falsche Aussagen meiner SB - kann ich alles schriftlich abwickeln?

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juergen1958

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Hallo,
meine SB hat mehrfach falsche Aussagen und Zusagen gemacht. Das Vertrauen zu ihr (und der ARGE) ist reduziert. Daher würde ich am liebsten alles schriftlich mit der ARGE abwickeln. Wie weit ist das möglich? Kann ich mir z.B. zu Anfang eines Gesprächstermines bestätigen lassen, dass ich da war? Kann ich mir im Gespräch dann der SB nur zuhören und ihr schriftlich antworten?
Viele Grüße, vielen Dank im Voraus und eine schöne Woche!
Jürgen
 

Paolo_Pinkel

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Hallo,
meine SB hat mehrfach falsche Aussagen und Zusagen gemacht. Das Vertrauen zu ihr (und der ARGE) ist reduziert.

Das ist leider der Normalzustand dort. Es ist Teil der perfiden Zermürbungstaktik.

Daher würde ich am liebsten alles schriftlich mit der ARGE abwickeln. Wie weit ist das möglich? Kann ich mir z.B. zu Anfang eines Gesprächstermines bestätigen lassen, dass ich da war?

Du solltest generell nur noch schriftlich mit der ARGE kommunizieren. Alleine schon auf Grund der Nachweisbarkeit. Eine Möglichkeit wäre wenn du beim nächsten Termin einen Beistand mitnimmst. Dieser steht dir gem. § 13 SGB X zu. Dieser kann dir dann auch deine Anwesenheit auf einem Gesprächsprotokoll abzeichnen.

Kann ich mir im Gespräch dann der SB nur zuhören und ihr schriftlich antworten?

Kannst du machen. Du musst keine Zusagen an Ort und Stelle machen. Die Taktik vieler SB´s läuft auf eine(n) Abschluß, Zusage oder Unterschrift an Ort und stelle hinaus. Beim nächsten mal kannst du sagen, dass du das was man dir vorschlägt in einer Angemessenen Bedenkzeit (7-14 Tage) prüfen willst und dich dann wieder meldest. Nicht überrumpeln lassen!


Viele Grüße, vielen Dank im Voraus und eine schöne Woche!
Jürgen

Gruss

Paolo
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,
meine SB hat mehrfach falsche Aussagen und Zusagen gemacht. Das Vertrauen zu ihr (und der ARGE) ist reduziert. Daher würde ich am liebsten alles schriftlich mit der ARGE abwickeln. Wie weit ist das möglich? Kann ich mir z.B. zu Anfang eines Gesprächstermines bestätigen lassen, dass ich da war? Kann ich mir im Gespräch dann der SB nur zuhören und ihr schriftlich antworten?
Ein Gespräch, in dem nur einer redet, ist bestenfalls ein Selbstgespräch. :icon_twisted:
Viele Grüße, vielen Dank im Voraus und eine schöne Woche!
Jürgen
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juergen1958

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Hallo,
danke für eure schnellen Antworten. Einen Beistand mitnehmen ist nicht so leicht, da meine Bekannten am Ort berufstätig sind. Daher habe ich u.a. ein Gesprächsprotokoll zu Beginn des Gesprächs angefordert. Z.B. wurde dies zugesagt, aber ich habe es nicht erhalten. Diesmal habe ich das Gesprächsprotokoll schriftlich angefordert.

Ich habe nichts dagegen, dass meine SB Selbstgespräche führt. Sinnvolle Gespräch sind ja selten möglich.

Aber kann ich zu Beginn eines Gespräches eine Bescheinigung verlangen, dass ich da war? Wenn ja, wäre es außergewöhnlich entgegenkommend, wenn ich erfahren würde, auf welcher Grundlage?
Viele Grüße
Jürgen
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Hallo,
danke für eure schnellen Antworten. Einen Beistand mitnehmen ist nicht so leicht, da meine Bekannten am Ort berufstätig sind. Daher habe ich u.a. ein Gesprächsprotokoll zu Beginn des Gesprächs angefordert. Z.B. wurde dies zugesagt, aber ich habe es nicht erhalten. Diesmal habe ich das Gesprächsprotokoll schriftlich angefordert.

Zum einen kann der Beistand jede x-beliebige Person sein und zum anderen verstehe ich nicht warum du dich auf deinen SB verlässt wenn es um ein Gesprächsprotokoll geht? Das kannst du selber auch anfertigen. Du kannst während des Gespräches Notizen machen. Wenn SBlein zu schnell ist dann bremst du ihn eben aus. Nicht vergessen. Wer fragt der führt:cool:

Ich habe nichts dagegen, dass meine SB Selbstgespräche führt. Sinnvolle Gespräch sind ja selten möglich.

