Fahrtkostenregelung TÜV Rheinland Akademie Berlin (1 Betrachter)

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KaPeng

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Hallo Leute,

heute begann meine 2 Wöchige Maßnahme bei der TÜV Rheinland Akademie.
"Aktivierung & Orientierung"
Dazu will ich nicht viel schreiben; es ist halt eine typische Maßnahme mit Stadt-Land Fluß Spielchen, irgendwelchem Psychokram uvam.


Mir geht es hier um deren fragwürdige Fahrtkostenregelung.
Unsere Dozentin meinte gleich zu Beginn so nebenbei, wir würden pauschal 24 Euro erhalten.
Die teilen jeden Kalendermonat in 3 Teile
und dann gibts je nachdem an welchen Kalendertagen der Kurs läuft dementsprechend 12, 24, 36 Euro.
Möglicherweise alle ausser mir, jedoch auf jeden Fall die Meisten, haben die Abtrittserklärung der Fahrtkosten unterschrieben.

Die Maßnahme geht vom 18.5. - 1.6.

Auf meinen Einwand, ich hätte kein Sozialticket für Berlin (36 Euro) und würde daher den günstigsten Fahrschein nehmen, jeden Tag Kurzstrecke = 31,40 Euro, was unter dem Preis des Sozialtickets liegt und das würden die 24 Euro nicht abdecken, fragte Sie mich, wie ich denn sonst so durch die Stadt fahren würde. Ich erklärte ihr, dass ich EInzelfahrscheine kaufe und mich das im Monat ein paar Euro weniger kostet wie das Sozialticket da ich nicht so viel Fahre!
(Ich erklärte ihr auch, dass ich es zudem ablehnen würde, ein Ticket zu nutzen, dass mich auf 100 Meter entfernung als ALG2 Empfänger sichtbar machen würde...Das ist eine persönliche Entscheidung, die ich ja wohl, wenn die Fahrtkosten für die reine Maßnahme unter dem Sozialticketpreis liegen, treffen DARF!)
Sie meinte, das Sozialticket wäre ja bereits im Regelsatz enthalten!
Ich erwiderte, dass das nicht stimmen würde; der Regelsatz für Verkehr enthalte weniger und das Geld im Regelsatz für Verkehr ist auch nicht nur für reine (Bus-)Fahrerei mit Sozialticket gedacht!


Sie holte daraufhin einen Mitarbeiter hinzu, der mich hinausbat zu einem Gespräch.
Er erklärte mir, dass sei nunmal mit dem Jobcenter so geregelt.
Und ich könne froh sein, überhaupt etwas Geld für die Fahrtkosten zu erhalten, das wäre nur eine Bundesweite Absprache zwischen Jobcentern und Maßnahmeträgern !

Dann fiel ihm plötzlich auf, dass die Maßnahme ja erst am 1. des nächsten Monats enden würde und wir daher ja nicht nur 24, sondern 36 Euro erhalten würden (die 12 gibts vermutlich am letzten Tag.......)

Ich sagte ihm, dass ich ihm das mit der freiwilligen Absprache zur Zahlung eines Fahrtgeldes nicht glauben würde und es vorziehe, das ganze beim Jobcenter zu beantragen.
Daraufhin wurde er richtig sauer und sagte im gehen noch zu mir, er wisse schon wovon er reden würde; er hätte früher selbst einmal beim Jobcenter gearbeitet.

(Meine antwort konnte ich mir natürlich nicht verkneifen, nämlich, dass ich ihm dann noch weniger glauben würde...)

Direkt vor dem Büro als erstes die JC Hotline angerufen.. die haben den ganzen Kram wie ich ihn dort geschildert habe angeblich auch zum ersten mal gehört.

Mir ist es auch egal, ob ich nun sogar MÖGLICHERWEISE 4 oder 5 Euro mehr hätte - ich will einfach das, was mir zusteht. Punkt. Ohne Spinnergeschichten. Daher der Fahrtkosten Antrag beim JC. Da gibts wenigstens einen ordentlichen Bescheid.


Was sagt ihr dazu?

(Habe mich übrigens neu für diesen Beitrag angemeldet, da ich kein herumschnüffeln auf meinem Stammaccount durch meinen Maßnahmeträger haben möchte. Hoffe, das geht ok.)
 

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Auch wenn es sich nur um 50Pfennig handeln würde, es sind meine 50Pfennig.

Fragen wie:

"fragte Sie mich, wie ich denn sonst so durch die Stadt fahren würde."

würde ich mir strikt verbeten. Du bist niemanden eine Rechenschaft über dein Privat Leben schuldig Punkt Ich fahre mit dem Auto und nun? Es sind die tatsächlichen anfallenden Kosten zu erstatten, ob ich mit den öffentlichen fahre oder via PKW, daß ist und bleibt meine Entscheidung. Wenn man mir dann auch noch vorschreiben möchte, was Ich mit meinen Existenzminimum anzustellen pflege, dann ist bei mir die rote Linie weit überschritten. Wahrscheinlich lief die ganze Debatte vor versammelter Mannschaft ab, damit wäre das Vertrauensverhältnis zwischen mir und dem Träger unüberbrückbar zerstört worden.

Die Fahrtkosten beantrage ich vorab schriftlich beim Jobcenter meines Vertrauens. Verzögerungen durch diesen Antrag habe ich nicht zu vertreten. Ich werde einen Dritten, hier Maßnahme Träger, meine Bankdaten nicht bekannt machen. Ich gehe sparsam mit den Daten um. Erst wenn die Fahrtkostenerstattung, in vollen tatsächlichen Umfang stattgegeben worden ist, bewege ich meinen Hintern zu diesem Träger.
 
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