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Fahrtkostenberücksichtigung nein oder vll. doch ??

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HANSOL

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#1
Und zwar habe ich die frage mein sohn macht ja eine ausbildung und bekommt 296 euro sein freibetrag davon ist 132 euro wies ind den unterlagen steht!

so aber die fahrtkosten betragen für ihn jeden moant rund 50 euro da er imer zur schule nach rinteln muss sprich bbs....

meine frage ist ob dass jobcenter einen größeren freibetrag für meinen sohn berechnen müsste da er ja sonst die fahrtkosten selber immer bezahlen muss!!

seit 2 monaten bezahlt er es schon selbst!

dass sind dann von seinem geld nur ncoh 80 euro!
 

HANSOL

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#3
das kindergeld bekommen wir die eltern!

er wohnt ja ncoh beu uns!

und ein paar leute hier mienten dass man dass als werbungskosten sprich ein höherer Freibetrag machen könnte.....

was ist nun richtig?
 

Erolena

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#4
Guck mal in euren ALG 2 Bescheid.

Sein Grundbedarf ist

287,00 Euro (minderjähriger Azubi)
+ xxx Euro anteilige Kosten der Unterkunft (wie hoch?)
______
xxx Euro Gesamtbedarf

Seine Einnahmen: 296 Euro Azubivergütung
- 132 euro Freibeträge (lt. ARGE)
Den Rest soll er laut ARGE für den Lebensunterhalt verwenden:
164 Euro

Er deckt seinen Bedarf durch:
164 Euro anrechenbares Erwerbseinkommen
+ 164 Euro das Kindergeld komplett für sich (ja oder nein?)
+ xxx Euro ALG 2 (wieviel?)
_____
xxx Euro

Dann kann man ausrechnen, ob die ALG 2 Berechnung stimmt.

(zum Freibetrag schreib ich mal extra im nächsten Beitrag)
 

Erolena

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#5
Die Fahrtkosten sind gewissermaßen im gewährten Freibetrag enthalten. Wenn du mehr bekommen willst, musst du nachweisen, dass höhere Kosten als der Grundfreibtrag von 100 Euro entstanden sind. Also du musst sammeln!

Du willst die gesetzlichen Grundlagen für die Anrechnung von Erwerbseinkommen und die Berechnung der Freibeträge fürs Erwerbseinkommen:

SGB 2 Paragraph 11
§ 11 Zu berücksichtigendes Einkommen
....
(2) Vom Einkommen sind abzusetzen
1. auf das Einkommen entrichtete Steuern,
2. Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung einschließlich der
Beiträge zur Arbeitsförderung,

3. Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder
ähnlichen Einrichtungen, soweit diese Beiträge gesetzlich
vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen
sind; hierzu gehören Beiträge
a) zur Vorsorge für den Fall der Krankheit und der Pflege-
bedürftigkeit für Personen, die in der gesetzlichen
Krankenversicherung nicht versicherungspflichtig sind,
b) zur Altersvorsorge von Personen, die von der Versiche-
rungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung
befreit sind,
soweit die Beiträge nicht nach § 26 bezuschusst werden,
4. geförderte Altersvorsorgebeiträge nach § 82 des Einkom-
mensteuergesetzes, soweit sie den Mindesteigenbeitrag
nach § 86 Einkommensteuergesetzes nicht überschreiten,
5. die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen not-
wendigen Ausgaben,


6. für Erwerbstätige ferner ein Betrag nach § 30,
....
....
Bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die erwerbstätig sind, ist an
Stelle der Beträge nach Satz 1 Nr. 3 bis 5 ein Betrag von insgesamt
100 Euro monatlich abzusetzen.

