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Fallmanager sagt potentielle Stelle ab, was tun?

Yuccapalme

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#1
Hallo,

ich hab das gestern schonmal in einem anderen Thread erwähnt, poste das jetzt aber nochmal als eigenes Thema, in der Hoffnung, vielleicht noch hilfreiche Tipps zu bekommen.

Ich war gestern beim Jobcenter um über ein psychologisches Gutachten zu reden. Man wirft mir mangelndes Selbstwertgefühl vor, an der Grenze zur seelischen Behinderung (WTF?). In der Tat habe ich eine Angststörung, die wird aber nichtmal erwähnt.

Bei dem Termin hat mir die Fallmanagerin gesagt, dass über den Arbeitgeberservice eine potentielle Stelle für mich reinkam. Sie meinte noch, den Platz hätte ich garantiert bekommen. Aber, ach, oh weh, das hätte sie ja nicht verantworten können. Stattdessen hat sie dem potentiellen Arbeitgeber mitgeteilt, dass ich seelisch zu instabil sei, um den Job auszuführen. Den Namen des Unternehmens dürfte sie mir natürlich nicht mitteilen.

Was kann ich dagegen tun? Darf die das überhaupt? Darf die einem Arbeitgeber erzählen, ich hätte einen an der Waffel? Bei denen brauch ich mich nach der Aktion doch gar nicht erst zu melden, die werden für immer von mir abgeschreckt sein.

Ich will mir (neben den Bewerbungen für meinen gelernten Beruf) einen 450€ Job suchen. Da die Frau der Meinung ist, ich bräuchte alle meine Kraft für eine mögliche Therapie, muss ich da mit Widerstand rechnen? Kann mir das Jobcenter die Aufnahme so einer Tätigkeit untersagen?
 

Sprotte

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#2
Ich war gestern beim Jobcenter um über ein psychologisches Gutachten zu reden.
....und wie kommt die Dame an das Gutachten ?
Sbs und oder Fallmanager sind weder Psychologen,Psychater oder Ärzte anderer Fachrichtungen,aus diesem Grund steht ihnen ausschliesslich nur das Wissen darüber zu,was,wo und wie lange du arbeiten kannst,keinesfalls Diagnosen und weitergehende Beurteilungen (Gesundheitsdaten sind besonders geschützte Sozialdaten) .

Stattdessen hat sie dem potentiellen Arbeitgeber mitgeteilt, dass ich seelisch zu instabil sei, um den Job auszuführen.Darf die das überhaupt?
NEIN !

Dein Problem dürfte jetzt die Beweisbarkeit sein.
Wenn du Glück hast,ist das in deiner Akte protokolliert (und auch der Arbeitgeber ) Akteneinsicht beantragen--> Inhalte fotografieren-->wenn fündig geworden-->Datenschutz einschalten-->Beschwerde Kundenreaktionsmanagment.

Ohne Beistand ist "mündlich" immer schwierig.
 

Yuccapalme

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#3
....und wie kommt die Dame an das Gutachten ?
Das Gutachten wurde vom Jobcenter beim berufpsychologischen Dienst angeleiert. Ich war vor einem halben Jahr noch ziemlich gutgläubig und habe dem zugestimmt. Getestet wurde Anfang des Jahres anhand von Fragebögen zur Persönlichkeit und Intelligenz.

Akteneinsicht beantragen--> Inhalte fotografieren-->wenn fündig geworden-->Datenschutz einschalten-->Beschwerde Kundenreaktionsmanagment.

Ohne Beistand ist "mündlich" immer schwierig.
Beantrage ich die direkt beim Jobcenter? Mein üblicher Beistand hatte leider keine Zeit, ich geh sonst so gut wie nie allein zu den Terminen. Tonmitschnitt mit dem Handy darf ich vermutlich nicht? :icon_mrgreen:
 
E

ExitUser

Gast
#4
Beantrage ich die direkt beim Jobcenter?
Ja.
Tonmitschnitt mit dem Handy darf ich vermutlich nicht?
Nur, wenn du am Anfang des Mitschnitts die Frage stellst, ob du den Ton mitschneiden darfst und SB klar und deutlich "JA" sagt, sonst nicht.
 

Fabiola

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#5
Ja.Nur, wenn du am Anfang des Mitschnitts die Frage stellst, ob du den Ton mitschneiden darfst und SB klar und deutlich "JA" sagt, sonst nicht.
Dann sollte @Yuccapalme aber auch das deutliche JA von SB mitschneiden, da es sonst im Ernstfall keinen Beweis für das "JA" gäbe.
 
E

ExitUser

Gast
#6
Dann sollte @Yuccapalme aber auch das deutliche JA von SB mitschneiden, da es sonst im Ernstfall keinen Beweis für das "JA" gäbe.
Was ich mit den Worten
Nur, wenn du am Anfang des Mitschnitts die Frage stellst[...]und SB klar und deutlich "JA" sagt,
unmissverständlich, laut und deutlich geschrieben habe:wink:
 

Pixelschieberin

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#7
Zum Thema unangekündigter Gesprächsmitschnitte wabert viel Widersprüchliches durchs Netz.

