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fahrtkosten zum vortsellungsgespräch im ausland

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hopeless

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#1
hallo, so wie es aussieht werde ich in naher zukunft ein vorstellungsgespräch in italien haben. steht mir hierfür eine erstattung der fahrtkosten zu? wenn ja in welcher höhe? und falls ich wirklich den job bekommen sollte steht mir dann auch noch etwas zu, da ich mir die arbeit selber gesucht habe?

liebe grüße, marco
 

Arania

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#2
Also das kann ich mir leider kaum vorstellen das die ARGE das da vorstreckt, müsste das nicht der Arbeitgeber zahlen wenn er Dich zu einem Vorstellungsgespräch einlädt?


Versuchen kannst Du es ja, aber ich denke nicht das das klappt
 

ladydi12

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#3
Vorstellungsgespräch

Hallo hopeless,

soweit ich weiß, trägt die Arge die Kosten für das Vorstellungsgespräch in Italien nur bis zur deutsch- italienischen Grenze, Rest must du selber tragen. Näheres möglicherweise auf der Seite http://www.eures.de, der Auslandsvermittlung vom Arbeitsamt (meine ich jedenfalls). Ich hoffe, daß dir das hilft.
 

hopeless

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#4
re

bestimmt müsste er es zahlen...nur mal im ernst...welcher arbeitgeber bezahlt die fahrtkosten? und die sind nicht gering bis nach italien. von meinem hartz4 geld kann ich das nicht tragen..also wird das wohl ins wasser fallen und ich weiterhin arbeitslos bleiben...unglaublich wie das alles auf unserem rücken ausgetragen wird. ich werde mich bei dem arbeitgeber nochmal erkundigen, sollte er sich allerdings weigern, muss ich wohl noch weiterhin hartz 4 in anspruch nehmen, da ich es nicht schaffe in deutschland etwas zu finden, dass mich einigermaßen am leben hält und vor allem auch mehr dabei für mich rauskommt als mein derzeitiger hartz4 satz ist :dampf:


lg
 

hopeless

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#5
Re: Vorstellungsgespräch

ladydi12 sagte :
Hallo hopeless,

soweit ich weiß, trägt die Arge die Kosten für das Vorstellungsgespräch in Italien nur bis zur deutsch- italienischen Grenze, Rest must du selber tragen. Näheres möglicherweise auf der Seite http://www.eures.de, der Auslandsvermittlung vom Arbeitsamt (meine ich jedenfalls). Ich hoffe, daß dir das hilft.

das würde bedeuten, dass ich auch bis nach österreich die kosten erstattet bekommen würde?

lg, marco
 

Martin Behrsing

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#7
einfach mal freie Förderung nach § 10 SGB III beantragen. Damit sind auch solche Förderungen drinnen. Ablehen geht dies nur mit der Mitteilung von Ermessensgründen. Dies könnte regelmäßig schwer fallen, da es eine eventuelle Arbeitsaufnahme im europ. Ausland ist.

Ich würde allerdings von solchen Firmen Abstand nehmen, die einen von so weit herkommen lassen und keine Ankündigung über Vorstellungskosten machen. Seriöse Firmen machen das regelmäßig, sofern sie aus dem europ. Ausland Arbeitnehmer anwerben. Also dort mal zuerst nachfragen und die Firma genaustens anschauen.
 

Bruno1st

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#9
ich führe bei Auslandsbewerbungen (die einzigen die laufen) zuerst ein Telefonat, im zweiten Gespräch wird die Kamera dazugeschaltet und das reichte normalerweise.
Irgendwohin fahren, ohne über die Kosten Bescheid zu wissen, ist eher ein Eigentor nach dem Motto : jetzt hat er schon mal blind so viel Geld investiert, jetzt muß er unbedingt etwas abschließen um zumindest etwas zu haben und nicht alles abzuschreiben.

Vor kurzem habe ich von einem Urteil gehört, daß die BA einem Vermittler auch Geld bezahlen mußte, weil er seinen Kunden ins europ. Ausland vermittelt hatte.