Beträgt das monatliche Einkommen mehr als 400 Euro, gilt Satz 2 nicht,
wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige nachweist, dass die Summe der
Beträge nach Satz 1 Nr. 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt.
Allerdings wird dein Sohn besser gestellt, weil er Azubi ist. Für Azubis gilt:
Auch wenn sie weniger als 400 Euro verdienen, dürfen sie (trotzdem) mehr als 100 Euro für die Nr. 3 bis 5 geltend machen.
Das steht in:
Fachliche Hinweise zum § 11, Randziffer 11.84a
Auszubildende (11.84a)
(2) Bei Auszubildenden in einer beruflichen Ausbildung, deren Ausbildungsvergütung unter 400 € monatlich liegt, kann auch ein 100 € übersteigender Betrag abgesetzt werden, wenn die Kosten notwendig entstehen und nachgewiesen werden. Dies gilt für betriebliche und überbetriebliche Ausbildungen gleichermaßen.
Zu Werbungskosten und Fahrtkosten:
zu den Ausgaben in Nr. 5 steht in der Arbeitslosengeldverordnung sinngemäß: ohne Nachweis gibt es den WK-Pauschbetrag, wer höhere Kosten nachweist, kann mehr bekommen
Verordnung zur Berechnung von Einkommen sowie zur​
Nichtberücksichtigung von Einkommen und Vermögen​
beim Arbeitslosengeld II/Sozialgeld (Alg II-V)
vom 18.12.2008​
§ 6 Pauschbeträge für vom Einkommen abzusetzende Beträge

(1) Als Pauschbeträge sind abzusetzen
.....
3. von dem Einkommen Erwerbstätiger für die Beträge
nach § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch

a) monatlich ein Sechzigstel der steuerrechtlichen Werbungskos-
tenpauschale (§ 9a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe a des Ein-
kommensteuergesetzes) als mit seiner Erzielung verbundene
notwendige Ausgaben; dies gilt nicht für Einkommen nach § 3,

b) zusätzlich bei Benutzung eines Kraftfahrzeuges für die Fahrt
zwischen Wohnung und Arbeitsstätte für Wegstrecken zur Ausübung
der Erwerbstätigkeit 0,20 Euro für jeden Entfernungskilometer
der kürzesten Straßenverbindung,

soweit der erwerbsfähige Hilfebedürftige nicht höhere notwendige
Ausgaben nachweist.


(2) Sofern die Berücksichtigung des Pauschbetrags nach Absatz 1 Nr. 3
Buchstabe b im Vergleich zu den bei Benutzung eines zumutbaren öffent-
lichen Verkehrsmittels anfallenden Fahrtkosten unangemessen hoch ist,
sind nur diese als Pauschbetrag abzusetzen.

§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
...
Gem. Artikel 2 der Zweiten Verordnung zur Änderung der Arbeitslosen-
geld II/Sozialgeld-Verordnung tritt § 6 Abs. 2 Alg II-V mit Wirkung zum
1. August 2009 in Kraft.
Guck auch noch mal bei der Frage vom August rein in #5
- Liste von Werbungskosten -
http://www.elo-forum.org/alg-ii/43836-brauche-dringend-rat.html

So, nun sammel mal, was Du an absetzbaren Beträgen nach den Nummern im § 11 Abs. 2 findest.
Du musst alles in allem die 100 Euro Schallmauer im Monat für die Nr. 3 bis 5 zusammen durchbrechen, sonst bleibt es bei dem 100 Euro Grundfreibetrag (Freibetrag1).

Nr. 6 das ist der Betrag nach § 30 (der sogenannte zweite Freibetrag, nämlich 20 % vom Brutto über 100 Euro)

Entschuldige das muss man noch mehr auseinandernehmen und schrittweise vorgehen.
 

HANSOL

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#9
Habe das jetzt alles beim job Center eingereicht und hatte heute nen Biref zugeschickt bekommen...und zwar steht da drinne:

Zitat:
Nach dem neu aufgenommenden §12a SGB II sind sie verpflichtet , vorrangige Leistungen vor der Inanspruchnahme des Arbeitslosengeldes II bzw. Sozialgeld auszuschöpfen. Eine Prüfung hat ergeben , dass für (meinen Sohn) ein eigenständiger Anspruch auf Leistungen nach dem Wohngeldgesetz (WoGG) besteht.

Aber wen cih dass richtig verstanden habe ist dass ja so das mein sohn nur wohngeld bekommen würde wenn er ausziehen würde!
Also kann er dass doch gar ciht kriegen weil er zu hause wohnt oder?

Was ist eigentlich mit dem BAB ?
 

HANSOL

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#10
Achja und ncoh was das Jobcenter gibt meinen Sohn nun keinen zweiten freibetrag mehr sonder gibt ihn insgesamt im brief steht abzüglich freibetrag 109 euro und 28 cent dadrunter steht dann einkommensbereinigung 30 euro(was ist das?)

bekomm mein sohn nur noch 109,28euro?
dürfen die das machen? den in den gestetzen steht die müssen ncoh 30 euro mehr zahlen!
 