Mut zum zivilen Ungehorsam machten MIR folgende Links:
- Anwalt.de - Gesprächsmitschnitte als Beweismittel nicht völlig ungeeignet
- Indeclinabilis - Tonaufnahme, Gesprächsmittschnitt zwecks Dokumentation einer Straftat, damit einhergehende Beweissicherung ist zulässig
- Kahrlgeharzt - Tonaufnahme, Gesprächsmittschnitt als Notwehr erlaubt, Vertraulichkeit des Wortes, Record, Aufnahme
[...] Sie können etwa darin liegen, dass sich der Beweisführer mangels anderer Erkenntnisquellen in einer Notwehrsituation oder einer notwehrähnlichen Lage befindet
Die Beweisnot, in die der HE vorsätzlich gebracht wird, läßt mich sofort an eine Notwehrsituation denken.
Schließlich wird - leider allzuoft - der bislang gute Leumund des HE durch inkompetente SBs beschädigt.

Es kann in Hektik und Streß schon passieren, daß auf einem Ideen-Sammel-Diktiergerät für unterwegs oder dem Handy in der Jackentasche die falsche Taste gedrückt wurde.
Huch aber auch.
Neiiin - kein Vorsatz!

Als Anhaltspunkt für ein detailliertes Gedächtnisprotokoll finde ich versehentlich aufgenommene Tondokumente ziemlich brauchbar.
Ich muß sie ja nicht auf U-Tube einstellen oder sonstwie publizieren.
Praktizieren Reporter unangekündigte Ton- und Bildaufnahmen nicht auch? Die verpixeln hinterher die Visagen und sprechen den Text neu ein. Wenn das per se verboten wäre, würde es keinen investigativen Journalismus mehr geben.
Wer verbietet dem HE, sich in eigener Sache - als Journalist/in - auf Recherche-Tour zu begeben?

Einwänden zuvorkommend:
Der Begriff "Journalist" ist völlig ungeschützt.
Den darf sich jeder ans Revers heften.
Wallraffs Erben lassen grüßen. :biggrin:
 

0zymandias

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#8
Querverweis.

[...]
Bitten und Mündliches ist in der Anderwelt okay, in unserer Branche aber nicht.
Schriftlich und nachweisbar (z.B. Fax mit qualifiziertem Sendebericht) Dein Dir zustehendes Recht wahrnehmen. Punktum.
Du hast ein Recht darauf, die Inhalte Deiner Akte einzusehen.
[...]
Du solltest den Ausdruck des VerBIS-Beratungsvermerks für das fragliche Gespräch anfordern und im selben Schreiben um die Übermittlung des Stellenangebots des Unternehmens bitten.
Vielleicht kommt nach diesem Klopfen etwas aus dem Busch.
 

Yuccapalme

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#9
Huhu, ich nochmal.

Mein Termin bei der Dame vom Amt steht dieser Tage an. Letztes Mal waren wir so verblieben, dass ich "seelisches Wrack" mir einen Termin für eine Therapie organisieren soll. Alibimäßig hab ich natürlich ein paar Sachen angefragt aber, wie erwartet, habe ich nix handfestes vorzuweisen.

Bei den bisherigen Unverschämtheiten von der FM würde es mich nicht wundern, wenn die mich jetzt in stationärer Behandlung wissen will. Das will ich aber auf keinen Fall. Wie weit reichen denn die Befugnisse von FM? Nur damit ich mich mental auf unangenehme Überraschungen einstellen kann. Unterschreiben werde ich nichts und alles, was potentiell schriftlich aufgesetzt wird, wird erstmal zur Ansicht mitgenommen.
 

Fabiola

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#10
Mein Termin bei der Dame vom Amt steht dieser Tage an. Letztes Mal waren wir so verblieben, dass ich "seelisches Wrack" mir einen Termin für eine Therapie organisieren soll. Alibimäßig hab ich natürlich ein paar Sachen angefragt aber, wie erwartet, habe ich nix handfestes vorzuweisen.
Ob Du ein "seelisches Wrack" bist oder nicht - das zum Inhalt eines Beratungstermins zu machen steht der werten Dame gar nicht zu!!! Noch, Dich auf zu fordern, Dir einen Termin für eine Therapie zu organisieren !!!

Ist sie Ärztin, die Dir sagen will, was Du in gesundheitlichen Belangen zu unternehmen hast??? Selbst ein Arzt dürfte Dir das nur anraten aber nicht fordern.
Bei den bisherigen Unverschämtheiten von der FM würde es mich nicht wundern, wenn die mich jetzt in stationärer Behandlung wissen will.
Das gleiche gilt hier auch.

Wenn Sie etwas zu Deiner (gesundheitliche Verfassung) bzw. Leistungsfähigkeit
wissen möchte, dann kann sie Dich zum ärztlichen Dienst schicken, der dann Deine Leistungseinschränkungen feststellen darf - aber neimals die SB!!!
 
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#12
das mit den seelischen wrack, scheint dich ja ziemlich getroffen zu haben bzw. verletzt
und das du viel wert darauf legst, was andere menschen über dich denken könnten
sind so gründe, wo man eine therapie beanspruchen könnte, schadet nicht, kommt halt immer darauf an, wo die persönliche priorität liegt
die aussagen die du so von ihr wiedergibst, sind recht herausfordernd, sie scheint spaß am sadismus zu haben :)

ich würde da mitspielen und auch meine kindliche seite zeigen,
am ende sind es nämlich kinderspiele

mir ist aufgefallen, wenn die leute keine maßnahme und co wollen, dürfen sie nicht in die psycho, und wenn du arbeiten willst, wollen sie dich in die psycho therapie stecken :D
verkehrte welt
 
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