Sonst ist max. an der Landesgrenze Schluß und bei den ArgeTypen ist der Horizont an der Stadtgrenze zu Ende.


Kannst du weitere Infos zum Job geben ? z.B. Vertreter in Deutschland dieser Firma, usw.
 

hopeless

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#10
hallo, erstmal danke für die vielen antworten. ich kenne den arbeitgeber in italien aus deutschen zeiten...das ist eine seriöse firma. allerdings und das kann ich auch verstehen, sagt er dass er die kosten nicht tragen kann/möchte für ein vorstellungsgespräch. ich persönlich kann dass allerdings nichht aus eigener tasche bezahlen und deswegen wollte ich halt wissen, ob das die arge eventuell übernimmt....am besten ich erkundige mich dort einmal...nun bin ich ja um einiges schlauer.

liebe grüße, marco
 

Bruno1st

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#11
hopeless sagte :
hallo, erstmal danke für die vielen antworten. ich kenne den arbeitgeber in italien aus deutschen zeiten...das ist eine seriöse firma. allerdings und das kann ich auch verstehen, sagt er dass er die kosten nicht tragen kann/möchte für ein vorstellungsgespräch. ich persönlich kann dass allerdings nichht aus eigener tasche bezahlen und deswegen wollte ich halt wissen, ob das die arge eventuell übernimmt....am besten ich erkundige mich dort einmal...nun bin ich ja um einiges schlauer.

liebe grüße, marco
nicht nur erkundigen, sonderngleich einenschriftlichen Antrag "Übernahme Fahrtkosten zu dem Vorstellungsgespräch am xx.xx.xxxx bei xxxxxxx" stellen - gleich Frist für Antwort setzen, bzw. sofortige Antwort (schriftlich) abwarten.
Gut wäre es, wenn du gleich einen Brief der Firma dabei hast - sonst wirst du vermutlich nur als "Spinner" eingestuft, der mal eben nach Italien fahren möchte.

Schau mal ob du noch weitere Infos findest, zu dem Urteil, daß Vermittlungsgutscheine auch für Stellen außerhalb Deutschlands bezahlt werden müssen. Da könnte sich etwas rausholen lassen.

viel erfolg
 

Xanari

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#12
hopeless sagte :
ich persönlich kann dass allerdings nichht aus eigener tasche bezahlen und deswegen wollte ich halt wissen, ob das die arge eventuell übernimmt....am besten ich erkundige mich dort einmal...nun bin ich ja um einiges schlauer.
Da ich mich in letzter Zeit aussschließlich im Ausland bewerbe, konnte ich mich bei meinem letzten Termin gewissenlos in die gleiche Richtung informieren - speziell da ich gerade einige Angebote in Irland habe.

Übernahme auf Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen sind grundprinzipiell über die Stadtgrenzen hinaus möglich. Ebenso evtl. benötigte Dinge, die eine (dauerhafte) Einstellung wahrscheinlicher machen, wobei hier in erster Linie Arbeitsutensilien (Klamotten) und der (inländische) Eingliederungszuschuss fallen.
Dieses gilt sowohl für das Inland wie auch für das Ausland.

Gemeinhin hat man wohl am Ehesten auf die billigste Verbindung Anspruch, und sogar u.U. auf die (kostengünstigste) Unterkunft, sofern zwingend notwendig.

Aber wie silkem schon schrieb: Das sind alles KANN-Leistungen, also bei aussichtsweise klammen Kassen wohl eher mit einem Nein verbunden - im Gegensatz zu den 100%-MUSS-Pflichten von uns, wenn denen kein Gericht zwischen schießt.
 

KM1956

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#13
Freie Förderung nach § 10 abgelehnt

einfach mal freie Förderung nach § 10 SGB III beantragen. Damit sind auch solche Förderungen drinnen. Ablehen geht dies nur mit der Mitteilung von Ermessensgründen. Dies könnte regelmäßig schwer fallen, da es eine eventuelle Arbeitsaufnahme im europ. Ausland ist.
Hallo,
mir wurde von der ARGE Cloppenburg gesagt, dass §10 nicht für ALG II-Empfänger gilt. Laut §16 SGB II ist das tatsächlich so (Drittes Buch SGB findet erst ab 3. Kapitel Anwendung, §10 fällt nicht darunter). Aber in den Durchführungsbestimmungen für §§45 - 47 SGB II (UBV) steht der §10 "Freie Förderung" erwähnt (gilt dann wohl nur für ALGI-Empf?).