Erolena

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#11
Hallo Hansol,
schreib doch mal

a) wie hoch sind die anteiligen Kosten der Unterkunft für euren Sohn?

b) Bei wem steht das Kindergeld von 164 Euro?
beim Sohn oder bei Euch?

c) Wie hoch ist das Bruttoeinkommen?

d) Woher kommen die 109 Euro Freibetrag?
Sind das die Werbungskosten, die ihr angegeben habt?
___
Wie sieht die Berechnung der ARGE aus?
296 Euro Nettoeinkommen
- 109 euro Freibetrag
________
187 Euro anrechenbares Erwerbseinkommen
So?

Oder
187 Euo
+ 164 Kindergeld
= 201 Euro anrechenbares Einkommen des Sohnes?

Wenn ich es richtig verstehe,
dann haben sie ja die ALG2-Leistung für Euren Sohn gekürzt gegenüber der ursprünglichen Berechnung?

Guck mal in euren ALG 2 Bescheid.
Sein Grundbedarf ist

287,00 Euro (minderjähriger Azubi)
+ xxx Euro anteilige Kosten der Unterkunft (wie hoch?)
______
xxx Euro Gesamtbedarf

Seine Einnahmen:
296 Euro Azubivergütung
- 132 euro Freibeträge (lt. ARGE)
Den Rest soll er laut ARGE für den Lebensunterhalt verwenden:
164 Euro

Er deckt seinen Bedarf durch:
164 Euro anrechenbares Erwerbseinkommen
+ 164 Euro das Kindergeld komplett für sich (ja oder nein?)
+ xxx Euro ALG 2 (wieviel?)
_____
xxx Euro

Dann kann man ausrechnen, ob die ALG 2 Berechnung stimmt ..
 

biddy

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#12
HANSOL sagte :
den in den gestetzen steht die müssen ncoh 30 euro mehr zahlen!
Du musst die Einkommensbereinigung, also die Versicherungspauschale von 30 Euro, von der Du gelesen hast, vom anzurechnenden Einkommen abziehen, das bedeutet, sie rechnen 30 Euro weniger auf das Alg II an.


Die 30 Euro Versicherungspauschale (in der Zeile Einkommensbereinigung separat ausgewiesen, aber zum Freibetrag gehörend) plus die 109,28 €, also insgesamt 139,28 € frei, passen eher zu einem Brutto-, nicht Netto-Einkommen von ca. 296 € :icon_kinn:
 

Erolena

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#14
Die Ausbildung hat am 1.8.2009 begonnen.
Der erwerbstätige Azubi (minderjährig) bekommt die 30 Euro Versicherungspauschale trotzdem, weil erwerbstätig.

Seht ihr das auch so?
(Obwohl sie ja für Minderjährige sonst noch absetzbar ist, wenn wirklich eine Versicherung vorliegt)
Ich bin mir jetzt garnicht mehr so sicher.
Wenn ich den § 11 lese. Dort steht ja, dass höhere Aufwendungen als der Freibetrag1 von 100 Euro geltend gemacht werden können.
Diesen Freibetrag gibt es:
Bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die erwerbstätig sind, ist an Stelle der Beträge nach Satz 1 Nr. 3 bis 5 ein Betrag von insgesamt 100 Euro monatlich abzusetzen. Beträgt das monatliche Einkommen mehr als 400 Euro, gilt Satz 2 nicht, wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige nachweist, dass die Summe der Beträge nach Satz 1 Nr. 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt.
Und ausnahmsweise darf der Azubi auch mehr nachgewiesene Kosten absetzen, auch wenn er unter 400 Euro verdient.

Aber Nr. 3 ist ja die notwendigen und angemessenen Versicherungen. Also schon mit enthalten?

Auf jeden Fall vermute ich, fehlt bei der ALG2-Berechnung
der Freibetrag nach Nr. 6
Also die 20% vom Verdienst über 100 Euro (296-100 also 196)
Freibetrag2 = 39,20 Euro.
 

biddy

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#15
Danke Dir für den Link aus dem anderen Thread, Erolena.

