildung entschlossen.... und die schule wo ich hingehen hätte müssen, hatte anmeldeschluss im februar...
 

Martin Behrsing

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Dann schreibe doch mal die Berechnung derf ARGE hier auf, damit man den Fehler erkennen kann.
 

mctelebuehli

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ich habe laut ARGE einen gesamtbedarf der BG von 612,21€ monatlich welcher sich zusammensetz aus 359€ grundsicherung und 253,21€ KDU

davon wird dann abgezogen

Einkommenbereinugung -30€
Kindergeld Einkommen -164€
Sonstiges Einkommen -169,60€

gesamt zu berücksichtigendes einkommen 303,60€

das heißt ich habe laut bescheid KEIN anspruch auf 169€ zusätzliches bafög sondern nur 42,4€

welches sich aber mit dem widerspricht was man mit gesagt hat.
 

mctelebuehli

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Die Agentur für Arbeit darf die BAföG-Zahlung an die Auszubildende allerdings nicht antasten, sofern sie zweckgebunden ist. Das hält das Gericht für 20 Prozent der Leistung für angemessen (für ausbildungsbedingte Aufwendungen); 80 Prozent dürfen also berücksichtigt werden (weil dieser Teil für den Lebensunterhalt vorgesehen ist). (AZ: B 14 AS 61/07 R u. a.)”
gut... also bestätigt das meine rechnung...

danke für die Hilfe :)

also werde ich mich am Montag zeitig bei der ARGE melden...

nun die Frage ob ich das mündlich mit einem Zeugen klären kann, oder die beschwerliche reise der widerspruchstelle gehen muss

hierzu muss ich sagen, dass ich mit solchen beamten eigtl keine probleme habe, was heißt das ich eigtl immer respektvollen umgang habe mit den leuten von der ARGE...


danke danke danke für das finden des dokumentes :)
 

Martin Behrsing

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Du musst vor allen schriftlich Widerspruch einlegen. Dabei brauchst Du lediglich darauf hineweisen, dass die Berechnung falsch ist. Mehr Begründung brauchst du nicht, weil die Behörde selbst verpflichtet ist, dass ganze zu überprüfen.

Du kannst dir aber einen Beratungsschein für einen Anwalt nbeim Amtsgericht besorgen und einen anwalt Widerspruch einlgegen lassen.
gut... also bestätigt das meine rechnung...

danke für die Hilfe :)

also werde ich mich am Montag zeitig bei der ARGE melden...

nun die Frage ob ich das mündlich mit einem Zeugen klären kann, oder die beschwerliche reise der widerspruchstelle gehen muss

hierzu muss ich sagen, dass ich mit solchen beamten eigtl keine probleme habe, was heißt das ich eigtl immer respektvollen umgang habe mit den leuten von der ARGE...


danke danke danke für das finden des dokumentes :)
 

biddy

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Erolena

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Das bedarfsdeckende Bafög für den Berufsfachschüler beträgt 455 Euro.
Davon sind 20 % zweckbestimmt für Bildungskosten
= Pauschaler Absetzbetrag 91 Euro

212 Zufluss - 91 Absetzbetrag = 121 Euro Einnahme aus Schülerbafög

Anstelle der Pauschale können auch höhere Kosten abgesetzt werden, wenn sie nachgewiesen werden!

Fachliche Hilfen zum § 11 Randziffer 11.102

Werden für Fahrkosten und Ausbildungsmaterial insgesamt höhere
Kosten nachgewiesen, können die die Pauschale übersteigenden
Kosten zusätzlich geltend gemacht werden (§ 1 Abs. 1 Nr. 10 Alg II-
V).
Beispiel 1:
Ein minderjähriger Schüler erhält Ausbildungsförderung nach dem BA-
föG in Höhe von 212 Euro. Es entstehen Fahrkosten in Höhe von 30
Euro monatlich. Ergebnis: Es werden 91 Euro vom Einkommen abge-
setzt (20 % von 455 Euro.)

