Fallmanagement vs. normale Vermittlung!

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Andy79

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Hallo!

Hab mal eine Frage zu diesen zwei Varianten der Vermittlung. Mit welcher Varainte "fährt" man eigentlich besser, wenn man im Fallmanagement ist oder in der "normalen" Vermittlung?

Also praktisch wo ist im Grunde mehr "Kontrolle" und wo kann man als mündiger Mensch mit entsprechenden Referenzen und in der Lage selber für Bewerbungen usw. zu sorgen letztlich in Ruhe OHNE ein Gefühl des kontrolliert werdens alles bewerkstelligen???
 

Andy79

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Was ist deine Definiton von "lockerer" hinsichtlich noch anderer Punkte möcht ich mal detaillierter gerne wissen?
 
E

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Die Fallmanager sind wesentlich besser ausgebildet. Die haben normalerweise Sozpäd-oder Psychologenhintergrund.

Lass dich vom lockeren Umgang nicht täuschen. Die sind rhetorisch wesentlich besser geschult und wissen genau, wie sie dir die gewollten Informationen entlocken, wenn du nicht aufpasst. Da gehts nur darum, dir das Gefühl zu geben, du wärest auf Augenhöhe. Dass ist man aber nur dann, wenn man den Konflikt nicht scheut und sich auch da nicht einlullen lässt.

Ich hab auch erst zwei Fallmanager verschlissen, bis ich dann über die Teamleitung endlich an einen Bildungsgutschein für ne Umschulung gekommen bin. Denn das ist tatsächlich der Vorteil: Die können mehr entscheiden.

Hier, les dir das mal durch. Sehr informativ. Dann weisste, woran du bei denen bist und was die eigentlich wollen und wie die verfahren:

https://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2005/fachkonzept-abschlussfassung-fallmanagement.pdf
 
E

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:icon_stern:Meine eigene Erfahrung ist,-
die nehmen Dich,-
was Deine eigenen Intressen betrifft ,-
aufjedenfall ernster als die SBS oder Arbeitsvermittler!
Bei den SBS oder VM,-
kannste wirklich das PECH haben,-
das die Dich ,nur in Sinnlose Massnahmen ,-
reinstecken wollen!!!:icon_neutral:
 
E

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Hallo!

Hab mal eine Frage zu diesen zwei Varianten der Vermittlung. Mit welcher Varainte "fährt" man eigentlich besser, wenn man im Fallmanagement ist oder in der "normalen" Vermittlung?

Also praktisch wo ist im Grunde mehr "Kontrolle" und wo kann man als mündiger Mensch mit entsprechenden Referenzen und in der Lage selber für Bewerbungen usw. zu sorgen letztlich in Ruhe OHNE ein Gefühl des kontrolliert werdens alles bewerkstelligen???

Dem FM wirst Du zugewiesen und wenn Du es einmal bist, bedeutet das für Dich eine intensive Rundumbetreuung. Das ist nicht etwa eine Auszeichnung, sondern ein Hinweis für Dich, dass Du ein "schwieriger" Fall bist, in welcher Hinsicht auch immer.

https://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2005/fachkonzept-abschlussfassung-fallmanagement.pdf

Fallmanagement - Konzeptdarstellung der BA

usw.
 

Schlupp

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Das beschäftigungsorientierte Fallmanagement ist eigentlich nur Personen gedacht, die aufgrund ihrer psychischen oder physischen Situation erheblich schwerer zu vermitteln sind.
Der FM ist dazu da, um ggf. ins SGB XII wegzuwichteln.
 

Andy79

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Und welche der beiden Varianten ist grundsätzlich kontrollintensiver auch in puncto Druck machen und solche Dinge halt. Ist die normale Arbeitsvermittlung gründlicher beim nachschauen der eigenen Aktivitäten (denen ich ohnehin ständig nachkomme) usw. oder eher das Fallmanagement?
 
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Und welche der beiden Varianten ist grundsätzlich kontrollintensiver auch in puncto Druck machen und solche Dinge halt. Ist die normale Arbeitsvermittlung gründlicher beim nachschauen der eigenen Aktivitäten (denen ich ohnehin ständig nachkomme) usw. oder eher das Fallmanagement?

So gesehen der Fallmanager. Der hat wesentlich weniger Fälle abzuarbeiten. Ohne EGV und mit reichlich Gegenwehr gegen VA sind aber auch die handzahm zu bekommen und dann natürlich höhergestellt, was z.B. fürs Ausstellen von Bildungsgutscheinen von Vorteil ist. So ist meine Erfahrung.

Wenn man sich dem Druck nicht beugt und deutlich macht, dass man aufgrund der Sanktionsparagraphen kein Vertrauen aufbauen kann und deshalb seitens des Jobcenters eine Zusammenarbeit erschwert wird, haben die soviel Entscheidungskompetenz, hier den Druck deutlich rauszunehmen. Was in meinem Fall auch geschehen ist.