Nee, das stimmt schon so, da fehlt nichts.
Die 30 Euro werden einfach herausgenommen und extra aufgelistet (vermutlich, weil sie bei anderen auch auf "sonstiges Einkommen" gewährt werden). Der Gesamtfreibetrag nach § 11 und § 30 stimmt ja soweit.
Da dürfte im Berechnungsbogen so stehen wie in meinem eigenen:

Netto-Erwerbseinkommen monatlich: 296,33 EUR
abzüglich Freibetrag: 109,28 EUR
----------------------------------------------------
zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen: 187,05 EUR
----------------------------------------------------


Zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen: 187,05 EUR
Einkommensbereinigung: -30,00 EUR
Kindergeld Einkommen +164,00 EUR
----------------------------------------------------
Zu berücksichtigendes Gesamteinkommen: 321,05 EUR
----------------------------------------------------

Für die Kosten der Unterkunft hat er somit 34,05 € übrig, für den Rest soll er Wohngeldantrag stellen.


Ja, ab 15 Jahren bekommt man auch die Versicherungspauschale, wenn man Erwerbseinkommen hat; sie ist ja dann eh im Grundfreibetrag enthalten.
 

Erolena

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#16
Mal sehen, was Hansol schreibt zum Freibetrag. Es ging in dem Fall ja darum, dass die Pauschalen für Werbungskosten überstiegen werden sollten.

Ja, so wie du rechnest heißt das:
Wer mehr bekommen will beim Grundfreibetrag, der muss mit seinen Werbungskosten beim Freibetrag1 über 70 Euro kommen. Sonst gibt es eben den Pauschalbetrag. Und die Vers.pauschale wird erst am Ende gewährt.

Sie gewähren:
70,00 Euro Freibetrag1
+39,28 Freibetrag2 (20% von 196,33 Euro)

= 109,28
+ 30 Euro Versicherungspauschale
kann der Azubi für sich behalten ohne Anrechnung aufs ALG 2.
 

biddy

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#17
Ich rechne nicht so, das macht das A2LL-Programm bzw. dieses spuckt es so separiert aus, was die Einkommensbereinigung angeht, die's ja auch auf Kindergeld, Unterhalt, Alg I usw. usf. bei Volljährigen gibt.

Ich selbst habe keine weiteren Absetzungen wie Fahrtkosten o.ä. auf mein Erwerbseinkommen, aber ich meine zu wissen, dass diese dann in der Zeile "Einkommensbereinigung" mit auf die 30 € geschlagen werden ... also der Betrag, der zusammen mit der Vers.pauschale, der Werbungskostenpauschale und eben den Fahrtkosten die 100 € übersteigt.
 

HANSOL

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#18
Also bei mir steht dass so ich liste mal auf:

Netto Erwerbseinkommen monatlich :296,38
abzüglich freibetrag:109,28
---------------------------------------------------
zu berücksichtigendes erwerbseinkommen: 187,10
---------------------------------------------------
Einkommensbereinigung: -30,00


Kindergeld Einkommen:164,00
(Das Kindergeld bekommt er von uns aber nicht..oder müssen wir ihm das geben?)

erwerbseinkommen (ALG2):187,10
-----------------------------------------------------
Zu Berücksichtigendes Gesamteinkommen: 321,10

(---->Sein Gesamtbedarf beträgt:428,20)
 

biddy

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#19
Ja, ist korrekt und dasselbe, ob man mit "-30" anfängt und dann aufaddiert, oder das "Erwerbseinkommen (ALG 2) 187,10" drüber gesetzt und die Vers.pauschale 30 € dann erst abzieht.

(Das Kindergeld bekommt er von uns aber nicht..oder müssen wir ihm das geben?)
Erolena fragte ja vorher bereits nach der Höhe seines Anteils für Unterkunft und Heizung laut Berechnungsbogen. Den Teil musst Du natürlich haben, damit Du die Miete und die Heizkosten überweisen kannst. Ansonsten hängt es davon ab, wie ihr es unter euch geregelt habt. Wenn Du mit für ihn einkaufst - wovon ich ausgehe - ist es nur korrekt m.M. nach, wenn er sich auch an den Lebenshaltungskosten beteiligt. Das kannst Du ja nicht allein für zwei Personen aus Deiner Regelleistung wuppen ... genauso die Stromkosten, Telefon, wenn's nicht anders geht ... das müsstet ihr dann untereinander ausmachen.

