Fahrtkosten zum Arzt, kann ich die von der ARGE bekommen?

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PeterS

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Mein Hausarzt hat mich zu einem Neurologen überwiesen. Aber in meiner Stadt gibt es keine Neurologen, so müsste ich mit dem zug fahren was mich jedesmal 6 € kostet. Und wenn ich da ein paar mal hin muss, kann ich mir das nicht leisten da mir mein Geld grade so reicht im Monat.

Gibt es eine Möglichkeit Geld von der arge (oder sonstwo) zu bekommen?
 

Drueckebergerin

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Im Regelsatz sind rund "fette" 18,- € Mobilitätskosten enthalten.
Fahrkarten sammeln und den übersteigenden Betrag bei der Arge beantragen.

Aber ob es was nutzt ???? Seh ich eher schwarz:icon_sad:
 

gelibeh

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Hast Du schon bei Deiner Krankenkasse nachgefragt?
 

Arania

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Die KK ist der Ansprechpartner, wenn überhaupt
 

PeterS

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Also die Krankenkasse sagt:
Es ist gesetzlich festgelegt das es eine eigenleistung von 2% gibt bei Zuzahlungen und Praxisgebühr usw. Heißt also, wenn ich 2% (in meinem fall 84€) überschreite, dann kann ich auf Antrag befreit werden.

das ganze nützt mir aber nichts. da ich wahrscheinlich nicht über die 84€ komme und wenn dann gilt das dann nur für künftige zuzahlungen.
Mir fehlt das Geld aber diesen Monat! War beim Orthopäden habe krankengymnastik verschrieben bekommen (=10€ zuzahlung), dann bekomme ich ein rezept (=5€ zuzahlung], dann die Praxisgebühr (=10€) und dann muss ich noch in eine andere stadt zu neurologen wo ich jedesmal 6€ für den Zug zahlen muss. Das sind dann also jetzt schon 31€ die ich einfach nicht habe da mir mein geld wirklich grade so reicht im monat.
Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt die Krankengymnastik ausfallen lassen muss nur weil ich es mir nicht leisten kann. Und den besuch beim neurologen kann ich mir auch nicht leisten, was ist wenn ich was ernstes habe?
Kennt keiner irgendwelche möglichkeiten wie ich die kosten wenigstens etwas mindern kann?
 

Arania

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Leider nein, das Geld irgendwo leihen wird die einzige Lösung sein, auch die ARGE wird nur ein Darlehen anbieten

Ausserdem wenn ich das zusammenzähle wirst Du die 84 Euro bald erreicht haben, falls Du Chroniker bist ist es nur die Hälfte
 

theota

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Also die Krankenkasse sagt:
Es ist gesetzlich festgelegt das es eine eigenleistung von 2% gibt bei Zuzahlungen und Praxisgebühr usw. Heißt also, wenn ich 2% (in meinem fall 84€) überschreite, dann kann ich auf Antrag befreit werden.

das ganze nützt mir aber nichts. da ich wahrscheinlich nicht über die 84€ komme und wenn dann gilt das dann nur für künftige zuzahlungen.
Mir fehlt das Geld aber diesen Monat! War beim Orthopäden habe krankengymnastik verschrieben bekommen (=10€ zuzahlung), dann bekomme ich ein rezept (=5€ zuzahlung], dann die Praxisgebühr (=10€) und dann muss ich noch in eine andere stadt zu neurologen wo ich jedesmal 6€ für den Zug zahlen muss. Das sind dann also jetzt schon 31€ die ich einfach nicht habe da mir mein geld wirklich grade so reicht im monat.
Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt die Krankengymnastik ausfallen lassen muss nur weil ich es mir nicht leisten kann. Und den besuch beim neurologen kann ich mir auch nicht leisten, was ist wenn ich was ernstes habe?
Kennt keiner irgendwelche möglichkeiten wie ich die kosten wenigstens etwas mindern kann?
tja, dieses "in-Vorlage-gehen" gegenüber der KK macht mir nun auch schon seit Jahren das Leben schwer

auch meine KK konnte mir da bisher nicht weiterhelfen

auch daß sie dieses Jahr erstmalig den Antrag auf Befreiung schon im Januar unaufgefordert zugeschickt haben, hilft mir da nicht wirklich weiter :mad:

entweder 83,76 sofort bar cash zahlen, um die Befreiungskarte zu bekommen (woher nehmen, wenn nicht stehlen :confused: ) oder geduldig "ansammeln", bis die 83,76 erreicht sind - supi! :icon_motz:
 

