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Fallmanager hat falsch berechnet muß ich jetzt zurückzahlen

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N.blitz

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Hallo ihr Lieben,

Im Oktober habe ich meinem Fallmanager, eine Abrechnung meiner
Teilzeitstelle vorgelegt.
Dieser nahm zur berechnung vom Monat November - Dezember
den Grundlohn als berechnungsgrundlage.
obwohl mein Fallmanager gesehen hatte das ich noch zuschläge dazu
bekommen habe.
Darauf hin bekam ich eine bewiligung für November - Dezember
in Höhe von 305.- Euro Pro Monat.
Diesen Monat habe ich ihm die Abrechnung vom Monat November
gegeben, nachdem ich fragte wie er die Bewilligung berechnet
Sagte er nach dem Lohn eines jeden Monats
(Ich muß jetzt jeden Monat eine Abrechnung vorlegen)
Dann ist ihm aufgefallen das ich wohl 200,- Euro zuviel bekommen habe
und meinte das müßte ich dann wohl zurück zahlen.
Das kann ja woll nicht sein oder

JETZT MEINE FRAGE: MUß ich das Geld zurück zahlen? das ist ja woll nicht meine schuld.

Mfg.
N.blitz
 

Arco

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.... was würdest Du machen wenn ER zuwenig berechnet und ausgezahlt hätte ? ?
 

RobertKS

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Hallo N.blitz,

Nunja, auch wenns nicht deine Schuld war, ändert das aber leider nichts an der Tatsache, das zuviel gezahlte Leistungen zurück gezahlt werden müssen.So ist das nunmal, nur kannst Du es in Raten abziehen lassen, aber es muß zurück gezahlt werden.

Gruß Robert ;)
 

Arania

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Re: Fallmanager hat falsch berechnet muß ich jetzt zurückzah

Wenn Du gewusst hast das es zuviel war, muss es zurückgezahlt werden
 

Arco

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hi Kassler ;)

so kann mann/frau auch antworten :hug:
 

Arwen

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Hallo N.blitz,

auch ich bin aufgefordert worden, ca. 500 € zurückzuzahlen und warte gerade auf eine (Vor-)Ladung der Widerspruchsstelle. Da ich mich im Recht fühle (ich weiß, ich weiß...) und keinerlei "Pflichtverletzung" meinerseits vorliegt, versuch' ich's auf jeden Fall!

An deiner Stelle würde ich auch Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, falls du dir der Falschberechnung nicht bewusst warst.

Hier einiges zur Info und zum Paragraphen-Schwenken:


Rückforderung von Leistungen

Es kommt immer wieder vor, dass die Behörde zu viel gezahlt hat. Im Amtsdeutsch heißt das “überzahlt”. Die überzahlten Beträge werden manchmal einfach bei der nächsten Gelegenheit von der laufenden Hilfe abgezogen. Das ist häufig rechtswidrig.


Wer hat die “Überzahlung” verursacht?

Vor jeder Rückforderung muss geprüft werden, wer die Überzahlung verursacht hat. Wenn die Behörde

• sich zu Ihren Ungunsten verrechnet hat oder

• Änderungen in den wirtschaftlichen Verhältnissen nicht berücksichtigt, die Sie nachweislich mitgeteilt haben oder

• Das Recht zu Ihren Gunsten falsch angewendet wurde,

darf es die an Sie zu viel gezahlten Beträge nicht wieder zurückfordern und erst recht nicht einfach in monatlichen Raten von Ihrer Sozialhilfe abziehen. Denn:

“Ein rechtswidriger, begünstigender Verwaltungsakt darf nicht zurückgenommen werden, soweit der Begünstigte auf den Bestand des Verwaltungsaktes vertraut hat und sein Vertrauen unter Abwägung mit dem öffentlichen Interesse an einer Rücknahme schutzwürdig ist. Das Vertrauen ist in der Regel schutzwürdig, wenn der Begünstigte erbrachte Leistungen verbraucht [...] hat.” (§ 45 Abs. 2 SGB X)

Und wer spart schon ALG II an? Sie müssen sich nicht besser auskennen als Ihre SachbearbeiterIn.