Und wie kriegt man raus, ob man nen normalen SB oder nen FM hat? :confused:

Fragen :-D
Steht bei mir auch an der Tür der FM. Ins Fallmanagement kommt man üblicherweise mit 3 gravierenden Vermttilungshemnissen. in Ausnahmen auch mal 2. Das kann Langzeitarbeitslosigkeit, mangelnde Ausbildung, Krankheit, Psyche, Schulden etc. sein.
 
E

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Ich habe eine Fallmanagerin und bemerke außer einer "lockereren EGV" nichts, außer dass sie auf meine Anfragen nicht reagiert und mir Vollzeitstellenangebote zuschickt, obwohl wir besprochen hatten, dass Vollzeitstellen bei mir als alleinerziehender Vater momentan nicht drin sind.

Ich habe z. B. nach Schulungen und Informationsveranstaltungen für Leute gefragt, die gerne als Freelancer tätig sein wollen oder sich aber selbständig machen wollen.

Davon gibt es hier einige, es kam überhaupt keine Antwort.

(Solche Kurse gibt es hier einige, es war ein Versuch, zu sehen, ob man diese Kurse evtl. übersichtlich durch die ARGE erhalten würde. Scheint aber nicht so zu sein. ;))
 

optimistin

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Ich habe z. B. nach Schulungen und Informationsveranstaltungen für Leute gefragt, die gerne als Freelancer tätig sein wollen oder sich aber selbständig machen wollen.
es geht um Dich, und nicht um irgendwelche Leute. Die haben selbst einen Mund zum fragen bei ihren SB.
Deshalb hast Du da keine Antwort erhalten.

Ich hab bei zwei meiner Schützlinge nach einen Fallmanager gefragt.
Es ist da lockerer, stimmt. Die Betreuung intensiver und es werden bei den Problemen die vorhanden waren, genaue Zeiten aufgezeigt. Wann was zu passieren hat. Einer von beiden ist inzwischen ganz weg vom JC in Arbeit. Die andere zieht mit Hilfe des JC um. Da es bei der Leistungsabteilung mit Genehmigungen Schwierigkeiten gab, hat sie da beim FM angerufen nach 10min Rückruf und am nächsten Tag Genehmigung im Breifkasten. Alleinerziehend mit chronisch kranken Kind und noch anderen familiären Problemen.

Wenn wirklich Schwierigkeiten vorhanden sind, kann man beim normalen SB für Vermittlung mal nachfragen.
 
E

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Gast
es geht um Dich, und nicht um irgendwelche Leute. Die haben selbst einen Mund zum fragen bei ihren SB.
Deshalb hast Du da keine Antwort erhalten.

Zum einen verstehe ich Deine Aussage nicht und zum anderen scheinst Du mit meiner Fallmanagerin über ihre "Arbeit" zu sprechen. Woher weißt Du sonst, warum ich keine Antwort bekommen habe?

Ich habe für mich gefragt. Das kann man falsch verstehen, muss man aber nicht. Ich habe 2mal angefragt.


Ich hab bei zwei meiner Schützlinge nach einen Fallmanager gefragt.
Es ist da lockerer, stimmt. Die Betreuung intensiver und es werden bei den Problemen die vorhanden waren, genaue Zeiten aufgezeigt. Wann was zu passieren hat.

Verallgemeinerung. Ich kann diese Erfahrung nicht teilen.

Selbst der Ton hat sich nicht wirklich geändert. "Der Steuerzahler ist bald nicht mehr bereit für ihren Lebensunterhalt aufzukommen."
(Leider kommt mein Sohn für meinen halben Lebensunterhalt auf und finanziert sich selbst.;))

Einer von beiden ist inzwischen ganz weg vom JC in Arbeit. Die andere zieht mit Hilfe des JC um. Da es bei der Leistungsabteilung mit Genehmigungen Schwierigkeiten gab, hat sie da beim FM angerufen nach 10min Rückruf und am nächsten Tag Genehmigung im Breifkasten. Alleinerziehend mit chronisch kranken Kind und noch anderen familiären Problemen.

Scheint ja echt paradiesisch bei Euch mit einem Fallmanager zu sein. Ich bin z. B. ebenfalls alleinerziehend. Aber anscheinend muss man da als alleinerziehender Mann mit ganz anderem Wind rechnen. (Monatliche Kürzungs- und Sanktionierungsdrohungen, man wird in der ARGE von zwei Personen gleichzeitig angebrüllt usw.)

Fallmanager hin oder her.

Wenn wirklich Schwierigkeiten vorhanden sind, kann man beim normalen SB für Vermittlung mal nachfragen.

Kann man das? Hier kann man höchstens schriftlich anfragen und bekommt keine Antwort.

Man sollte nicht alles Verallgemeinern. Die ARGEN scheinen von Stadt zu Stadt Dinge sehr unterschiedlich handzuhaben.