Arania

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Ich zahle es lieber im voraus als alle Belege zu sammeln, ich habe für dieses Jahr 42 Euro und ein paar Cent gezahlt, ich würde sagen man sollte das in den Monaten vorher zurücklegen, ich weiss es ist schwer, aber da man es für die Gesundheit braucht geht da wohl kein Weg dran vorbei
 

mopf72

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Hallo erst mal,
ich bin neu hier und durch Zufall auf diesen Beitrag hier gestoßen. Da ich davon auch betroffen bin, was Fahrkosten angeht, habe ich bei meiner KK auch nur eine Ablehnung bekommen.
Da ich jetzt jedoch die KK wechsle, wurde bei mir Angerufen und gefragt, ja warum denn usw.
Da ich kein Blatt vor den Mund nehme, habe ich dem Herrn die Sache mit den Fahrkosten gesagt, und er gab mir den Typ, das ich erst einen Härtefall Antrag stellen müsse, bevor ich den Antrag auf Fahrkosten stelle.

Ich hab es bis jetzt noch nicht gemacht, da ich es erst in der neuen KK versuchen werde.
Und noch was wurde mir gesagt von dem Herrn, wenn man was möchte und nur so einen Antrag einreicht, geht es meist in die Hose. Man(n) soll es klar und deutlich aufschreiben, warum man dort hin muss, welche aussichten auf heilung da sind, wieso man genau zu dem Arzt muss und nicht zu einem der Näher liegt, etc. etc.

Versuch es deshalb einfach mal mit einem Härtefall Antrag bei der KK. Wünsch dir jedenfalls, alles gute und das nichts schlimmes bei der Untersuchung raus kommt.

Grüßle
Moni
 

PeterS

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Ja, dass mit dem Härtefall ist das was ich oben geschrieben hatte. Die 2% von den Bruttoeinnahmen, bei mir also 84€. Heißt also, erst wenn ich über 84€ gezahlt habe an zuzahlungen usw. kann ich dann für den rest des jahres befreit werden. Aber mir sind sogar diese 84€ zuviel. Und jetzt jedesmal zum neurologen mit dem Zug, dass kann ich mir nicht leisten. Schon ärgerlich, wenn ich doch was ernstes habe, dann wird das nicht erkannt weil ich mir es nicht leisten kann zum arzt zu gehen.
 

Arania

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erst wenn ich über 84€ gezahlt habe an zuzahlungen usw. kann ich dann für den rest des jahres befreit werden
So ist es, nun das ist leider so, da müssen manche noch mehr zahlen, die Gesundheit sollte es einem wert sein
 

mopf72

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Frag mal bei deiner Krankenkasse nach dem Formular " Bescheinigung zur Erstattung von Fahrkosten. Der Arzt zu dem du fahren musst sollte dieses ausfüllen.

Sollte durch diese Fahrt ein Krankenhausaufenthalt, oder eine längere Behandlung vermieden werden können, steht dir das Geld zu.

Jedoch weis ich nicht ob es klappt, ich selbst hab zwar das Formular hier liegen, jedoch noch nicht ausgefüllt. Kann auch sein das es bei mir anderster ist, weil ich Chronisch Krank bin und somit nur 1% statt den 2% zahlen muss.

Probiers einfach mal, mehr wie nix kanns nicht sein.

Grüßle
Monika
 

Muzel

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Ich habe einmal vom Diakonischen Werk eine Fahrt in die Tschechoslowakei bezahlt bekommen. Fragen kann man ja mall!
Ansonsten könnte vielleicht eine Online-Petition an den Bundestag helfen.
 

Arania

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ansonsten könnte vielleicht eine Online-Petition an den Bundestag helfen
Wenn Du darauf warten möchtest das sich danach etwas tut- egal was Du da beantragen möchtest- wirst Du wohl ein paar Jahre Geduld mitbringen müssen
 

Muzel

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Das Diakonische Wer hat mir das ganz unbürokratisch bewilligt. Ein Anruf hat genügt.
 

theota

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Arania meinte wohl die online-petition, auf die du ein post zuvor verwiesen hattest...:icon_smile:
 

raum und zeit

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und der brüller ist ja der: wenn man der arge (oder dem amtsarzt) nicht nachweist, das man in regelmäßiger behandlung ist, dann ist man sowieso unglaubwürdig (krank)!
 

mopf72

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und der brüller ist ja der: wenn man der arge (oder dem amtsarzt) nicht nachweist, das man in regelmäßiger behandlung ist, dann ist man sowieso unglaubwürdig (krank)!
Stimmt 100%ig, ich musste einen Beweis vom Arzt bringen, damit mir geklaubt wurde.
 