Mir wurde im Gespräch vom verg. Donnerstag gesagt, eine Förderung für Fahrtkosten ins Ausland zu Bewerbungsgesprächen wird ausgeschlossen durch den § 7 Abs. 1 Nr. 4 SGB II "Geltungsbereich des Gesetzes" Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland.
Das ist meiner Meinung nach gequirlter Blödsinn.

Ich habe dazu folgendes im Internet gefunden.
(2) Den gewöhnlichen Aufenthalt nach § 36 Abs. 1 Satz 1 hat in der
Regel jemand dort, wo er auch seinen Wohnsitz (§ 30 Abs. 3 Satz 1
SGB I) hat. Der Wohnsitz ist mit Personalausweis oder Meldebestätigung nachzuweisen. Wird der Antrag nicht bei dem für den Wohnsitz des Hilfebedürftigen zuständigen Träger gestellt, ist der gewöhnliche Aufenthalt maßgeblich. Dies ist der Ort, an dem sich der Hilfebedürftige unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er dort nicht nur vorübergehend verweilt. Der gewöhnliche Aufenthalt ist mit einer Meldebestätigung nachzuweisen.
Ausserdem wurde noch ins Feld geführt, dass meine 260 Euro Bewerbungskosten ja nun schon erreicht sind, was ja mit Fahrtkosten zu Bewerbungsgesprächen GAR NICHTS zu tun hat.

Also, es werden zwar Mobilitätshilfen an ALG II Empf. gezahlt, auch für Arbeitsaufnahme ins Ausland, aber vorher Unterstützung zu Bewerbungen kommt nicht in Frage, nach deren Auslegung der Gesetze. Die Hilfe fängt erst an, wenn man schon einen Arbeitsvertrag hat, aber wie man es anstellen soll, sich persönlich dort vorzustellen und das von ALG II finanzieren, darauf geben die keine Antwort. In anderen Ländern, z B Österreich, ist es nicht üblich die Kosten zu bezahlen. Also von einem österr. Arbeitgeber kann ich es nicht erwarten/verlangen, da zieht der doch eine Arbeitslose aus Austria vor, bevor er mit 400 Euro oder so (Bahnreise und 1x Hotel) bezahlt.

Ich hoffe, dass ich das noch geklärt kriege.

Nächste Woche "platzt vielleicht die Bombe". Wenn ich eine Einladung bekomme zu einem Assessment Day in Cambridge, denn ich habe nicht die Kohle, das Geld auszulegen und bin also drauf angewiesen, dass die einladende Firma oder die ARGE für mich das bezahlt. Flug / Bahnkarte zum Flughafen / Hotel vor Ort könnte sich auf 400 Euro belaufen.

Falls von der Firma kein Angebot kommt die Kosten zu übernehmen, dann werde ich zur ARGE gehen und die bitten, mir die Fahrkarten zu kaufen und das Hotel zu buchen - oder ich muß leider zu Hause bleiben und diese Chance nicht wahrnehmen. Mein Konto ist am Limit, so dass ich Angst haben muß dass die Bank mir das Konto kündigt.


Sorry, ich schweife ab.

Meine eigentliche Frage:
Gibt es hier schon konkrete Erfahrung mit der Förderung nach §10 - dass jemand die Leistung tatsächlich bekommen hat? Ich habe Montag einen Termin beim Anwalt, um meine Forderung der Erstattung der zurück liegenden Reisen durchzusetzen. Aber ggf muß ich vorher noch genügend Quellen recherchieren, wo die Kosten schon übernommen worden sind. Mein Anwalt scheint eine Schlafmütze zu sein - der hat kein Feuer. Also besser ich komme mit mögl. viel Information über erbrachte Leistungen zu ihm, sonst geht es in die Hose.