Sorry, falls mein Ton fies erscheinen sollte. Ich kann es schriftlich nicht anders.
 

optimistin

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Ich habe z. B. nach Schulungen und Informationsveranstaltungen für Leute gefragt, die gerne als Freelancer tätig sein wollen oder sich aber selbständig machen wollen
ich hab das mal fett gemacht, so wie ich das verstanden habe. Da hättest Du schreiben können: für mich.

Da kann ich Dir den Rat geben, such Dir selbst eine Schule, wo es diesen Lehrgang gibt. Mach da alles schon mal fertig und dann erst aufs Amt. Ist eine Möglichkeit.
Vollzeitstellen bei mir als alleinerziehender Vater momentan nicht drin sind.
dann musst Du erklären, warum das in einen Lehrgang geht und nicht eine Vollzeitstelle. Oder sind die Lehrgänge halbtags, hab davon keine Ahnung, deshalb die Frage. Nicht in den falschen Hals bekommen.

Bei uns ist es weiß Gott nicht paradisisch. Aber mit der Zeit bekommt man mit wie die SB ticken und glaub mir, ich hab da schon genug durch und das nicht nur mit meinen Schützlingen. Sondern ich selbst auch. Wir gehen da schon mit guter Vorbereitung zu Terminen, alles von beiden Seiten beleuchtet, um da nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Ich weiß auch das ich da meine Schützlinge dabei genervt habe, aber so kamen die immer ohne Sanktion über die Runden. Die haben mich dann auch gefragt, woher ich das weiß, was SB fragt.
Wissen tu ich das nicht, es sind nur Erfahrungen die man im Laufe der Jahre macht und die habe ich reichlich sammeln können.
 
E

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Gast
Natürlich habe ich für mich gefragt.

Natürlich habe ich mich vorab schlau gemacht, ob es sowas gibt.

Ich wollte nur sehen, ob ich etwas übersehen habe oder ob es einen noch besseren Kurs gibt.

Außerdem wollte ich sehen, ob sich durch die Fallbetreuung etwas geändert hat. Es hat sich nichts geändert.
Wahrscheinlich bekommt meine Fallmanagerin aber mehr Kohle in den Hintern gepustet als ein "normaler SB".

Die Kurse sind normalerweise auf einen halben Tag angelegt. Einen ganzen Tag könnte ich aber zum Beispiel auch mit Betreuung überbrücken.

Kurse von der IHK sind oftmals auch umsonst. Das Jobcenter hätte also hier einen leichten Job gehabt.
Aber hier bei uns ändert sich durch das Fallmanagement nicht wirklich was.

Ich stelle allerdings fest, dass Sankt Ar...l...h - äh - Augustin - ein ganz anderes Pflaster zu sein scheint. :icon_twisted:

Es ist recht ätzend, dass man durch diese Andersartigkeiten anscheinend keine allgemeingültigen Aussagen treffen kann.
.
.
.
\w/
 
E

ExitUser

Gast
Frustrationstoleranz. Die muss man haben, wenn man von denen was bekommen will.

Das gilt auch bei der Durchsetzung des eigenen Willens.

Warum lässt du dich abwimmeln? Frag doch einfach weiter und lass nicht vom Thema ablenken. Notfalls, bis FM das Gespräch abbricht. Dann gibts aber bestimmt ein nächstes mal. Für Fragen gibts sicher keine Sanktion :D
 

optimistin

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Mach die Anfrage schriftlich, mit Abgabebestätigung.
Oder frag da bei der IHK direkt nach.
Such Dir jemand der mitgeht als Beistand, wenn Du wieder einen
Termin hast. dann sind die SB auch manchmal umgänglicher.
Kannst auch hier mal anfragen, wer da wohnt und Zeit hat.
Ein Versuch ist es wert.
Wir gehen auch immer zu zweit.
 

hartaber4

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Die Fallmanager sind wesentlich besser ausgebildet. Die haben normalerweise Sozpäd-oder Psychologenhintergrund.

Lass dich vom lockeren Umgang nicht täuschen. Die sind rhetorisch wesentlich besser geschult und wissen genau, wie sie dir die gewollten Informationen entlocken, wenn du nicht aufpasst. Da gehts nur darum, dir das Gefühl zu geben, du wärest auf Augenhöhe. Dass ist man aber nur dann, wenn man den Konflikt nicht scheut und sich auch da nicht einlullen lässt.

Die ALARMGLOCKE....... je netter die sind, desto lauter klingelts!!
Faustregel.

Gegenmaßnahme: Konzept machen (nicht abweichen!) und dran denken: Wer fragt, der führt!
 
E

ExitUser

Gast
Wenn man nur Klugscheißen kann und nichts zum Thema zu sagen hat, sollte man es frei nach Dieter Nuhr halten.

Ich werde jetzt nochmal sehen, wie es um das Fallmanagement bestellt ist, wenn ich nochmal nach Hilfe um Betreuung für meinen Sohn ersuche.
 
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