Aber kann ich zu Beginn eines Gespräches eine Bescheinigung verlangen, dass ich da war? Wenn ja, wäre es außergewöhnlich entgegenkommend, wenn ich erfahren würde, auf welcher Grundlage?

Du kannst deinen SB bitten dir dein Protokoll gegen zu zeichen oder eben eine Anwesenheitsbescheinigung auszufüllen. Allerdings lassen sich die wenigsten darauf ein sobald sie etwas unterschreiben oder abzeichnen sollen. Komischerweise wird aber genau das von jedem HE verlangt.

Zum Thema Beistände kannst du dich auch hier informieren:
Information - Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter im Erwerbslosen Forum Deutschland

Vielleicht findest du ja einen User aus deinem Ort. Ansonsten schalte eine Anfrage.

Viele Grüße
Jürgen

Gruss

Paolo
 

juergen1958

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Hallo,
danke für deine schnelle und sachliche Antwort!

Ich habe mich eben in die Begleitbörse eingetragen, bei mir im Ort/Bundesland ist ja nicht viel los.

Habe ich ein Recht drauf:
dass die SB mir eine Anwesenheitsbescheinung ausstellt oder mein Protokoll unterschreibt (wenns sachlich richtig ist)?
Vielen Dank und viele Grüße
Jürgen
 
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ExitUser

Gast
Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, meine Einladungen grundsätzlich gegenzeichnen und mit einem Tages -und Argestempel versehen zu lassen.
Die Reaktionen auf mein Ansinnen sind sehr unterschiedlich:
Von entgegenkommend, bis "machen wir nicht".
Beim letzten Mal wollte der SB mir meine Einladung nicht abstempeln, er meinte dass müsse er nicht. Ich beharrte darauf, da ich das für meine Unterlagen bräuchte. Er erwiderte, dass mein Erscheinen in seinem PC gespeichert wäre, worauf ich erklärte, dass das schön wäre, so hätte er ja seinen Nachweis, dass ich den Termin wahrgenommen hätte. Und nun möchte ich seine Unterschrift, damit ich die Bestätigung meines Erscheinens hätte.
Nach diesem umständlichen Bla,bla unterschrieb er endlich und stempelte.
Interessanterweise machte er sich von meiner gestempelten Einladung noch eine Kopie - keine Ahnung wofür, keine Ahnung ob das Ok war. :confused:

LG :icon_smile:
 

Mario Nette

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Anwesenheitsbescheinigung, Protokoll - ich wüsste jetzt nicht, dass es darauf ein Recht gibt. Das Protokoll brauchst du auch gar nicht, zur Bestätigung hat Hamburgeryn schon was geschrieben. Das Protokoll brauchst du deswegen nicht, weil du dort nichts besprechen und auch nichts hören willst. "Ich werde mich schriftlich zu Ihren schriftlich fixierten Belangen äußern." <- Schallplatte auflegen :icon_twisted: Natürlich könnte man SBchen auch labern lassen und später damit kommen, dass dies und jenes nie gesagt wurde mit dem Ergebnis: Aussage gegen Aussage. Noch besser ist dann natürlich ein Beistand.

edit: Bin gerade über diesen Thread gestolpert: https://www.elo-forum.org/afa-arge-...keine-verweigerung-eingangsbest%E4tigung.html - und da fiel mir ein: Kannst du nicht just zu diesem Termin irgend etwas Schriftliches mitnehmen - Antrag auf Akteneinsicht, Antrag auf Auskunftserteilung, irgendeine Abrechnung -, wofür du auf einer Kopie ganz unbedingt einen Stempel und natürlich die Unterschrift des SB brauchst? Dann warst du nämlich an dem Tag bei deinem SB -> Nachweis erbracht.

Mario Nette
 

juergen1958

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Hallo,
ich habe ein Recht, dass die SB ein Protokoll anfertigt und mir aushändigt. Ich werde es erstmal so wie von Hamburgeryn probieren, wenn nicht, danke für den Link, da steht ja nicht drin, dass ich irgendwas sinnvolles im Schriftstück stehen muss. Da werde ich dann wohl ggf. irgendwas "sinnloses" abgeben.
Vielen Dank für eure Hilfe!
Jürgen
 

Mario Nette

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Doch, du solltest schon darauf achten, dass es zumindest irgend einen Sinn hat. Als Idee verweise ich mal auf die §§ 13 - 15 SGB I. Und da braucht man die Auskunft natürlich schriftlich :icon_party: Eine Sache, die z. B. ich demnächst einfach fragen werde: 2Welches sind 'wichtige Gründe', um einem von der ARGE anberaumten Termin sanktionsfrei fernbleiben zu können?" Auch nett ist der "Antrag auf Auskunft über personenbezogene, gespeicherte Daten" - das reicht schon mal für zwei Termine :icon_twisted:

Mario Nette
 
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