Wäre für paar Links / Tipps dankbar, habe schon den halben Abend gegoogelt und nix konkretes (ausser dass es eben nicht gewährt wird) gefunden.

LG
Kerstin
 
E

ExitUser

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#14
Also ich habe am 29.01. an der Jobmesse in Kolding(Dänemark) teilgenommen. Vorher habe ich dafür Reisekosten beantragt. Vor einer Woche habe ich dann den Bescheid bekommen, dass ich Fahrtkkosten in Höhe von 95,60€ erstattet bekomme. Es geht scheinbar doch.
Georg
 

KM1956

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#15
Danke für den Hinweis.

Bitte nochmal klarstellen zur besseren Einschätzung der Sachlage:

Bist Du ALG II-Empf.?
Hast Du das an einem Tag hin und zurück erledigt?
Brauchtest Du Übernachtung vor Ort?


Ich find's merkwürdig, dass ein "Messebesuch" im Ausland bezahlt wird, aber konkrete Vorstellungsgespräche nicht.
Hattest Du viele Gespräche anläßlich dieser Aktion?
Konkreter Job in Aussicht?
Hast Du einen entsprechenden Beruf, der in Dänemark z Zt gefragt ist?

So viel ich das einschätze, müssen die Sachbearbeiter bei ihrer Entscheidungsfindung danach gehen, ob denn diese Sache evtl. von Erfolg gekrönt wäre. Wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, können sie das genehmigen. Ich meine ich habe das ausreichend begründet in meinem Falle, aber trotzdem abgelehnt.
 
E

ExitUser

Gast
#16
Ja, ich bin Alg2 Empfänger, übernachten musste ich nicht dort. Ein konkretes Angebot lag nicht vor. Diese Jobmesse war als Chance gedacht, ich habe 2 Bewerbungen vor Ort abgegeben, bis jetzt allerdings ohne Erfolg. Eine Zusage kann man ja auch nicht einplanen. Und der Sachbearbeiter kann das auch gar nicht abschätzen. Trotzdem fand er die Idee gut, es zu versuchen.
Mein Rat: Weiter versuchen, den Sachbearbeiter nerven.
Georg
 

KM1956

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#17
Danke für den Hinweis, das hilft mir sehr weiter.
Aber noch zwei Fragen,

19. War es Deine Idee oder die des Sachbearbeiters, dort hinzufahren?

Ich meine das ist ein Unterschied. Ich habe fest gestellt, dass ich nie mit meinen Ideen unterstützt werde. Aber statt dessen werden mir eben 1€-Jobs angeboten (oder merkwürdige andere Jobs, die nicht passen). Also, ich meine, wenn mein Fallmanager die Idee hätte, müßte er mir ja auch die Kosten erstatten.

Es war letzte Woche angesprochen worden, dass ja öfters in Großstädten Jobmessen stattfinden. Gestern habe ich mal geschaut was es so gibt: Hotel/Gastronomie für die Schweiz, Handwerker für Dänemark, Soziale Berufe für Großbritannien u. a., darunter falle ich leider nicht. Also, man sagt mir es gibt ja Messen in Deutschland, wo ich hinfahren könnte, aber ich habe nie eine kaufmännische Messe gesehen, da es kaufm. Personal überall zu genüge gibt.

2. Frage, mein Anwalt wird es interessieren: welche ARGE war zuständig für Dich, ist es Lübeck? Er wird es in einem Schriftsatz erwähnen wollen, dass ARGE Lübeck die Fahrtkosten zu einer Jobmesse im Ausland erstattet hat. Je mehr Fakten umso besser, ausschlaggebend ist auch der Zeitpunkt wann es war, da die Gesetze und Geschäftsanweisungen sich ständig ändern.
Ich glaube Schleswig-Holstein ist ein Sonderfall weil Dänemark der direkte Nachbar ist und da gab es mal eine Anfrage im Parlament diesbezüglich. Ursprünglich sollten ALG II Empf. gar nicht am Jobmarkt in DK teilhaben!


Danke für die Unterstützung.
 