Die 50 Euro Fahrtkosten allein reichen jedenfalls nicht, um zusätzlich etwas abzusetzen vom Erwerbseinkommen.
Man rechnet
15,33 € Werbungskostenpauschale
+ 30,00 € Vers.pauschale
+ 50,00 € Fahrtkosten öffentl. Verkehrsmittel
--------------
= 95,33 € (--> weniger als 100 € Grundfreibetrag, die bereits gewährt wurden)

Wenn man über 100 € GFB kommen würde, könnte man die Differenz dann zusätzlich absetzen.
 

HANSOL

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#20
Also Heizung und Unterkunft steht hier:
Kosten der Unterkunft und Heizung:141,20
----------------------------------------------
Abzüglich Einkommensüberhang: 34,10
-----------------------------------------------
Zustehende Kostn für Unterkunft und heizung: 107,10

Was ist eig dieser Einkommensüberhang??

Und wieviel freibetrag bekommt er den jetzt von uns dann?

also jetzt 109,38
oder die 30 euro noch mit dazu??

Und im brief steht auch dass mein Sohn wohngeld beantragen soll!
Lohnt es sich? was würde sich verändern?
 

Erolena

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#21
Es gibt mehrere Wohngeldrechner. Dort musst du alle daten eingeben (die wir nicht haben) wie Wohnort/Bundesland, Kaltmiete, Betriebskosten, Heizkosten) und erhältst dann das Ergebnis - Wohngeld für deinen Sohn.

Wohngeld-Rechner

oder hier:
Ingo Turski: Wohngeld-Berechnung

Ob es sich lohnt, Wohngeld zu beantragen?
Das Wohngeld dient dem gleichen Zweck wie die Kosten der Unterkunft.
Also wird es angerechnet.
Ihr bekommt jetzt für Euren Sohn fürs Wohnen:
gezahlt werden 107,10 Euro für Kosten der Unterkunft.
Bedarf für Wohnen ist 141,40 Euro.
Wenn er mehr Wohngeld bekäme als die 107,10 KdU, dann wird das Kindergeld, das er dann nicht mehr für die Deckung seines Bedarfs benötigt, als Einkommen bei den Eltern angerechnet.
Falls einer der Eltern noch keine Versicherungspauschale geltend machen kann (weil selbst kein Einkommen), dann könnte der Elternteil erstmals die 30 Euro für Versicherungspauschale absetzen. Das wäre der Vorteil für Euren Haushalt. Falls ihr die Versicherungspauschale schon habt, dann gibt es keinen Vorteil für Euch, sondern die ARGE spart nur Geld durchs Wohngeld Eures Sohnes.

Egal ob der Vorteil eintritt oder nicht,
ihr seid verpflichtet, den Wohngeldantrag zu stellen, weil ihr die Hilfebedürftigkeit der BG-Mitglieder senken müsst.
Den Wohngeldantrag stellt der Mieter der Wohnung also die Eltern für den Azubi, der zum Haushalt gehört. Angerechnet wird das Wohngeld dann nur auf den (Wohn-)Bedarf des Sohnes.
 

biddy

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#22
Was ist eig dieser Einkommensüberhang??
Das bedeutet nur, dass er mit seinem Gesamteinkommen in Höhe von 321,10 € seinen Bedarf von 287 € Regelleistung abgedecken kann und danach noch 34,10 € des Einkommens "überhängen", also übrig sind, um einen Teil seiner Kosten der Unterkunft abzudecken.

Und wieviel freibetrag bekommt er den jetzt von uns dann?

also jetzt 109,38
oder die 30 euro noch mit dazu??
Die 30 € gehören mit zum Gesamtfreibetrag, richtig. Also 139,38(28?) € hat er "zusätzlich", über seinen Bedarf hinaus zur Verfügung.

Und im brief steht auch dass mein Sohn wohngeld beantragen soll!
Lohnt es sich? was würde sich verändern?
Auch wenn es sich rechnerisch evtl. nicht lohnt: Ich fänd's toll, wenn mein Kind kein Leistungsempfänger nach dem SGB II mehr wäre und somit der Schikane-ARGE den Mittelfinger zeigen könnte. Allein das würde mir reichen.
 
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