Haben Sie allerdings selbst die “Überzahlung” verursacht, kann ALG II zurückgefordert werden. Das gilt nur in drei Fällen:

• Wenn die LeistungsbezieherIn “den Verwaltungsakt durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung erwirkt hat” (§ 45 Abs. 2 Nr. 1 SGB X)

• Wenn “der Verwaltungsakt auf Angaben beruht, die der Begünstigte vorsätzlich oder grob fahrlässig in wesentlicher Beziehung unrichtig oder unvollständig gemacht hat” (§ 45 Abs. 2 Nr. 2 SGB X)

• Wenn “er die Rechtwidrigkeit des Verwaltungsaktes kannte oder in Folge grober Fahrlässigkeit nicht kannte.” (§ 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB X)
Gruß, Arwen
 
E

ExitUser

Gast
Du mußt es nicht zurück zahlen.Du hast die Gehaltsbescheinigungen abgegeben und bist Deiner Pflicht nach gekommen.Der Fehler liegt alleine beim FM.Somit muß er dafür grade stehen.

Habe in einer Zeitschrift einen ähnlichen Fall gelesen.Eine Frau hat im Antrag das Einkommen des Ehemannes korrekt angegeben.Später stellte sich raus,das das Einkommen nicht angerechnet wurde.Nach dem Gerichtsurteil braucht die Frau nichts zurück zahlen,da die Schuld alleine beim FM lag.

Kann die Arge dem FM ja von seinem Gehalt abziehen!
 

Arco

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Re: Fallmanager hat falsch berechnet muß ich jetzt zurückzah

Heiko1961 schrieb:
hi Kassler

so kann mann/frau auch antworten
Wer ist Kassler? :?:
guggst Du mal ;)

RobertKSForumnutzer

Anmeldungsdatum: 27.06.2005
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Wohnort: Kassel
..... mein Autokennzeichen lautet KS-....-..... :mrgreen:

und bei uns gibt es "Kassler" + "Kasselaner" + "Kasseläner"

warum ? das schreibe ich wenn Du möchtest später mal oder RobertKS aus Kassel kann es Die bestimmt auch erklären :hihi:
 

N.blitz

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Re: Fallmanager hat falsch berechnet muß ich jetzt zurückzah

Arania schrieb:
Wenn Du gewusst hast das es zuviel war, muss es zurückgezahlt werden
Das ist es ja ich wußte es bis dato nicht!
 

Arwen

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Sie werden auf jeden Fall probieren, das Geld von dir zurückzubekommen.

Achte in nächster Zeit darauf, ob aufgerechnet wird, also ob z.B. 10% des Regelsatzes so mir nichts dir nichts einbehalten wird. Das ist rechtswidrig, wenn man, ohne es veranlasst zu haben, überhöhte Leistungen bezogen hat. Das Amt kann nur zurückfordern.

Wenn die schriftliche Aufforderung zur Rückzahlung kommt, legst du Widerspruch ein und verweist auf die Paragraphen und Punkte, die ich dir oben bereits eingestellt habe. Du erhältst dann wahrscheinlich einen Termin beim SB der Leistungsabteilung oder gleich einen bei der Widerspruchsstelle - kann lange dauern. Wenn man dir mitteilt, dass du doch hättest merken müssen, dass zu wenig Einkommen zur Berechnung herangezogen wurde, verweise einmal auf den Umstand, dass die wenigsten (Prozentsatz weiß ich nicht...) die Bescheide nachvollziehen können und du auf dessen Richtigkeit vertraut hast (§ 45 Abs. 2 SGB X), haste doch, ne? :pfeiff:

Also i c h werd's genau so machen. Bisschen Bammel im Bauch hab' ich schon dabei, weil's mein erster "Widerstand" gegen die Ungerechtigkeit ist, aber irgendwann reicht's mir nach einem Jahr "Abhängigkeit", hab' das Gefühl, ich werde immer "kleiner". Ich weiß, d a s wird mich "größer" machen ... wenn's bei mir losgeht, geb' ich hier Bescheid bzgl. Tipps.