Trinity1987

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So einfach ist das nicht die Fahrkosten von der Krankenkasse zu bekommen. Die müssen im Vorfeld durch die Krankenkasse genehmigt werden. :(

SGB V § 60 Fahrkosten

(1) Die Krankenkasse übernimmt nach den Absätzen 2 und 3 die Kosten für Fahrten einschließlich der Transporte nach § 133 (Fahrkosten), wenn sie im Zusammenhang mit einer Leistung der Krankenkasse aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig sind. Welches Fahrzeug benutzt werden kann, richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit im Einzelfall. Die Krankenkasse übernimmt Fahrkosten zu einer ambulanten Behandlung unter Abzug des sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrages nur nach vorheriger Genehmigung in besonderen Ausnahmefällen, die der Gemeinsame Bundesausschuss in den Richtlinien nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12 festgelegt hat.
(2) Die Krankenkasse übernimmt die Fahrkosten in Höhe des sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrages je Fahrt übersteigenden Betrages 1. bei Leistungen, die stationär erbracht werden; dies gilt bei einer Verlegung in ein anderes Krankenhaus nur, wenn die Verlegung aus zwingenden medizinischen Gründen erforderlich ist, oder bei einer mit Einwilligung der Krankenkasse erfolgten Verlegung in ein wohnortnahes Krankenhaus,
2. bei Rettungsfahrten zum Krankenhaus auch dann, wenn eine stationäre Behandlung nicht erforderlich ist,
3. bei anderen Fahrten von Versicherten, die während der Fahrt einer fachlichen Betreuung oder der besonderen Einrichtungen eines Krankenkraftwagens bedürfen oder bei denen dies auf Grund ihres Zustandes zu erwarten ist (Krankentransport),
4. bei Fahrten von Versicherten zu einer ambulanten Krankenbehandlung sowie zu einer Behandlung nach § 115a oder § 115b, wenn dadurch eine an sich gebotene vollstationäre oder teilstationäre Krankenhausbehandlung (§ 39) vermieden oder verkürzt wird oder diese nicht ausführbar ist, wie bei einer stationären Krankenhausbehandlung.
Soweit Fahrten nach Satz 1 von Rettungsdiensten durchgeführt werden, zieht die Krankenkasse die Zuzahlung in Höhe des sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrages je Fahrt von dem Versicherten ein.
(3) Als Fahrkosten werden anerkannt 1. bei Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels der Fahrpreis unter Ausschöpfen von Fahrpreisermäßigungen,
2. bei Benutzung eines Taxis oder Mietwagens, wenn ein öffentliches Verkehrsmittel nicht benutzt werden kann, der nach § 133 berechnungsfähige Betrag,
3. bei Benutzung eines Krankenkraftwagens oder Rettungsfahrzeugs, wenn ein öffentliches Verkehrsmittel, ein Taxi oder ein Mietwagen nicht benutzt werden kann, der nach § 133 berechnungsfähige Betrag,
4. bei Benutzung eines privaten Kraftfahrzeugs für jeden gefahrenen Kilometer den jeweils auf Grund des Bundesreisekostengesetzes festgesetzten Höchstbetrag für Wegstreckenentschädigung, höchstens jedoch die Kosten, die bei Inanspruchnahme des nach Nummer 1 bis 3 erforderlichen Transportmittels entstanden wären.

(4) Die Kosten des Rücktransports in das Inland werden nicht übernommen. § 18 bleibt unberührt.
(5) Im Zusammenhang mit Leistungen zur medizinischen Rehabilitation werden Fahr- und andere Reisekosten nach § 53 Abs. 1 bis 3 des Neunten Buches übernommen.

Nach den Richtlinien sind Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung weiterhin verordnungsfähig für Patienten, bei denen diese aufgrund der Krankheit oder der notwendigen Behandlung zwingend medizinisch notwendig sind. Dies gilt z.B. für Dialysebehandlung, onkologische Strahlentherapie oder onkologische Chemotherapie.
[COLOR=red]Fahrten zur ambulanten Behandlung können auch übernommen werden, für schwer in ihrer Mobilität eingeschränkte Patienten, wenn diese [/COLOR]
  • [COLOR=red]einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG, BL und H besitzen, oder [/COLOR]
  • [COLOR=red]bei denen Pflegebedürftigkeit der Stufe II oder III vorliegt, oder [/COLOR]
  • [COLOR=red]wenn eine ärztliche Bescheinigung der vergleichbar schweren Beeinträchtigung der Mobilität vorliegt. [/COLOR]
 
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