Fahrtkostenerstattung v. Krankenkasse?

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gingerale

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Hallo,
seit letztes Jahr bekomme ich volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit.

Ich habe eine psychische Krankheit die immer schlimmer wurde. In den letzten Monaten war ich in einer Instituts-Ambulanz.

Nun habe ich endlich nach Jahren auf eigene Faust eine Therapeutin gefunden die mir endlich helfen kann.

Auf Anfrage bei der Krankenkasse bekam ich Adressen zugesandt von Therapeuten die 77 km (einfache Fahrt) oder weiter entfernt sind.

Die nun gefundene ist ca. 50 km entfernt.
Da ich irgendwo gelesen habe dass wenn man durch eine ambulante Therapie einen stationären Aufenthalt vermeiden kann, könnte man auch Fahrtkosten erstattet bekommen.
Ich schrieb die Krankenkasse an mit einem Bericht meiner Neurologin, aber es wurde abgelehnt.

Ich war wirklich noch vor 2 Monaten so fertig dass ich nicht mehr weiter wusste. Fast nicht mehr fähig war mein Leben zu meistern, geschweige denn mein Kind noch normal zu versorgen. Wenn mein Kind nicht wäre, ich weiß nicht was geschehen wäre.

Hätte ich mein Kleinkind mit in eine Klinik genommen dann wären wir dort evtl. 12 Wochen oder länger geblieben. Das hätte die Kasse sehr viel mehr gekostet. Aber es gibt Gründe weswegen ich nicht nochmal in eine Klinik gehe mit dieser Krankheit (hatte ich schon und habe mir mehr Probleme mitgenommen als da gelassen) Mein Kind hätte in dieser Zeit wohl auch einen Schaden davon getragen. Entfremdung aus seiner gewohnten sozialen Umgebung und über Monate Klinikaufenthalt. So konnte ich es abmildern.

Habe ich eine Chance dass mir die Kasse trotzdem was dazugibt?

Leider bekomme ich nur so wenig Rente dass ich auch keine Steuererklärung machen brauche.
Weiß jemand Rat? Danke im voraus.
LG gingerale
 

Muzel

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Mit den Fahrtkosten wirst du wohl auf dem Trockenen sitzen bleiben. Du hast nur einen Anspruch, wenn du ein aG oder ein H im SBA hast. Vielleicht solltest du über die Möglichkeit nachdenken an die Merkzeichen zu kommen.
 

Anna B.

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Hallo,

die Möglichkeit der Fahrtkostenerstattung zur ambulanten Behandlung gibt es tatsächlich...

aber nur dann, wenn der Arzt dir schriftlich eindeutig bestätigen kann, dass durch die ambulante Behandlung eine stat. Behandlung umgangen wurde.

Dein Arzt muss das alles ausführlich begründen, mit klaren Worten..nicht mit wenn und aber und ggf. und vielleicht oder sei es..

sondern wirklich deutlich: durch die regelmäßige ambulante Therapie wurde eine dringend angezeigte stationäre Behandlung von mindestens X Wochen Dauer umgangen. Wäre die ambulante Behandlungsmöglichkeit nicht gegeben, dann wäre eine Akutbehandlung in einer Klinik für ....dringend erforderlich geworden..

mit einer solchen Bescheinigung sähe ich einen geringen Erfolg..

schau hier:

Fahrtkosten Transportkosten - Soziales & Recht - betanet

eigentlich muss eine solche Erstattung bereits vor Inanspruchnahme der Leistung beantragt werden...

aber: Versuch macht klug..
probier es einfach...

wenn die nicht zahlen wollen, dann sollen sie dir aber eine schriftliche Ablehnung übersenden...dann kannst du die notwendigen Fahrtkosten noch bei der Steuererklärung absetzen...
 

gingerale

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Die Ärztin habe ich leider nicht mehr an der Hand. Das war die mit der Instituts-Ambulanz. Aber dort hat man mich hängen lassen und hingehalten, keine richtige Therapie gemacht. Im Prinzip gehörten die angezeigt wie die mich hängen lassen haben.

Bin jetzt bei einem neuen Arzt und da weiß ich nicht ob es funktioniert, da er ja das nur rückwirkend erklären könnte nach meinen Aussagen.

Evtl. geht aber auch die Aussage meiner Psychotherapeutin, weil die mich ja nun schon länger kennt.

Steuererklärung mache ich keine weil meine Einkünfte (EM-Rente) zu wenig sind.
 

gingerale

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@ muzel

kann man denn auch einen Schwerbehindertenausweis als psychisch kranker Mensch bekommen?

Ist das dann auch so eine Tortur wie bei dem Gutachter für die Erwerbsminderungsrente?
Dann sag ich von vorneherein "nein Danke", da habe ich Wochen gebraucht um mich davon wieder zu erholen und die Wochen vor dem Termin waren auch grausam weil da meine Krankheit dadurch schlimmer wurde.
 

Muzel

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Ich habe als schwer behinderter psychisch kranker Mensch aufgrund meiner Erkrankung einen SBA. Das war auch kein Problem. Nur Merkzeichen habe ich keine.
 

Anna B.

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Hallo,

rückwirkend wird wohl keine Arzt dergleichen bestätigen....aber du mußt es versuchen..

zum Schwerbehindertenausweis:

gerade das Zusammenwirken Körper und Geist...Schmerz und Psyche..hat bei mir letztendlich den Ausschlag gegeben, dass ich einen GDB von 50 unbefristet erhalten habe...

ein orthop. Gutachter (oh wunder) hat das so erkannt und auch an das Sozialgericht so bestätigt, so dass dann der Richter sofort einen Ausführungsbescheid erstellen liess...
es kam dann gar nicht mehr zu einer Verhandlung...gottlob...
 
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