Gruß
von
Arwen
 

Arania

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Ich weiss von meinem Prozess nur das es so ist wenn man einen Bescheid bekommt und dann auch genau das Geld überwiesen bekommt das auf dem Bescheid angegeben ist und alle Angaben wahrheitsgemäss gemacht hat, dann keine Rückforderungen begleichen muss wenn das Amt sich geirrt hat
 

N.blitz

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Re: Fallmanager hat falsch berechnet muß ich jetzt zurückzah

Hallo ihr Lieben,

Im Oktober habe ich meinem Fallmanager, eine Abrechnung meiner
Teilzeitstelle vorgelegt.
Dieser nahm zur berechnung vom Monat November - Dezember
den Grundlohn als berechnungsgrundlage.
obwohl mein Fallmanager gesehen hatte das ich noch zuschläge dazu
bekommen habe.
Darauf hin bekam ich eine bewiligung für November - Dezember
in Höhe von 305.- Euro Pro Monat.
Diesen Monat habe ich ihm die Abrechnung vom Monat November
gegeben, nachdem ich fragte wie er die Bewilligung berechnet
Sagte er nach dem Lohn eines jeden Monats
(Ich muß jetzt jeden Monat eine Abrechnung vorlegen)
Dann ist ihm aufgefallen das ich wohl 200,- Euro zuviel bekommen habe
und meinte das müßte ich dann wohl zurück zahlen.
Das kann ja woll nicht sein oder

JETZT MEINE FRAGE: MUß ich das Geld zurück zahlen? das ist ja woll nicht meine schuld.

Mfg.
N.blitz


Erst einmal ein Grooooßßßes!!!! :D
danke schön an alle :hug:

gibt es ein Widerspruchs Formular das ich mir runterladen Kann ?
wenn ja wo bekomme ich das.

Ich halte euch auf dem Laufenden

Mfg.

euer N.blitz
 

Arania

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Widerspruch als formloses Anschreiben. Betreff : Widerspruch und dann gegen die genaue Verfügung
 

N.blitz

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Arwen schrieb:
Sie werden auf jeden Fall probieren, das Geld von dir zurückzubekommen.

Achte in nächster Zeit darauf, ob aufgerechnet wird, also ob z.B. 10% des Regelsatzes so mir nichts dir nichts einbehalten wird. Das ist rechtswidrig, wenn man, ohne es veranlasst zu haben, überhöhte Leistungen bezogen hat. Das Amt kann nur zurückfordern.

Wenn die schriftliche Aufforderung zur Rückzahlung kommt, legst du Widerspruch ein und verweist auf die Paragraphen und Punkte, die ich dir oben bereits eingestellt habe. Du erhältst dann wahrscheinlich einen Termin beim SB der Leistungsabteilung oder gleich einen bei der Widerspruchsstelle - kann lange dauern. Wenn man dir mitteilt, dass du doch hättest merken müssen, dass zu wenig Einkommen zur Berechnung herangezogen wurde, verweise einmal auf den Umstand, dass die wenigsten (Prozentsatz weiß ich nicht...) die Bescheide nachvollziehen können und du auf dessen Richtigkeit vertraut hast (§ 45 Abs. 2 SGB X), haste doch, ne? :pfeiff:

Also i c h werd's genau so machen. Bisschen Bammel im Bauch hab' ich schon dabei, weil's mein erster "Widerstand" gegen die Ungerechtigkeit ist, aber irgendwann reicht's mir nach einem Jahr "Abhängigkeit", hab' das Gefühl, ich werde immer "kleiner". Ich weiß, d a s wird mich "größer" machen ... wenn's bei mir losgeht, geb' ich hier Bescheid bzgl. Tipps.

Gruß
von
Arwen

Vielen dank für deine Informationen und ich wünsche dir viel viel erfolg

und denke daran du bist kein stück dreck also kopf hoch und nach vorne schaun

lese mal was unten steht und lass dir das mal durch deinen Kopf gehen

Mfg. N.blitz
 

Arwen

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Danke für die aufmunternden Worte, N.blitz ... das mit dem Lichtlein ist schon seit einiger Zeit mein Leitspruch, weil so wahr...

Natürlich bin ich kein Stück Dreck - bin doch geduscht, auch rasiert, aber anderes Thema in anderem Thread...

Trotzdem - egal, wie stark man ist, das zieht runter, wenn man erstmalig Widerspruch einlegt und prompt zum Monatsende kein Geld auf dem Konto eingeht ... da denkst du natürlich sofort an einen Zusammenhang nach dem Motto "jetzt zeigen wir's ihr mal"... und d a s nervt, weil man ewig daran denkt, was wohl noch alles kommen wird.

Aber weißt du was? Ich schaff' das - und zwar g u t ! :D 8) :p

Lieben Gruß, Arwen
 
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