Martin Behrsing

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#18
Dein Anwalt sollte auf einen schriftlichen Bescheid bestehen, nur so kann man sich rechtlich wehren. Der § 10 SGB III fällt natürlich auch zu den Förderinstrumenten des § 16 SGB II. Wie kommt denn der Sachbearbeiter auf so ein Blödsinn? Sorry aber über soviel Dummheit und Unkenntnis (Aufenthalt in der Bundesrepublik) kann wirklich nur noch schreien.
 

KM1956

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#19
Dein Anwalt sollte auf einen schriftlichen Bescheid bestehen, nur so kann man sich rechtlich wehren. Der § 10 SGB III fällt natürlich auch zu den Förderinstrumenten des § 16 SGB II. Wie kommt denn der Sachbearbeiter auf so ein Blödsinn? Sorry aber über soviel Dummheit und Unkenntnis (Aufenthalt in der Bundesrepublik) kann wirklich nur noch schreien.
Danke Martin,

Es gibt noch keine Bescheide, nur eine mündl. Unterredung von letzer Woche. In dem Falle wohl eine einstw. Zahlungsanordnung, da ich das Geld dringend benötige, falls es überhaupt schon möglich ist. Leider sind die Fristen noch nicht lange genug verstrichen (meine Fristsetzung für eine Antwort auf Widersprüche war 14 Tage).

Ich denke der "politische Weg", d. h. Beschwerde bei Bundesrechnungshof / Politikern usw könnte was bringen - parallel zur juristischen Schiene.

Bist Du sicher mit Deiner Auslegung? Interessant wird es jetzt, da ich in meinen Widersprüchen zu den Bescheiden erwähnt hatte, dass ich beim Arbeitsamt in Wien jemand getroffen hatte, der seine Bewerbungsreisen von der ALGII-Behörde in Hamburg erstattet bekommt.

Der Sachbearbeiter mit dem ich letzte Woche sprach, immerhin Vize der ARGE in Cloppenburg (rechte Hand des Chefs), teilte mir mit, dass man sich in der Hamburger Behörde erkundigt bzw. beschwert hat ob der Auslegung der Gesetze in Hamburg.

Schade, dass ich den Schriftwechsel nicht kenne, aber wäre interessant zu erfahren, wie Hamburg reagiert. Die lassen sich doch von dem Arbeitsamt aus der Provinz nichts erzählen! Ich hoffe nur der Sachbearbeiter in HH, der das bewilligt, kann es gut begründen (ich gehe davon aus, dass er es kann).

Sicher handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung.

LG
Kerstin
 

Bruno1st

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#20
Also ich habe am 29.01. an der Jobmesse in Kolding(Dänemark) teilgenommen. Vorher habe ich dafür Reisekosten beantragt. Vor einer Woche habe ich dann den Bescheid bekommen, dass ich Fahrtkkosten in Höhe von 95,60€ erstattet bekomme. Es geht scheinbar doch.
Georg
wurden bei dir die vollen Reisekosten übernommen ?

Bei mir hat die ARGE 231,60 errechnet, wollte aber nur 130,- erstatten - trotz eines konkreten Vorstellungstermines in einer Firma. Ich befürchte aber, daß das jede ARGE für sich selbst auswürfelt :)
 

KM1956

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#21
wurden bei dir die vollen Reisekosten übernommen ?

Bei mir hat die ARGE 231,60 errechnet, wollte aber nur 130,- erstatten - trotz eines konkreten Vorstellungstermines in einer Firma. Ich befürchte aber, daß das jede ARGE für sich selbst auswürfelt :)
Hallo,
leider erwähnst Du nicht, ob es sich bei Dir um eine Auslandsreise handelte. In diesem Thread geht es ja um Alg II und Fahrkosten zu Bewerbungsgesprächen im Ausland. Einige SB vertreten die Meinung, dass Kosten nur bis deutsche Grenze erstattet werden.
Du könntest die Einzelheiten bei Deiner Erstattung mal näher beleuchten.
Ausserdem schreibst Du "wolte aber nur..." - hast Du den Rest denn noch bekommen?
LG
 