Beispiel 2:
Ein minderjähriger Schüler erhält Ausbildungsförderung nach dem BA-
föG in Höhe von 383 Euro. Es entstehen Fahrkosten in Höhe von 110
Euro monatlich. Ergebnis: Es werden 110 Euro vom Einkommen abge-
setzt.
Schulgeld, das für den Besuch einer privaten Schule zu entrichten
ist, kann nicht von der Ausbildungsförderung abgesetzt werden.
 

Nina

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Hallo,
der junge Mann, der hier das Posting eröffnet hat, ist der Freund meiner Tochter.
Unklar ist uns folgendes:
Darf das Bafög zu 20% oder, wie hier in der Berechnung geschehen, zu 80% als "Sonstiges Einkommen" abgezogen werden?
Es wurden ihm vom Regelsatz 354,-€ das KK von 164,-€ (ist klar) sowie 169,60 € = 80% von 212,- Bafög abgezogen - ist das so richtig???????????????

Gruß Nina
 

Martin Behrsing

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Hallo,
der junge Mann, der hier das Posting eröffnet hat, ist der Freund meiner Tochter.
Unklar ist uns folgendes:
Darf das Bafög zu 20% oder, wie hier in der Berechnung geschehen, zu 80% als "Sonstiges Einkommen" abgezogen werden?
Es wurden ihm vom Regelsatz 354,-€ das KK von 164,-€ (ist klar) sowie 169,60 € = 80% von 212,- Bafög abgezogen - ist das so richtig???????????????

Gruß Nina
Nein, es ist immer von Höchstsatz des BAFÖGs anzunehmen. Der Freibetrag von 20% davon muss gewährt werden.
 

biddy

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Das ist aber nicht der Satz für bedarfsdeckendes Bafög! Das wären - wie hier schon geschrieben - 455 €. Siehe noch mal Tabelle hier unter Randziffer 11.102:
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-11-SGB-II-Zu-beruecks-Einkommen.pdf

Der Freibetrag, also die 20 %, müssen vom Bafög-Höchstsatz abgeleitet werden (20 % von 455 € = 91 €), auch wenn man nur 212 € erhält (212 € ist nicht der Höchstsatz!). So hat es das Bundessozialgericht bestimmt (Aktenzeichen Az B 14 AS 61 R).
212 - 91 = 121 € werden auf den Bedarf angerechnet, nicht 169,60 €.

Druckt dem SB die fachlichen Hinweise zum § 11 aus (Link oben) und es sollte "gut" sein ... und nicht die Fahrtkosten, Ausbildungsmaterial etc. vergessen, die evtl. zusätzlich noch dazukommen (siehe Posting Erolena).
 

mctelebuehli

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gut... das heißt ich bekomme ca rund 50 euro mehr, als das was mit momentan zugesprochen wird... (wenn ich das richtig verstanden habe)



Druckt dem SB die fachlichen Hinweise zum § 11 aus (Link oben) und es sollte "gut" sein ... und nicht die Fahrtkosten, Ausbildungsmaterial etc. vergessen, die evtl. zusätzlich noch dazukommen (siehe Posting Erolena).
fahrtkosten sind beantragt. genauso wie erstattung der studienfahrt. was ich dann noch machen werde sind die ausbildungsmaterialien. diese betragen wenn ich das korrekt in erinnerung habe 100€ pro schuljahr?!
 

Erolena

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Du kannst nur dann mehr als die 91 Euro-Pauschale für Bildung abziehen, wenn Deine Fahrtkosten usw. höher sind als die 91 Euro.

Also nicht 91 + Fahrtkosten sondern:
Fahrtkosten + Ausbildungsmaterial = 105 Euro
Dann wird gerechnet
212 Bafög - 105 Euro = 107 anrechenbares Einkommen.

Der volljährige Schüler bekommt außerdem noch 30 Euro Versicherungspauschale.
___

Ganz unabhängig von all dem ist das Schülerbedarfspaket von 100 Euro. Das gibt es einmal im Jahr ohne Nachweis.
Wenn am 1.8. des Jahres die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, also ALG 2 oder Sozialhilfebezug in der Familie oder beim Azubi, oder Bezug Kindergeldzuschlag u.ä.
 
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