Bruno1st

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#22
Hallo,
leider erwähnst Du nicht, ob es sich bei Dir um eine Auslandsreise handelte. In diesem Thread geht es ja um Alg II und Fahrkosten zu Bewerbungsgesprächen im Ausland. Einige SB vertreten die Meinung, dass Kosten nur bis deutsche Grenze erstattet werden.
Du könntest die Einzelheiten bei Deiner Erstattung mal näher beleuchten.
Ausserdem schreibst Du "wolte aber nur..." - hast Du den Rest denn noch bekommen?
LG
Ausland ? So etwas existiert für meine ARGE nicht - deshalb habe ich mich auch gewundert und mich gefragt, ob dies die gesamten Kosten oder nur die "bis Grenze" waren.
Beim ehem. Arbeitsamt (ALHI) habe ich lange gebraucht, bis die zumindest mal die Kosten "bis Grenze" anerkennen wollten - doch dann kam ein Job und inzwischen begann das Spielchen mit der ARGE und Grenze wieder neu. Deshalb ist es für mich interessant,d aß eine ARGE "über die Grenze" hinaus bezahlt.

Meine Kosten von 130,- statt 231,60 wurden so begründet :
sonstige Versagungsansprüche :
Erklärung zur Bewilligung die tatsächlichen Fahrtkosten belaufen sich bei 1158,00 km auf 231,60, dies liegt über der Höchstgrenze von 130,00 € die gezahlt werden können
http://www.bruno-schillinger.de/hartz4/egv02.htm
Diese Information zu den 130,- bekam ich erst, nachdem die Vorstellung stattgefunden hatte - vorher gab es keine Information von der ARGE und das über Wochen.

Im Moment ist noch kein Geld geflossen - denn ich werde diesen Antrag nicht unterschreiben, da ich meines Erachtens mit meiner Unterschrift bereits die 130,- billige.

Auch bei Fahrtkosten scheint die jeweilige ARGE nach Nase zu unterscheiden.
 
E

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#23
Von dieser Jobmesse hatte ich im Regionalfernsehen gehört. Also auf Eigeninitiative dann. Bewilligt wurden dann 20Cent pro Km.
Georg
 

KM1956

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#24
Hab jetzt doch Kosten bewilligt bekommen.

Ausnahmsweise aber als direkte folge eines Gesprächs vom 22.3. mit der ARGE (diesmal tel. vom Leiter bewilligt):

Ich bekomme die Kosten für meine nächste Reise nach Ostern zu einem Vorstellungstermin am Mittwoch als Darlehen erstattet. Dieses "Darlehen" nur weil die Terminvereinbarung telefonisch war. Bis 13.4. muß ich die Belege für die Reise in der ARGE vorlegen, dann wird das Darlehen in einen Zuschuß umgewandelt.

Da ich es nicht auslegen kann, werde ich mir den gesamten Vorschuß morgen früh direkt in bar abholen und direkt dann zum Bahnhof um mein Ticket zu buchen.


Also, das ist eine Einzelfallentscheidung und müßte jedes Mal auf's neue wieder beantragt werden.

Auch auf meinen Einwand hin, dass erfahrungsgemäß sich weitere Termine ergeben: Ich muß bis 13.4. wieder da sein und die Sache vorlegen, egal ob sich für Do/Fr. noch weitere Termine ergeben würden. Also alles versuchen am Mi/Do zu erledigen, notfalls nehme ich den Nachtzug von Do. auf Fr..

Ein Aufenthalt von mehr als diese paar Tage wird nicht genehmigt, entnehme ich daraus. Wenn ich an die Fahrtkosten (320 €) denke, und das in Relation mit den Übernachungskosten in einem Hostel (ca 20 €) setze, wäre es billiger werden mal 5 Tage dort zu bleiben. Aber das ist gesetzlich nicht vorgesehen oder überhaupt.
Lieber jedes mal neu wieder beantragen / bezahlen. Das ist "wirtschaftlicher"?


Naja, zumindest scheint sich was zu bewegen, wenn er auch mehrfach betont hatte, dass er sich "sehr weit hinaus gelehnt" hat, um mir dies zu genehmigen.
 
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